Leni – 4.Null „Eine lesbische Nacht“
Veröffentlicht amDiese Geschichte enthält eine Reihe potenziell verstörender und expliziter Themen, die vor dem Lesen dieser Lektüre berücksichtigt werden sollten.
Das narrative Szenario zeichnet ein düsteres, postapokalyptisches Weltuntergangssetting, das von einem flächendeckenden Infrastrukturkollaps, der Bedrohung durch nuklearen Fallout, Flucht sowie der schweren, lebensbedrohlichen Krebserkrankung einer Figur geprägt ist. Im Rahmen eines Gesprächs wird zudem eine vergangene Erfahrung sexueller Gewalt und eines Übergriffs kurz thematisiert.
Im weiteren Verlauf beinhaltet der Text sehr ausführliche, grafische und explizite Schilderungen sexueller Handlungen zwischen mehreren Frauen. Diese Passagen umfassen unter anderem BDSM-Elemente wie das Zufügen leichter körperlicher Schmerzen (Schläge auf Brust und Genitalbereich) sowie extreme Praktiken wie Fisting.
Personen, die empfindlich
auf Darstellungen von Katastrophenszenarien, sexueller Gewalt, expliziter Erotik reagieren, wird von der Lektüre dieser Geschichte abgeraten.Prolog
Das Europa, wie es einst bekannt war, existierte nicht mehr. Nach den verheerenden Anschlägen und dem katastrophalen Kollaps der Infrastruktur lag Europa in Trümmern. Was als zivilisierter Kontinent galt, war über Nacht zu einem stummen, dunklen Ödland geworden.
Inmitten dieser Trümmerlandschaft kämpften Überlebende wie Leni und Kai um jeden einzelnen Tag. Auf ihrer beschwerlichen Flucht durch die Marsch von Dithmarschen zählte nur noch der reine Überlebensinstinkt – getrieben von der Hoffnung auf Zuflucht, medizinische Hilfe und ein Stück Geborgenheit vor der unbarmherzigen Kälte der neuen Weltordnung.
Leni – Eine lesbische Nacht
Leni erwachte als Erste. Sie war ausgeruht und hatte über Nacht neue Kräfte sammeln können, doch ihr Körper schmerzte vom ungewohnten Ritt des gestrigen Tages. Ein dumpfes Ziehen saß tief in ihren Oberschenkeln und im Rücken. Sie schaute kurz zu Kai hinüber. Er lag noch immer im weichen Stroh, wirkte erstaunlich blass, aber seine Brust hob und senkte sich in einem gleichmäßigen Rhythmus. Er schlief fest, und sie beschloss, ihn nicht zu wecken.
Leise stand sie auf und zog sich an. Bliss und Joy standen ruhig in den Boxen der Scheune und schnauften friedlich im dämmrigen Licht. Max, der Collie, erhob sich geschmeidig, streckte ausgiebig seine Glieder und trottete leise hinüber zu Leni. Sie strich dem Hund sanft über den schmalen Kopf, woraufhin er dankbar ihre Hand anstubste. Dann öffnete Leni geräuschlos das schwere Scheunentor und blickte vorsichtig ins Freie.
Nichts Bedrohliches war zu sehen. Die Luft war klar, und die morgendliche Marschlandschaft lag friedlich da. Max schlüpfte an ihr vorbei, lief mit gesenkter Nase zum nahen Weiher und stillte dort vergnügt seinen Durst.
Nun meldete sich auch Lenis Blase. Sie ging um die Ecke der Scheune, zog ihre Trekkinghose samt Slip herunter und hockte sich mit dem Rücken an die kühle Holzverkleidung.
Das Wasser lief in einem kräftigen, gelben Strahl ab, während Leni den Blick zu den umliegenden Baumkronen wandte. Die Blätter raschelten leise – der Wind blies noch immer verlässlich aus nordöstlicher Richtung und hielt den Fallout des Anschlags fern.
Eine gelbe Pfütze bildete sich zwischen ihren Stiefeln und sickerte langsam in den harten Boden. Nach der Erleichterung zog sie sich wieder an, trat zum Ufer des Weihers hinüber und lauschte mit gewohnter Wachsamkeit in die Stille.
Plötzlich durchbrach ein tiefes Grollen die friedliche Kulisse. Erst leise, dann rasch anschwellend, rollte das Dröhnen starker Motoren über die Marsch hinweg. Leni blickte gen Himmel. Am Horizont zeichneten sich dunkle Punkte ab. Sie rannte auf der Stelle zurück in die Scheune, griff nach ihrem G95 mit der Optik und eilte auf den Hof hinaus, um die Maschinen näher zu bestimmen.
Am fahlen Morgenhimmel zeichneten sich die unverkennbaren
Silhouetten von drei Eurocopter Tiger ab, die als Begleitschutz an den Flanken flogen. Dahinter folgten sieben mächtige Airbus A400M-Transportflugzeuge, die aus südlicher Richtung straff gen Norden zogen. Leni legte das G95 an, blickte durch das Zielfernrohr und stellte die Optik scharf. Auf den Flanken der düsteren Rümpfe und unter den Tragflächen prangte klar erkennbar das schwarze Eiserne Kreuz der deutschen Luftwaffe.Geweckt vom dröhnenden Motorenlärm in der Luft trat Kai humpelnd aus der Scheune. Er hielt sich an der Türöffnung fest und starrte irritiert zum Himmel.
»Das sind unsere Maschinen, die haben deutsche Hoheitsabzeichen an den Rümpfen!«, rief Leni und reichte Kai das Sturmgewehr. Er übernahm die Waffe mit geübtem Griff und blickte durch die Optik.
Der Überflug ging schnell. Das Dröhnen der Turbinen verebbte langsam, bis die Formation nur noch aus winzigen Punkten bestand, die schließlich am nördlichen Horizont verschwanden. »Was mag da bloß los sein?«, murmelte Kai stirnrunzelnd und gab ihr das Gewehr zurück. »Ich dachte, die Bundeswehr wäre nach der Katastrophe komplett orientierungslos und zerschlagen.«
»Schauen wir, was kommt«, antwortete Leni leise. Dann fiel ihr Blick wieder voll auf Kais Gesicht.
Ein kalter Schrecken fuhr ihr durch die Glieder. Kai sah schrecklich aus. Seine Haut war aschfahl, fast kreidebleich, und auf seiner Stirn glänzten dichte Schweißperlen. Seine Lippen wirkten trocken und bläulich. »Kai, du siehst gar nicht gut aus – was ist los mit dir?«, fragte sie besorgt und schritt auf ihn zu.
»Mir geht es hundeelend… ich glaube, ich habe Fieber«, brachte Kai heiser hervor. Leni wartete nicht ab. Sie legte ihren Handrücken an seine Stirn und schrak zurück. »Kai, du glühst förmlich! Leg dich bitte sofort wieder hin, ich mache dir kalte Umschläge.«
Sie stützte ihn vorsichtig und führte ihn zurück zu seiner Schlafstelle im weichen Stroh. Kaum dass Kai lag und Leni ein mit kühlem Teichwasser getränktes Tuch auf seine Stirn gelegt hatte, begann sein ganzer Körper heftig zu zittern. Schüttelfrost schüttelte den geschwächten Mann.
»Der gestrige Tag… war anscheinend zu viel für mich«, bibberte er mit klappernden Zähnen. »Der Krebs meldet sich. Ich bin völlig außer Puste und brauche einfach etwas Ruhe, dann wird es schon wieder gehen…«
Leni dachte nicht lange nach. Sie streifte ihre Stiefel ab, legte sich dicht neben ihn ins Stroh, schlang die Arme um seinen zitternden Körper und hüllte sie beide in die dicke Wolldecke. Sie wollte ihn mit ihrer eigenen Körperwärme stützen. Nach einer Weile ließ das Zittern nach, und Kai dämmerte wieder in einen unruhigen Schlaf hinüber.
Als er kurze Zeit später entkräftet aufwachte, war sein Kopf noch immer glühend heiß. Leni sah ihn mit stählerner Entschlossenheit an.
»Ich habe mir Gedanken gemacht, Kai«, sagte sie ruhig, obwohl ihr Herz wie wild schlug. »Wenn dein Fieber weiter steigt, wirst du ins Koma fallen. Wir haben hier keine Medikamente. Ich muss los und Hilfe holen. Friedrichstadt ist knapp 14 Kilometer von hier entfernt. Vielleicht gibt es dort noch einen Arzt, eine Apotheke oder…« Sie stockte kurz. »…ich reite direkt zu deiner Schwester. Vielleicht kann sie helfen oder kennt jemanden im Ort.«
Kai blickte sie aus fiebrigen, matt glänzenden Augen an und nickte schwach. »Leni… gib mir bitte meine Satteltasche.« Verwundert, aber ohne Zögern, holte Leni die lederne Tasche herbei. Kai griff mit zitternden Fingern hinein, zog ein kleines Lederetui heraus und entnahm ihm ein verblasstes Foto.
»Leni, nimm das«, sagte er leise und reichte ihr das Bild. Es zeigte einen jüngeren, lächelnden Kai an der Seite einer attraktiven Frau und eines kleinen Mädchens. »Das bin ich mit meiner Frau und meiner . Zeige es meiner Schwester, wenn du sie antriffst. Als Beweis, dass du von mir kommst und nichts Böses im Sinn hast.«
Er atmete schwer durch, ehe er fortfuhr: »Meine Schwester Anne ist Tierärztin – sie hat vielleicht noch passende Medikamente. Um zu ihr zu gelangen, musst du über die alte Eiderbrücke rüber und dich dann gleich rechts auf der Hauptstraße halten.
Das zweite ältere Reetdachhaus mit angrenzender gemauerter Scheune – dort wohnt sie. Aber bitte sei vorsichtig: Anne ist extrem misstrauisch gegenüber Fremden, das war sie schon immer. Ihre Töchter heißen Jule und Emma, sie sind etwa in deinem Alter. Grüße Anne lieb von mir… sie nennt mich übrigens seit Kindheitstagen gerne ‘Kaichen’.«
Trotz der Qualen stahl sich ein kurzes, mattes Grinsen auf seine Züge.
Leni verlor keine Zeit. Sie handelte schnell, präzise und vollkommen ohne Panik. Sie verstaute das Etui mit dem Foto sicher im inneren ihrer Satteltasche, stellte mehrere Feldflaschen mit frischem Wasser und haltbare Konserven direkt neben Kais Lager bereit, überprüfte die Funktion seines Korth-Revolvers und legte ihm die schwere Waffe griffbereit an die rechte Hand.
Dann kniete sie sich zu ihm nieder, umfasste sein Gesicht und küsste ihn voller Leidenschaft auf die heißen Lippen. »Halte durch, Kai. Ich bin bald wieder bei dir«, flüsterte sie an seinem Ohr. Sie stutzte für einen Augenblick, verlegen über die eigene Offenbarung, ehe sie ihm tief in die Augen blickte: »Kai… ich muss dir noch etwas sagen. Ich… ich mag dich sehr!«
Kai nickte nur schwach, ein warmer Glanz trat in seine fiebrigen Augen.
Leni wandte sich um und blickte zu dem Collie, der aufmerksam am Scheuneneingang verharrte. »Max, du hältst hier die Stellung. Ich hoffe inständig, dass ich spätestens zum Nachmittag wieder zurück bin.« Der Collie hob die linke Pfote, legte den Kopf schräg und stieß ein kurzes, klares Bellen aus.
Leni schnallte ihren Rucksack fest und trat auf den Hof. Mit gekonnter Bewegung schwang sie sich auf den Rücken der Trakehner-Stute Joy.
Kai hob im Stroh langsam seinen rechten Arm zum Abschied. »Gott schütze dich, Leni…«
Leni nickte kurz. »Gott schütze dich, Kai! Halte durch.«, rief sie zurück.
Sie schnalzte laut mit der Zunge, gab Joy einen gezielten Impuls mit den Schenkeln und ritt im schnellen Trab vom Hof. Die ersten Kilometer vergingen wie im Flug, und als am Horizont die Flusslandschaft und die Silhouetten der Brücke auftauchten, gab es für Leni kein Halten mehr. Die Angst um Kais Leben trieb sie an. Sie trieb Joy an, gab der Stute die Zügel frei und flog auf den letzten Kilometern in einem rasenden, gestreckten Galopp über die Straße – als ob der Teufel persönlich hinter ihrer Seele her wäre. Der Wind pfiff Leni um die Ohren, und die Hufe der Stute schlugen wie Trommelwirbel auf den Boden.
Direkt auf der alten Eiderbrücke parierte Leni Joy mit fester Hand zum Schritt herunter. Das Pferd schnaufte schwer, Dampf stieg von seinen Flanken auf. Auf der Brücke traf Leni auf eine ältere Frau, die ein kleines schützend im Arm hielt und aufmerksam zu der Reiterin aufblickte. Leni hielt Joy an und fragte die Frau direkt nach dem Weg zur Tierärztin Anne Petersen.
Die Frau musterte Leni kurz, zeigte dann verlässlich mit dem Arm hinüber ans andere Ufer und erklärte die genaue Richtung: Die Straße führe direkt auf einen alten Ziegelhof mit einem unverwechselbaren Windrad zu. Dort solle Leni erst geradeaus reiten und sich anschließend links halten, um den Weg zum Anwesen einzuschlagen.
Als Leni den alten Ziegelhof mit dem Windrad passiert hatte, sah sie schon das Gehöft an der Treene vor sich liegen. Das imposante Reetdachhaus mit seinen roten Backsteinmauern, den weißen Sprossenfenstern und den dunkelgrünen Scheunentoren hob sich markant vom Himmel ab.
Auf dem Kopfsteinpflaster vor dem großen Holztor stand ein massiver, grauer Pickup – ein wuchtiger, stark verschmutzter Hummer H3T mit etlichen Beulen, einer gesprungenen Frontscheibe, Rammschutz und geländegängigen Stollenreifen. Seine kantige Motorhaube war weit aufgestellt. Zwei junge Frauen beugten sich tief über den Motorraum. Die ältere der beiden war die 21-jährige Jule, dunkelhäutig, mit langen, schwarzen Haaren, die ein enges helles Shirt zur Jeans trug. Die jüngere, Emma, vor wenigen Wochen 19 geworden, hatte einen braunen Cowboyhut tief ins Gesicht gezogen, trug ein weißes Crop-Top und ein schweres Kampfmesser an ihrem breiten Ledergürtel.
Beide Frauen sahen misstrauisch und alarmiert auf, als das dumpfe Poltern von Pferdehufen auf dem Kopfsteinpflaster der Straße widerhallte. Leni führte Joy zielsicher auf die Zufahrt des Gehöfts. Noch während die Trakehner-Stute mit schaffendem Atem zum Stehen kam, glitt Leni geschmeidig aus dem Sattel und setzte auf den Pflastersteinen auf.
Die beiden Frauen wichen sofort einen Schritt zurück in Richtung des grünen Scheunentors. Die jüngere Emma mit dem Cowboyhut schob blitzschnell die Hand an den Griff ihres Messers. Leni erhob augenblicklich beide Hände weit in die Luft und rief mit brüchiger, aber fester Stimme:
»Kai Hansen braucht unbedingt Hilfe! Ich bin Leni und suche Frau Anne Petersen!«
»Halt die Hände genau da, wo sie sind!«, rief Emma scharf und blickte Leni streng entgegen. »Wer bist du, und woher kennst du den Namen?«
»Ich bin Kais Begleiterin«, erklärte Leni hastig, während ihr vor Sorge um Kai das Herz bis zum Hals schlug. »Er hat hohes Fieber, glüht förmlich und schafft es nicht mehr alleine. Er hat mich zu seiner Schwester Anne geschickt. Ihr müsst Jule und Emma sein, oder?«
Die beiden Mädchen tauschten einen überraschten Blick aus. Die 21-jährige Jule machte einen halben Schritt nach vorn. »Woher weißt du unsere Namen?«
»Kai hat mir von euch erzählt!«, rief Leni rasch und deutete vorsichtig mit dem Kinn auf ihr Pferd. »In meiner Satteltasche liegt ein Lederetui. Darin ist ein Foto von Kai, seiner Frau und seiner . Er hat gesagt, ich soll es euch als Beweis zeigen. Und… er lässt seine Schwester Anne ganz lieb von ihrem ‘Kaichen’ grüßen.«
Als dieser Name fiel, entspannten sich die Züge von Emma spürbar. Die dunkelhäutige Jule trat vorsichtig an Joy heran, griff in die Satteltasche und zog das abgegriffene Lederetui hervor. Sie warf einen kurzen Blick auf das Foto, drehte es um und nickte ihrer jüngeren Schwester zu. »Das ist Kais Schrift auf der Rückseite. Emma, lass das Messer stecken.«
In diesem Moment knarrte das schwere, dunkelgrüne Scheunentor des Klinkerbaus. Eine Frau Ende vierzig mit elegant gewellten, schulterlangen braunen Haaren trat auf das Kopfsteinpflaster heraus. Sie trug eine weiße Bluse mit hochgekrempelten Ärmeln, eine dunkle Jeans, die lässig über den braunen Westernstiefeln lag, und einen breiten Ledergürtel. In ihrer rechten Hand hielt sie eine schwere Eisenstange fest umklammert.
»Was ist hier draußen für ein Lärm?«, fragte Anne Petersen, während ihr Blick vom schaumgekrönten Pferd zu Leni wanderte.
»Mama, sie kommt von Onkel Kai und kennt seinen Kosenamen!«, rief Emma mit dem Cowboyhut aufgeregt. »Er hat hohes Fieber und liegt im Sterben!«
Das Misstrauen im Gesicht der Tierärztin schlug augenblicklich in tiefe Besorgnis um. Anne stützte die Eisenstange kurz auf den Boden und schritt mit zügigen Schritten auf Leni zu. »Wo ist mein Bruder? Seit wann hat er Fieber? So antworte doch!«
»In einer Scheune nahe Hennstedt, etwa 14 Kilometer von hier«, berichtete Leni präzise. »Der Krebs plagt ihn und die Anstrengungen der letzten Tage. Er hat heftigen Schüttelfrost, brennt förmlich und droht ins Koma zu fallen. Er braucht dringend ärztliche Hilfe!«
Anne zögerte keine Sekunde. Sie lehnte die Eisenstange an die Mauer, wandte sich an ihre Töchter und deutete auf das Reetdachhaus. »Jule, hol sofort den Notfallkoffer mit den Medikamenten und Infusionen aus dem Praxisraum! Emma, pack zwei Kanister frisches Trinkwasser und Decken ein!«
In diesem Augenblick trat die dunkelhäutige Jule an die offene Motorhaube des grauen Hummers, legte die Ladekabel zur Seite und warf die Haube mit einem satten Knall zu. Sie sprang hinter das Steuer des wuchtigen Offroaders, drehte den Zündschlüssel – und der mächtige V8-Motor erwachte mit einem tiefen, kraftvollen Grollen zum Leben. Die Batterie war voll geladen.
»Der Pickup läuft wieder!«, rief Jule durch das Fenster neben der gesprungenen Frontscheibe heraus.
Anne blickte auf Lenis völlig verausgabtes Pferd. »Perfekt. Emma, du bleibst hier, bringst die Stute in den schattigen Stall und versorgst sie gründlich mit frischem Wasser und Heu! Passt mir gut auf den Hof auf.«
Emma nickte entschlossen, nahm Joy behutsam am Zügel und führte das verschwitzte Pferd zum Scheuneneingang.
Keine zwei Minuten später war die medizinische Ausrüstung auf der Ladefläche des Pickups verstaut. Jule saß am Steuer, Anne nahm auf dem Beifahrersitz Platz und Leni sprang auf die Rückbank. Mit durchgetretenem Gaspedal steuerte Jule den Hummer vom Kopfsteinpflaster. Mit brüllendem Motor schoss der graue Koloss über die Eiderbrücke hinweg.
Die Fahrt zurück über die Feldwege der Marsch würde knapp 15 bis 20 Minuten dauern – zwanzig lange Minuten, in denen Leni stumm darum betete, dass sie nicht zu spät kamen.
In der Scheune nahe Hennstedt lag Kai fieberig und kraftlos im Stroh. Sein Atem ging flach und unregelmäßig, die Hitze brannte in seinen Adern.
Draußen vor dem Tor durchbrach ein leises, fremdes Geräusch die Stille. Ein Knirschen im trockenen Gras, ein sanftes Scharren war zu hören.
Max, der Collie, hob augenblicklich den Kopf. Seine Ohren stellten sich steil auf, die Rute verharrte waagerecht. Er wandte sich vom fiebernden Kai ab und schlich lautlos, aber entschlossen zum leicht geöffneten Scheunentor. Jede Faser seines Körpers stand unter Spannung. Er schob sich schützend vor das Lager seines geschwächten Herrn, um Kai vor der drohenden Gefahr zu verteidigen.
Durch den schmalen Spalt des Tors blickte Max auf den Hof hinaus. Dort näherte sich etwas. Max war zum Angriff bereit. Er fixierte seinen Blick, fletschte seine Zähne, versteifte seine Beine zum Sprung bereit und stellte sein Nackenfell auf. Ein tiefes, kehliges Knurren vibrierte in seiner Brust – die letzte, unmissverständliche Warnung, bevor er zuschlagen würde.
In diesem Augenblick bog der Hummer mit rasender Geschwindigkeit auf das verlassene Gehöft ein. Max nutzte den Augenblick und griff das fixierte Ziel an. Dann stockte er abrupt mitten im Sprungansatz – vor ihm trottete lediglich ein behäbiges Mutterschaf mit zwei kleinen Lämmern über den Hof. Max lenkte seine volle Aufmerksamkeit blitzschnell um und fixierte stattdessen den mächtigen Hummer, der bremsend zum Stehen kam.
Als Leni aus der hinteren Wagentür heraustrat, verflog die ganze Anspannung des Hütehundes augenblicklich. Er eilte zu ihr, bellte kurz und freudig und wedelte aufgeregt mit der Rute.
Anne ließ sich von Leni ohne Zeitverlust das Krankenlager von Kai im tiefen Stroh zeigen. Auf der Stelle übernahm die erfahrene Tierärztin das strikte Kommando. Sie kniete sich zu dem Schüttelfrost geplagten Mann nieder, strich ihm sanft über die heiße Stirn und sprach ihn leise an: »Kaichen… Ich bin’s. Alles wird gut. Deine Schwester ist da, um dich ein weiteres Mal zu retten.«
Mit geübten Handgriffen versorgte und stabilisierte Anne ihren Bruder: Ein Breitbandantibiotikum wurde injiziert, eine Kühlkompresse aufgesetzt und der Flüssigkeitsverlust über eine Infusion ausgeglichen. Als das hohe Fieber langsam nachzulassen schien, schlug Kai blinzelnd die Augen auf. Er und Anne tauschten ein paar schwache, aber von tiefem Vertrauen geprägte Worte aus.
Fast drei Stunden später verfrachteten Leni und Jule den geschwächten Kai vorsichtig auf die breite Rücksitzbank des Hummers. Das komplette Gepäck der beiden wurde zügig auf die Ladefläche verladen.
Max durfte ebenfalls dort Platz nehmen – zufrieden rollte er sich zwischen den Taschen zusammen und ließ sich während der Fahrt den Fahrtwind durch das dichte Fell wehen. Sogar das Schaf von vorhin entging der Situation nicht: Im Ödland der postapokalyptischen Marsch war jede verlässliche Nahrungsquelle willkommen. Mit vereinten Kräften packten sie das Tier flink, warfen es auf die Seite, verzurrten die Beine fachgerecht und verfrachteten es zusammen mit den zwei Lämmern sicher auf die Ladefläche des Pickups.
Anne wandte sich nun an Leni und Jule. Da der Platz im Fahrzeug durch die Vorräte, Kai und die Tiere erschöpft war, kündigte sie an, mit dem Hummer schnell voraus zurück zu ihrer Emma zu fahren, um Kai auf dem Hof direkt ins Bett zu betten.
Nachdem der graue Pickup mit brüllendem V8-Motor in einer Staubwolke davongefahren war, machten Leni und Jule die Trakehner-Stute Bliss für den Weg bereit. Die beiden Frauen teilten sich den Sattel der kräftigen Stute, saßen gemeinsam auf dem breiten Rücken von Bliss und ritten im leichten, gleichmäßigen Trab dem Hummer hinterher.
Während die Landschaft der Dithmarscher Marsch langsam an ihnen vorbeizog, kamen sich die beiden im Sattel näher und begannen ein intensives Gespräch. Leni erzählte Jule von der düsteren Nacht am dänischen Grenzzaun – von dem Überfall und dem dänischen Soldaten, der sich als ihr Peiniger an ihr vergangen hatte. Sie sprach auch von der rettenden, erholsamen Zeit danach bei Kai, behielt jedoch die intimen, sexuellen Nächte mit ihm für sich. Über diese Seite ihrer Beziehung schwieg sie vorsorglich.
Jule hörte aufmerksam zu und teilte im Gegenzug ihre eigene Geschichte: Sie erzählte Leni, dass sie als kleines von Anne und ihrem Ehemann Rasmus Petersen adoptiert worden war. Erst ein knappes Jahr später war Anne überraschend doch noch schwanger geworden, woraufhin Emma als leibliche von Rasmus und Anne zur Welt kam.
»Mein Vater Rasmus ist Reserveoffizier bei NORDEFOR«, erklärte Jule, während ihre Stimme etwas nachdenklicher wurde. »Er wurde kurz vor dem ganzen Chaos einberufen. Er ist mit größter Wahrscheinlichkeit zurzeit in Norwegen, beim Joint Warfare Centre in Stavanger-Jüttå… wenn dort drüben überhaupt noch irgendetwas steht. Ob und wann wir ihn wiedersehen, steht in den Sternen. Aber Mama, Emma und ich halten hier den Hof zusammen.«
Bei diesen Worten drückte sich Jule noch etwas enger an Leni. Leni konnte deutlich Jules harte, feste Brustwarzen durch die Stoffschichten an ihrem Rücken spüren. Lenis G95-Sturmgewehr war locker und griffbereit vor ihrer eigenen Brust geschnallt. Jule umfasste sanft Lenis Hüfte, hielt sich fest und schmiegte sich dicht an Lenis Rücken an.
Während sie stetig dem Hof an der Treene entgegenritten, stieg Leni der süße, natürliche Duft von Jules Haut in die Nase. Sie spürte den warmen Atem der 20-Jährigen hautnah an ihrem Nacken.
Jule neigte den Kopf leicht nach vorn und wisperte schmunzelnd in Lenis rechtes Ohr: »Leni… man riecht die ganze Anstrengung des Tages an deinem Körper. Deine Wäsche sollte auch dringend einmal gewaschen werden. Du brauchst unbedingt ein Bad!« Dabei konnte sich Jule ein leises, herzliches Lachen nicht verkneifen – der weite Ritt und die Strapazen der letzten Stunden hatten schließlich bei allen ihre Spuren hinterlassen.
Doch dann änderte sich die Dynamik ganz subtil. Jules rechte Hand glitt von Lenis Hüfte ein Stück nach oben, berührte sanft ihre rechte Brust und streichelte spürbar um Lenis Brustwarze – vielleicht drei oder vier Sekunden zu lang für ein bloßes Missgeschick im Sattel. War es unbedacht gewesen oder doch volle Absicht?
»Lass uns später zusammen ein Bad nehmen«, wisperte Jule erneut ganz dicht an Lenis Ohr und berührte es dabei sanft mit ihren hübschen, geschwungenen Lippen. »Heute ist bei uns sowieso Badetag, und Emma hat bestimmt schon das heiße Wasser vorbereitet. Was meinst du, Leni?«
Als Leni und Jule das Gehöft am Horizont sahen, ging Bliss automatisch in einen flinken, schwungvollen Trab über. Das heimelige Reetdachhaus schien das Tier anzuziehen wie ein sicherer Hafen.
Am Gehöft an der Treene angekommen, war vom wuchtigen Pickup auf dem Pflasterhof nichts mehr zu sehen – Anne hatte den Hummer blickgeschützt in die große Scheune gefahren. Lediglich Max lag wachsam vor dem geöffneten Scheunentor, hob kurz den Kopf, als er das Trakehner-Gespann erkannte, und schlug entspannt mit der Rute auf die Klinkersteine.
Emma hatte in der Zwischenzeit ganze Arbeit geleistet. Die Trakehner-Stute Joy stand bereits versorgt, trocken gerieben und zufrieden kauend im kühlen Stall. Anschließend hatte sich Emma um die Schlafplätze der Gäste gekümmert und eine einfache Stärkung zubereitet. Auf dem hölzernen Esstisch in der gemütlichen, alten Küche stand ein Tonkrug mit frischem Brunnenwasser, dazu eine Platte mit dick mit Schmalz bestrichenen Graubrotscheiben und knackigen, eingemachten Gurken aus dem eigenen Vorratskeller. Ein heißes Bad hatte sie allerdings nicht vorbereitet.
Kai war kurz nach der Ankunft in das Gästezimmer direkt neben Annes Schlafraum gebracht worden. Trotz der schweren Erschöpfung hatte er sich noch kurz mit seiner Schwester und Emma unterhalten, schwach ein paar Bissen des Brotes gegessen und sich sichtbar darüber gefreut, das hübsche, vertraute Gesicht seiner Nichte Emma zu sehen. Kaum dass sein Kopf das Kissen berührt hatte, war er augenblicklich in einen tiefen, heilenden Schlaf gefallen.
Leni und Jule führten Bliss zu Joy in den Stall, sattelten die Stute gemeinsam ab, versorgten ihr Fell und tränkten sie, bevor sie schließlich das historische Haupthaus betraten.
In der altertümlichen Küche wartete bereits Anne. Auf einer massiven Holzbank an der Wand lagen sorgfältig aufgereiht Kais Waffen – seine Flinten und das Equipment, das sie auf dem Pickup mitgebracht hatten. Die Tierärztin wandte sich an Leni, blickte ihr direkt in die Augen und trat einen Schritt auf sie zu.
»Leni…«, sagte Anne ruhig, während sich die Anspannung aus ihren Zügen löste. »Auch wenn ich dich bis vor wenigen Stunden überhaupt nicht kannte: Du hast alles aufs Spiel gesetzt und dafür gesorgt, dass mein großer Bruder jetzt hier bei uns ist. Leni, du bist in diesem Haus von ganzem Herzen herzlich willkommen.«
Leni spürte, wie eine enorme Last von ihren Schultern abfiel. Sie nickte dankbar, während der Duft von frischem Brot und dem alten Holzofen die Küche erfüllte.
In diesem Moment trat Emma mit einem strahlenden Lächeln aus dem Flur in die Küche. »Es ist so schön, dass Onkel Kai hier ist. Und es ist wirklich schön, dass du da bist, Leni.«
Emma blickte schmunzelnd zu ihrer Stiefschwester Jule hinüber, deren Andeutung von vorhin noch immer leise in der Luft hing, und meinte dann frisch: »Was das Bad angeht: Für den großen Wasserkessel ist es heute schon etwas spät, aber wir können alle noch schnell nach draußen in die Treene springen! Das Flusswasser ist zwar frisch, aber wunderbar klar. Seife und große Handtücher liegen drüben schon parat. Was meint ihr?«
Die Worte von Emma klangen wie eine Einladung in eine andere Welt – eine Welt, die nichts mit Grenzzaun, Flucht oder Krebs zu tun hatte. Nach dem einfachen, aber sättigenden Abendbrot mit dem groben Brot und dem salzigen Schmalz verabschiedete sich Anne mit einem müden, aber dankbaren Lächeln. »Ich muss zu Kaichen. Ruft, wenn ihr etwas braucht.« Dann verschwand sie im hinteren Teil des Hauses.
Sobald die Tür hinter ihr ins Schloss fiel, veränderte sich die Atmosphäre im Raum spürbar. Die Luft schien dichter zu werden, geladen mit einer unausgesprochenen, prickelnden Erwartung. Jule und Emma tauschten einen Blick aus, einen langen, verständnisvollen Blick, in dem sich Jahre des gemeinsamen Vertrauens und der Intimität spiegelten.
»Na, wie schaut’s aus?«, fragte Emma. Sie trug ihren braunen Cowboyhut über den dunkelbraunen, gewellten Haaren, die ihr wild um die Schultern fielen. »Wollen wir noch kurz in die Treene springen? Die Abkühlung wird dir gut tun.« Ihre Augen, hell und wissend, musterten Leni von Kopf bis Fuß.
Jule,n dunkelhäutige Schönheit in der Mitte, sagte nichts. Siem begann stattdessen, sich langsam, fast zeremoniell auszuziehen. Zuerst streifte sie ihr eng anliegendes, weißes Shirt über den Kopf, entblößte ihren flachen, muskulösen Bauch und enthüllte einen atemberaubenden Oberkörper.
Ihre Brüste waren voll, aber fest, mit großen, dunklen Brustwarzen, die bereits vor Erregung und der kühlen Abendluft zu harten Knospen erstarrten. Dann schob sie ihre enge Jeans samt Slip und dem braunen Ledergürtel in einem einzigen, fließenden Bewegungsablauf über ihre schlanken Hüften. Sie stand nun vollkommen nackt da, ihr Körper eine Skulptur aus geschmeidigen Kurven und seidiger, dunkler Haut. Zwischen ihren muskulösen Oberschenkeln war ihre Vulva vollkommen glatt rasiert, ein sauberer, dunkler Spalt, der im Kerzenlicht feucht glänzte.
Emma, angestachelt von der unverhohlenen Darstellung ihrer Stiefschwester, zog ihren Cowboyhut ab und befreite sich ebenfalls komplett aus ihrer Kleidung. Sie streifte das weiße Rib-Tanktop ab und schob die enge hinunter. Ihr Körper war extrem durchtrainiert und athletisch, mit klar definierten Bauchmuskeln, festen Brüsten und rosigen Brustwarzen. Auch sie war rasiert, ihre hellere Haut ließ die zarten Schamlippen als einen rosa Schatten erkennen.
»Komm schon, Leni«, drängte Jule mit einer sanften, aber bestimmten Stimme. »Ein kurzes Bad tut dir gut. Und heute Nacht…« Sie lächelte, ein Lächeln, das Versprechen und Herausforderung zugleich war. »… schläfst du bei uns mit im Zimmer.«
Unter dem doppelten, fordernden Blick der beiden Frauen fühlte Leni eine Welle schamloser Erregung in sich aufsteigen. Die Angst um Kai, die Anspannung der Flucht – alles schien in diesem Moment weggewischt. Sie wollte diese Zärtlichkeit, diese reine, sinnliche Ablenkung. Ohne zu zögern, löste sie den Ledergürtel ihrer olivgrünen Trekkinghose, an der das Holster hing, zog ihr weißes Tanktop über den Kopf und legte ihren dicken, seitlich geflochtenen blonden Zopf frei.
MSie schob Hose und Slip herunter und stand nackt vor ihnen – ein athletischer, durchtrainierter Körper mit den wenigen hellblonden Haaren zwischen ihren Beinen, die sie nie ganz abrasiert hatte. Ihre festen Brüste hoben und senkten sich mit ihrem schneller werdenden Atem.
»Gut so! Leni, du siehst umwerfend aus!«, murmelte Emma anerkennend.
Dann rannten die drei jungen Frauen, völlig nackt und lachend, durch die kühle Abenddämmerung zum Bootssteg an der Treene. Max, aufgeregt von der plötzlichen Aktivität, sprang bellend nebenher.
Gemeinsam sprangen sie mit einem lauten Platschen in das kühle, dunkle Wasser des Flusses. Der Schock der Kälte ließ sie alle aufschreien und lachen. Emma reichte Jule ein großes Stück duftende Kernseife. Was folgte, war kein einfaches Waschen, sondern ein sinnliches Ritual.
Sie standen bis zur Brust im Wasser, bildeten einen engen Kreis. Jule schäumte die Seife in ihren Händen auf und begann, Lenis Rücken einzuseifen. Ihre Hände waren geschickt und stark, sie massierten die verspannten Muskeln entlang der Wirbelsäule, glitten dann zu den Seiten, umfassten sanft ihre Taille. Gleichzeitig seifte Emma vorne Lenis Brüste ein, ihre Finger kreisten langsam um die harten Nippel, drückten und zwirbelten sie, bis Leni leise stöhnte.
Dann wechselten sie. Leni seifte Jules dunkle, glänzende Haut ein, spürte die festen Muskeln unter ihrer Seidigkeit, während Emma sich um Jules Vorderseite kümmerte, ihre Hände zwischen Jules Beine glitten und dort nicht nur säuberten, sondern mit gezielten, kreisenden Bewegungen über ihre Klitoris strichen. Jules Atem ging stoßweise, und sie lehnte sich mit geschlossenen Augen gegen Leni.
Es war ein Gewirr von Händen, warmem Wasser und erregter Haut. Leni war völlig überfordert von den vielen sanften, fordernden Berührungen. Sie spürte Emmas Finger, die zwischen ihren eigenen Pobacken glitten, Jules Daumen, der kurz an ihrem analen Ring verweilte. Es war überwältigend und begehrenswert zugleich.
Schließlich war es Emma, die das Spiel unterbrach. »Es wird zu kalt hier draußen«, sagte sie, ihre Zähne klapperten leicht. »Komm, wir trocknen uns ab und dann ab ins Bett.«
Sie stiegen aus dem Wasser, ihre Körper glänzten im Mondlicht. In der großen Tenne des Bauernhauses angekommen, warteten dicke, weiche Handtücher. Und hier begann die eigentliche Verführung.
Augenblicklich wurde Leni von Jule und Emma umringt. Jule rieb mit einem Handtuch Lenis Rücken und ihren blonden Zopf trocken, doch ihre Bewegungen waren langsam, streichelnd. Plötzlich, wie zufällig, beugte sie sich vor, und ihre vollen, weichen Lippen berührten Lenis Mund. Es war kein forscher Kuss, sondern ein sanftes, suchendes Berühren, das jedoch eine elektrische Ladung durch Lenis Körper jagte.
Leni erwiderte den Kuss, öffnete leicht die Lippen, und für einen Moment spielten ihre Zungen miteinander.
Gleichzeitig glitt Emmas Hand, die mit einem anderen Tuch Lenis Beine abtrocknete, höher. Viel höher. Ihre Finger strichen über Lenis nasses Schamhaar, dann umfassten sie sanft, aber bestimmt ihre gesamte Vulva. Leni zuckte zusammen und brach den Kuss mit einem erstickten Keuchen ab.
»Leni, komm«, flüsterte Emma, ihre Stimme war rau und verheißungsvoll. Ihre Finger drückten leicht gegen Lenis klatschnasse Schamlippen. »Oben im Dachstuhl wartet ein schönes, großes Bett auf uns drei.«
Wie in Trance folgte Leni den beiden Mädchen die knarrende Holztreppe hinauf in den Dachboden. Auch Max folgte leise, schlich hinterher und hockte sich in eine stille Ecke des großen Raumes, seine intelligenten Augen beobachteten das Geschehen mit ruhiger Neugier.
Der Raum war groß, mit schrägen Decken, und in der Mitte stand tatsächlich ein riesiges, mit weichen Decken und Kissen bedecktes Bett. Der Geruch von altem Holz, sauberer Wäsche und dem moschusartigen Duft ihrer eigenen Erregung hing in der Luft.
Jule schob Leni sanft auf das Bett. »Jetzt zeigen wir dir, wie wir hier die Nächte verbringen«, sagte sie mit einem Lächeln.
Was folgte, war eine Einweihung in die kunstvollen, leidenschaftlichen Leckspiele zweier Frauen, die nur sich und ihre Körper kannten. Zuerst legten sie Leni in die Mitte. Emma kniete sich zwischen Lenis gespreizte Beine, während Jule sich über Leni beugte und ihren Mund mit einem tiefen, sinnlichen Kuss nahm. Gleichzeitig begann Emma mit ihrer Zunge. Sie war flink und geschickt. Sie leckte erst langsam die Innenseiten von Lenis Oberschenkeln, küsste dann die hellblonden Haare ihres Schamhügels, bevor sie sich dem Kern widmete.
Ihre Zunge traf die geschwollene Klitoris mit der Präzision eines Pfeils. Sie umkreiste sie, saugte sie dann in ihren Mund, während ihre Finger Lenis Schamlippen auseinanderzogen und ihre Zunge tief in die feuchte Öffnung tauchte. Leni stöhnte in Jules Mund, ihr Körper wand sich unter der doppelten Stimulation.
Dann wechselten sie. Jule glitt zwischen Lenis Beine, ihr dunkler Kopf kontrastierte scharf gegen Lenis helle Haut. Sie leckte nicht nur; sie verwöhnte. Ihre Zunge war breiter, langsamer, aber unglaublich ausdauernd. Sie konzentrierte sich minutenlang nur auf Lenis Kitzler, bis dieser zu einem steinharten, pulsierenden Knopf wurde, während Emma sich nun über Leni beugte und ihre Brüste liebkoste, ihre Nippel zwischen den Zähnen zupfte.
Der Saft ihrer Fotzen lief reichlich, benetzte die Gesichter der Frauen, die gierig daraus tranken, und tropfte auf das Bettlaken. Die Luft war erfüllt von schmatzenden Geräuschen, leisem Stöhnen und dem süß-scharfen Duft weiblicher Lust.
Aus dem gegenseitigen Lecken wurde mehr. Emma setzte sich plötzlich auf Lenis Gesicht, kniete sich über sie und presste ihre eigene, glatt rasierte, triefend nasse Möse direkt auf Lenis Mund. »Leck mich, Leni«, stöhnte sie und grub ihre Hände in Lenis Haar. »Zeig mir, was du kannst. Lass mich auf deinem Gesicht kommen.«
Leni, von Lust und Hingabe überwältigt, gehorchte. Sie öffnete den Mund weit, ließ ihre Zunge herausgleiten und begann, Emmas geschwollene Klitoris zu umkreisen. Dann nahm sie den gesamten empfindlichen Knoten in den Mund und saugte fest daran, während ihre Hände Emmas zuckende Pobacken umfassten und sie tiefer auf ihr Gesicht drückte. Emma schrie auf, ihr Körper bebte, und sie drückte sich so fest gegen Lenis Mund, dass diese kaum noch Luft bekam und würgte. Das Gefühl der Erstickung, vermischt mit dem intensiven Geschmack und Geruch von Emma, trieb Leni selbst in einen Rausch.
Währenddessen war Jule nicht untätig. Sie kniete sich neben Leni, schlug mit der flachen Hand erst auf Lenis zuckende Brüste – klatsch – ein scharfer, erregender Schmerz, der Leni durchfuhr. Dann, als Leni vor Lust und leichten Schmerzen aufschrie, schlug Jule ihr mit derselben Hand auf die nass glänzende Möse – klatsch – ein feuchtes, klatschendes Geräusch, das einen neuen Schauer der Lust auslöste. Das Spiel war schön, hart, intensiv und absolut beherrschend.
Die drei Frauen wechselten sich ab, ein sich ständig drehendes Karussell von Lust und Hingabe. Leni leckte Jule, während Emma von hinten Lenis Möse mit der Zunge erforschte. Jule fickte Emma mit den Fingern, während Emma an Lenis Brüsten saugte. Max beobachtete aus seiner Ecke, sein Schwanz war leicht aus der Scheide getreten, ein Zeichen seiner eigenen, instinktiven Erregung.
Dann kam das Finale. Emma lag mit weit gespreizten Beinen vor Leni, ihre Hände griffen sich unter die Kniekehlen und zogen sie noch weiter auseinander, bis ihre gesamte, rosa-glänzende Vulva und ihr dunkles Arschloch vollkommen entblößt waren. »Jetzt, Leni«, keuchte sie. »Mach mich bitte fertig. Fick mich mit deiner Zunge.«
Leni begrub ihr Gesicht zwischen Emmas Beinen. Sie konzentrierte sich zuerst auf die Klitoris, saugte und leckte, bis Emma heftig zuckte und ihre Hüften sich hoben und senkten. Dann glitt ihre Zunge tiefer, über den Eingang der Vagina, und weiter nach hinten, bis sie den engen Ring von Emmas Anus erreichte. Ohne Zögern drückte sie die Zungenspitze dagegen und drang dann flach in das enge Loch ein. Emma schrie laut auf, ein Schrei reiner, ungefilterter Ekstase.
Gleichzeitig fingerte sie sich selbst mit zwei Fingern in ihre Möse, bohrte sie tief in sich hinein, im Takt von Lenis Zungenstößen.
Dann zog sie ihre nassen, nach sich selbst riechenden Finger aus ihrem Arsch und schob sie Leni in den Mund. »Schmeck mich«, keuchte sie. Leni saugte gierig an den Fingern, schmeckte den salzigen, erdigen Geschmack von Emmas Innerstem, bevor die Finger wieder verschwanden und in den engen After zurückkehrten.
Die Kombination war zu viel. Emmas Körper bäumte sich in einem heftigen Bogen auf. »ICH KOMME! OH GOTT, ICH KOMME!« Ein Schwall von Mösensaft spritzte aus ihr heraus, traf Lenis Kinn und Brust. Emma zuckte und bebte in einem gewaltigen, anhaltenden Orgasmus, ihre Finger blieben tief in ihrem Arsch stecken.
Währenddessen hatte Jule sich Leni von hinten genähert. Zuerst leckte sie die leicht behaarte, triefend nasse Möse von Leni, schmeckte die Mischung aus allen dreien. Dann schob sie einen Finger in Lenis Fotze. Es war eng und heiß. Sie fügte einen zweiten hinzu, dann einen dritten. Leni stöhnte tief, ihr Becken schob sich den eindringenden Fingern entgegen. Der Sündenpfuhl war so klatschnass und gedehnt, dass Jule ohne großen Widerstand ihren vierten Finger hinzufügen konnte. Dann, in einem Akt unglaublicher Intimität und Dominanz, formte sie ihre Hand zu einem festen Kegel, mit den Fingerspitzen nach vorne gerichtet, und drückte den Daumen nach innen, um die Form zu stabilisieren.
Leni erstarrte. Das Gefühl war überwältigend, ungeheuerlich. Die zum Kegel geformte Hand näherte sich ihrem Eingang. Sie spürte den Druck, dann, mit einem sanften, aber beharrlichen Schub, glitt die Handspitze in ihre gedehnte, schlüpfrige Öffnung. Es war ein tiefes, ausfüllendes Gefühl der Penetration. Als die Hand bis zum Gelenk in Lenis Möse verschwand, schmatzte die Muschi laut und deutlich, ein nasses, rhythmisches Geräusch. Max in seiner Ecke hob den Kopf, seine Ohren waren gespitzt, neugierig auf das ungewöhnliche Geräusch.
Jule begann mit langsamen, sanften Stößen ihrer Faust. Jeder Stoß ließ Lenis Körper erschauern. Das Gefühl, so vollständig ausgefüllt zu sein, von innen heraus gedehnt und besetzt zu werden, war jenseits von allem, was sie kannta. »Ja… so… nimm meine Hand, du , enge Maus«, keuchte Jule hinter ihr, ihre eigene Erregung war am Zerreißen. Sie erhöhte das Tempo, die Fauststöße wurden heftiger, tiefer.
Leni konnte nicht mehr. Die Faust in ihrer Möse, der Geschmack von Emma auf ihrer Zunge, die Erinnerung an die Schläge – alles explodierte in ihr. Ein Orgasmus, gewaltiger und tiefer als alles, was sie je erlebt hatte, schüttelte sie. Ihr Körper krampfte sich um Jules Faust, und ihr eigener Saft spritzte in Strömen heraus, benetzte Jules Hand und Arm und das Bettlaken unter ihnen. Sie schrie, ein langer, heiserer Schrei der absoluten Befreiung und Hingabe.
Fast gleichzeitig streckte Jule, selbst am Rande des Wahnsinns, ihren eigenen prachtvollen Arsch in die Höhe und forderte mit einem Blick Leni auf. Leni, noch zitternd von ihrem eigenen Höhepunkt, drehte sich um. Sie sah Jules perfekte, dunkle Pobacken, das dazwischen liegende, feuchte Zentrum. Aber bevor sie sich Jules Lustzentrum hingeben konnte, sprang Max zu ihnen ins Bett. Leni und Emma schauten sich fragend an, nickten synchron und ließen es grinsend geschehen.
Max schob seine Schnauze neugierig vor und begann zu lecken. Nicht sanft, nicht zärtlich. Tierisch, tief, rau und schnell. Seine lange Zunge drang gewaltsam in Jules Arschloch ein.
Das Gelecke war animalisch, sehr wild. Jule schaute zwischen ihre gespreizten Beine und sah zu ihrem Schrecken und ihrer plötzlichen, perversen Erregung Max.
Der Collie hatte sich leise aus seiner Ecke bewegt und stand nun zwischen ihren Beinen, seine feuchte, kalte Schnauze nur Zentimeter von ihrer nassen Vulva entfernt. Er schnüffelte, sein Atem strich warm über ihre empfindlichen Lippen. Dann leckte er sie wieder. Leni und Emma schauten mit großen Augen zu.
In diesem Moment der absoluten Verwundbarkeit, der völligen Preisgabe, traf Jules Orgasmus sie wie eine Naturgewalt. Sie schaute Max direkt in die Augen, während seine wilde Zunge in ihrem Arsch bohrte, und schrie ihren Orgasmus heraus, ein lautes, gellendes Bekenntnis der Lust, das durch den stillen Dachboden hallte. Ihr Körper verkrampfte sich, und sie kam in heftigen Pulsen, ihr Saft spritzte auf Max’ Fell und tropfte auf den Boden, wo Max interessiert daran schnüffelte und es aufleckte.
Dann war Stille. Nur das keuchende Atmen der drei völlig erschöpften jungen Frauen war zu hören. Sie lagen ineinander verschlungen in dem großen Bett, ihre Körper glänzten vor Schweiß und den Säften ihrer Lust. Die Decken waren durchnässt und verschoben.
Langsam, fast zeremoniell, leckte sich Max, der Collie, der sich nun wieder in seine Ecke zurückgezogen hatte, mit seiner langen, rosa Zunge über seine feuchte Schnauze und dann, mit einer selbstverständlichen Geste, über seine eigenen, leicht geschwollenen Eier. Er schien zufrieden mit dem Spektakel, das er beobachtet und ein wenig mitgespielt hatte.
Leni lag zwischen Emma und Jule, einen Arm um jede geworfen. Ihre Muskeln zitterten noch nach, ihr Geist war leer und friedlich. Sie spürte Jules weiche Brust an ihrer Seite, Emmas Bein über ihrem. Es war eine erschöpfte, sättigende Intimität, eine seltsame, wundervolle Insel in einem Meer aus Chaos. Und für diese Nacht war alle Angst vergessen. Sie waren nur drei Körper, die Wärme und Vergessen suchten – und in einer Mischung aus Zärtlichkeit, Dominanz und animalischen Instinkten fanden. Draußen rauschte die Treene, und im Haus schlief Kai, gerettet und in Sicherheit.
Hier, im Dachboden, herrschte ein anderer, ebenso lebensbejahender Frieden.
Draußen in der tiefen Dunkelheit über der weiten Marsch pfiff unaufhörlich der kalte Nachtwind. Er blies stetig aus dem Osten und trieb die tödliche, unsichtbare Fracht der radioaktiven Strahlung unbarmherzig nach Westen, hinaus auf die schwarze, offene Nordsee. Es war die einzige rettende Fügung in dieser beispiellosen Katastrophe, die das nackte Überleben in diesem abgelegenen Landstrich vorerst noch möglich machte.
Doch die Illusion von Sicherheit war trügerisch, denn das Ausmaß des Kollapses reichte weit über die sichtbaren Trümmer hinaus. Ein hochkomplexer, gezielter Cyberangriff hatte die kritischen Infrastrukturen Nordeuropas im innersten Kern getroffen: Stromnetze, Wasserversorgung und die gesamte Telekommunikation brachen binnen Minuten in sich zusammen. Nordland sowie große Teile Skandinaviens verwandelten sich von einer Sekunde auf die andere in stumme, dunkle Flecken auf der Weltkarte. Ein flächendeckender, apokalyptischer Blackout legte ganze Nationen lahm.
Vereinzelte Notstromaggregate röhrten in der Nacht noch gegen die absolute Finsternis an, doch es war nur eine Frage von Stunden, bis auch ihnen der Treibstoff ausgehen und die letzte künstliche Lichtquelle erlöschen würde.
Die Sicherheitsbehörden des nordischen Militärbündnisses NORDEFOR (Nordic Defence Force) – bestehend aus Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Island – hatten das Verhängnis zwar im Anmarsch gesehen, doch der Schlag erfolgte zu schnell und zu präzise, um noch wirksame Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Hoch oben im norwegischen Stavanger, am Standort Jåttå im Joint Warfare Centre (JWC), kämpften Offiziere wie Rasmus Petersen in den letzten Minuten vor dem Abreißen der Leitungen verzweifelt um das Aufrechterhalten der Befehlsketten. Bevor der absolute Kommunikationskollaps hereinbrach, gelang es NORDEFOR gerade noch, Notrufe an die verbliebenen, intakten Strukturen in Polen, Deutschland, Frankreich und weiteren westeuropäischen Ländern abzusetzen.
Als Reaktion darauf starteten von Süddeutschland aus die wenigen verbliebenen Luftverbände gen Norden – genau jene Maschinen, die Leni und Kai am Morgen über die Marsch hatten donnern hören. Ihr Ziel war der strategisch wichtige Fliegerhorst in Jagel bei Schleswig, um von dort aus den Katastrophenschutz im Krisengebiet zu unterstützen. Denn der Anschlag auf das Kernkraftwerk in Brunsbüttel war kein Einzelfall, sondern Teil einer koordinierten Serie von Schlägen gegen westeuropäische Atommeiler gewesen.
Rund um die rauchenden Trümmer von Brunsbüttel wurde hastig eine militärische Sperrzone eingerichtet. Lautsprecherwagen der verbliebenen Einsatzkräfte forderten die Bevölkerung im Radius von 20 Kilometern auf, ihre Heimat sofort zu evakuieren, während panisch Jodtabletten an die Verzweifelten verteilt wurden. Unterdessen arbeiteten die Cyberspezialisten von NORDEFOR im Verborgenen fieberhaft daran, die Trümmer der Datenströme zu analysieren – und die ersten digitalen Spuren des verheerenden Angriffs führten tief nach Osteuropa, direkt in die ukrainische Stadt Lwiw.
Wo einst modernste Technik das menschliche Leben bestimmt hatte, herrschte nun vollständige, erdrückende Lähmung. Die mächtigen Windräder standen reglos wie stumme Giganten im flachen Land, die riesigen Offshore-Windparks auf der Nordsee schwiegen, Solarparks lagen als dunkle Glaswüsten in der Landschaft und selbst die Biokraftwerke hatten ihren Dienst versagt. Kein einziger Funke Energie wurde mehr produziert.
Während die Welt da draußen unaufhaltsam in eine neue, technologische Steinzeit versank und das Schicksal der Menschheit auf Messers Schneide stand, bot das alte Reetdachhaus an der Treene für diese eine Nacht einen letzten, warmen Zufluchtsort im Schatten des weltweiten Untergangs. Unsere Protagonisten, geborgen in der Enge ihrer eigenen Körper und Leidenschaft, schlummerten ahnungslos – das volle, schreckliche Ausmaß dieser Katastrophe sollte sie erst in den kommenden Tagen einholen.
