Leni 3.0 – Eine triebhafte Nacht
Veröffentlicht amInhaltswarnung: Der vorliegende Text behandelt postapokalyptische Szenarien und enthält Darstellungen potenziell verstörender oder sensibler Themen. Dazu zählen die plötzliche Eskalation einer nuklearen Katastrophe, das Aufziehen gesellschaftlichen Chaos sowie militärische Bedrohungslagen und fluchtbedingte Panik.
Darüber hinaus umfasst die Erzählung grafisch explizite, einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen den Hauptfiguren, die auch extreme oder kontroverse Praktiken beinhalten (vulgär gerahmte anale Penetration und Blasphemie-Dramaturgie). Am Ende des Textes kommt es zu einer unbeabsichtigten, expliziten Handlung zwischen…
Personen, die sensibel auf Darstellungen von Nuklearkatastrophen und expliziter Erotik sollten die Lektüre meiden.
Prolog: Das Schweigen vor dem Knall
Die Nordsee trug in jenen Frühjahrstagen
einen ungewöhnlich warmen Wind über den Deich. Für die Menschen in der Dithmarscher Marsch verlief die Welt schon lange nicht mehr in gewohnten Bahnen zu verlaufen: Die Windräder drehten stumm ihre Kreise gegen den blauen Horizont, das verbliebene Vieh stand träge auf den Wiesen, und in den kleinen Dörfern verlief das Leben trotz anhaltenden Tragödien irgendwie weiter.Doch unter der Oberfläche dieser trügerischen Stille hatte das Fundament der Zivilisation längst Risse bekommen. Politische Spannungen im Norden hielten die Region in Atem, Militärkonvois waren kein ungewohnter Anblick mehr auf den Bundesstraßen, und ein schleichendes Gefühl der Unsicherheit lag wie Mehltau über dem Land.
Inmitten dieser bedrückenden Stille lebten Leni und Kai im alten Pfarrhaus von Windbergen. Kai, ein von den Schatten seiner Vergangenheit und einer körperlichen Beeinträchtigung gezeichneter Pfarrer, suchte in der Stille des Glaubens Halt – ohne dabei den Blick für die raue Realität zu verlieren.
Leni an seiner Seite verkörperte die ungebeugte, defensive Lebenskraft einer neuen Generation, stets wachsam, bewaffnet und bereit, das Wenige zu verteidigen, das ihnen noch geblieben war. Sie ahnten nicht, dass der Morgen, der vor ihnen lag, nicht nur den Strom abschalten, sondern die Welt, wie sie sie kannten, mit einem einzigen Schlag für immer vernichten würde.
Leni 3.0 – Eine triebhafte Nacht
Leni war plötzlich hellwach. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, ein dunkler, lähmender Druck stieg in ihrer Brust auf. »Kai!«, rief sie laut in die kühle Stille des Obergeschosses. Keine Antwort. Sie musste die aufsteigende Panik mit aller Macht unterdrücken.
Sie sprang aus dem Bett, stürzte hinüber in ihr Zimmer und verlor keine Sekunde. Mit fliegenden Fingern zog sie sich das kurze Nachthemd über den Kopf. Sie griff nach ihrer P13, zog den Schlitten mit einem harten, metallischen Klacken zurück, um die Waffe durchzuladen, und stürmte auf bloßen Füßen die knarrende Treppe hinunter ins Erdgeschoss.
»Kai!«, brüllte sie durch die Räume.
Nichts. Kein Schritt, kein Atemzug. Nur das monotone, unerbittliche Ticken der alten Wanduhr in der Küche schnitt durch das verlassene Pfarrhaus. Leni riss die schwere Haustür auf und trat hinaus ins helle Licht des Frühmorgens. Sie stand fassungslos auf dem gepflasterten Weg zwischen dem Pfarrhaus und dem massiven Kirchenschiff. Die kühle Morgenluft strich über ihre nackten Beine. Sie rief nicht mehr – sie schrie seinen Namen mit verzweifelter, roher Kraft hinaus in den leeren Friedhof: »KAI!«
Plötzlich knarrte das Holz der schweren Eingangstür der Kirche. Die Pforten wichen zur Seite und Kai trat, sichtlich erschrocken, aus dem düsteren Torbogen ins Freie. Er sah Leni mit gezogener Waffe und wilden Augen dort stehen und eilte, so gut es ihm sein hinkender Gang erlaubte, auf sie zu.
»Leni, mein_Kind! Ich
bin hier. Beruhige dich bitte. Was ist denn los?«, rief er ihr entgegen.Die Anspannung entlud sich in Sekundenbruchteilen. Leni ließ die Hand mit der Pistole sinken, rannte die wenigen Meter auf ihn zu und warf sich an seine Brust. Sie krallte ihre Finger in den Stoff seines Shirts, brach unkontrolliert in Tränen aus und schluchzte heftig an seiner Schulter. »Du warst nicht da, als ich aufgewacht bin! Ich habe dich gerufen… Ich dachte, du bist weg! Dass sie dich geholt haben und ich dich nie wiedersehe!«
Kai umarmte sie mit seinem einen Arm so fest er konnte, strich sanft über ihr blondes, zerzaustes Haar und ließ sie gewähren. »Leni… noch bin ich hier. Mache dir bitte um mich keine Gedanken«, flüsterte er beruhigend, ehe er sie leicht an den Schultern zurückschob und ihr fest in die wachen, tränenfeuchten Augen blickte. Er nahm sie bei der Hand. »Komm mit in die Kirche. Wir müssen auf den Turm. Ich muss dir unbedingt etwas zeigen – das musst du sehen.«
Ohne zu zögern, ließ Leni sich von ihm mitziehen. Als sie das Kirchenschiff betraten, schlug ihnen augenblicklich die tief sitzende Kühle des alten Langhauses entgegen. Die frostige Luft legte sich wie ein feuchter Schleier auf Lenis erhitzte Haut. Ihre Knospen verhärteten sich im Bruchteil einer Sekunde und zeichneten sich steil und unübersehbar unter dem hauchdünnen, leicht durchscheinenden Stoff ihres kurzen Nachthemdes ab.
Sie schritten zügig durch den Mittelgang zum Turmeingang, wo die ausgetretene, steinerne Wendeltreppe nach oben führte. Leni ging voraus und stieg Schritt für Schritt die Stufen empor. Durch den kurzen Schnitt des Hemdes, das bei jedem Schritt hochschnellte, bot sich Kai von unten ein völlig freier Anblick. Leni trug keinen Slip. Ihre nackten Pobacken und ihre intime Kehrseite lagen völlig unbedeckt in seinem Blickfeld.
Kai hielt kurz inne, betrachtete die Nacktheit der jungen Frau und schüttelte verschmitzt grinsend den Kopf. »Leni, du hättest dir besser etwas anziehen sollen«, sagte er mit einem amüsierten Unterton. Er schmunzelte kurz, als sie sich flüchtig zu ihm umdrehte, und fügte leise hinzu: »Jetzt ist es aber auch egal.«
Oben auf der zugigen Aussichtsplattform des Kirchturms angekommen, waren sie nicht allein. Karl Thomsen, ein Mitte sechzigjähriger, wettergegerbter Landwirt aus dem Dorf, stand an den kalten Zinnen. Er hatte ein schweres Militärfernglas an die Augen gepresst und blickte starr und mit tiefen Falten auf der Stirn in Richtung des etwa 17 Kilometer entfernten Brunsbüttel.
Karl hörte die Schritte, drehte sich um und musterte Leni mit einem kurzen, irritierten Blick. Seine Augen blieben einen Moment an ihren steifen Brustwarzen hängen, die sich deutlich unter dem dünnen Shirt abzeichneten, ehe er mit rauer Stimme nickte: »Moin, Leni. Gut schaust du aus.«
Dann wandte er sich sofort wieder nach Südwesten und wies mit zitterndem Zeigefinger über die flache Landschaft. Am Horizont ragte eine kohlrabenschwarze, dichte Rauchsäule steil in den morgendlichen Himmel.
Kai trat an die Brüstung und deutete auf die umliegenden Felder. »Schau dir das an, Leni. Sämtliche Windräder in der gesamten Region stehen still. Kein einziges Rotorblatt dreht sich mehr. Seit einigen Stunden gibt es flächendeckend keinen Strom mehr, und der Wasserdruck in den Leitungen ist komplett zusammengebrochen.«
Er deutete weiter nach Westen, wo die Trassen der Hauptverkehrswege lagen. »Und schau dort drüben: Truppenbewegungen. Die NORDEFOR verlegt massiv Einheiten nach Süden, direkt zur Grenzanlage am Kanal.«
Am fernen, blassen Himmel waren die schemenhaften Silhouetten mehrerer schwerer Hubschrauber auszumachen. Das dumpfe, knatternde Dröhnen von Sikorsky UH-60 Black Hawks und mächtigen EH101-Transportern schnitt durch die Stille der Marsch.
Karl reichte Leni schweigend das Fernglas. Sie nahm es, stellte die Optik scharf und blickte mit wachsamen, zusammengekniffenen Augen hinüber Richtung Elbe. »Was verdammt ist hier los?«, fragte sie leise, während sie das Ausmaß der Militärpräsenz überblickte.
Kais Antwort wurde augenblicklich zunichtegemacht.
Eine gewaltige Druckwelle rollte über das flache Land. Sekunden später folgte ein ohrenbetäubender, dumpfer Explosionsknall, der die Dachschindeln des Kirchturms erzittern ließ. Am Horizont bei Brunsbüttel schoss ein gewaltiger Feuerball empor, gefolgt von einer tiefschwarzen, Explosionswolke, die sich rasend schnell in den Himmel fraß.
»Herr, erbarme dich unser…«, rief Kai entsetzt aus und schlug sich die Hand vor den Mund, während er ungläubig auf die infernalische Rauchsäule starrte.
Leni riss das Fernglas von den Augen und blickte zwischen den beiden Männern hin und her. »Was ist passiert? Die Explosion ist zwar weit von uns entfernt, aber das war keine normale Detonation!«
Karls Gesicht hatte jede Farbe verloren. Er spuckte aus und fluchte bitter: »Verdammte Scheiße! Ich befürchte das Schlimmste: Das war ein gezielter Anschlag auf das Zwischenlager des Kernkraftwerks. In Brunsbüttel lagern über 20 CASTOR-Behälter vom Typ V/52 voll mit hochradioaktivem, verbrauchtem Brennstoff! Der Wind steht zurzeit zwar noch günstig für uns, aber der ganze Dreck zieht jetzt direkt Richtung Itzehoe und Elmshorn… und die armen Schweine, die dort noch wohnen, bekommen jetzt den Rest! Wenn sich der Wind dreht, sieht es allerdings auch für uns verdammt schlecht aus.«
Leni starrte mit geweiteten Augen auf die finstere Rauchsäule, die wie ein verfluchtes Monument in den Himmel ragte, doch der Moment des Schockzustands dauerte nur Sekundenbruchteile.
Kai übernahm sofort das Kommando. Die milde, väterliche Sanftheit war schlagartig aus seinen Gesichtszügen gewichen; an ihre Stelle trat die stählerne Entschlossenheit eines Mannes, der in seinem Leben bereits den absoluten Abgrund gesehen hatte.
»Karl!«, rief Kai mit schneidender, kompromissloser Stimme. »Sieh zu, dass du und deine Familie wegkommt! Packt zusammen, was ihr tragen könnt, und fahrt nach Norden – bloß weg aus der Schneise!«
Karl nickte nur stumpf, riss das Fernglas an sich und polterte ohne ein weiteres Wort die ausgetretenen Stufen des Kirchturms hinab.
Kai wandte sich zu Leni. Er streckte seine rechte Hand aus und berührte sanft ihre Wange. Seine Finger waren warm, seine Berührung eine Insel der Ruhe im aufziehenden Chaos. »Leni, hör mir jetzt gut zu. Uns bleibt nicht viel Zeit«, sagte er eindringlich, während das Dröhnen der Hubschrauber am Horizont schwach herüberhallte. »Wir haben hier im Dorf einen Notfallplan. Ich läute jetzt die Glocken des alten Turms und warne die verbliebenen Dorfbewohner und die Bevölkerung mit einem Sturmläuten.«
Er blickte ihr tief in die Augen. »Du packst augenblicklich die nötigsten Dinge, die wir für ein paar Tage zum Überleben im Freien benötigen. Rucksäcke und einige Satteltaschen findest du im Schuppen beim Pfarrhaus. Packe bitte schnell und überlegt. Ein faltbares mobiles Solarpaneel, einen kleinen Weltempfänger sowie zwei Walkie-Talkies findest du im großen Schrank im Arbeitszimmer. Ich komme in fünf Minuten nach. In einer halben Stunde machen wir uns auf den Weg zu Peter, dem alten Bürgermeister. Dort hat er zwei Pferde für uns stehen. Die satteln wir auf und machen uns auf den Weg Richtung Norden. Unser Ziel ist Friedrichstadt – dort wohnt meine Schwester mit meinen Nichten.«
Leni wartete nicht ab. Sie nickte kurz, umfasste mit beiden Händen Kais Kopf, zog ihn zu sich heran und küsste ihn kurz, aber voller leidenschaftlicher Intensität auf den Mund. Es war ein stummes Versprechen, ein Bündnis im Angesicht der Katastrophe.
Dann wandte sie sich um und stürzte die Wendeltreppe hinab.
Als sie unten in der Eiskälte des Langhauses ankam, dröhnten bereits die Klocken über ihren Kopf. Mit mächtigen, schweren Schlägen riss das hölzerne Gebälk des Turms das Metall der Glocken aus dem Schlaf. Der hohle, alarmierende Klang hallte durch die leeren Bänke, drang durch die Buntglasfenster und trug die Warnung weit über die Dächer von Windbergen hinweg.
Leni rannte hinüber ins Pfarrhaus. Ihre Anspannung wich einer eiskalten Routine. Sie zog sich blitzschnell ihre robuste Outdoor-Hose, das feste Top und ihre Stiefel an. Aus dem Arbeitszimmer holte sie das verstaubte Solarpaneel, den Weltempfänger und die Funkgeräte. Im Schuppen riss sie die stabilen Ledersatteltaschen und zwei große Militärrucksäcke an sich. Sie verstaute Wasserentkeimungstabletten, Munition für ihr G95 und die P13, den Verbandkasten aus dem Scheunenfund, Messer, den Strohrum , einige Konserven und die alten Wanderkarte.
Sie war gerade dabei, den Rucksack verschließen, als die Haustür aufgestoßen wurde.
Das Geläut der Kirchenglocken drinnen verebbte langsam, schwingend und hallend, bis wieder die unheimliche Stille über dem Dorf lag.
Kai trat ins Zimmer. Er trug eine wetterfeste Wachsjacke, doch es war nicht seine Kleidung, die Leni stutzen ließ. Um seine Hüfte schnallte er gerade einen breiten, schweren Ledergürtel mit einem Holster. Darin steckte eine mächtige, tiefschwarz brünierte Handfeuerwaffe – ein massiver Revolver vom Typ Korth NXR .44 Magnum. In seiner rechten Hand hielt er zudem eine kurze, martialisch aussehende Flinte mit Pistolengriff, eine MZF1 aus Beständen der Bundeswehr.
Leni stand für einen Augenblick der Mund offen. Sie starrte erst auf die schwere Bewaffnung und dann in das vernarbte Gesicht des Pfarrers. »Was ist das denn bitte schön?«, stammelte sie und versuchte ein ungläubiges Lächeln. »Ich dachte, du bist ein Pfaffe, der bedingungslos auf Gott vertraut.«
Kai hielt inne, senkte für einen Moment den Kopf und sah sie dann über seinen Stehkragen hinweg mit einem schelmischen, sarkastischen Blick an. »Vertrauen auf Gott ist eine Sache, Leni. Manchmal braucht der Herrgott aber etwas Unterstützung bei seinem Tun. Und in dieser Zeit gilt leider zunehmend das Alte Testament: Auge um Auge, Zahn um Zahn.«
Er wuchtete die mFlinte in eine Rucksackhalterung und sicherte den Korth-Revolver fest an seinem Holster.
Danach ging alles schnell, durchdacht und wie besprochen.
Sie verließen das Pfarrhaus, während in der Ferne die ersten Aufschreie im Dorf zu hören waren – Menschen, die panisch ihre Habseligkeiten auf Karren luden. Leni und Kai wählten die schattigen Schleichwege hinter den Scheunen, um zur Koppel und den Stallungen des ehemaligen Bürgermeisters zu gelangen.
Als sie das Anwesen erreichten, war Peter bereits fort. Die Hoftür stand sperrangelweit offen, ein verlassener Traktor stand mitten auf dem Hof. In den schummrigen Stallungen warteten jedoch zwei prächtige Tiere. Zwei ältere, tiefbraune Trakehner-Stuten blickten ihnen mit ruhigen, dunklen Augen entgegen und schnaubten leise.
»Das sind Joy und Bliss«, sagte Kai knapp und klopfte der vorderen Stute sanft auf den Nüsternbereich. »Die zwei sind absolut gutmütig, ausdauernd und werden uns sicher nach Friedrichstadt bringen.«
Mit Lenis tatkräftiger Unterstützung und Kais routinierten Griffen wurden die beiden Stuten für die lange Flucht vorbereitet. Sie legten die schweren Decken auf, schnallten die Packtaschen fest und zogen die Sättel auf den Rücken der Trakehnerinnen. Kai überprüfte den Sitz der Gurte mit geübten Handgriffen, während Leni Joy am Zügel hielt.
Wenig später stand Leni neben der größeren der beiden Stuten.
»Fuß in den Bügel, Schwung holen und das rechte Bein drüberschwingen«, wies Kai sie leise an.
Leni atmete tief durch, griff fest in die Mähne und schwang sich nach oben. Ein kurzes Schwanken, das Knirschen von Leder – dann saß Leni zum ersten Mal in ihrem jungen Leben auf dem Rücken eines Pferdes. Sie blickte von weit oben herab auf Kai, der trotz seiner Behinderung mit erstaunlicher Eleganz auf seine Stute Bliss stieg.
Gerade als sie die Tiere wenden wollten, trappelten hastige Pfoten über den Boden des Hofes. Ein heiseres, kurzes Bellen schallte durch den Stall. Aus dem Schatten des Wirtschaftstraktes stürzte ein schlanker, eleganter Hund hervor. Es war Max, Peters Hofhund – ein Kurzhaar-Collie mit glänzendem, dreifarbigem Fell und wachsamen, dunklen Augen. Der Smooth Collie steuerte zielstrebig auf die beiden Pferde zu, legte den Kopf schief und blickte hechelnd, mit unruhig wedelnder Rute zu Kai und Leni auf. Peter hatte das verstörte Tier in der überstürzten Hektik seiner Flucht offenbar zurücklassen müssen.
»Max!«, rief Kai überrascht, ehe sich ein warmes Lächeln auf seinen Lippen abzeichnete. Er schnalzte leise mit der Zunge. »Na mein Junge, hat dein Herrchen dich glatt vergessen?«
Der Collie schlug einmal hell an, lief eifrig zwischen den Hufen von Joy und Bliss hin und her und sah Leni mit treuen, aufmerksamen Augen an. Von Panik war bei dem gelehrigen Hund keine Spur – er suchte schlicht Führung und Anschluss.
Leni blickte zu Kai hinüber. »Wir lassen ihn nicht hier, oder?«
»Auf keinen Fall«, entgegnete Kai fest und schnalzte zweimal mit den Fingern. »Ein intelligenter Collie ist auf den Straßen Gold wert. Er hört aufs Wort, schlägt an, wenn sich Fremde nähern, und wird uns eine gute Hilfe sein. Komm, Max! Fuß!«
Als wüsste der Hund genau, was die Stunde geschlagen hatte, ordnete sich Max sofort dicht neben Kais Stute Bliss ein, den Blick aufgeweckt nach vorne gerichtet.
Unter den Hufen der Trakehnerinnen knirschte das Stroh, als die kleinen Gruppe langsam aus dem dunklen Stall ins helle, von der unheimlichen Rauchsäule überschattete Morgenlicht trat. Der Smooth Collie trabte wachsam an ihrer Seite. Vor ihnen lag der Weg nach Norden – durch ein zerfallenes, strahlenbedrohtes Land.
Kai führte die Gruppe mit seinen Ortskenntnis und gebotener Sicherheit durch das verlassene Marschland. Er mied die asphaltierten Hauptstraßen akribisch, auf denen verlassene Wracks, Straßensperren oder marodierende Banden lauern konnten. Stattdessen nutzten sie ein verzweigtes Netz aus alten Feld-, Wald- und Wiesenwegen, die sich wie schmale Adern durch die schleswig-holsteinische Landschaft zogen.
Der Weg verlangte Mensch und Tier alles ab. Die Maihitze drückte schwer, während am südlichen Horizont der dunkle, verhängnisvolle Schleier der Explosion wie ein drohender Schatten stand. Sie legten immer wieder kurze Pausen an schattigen Baumgruppen ein und überprüften wachsamen Auges die Umgebung. Auf ihrer bisherigen Route waren sie nur wenigen, verstörten Gestalten begegnet – Menschen, die selbst voller Panik flüchteten und in ihnen keine Bedrohung sahen. Seit über einer Stunde war nun keine einzige Seele mehr zu sehen gewesen. Die Gegend schien wie ausgestorben.
Am späten Nachmittag erreichten sie schließlich ihr Etappenziel: Sie befanden sich nun südlich der Ortschaft Hennstedt, nahe der abgelegenen Straße Lindener Koog.
Links von ihnen streckte sich eine riesige, verwitterte Solaranlage über mehrere Hektar. Die dunkelblauen Paneele waren teils gesplittert, teils mit Moos und Staub bedeckt, zeugten aber von einer längst vergangenen Blütezeit der regionalen Stromerzeugung. Gleich dahinter zeichneten sich die klobigen Umrisse eines alten, scheinbar verlassenen Gehöfts ab.
Sowohl die beiden Stuten als auch Leni waren am Ende ihrer Kräfte. Der stundenlange Ritt und die ungewohnte Haltung im Sattel zollten ihren Tribut. Leni, die heute zum allerersten Mal auf einem Pferd gesessen hatte, schlug sich zwar erstaunlich wacker und hielt die Zügel mit natürlichem Feingefühl, doch ihr Körper verlangte nach festen Boden unter ihren Füßen.
Kai zog seine Stute Bliss neben Joy, blickte zu Leni hinüber und schmunzelte verschmitzt. »Ich muss schon sagen, Leni… für deinen allerersten Tag im Sattel machst du eine verdammt gute Figur. Ein Naturtalent.«
Leni verzog das Gesicht zu einem gequälten, aber dankbaren Lächeln, während sie sich vorsichtig im Sattel verschob. »Danke für die Blumen, Kai. Aber mein Hintern fühlt sich an, als hätte jemand ein Glüheisen eingebrannt. Ich glaube, ich kann die nächsten drei Tage weder sitzen noch reiten.«
Kai lachte leise und deutete mit dem Kinn zum Gehöft. »Dann wird es Zeit für eine Rast.«
Sie ritten vorsichtig auf das Anwesen zu. Vorsicht war Überleben. Am hölzernen Koppelzaun neben der Einfahrt banden sie Joy und Bliss an. Das Leder der Sättel knarrte laut, als Leni vorsichtig abstieg. Ein stechender Schmerz fuhr ihr durch das Becken und ihre Oberschenkel, doch sie biss die Zähne zusammen.
Kai zog seinen schweren Korth-Revolver und hielt ihn schussbereit in der Rechten. Leni zog flüssig ihre P13 aus dem Holster und wischte sich den Schweiß von der Stirn.
»Max!«, rief Kai leise, aber bestimmt zu dem Smooth Collie, der aufmerksam neben den Pferden verharrte. »Such! Schau, ob andere Menschen hier sind. Falls ja: Dann bellst du und kommst zurück zu uns!«
Der intelligente Hund verstand augenblicklich. Mit gespitzten Ohren und tiefer Nase sauste Max flink wie ein Pfeil über den Hof, schlüpfte durch die verfallene Tür des Haupthauses und verschwand um die Ecke der Scheune. Leni und Kai verharrten reglos, die Waffen im Anschlag, und lauschten in die drückende Stille.
Nichts. Kein Bellen, kein Knurren. Nach zwei Minuten aufmerksamen Schnüffelns kehrte der Collie im leichten Trab zurück, blickte Kai entspannt an und wedelte sanft mit der Rute. Das Anwesen war menschenleer.
Nach einem kurzen Gedankenaustausch beschlossen die beiden, die Nacht hier zu verbringen. Der Hof bot hervorragenden Sichtschutz und war im Notfall nur über wenige Zugänge zu verteidigen.
Gleich hinter der Scheune erstreckte sich eine grüne Wiese, auf der sich ein kleiner, malerischer Teich mit kristallklarem Wasser befand. Als Max das kühle Nass entdeckte, hielt ihn nichts mehr: Mit einem lauten Platschen und frohlockendem Bellen sprang der Smooth Collie mitten in den Teich, paddelte übermütig im Kreis und genoss die ersehnte Abkühlung nach dem langen Marsch. Leni musste trotz der Erschöpfung leise über den ausgelassenen Hund schmunzeln.
Sie führten die Tiere zur Tränke an das saubere Wasser des Teichs und brachten Joy und Bliss danach in die große, massiv gemauerte Scheune. Hier hatten sie unglaubliches Glück: In den Futterkisten und Schränken des Stalls fanden sie alles, was sie für die optimale Versorgung der Pferde brauchten – frisches Heu, sauberes Stroh, Striegel und sogar gefüllte Hafertonnen.
Schnell versorgten sie ihre Reittiere: Sie nahmen den Stuten Joy und Bliss die schweren Sättel ab, kontrollierten die Hufe, rieben den Schweiß aus ihrem Fell und fütterten sie reichlich aus den Vorräten des Stalls. Max, der sich trocken geschüttelt hatte, legte sich schließlich erschöpft, aber aufmerksam ins weiche Stroh direkt neben den Scheuneneingang.
Als das Lager soweit vorbereitet war, widmete sich Leni ihrer Hauptwaffe. Sie holte das zerlegte Heckler & Koch G95 aus ihrem Rucksack. Mit routinierten, metallisch klackenden Griffen fügte sie das Sturmgewehr zusammen, schob ein frisches Magazin in den Schacht, zog den Durchladehebel zügig zurück und ließ eine Patrone in das Patronenlager gleiten. Schließlich sicherte sie die Waffe mit dem Daumen.
Das scharfe Klacken des Verschlusses ließ Max aufhorchen. Der Collie legte den Kopf schräg, betrachtete Leni mit seinen klugen, dunklen Augen und nahm Platz. Er rückte näher an sie heran und setzte sich kerzengerade hin, als wollte er ihr signalisieren, dass er bereit war, gemeinsam mit ihr die Nachtwache zu übernehmen.
Leni strich sich einige feuchte Strähne aus der Stirn und schaute hoch in den abendlichen Himmel. Der Horizont schimmerte in einem eigentümlichen, fahleren Orange als sonst, doch die kühle Abendluft blieb aus.
»Es ist für einen Maiabend wirklich ungewöhnlich warm«, bemerkte sie leise, während sie das G95 vorsichtig neben ihrer Schlafstelle im Stroh ablegte. Sie blickte kurz zu Kai, der gerade das schwere Holster des Korth-Revolvers ablegte.
»Aber was ist schon gewöhnlich in dieser Zeit… Max hat vorhin genau das Richtige getan. Der hat sich nach diesem anstrengenden Tag im kühlen Nass des Weihers abgekühlt. Ich werde es ihm gleich tun und mir den ganzen Dreck des Tages abspülen. Kai, wie schaut es bei dir aus?«
Kai antwortete nicht sofort. Seine Züge verfinsterten sich für einen Augenblick, während er aufmerksam Richtung Südwesten blickte – dorthin, wo am Nachmittag die finstere Rauchsäule in den Himmel gestiegen war. Dann lenkte er seinen Blick nach oben zu den umliegenden Baumkronen. Die Blätter der alten Eichen und Weiden am Rand des Gehöfts raschelten leise.
Ein entwarnendes Lächeln stahl sich auf sein vernarbtes Gesicht.
„Leni, schau mal zu den Bäumen, der Wind hat gedreht, er weht Richtung Südwest. Wir haben echt Schwein“, sagte er mit einem müden Grinsen. „Und weißt du was? Ich komme mit in den Teich. Eine kurze Abkühlung nach diesem aufreibenden Tag tut sicherlich gut.“
Leni nickte, ihre blauen Augen glänzten im letzten Abendlicht mit einer Mischung aus Erschöpfung und aufkeimender, ungezügelter Lebenslust. Sie zeigte ihm ihren erhobenen Daumen. „Prima!“
Dann, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, löste sie die Schnalle ihres taktischen Gürtels. Das schwere Geschirr fiel zu Boden, gefolgt von ihrem schmutzstarrenden weißen Crop-Top. Sie zog ihre olivgrünen Kampfhosen samt dem darunter getragenen Slip in einem einzigen, flüssigen Bewegungsablauf herunter und warf sie über einen abgebrochenen Zaunpfahl. Für einen Moment stand sie nackt und unerschrocken im Zwielicht, ihr makellos sonnengebräunter Körper kontrastierte scharf mit dem weißlichen Ton ihrer nicht von der Sonne erreichten Stellen.
Ihre Brüste, fest und rund, wippten leicht bei der Bewegung, ihre Brustwarzen waren bereits vor Erwartung und der Abendluft zu harten, rosa Knospen erstarrt. Ihr flacher Bauch, die schmale Taille und die kraftvollen Oberschenkel zeugten von den Strapazen der Reise, aber auch von einer gesunden, jungtierhaften Vitalität. Das blonde, feuchte Haar klebte ihr am Hals.
Sie lächelte Kai schelmisch an, einen Blick voller unverhohlener Verheißung, dann drehte sie sich um und sprang mit einem leisen Platschen in den dunklen, kühlen Teich.
Das Wasser umspülte sie erfrischend.
Kai schaute sich noch einmal um, ein letzter, instinktiver Check der Umgebung. Alles war still. Er entledigte sich ebenfalls seiner Kleidung – der schweren Stiefel, der verwaschenen Hose, des einfachen Hemdes. Sein Körper war schmal, aber sehnig, gezeichnet von Alter und seiner Erkrankung, aber auch von einer anhaltenden Zähigkeit. Die Narbe, wo sein linker Arm endete, war eine weiße, schmerzende Linie.
Sein halb schlaffer Penis hing zwischen seinen Beinen, ein Schatten im Dämmerlicht. Er sagte noch zu Max: „Du passt auf uns auf. Wenn wer sich naht, schlägst du an und bellst.“
Der Collie schaute zu ihm, winkelte seinen Kopf an, als ob er sagen würde „Ich habe verstanden“, dann bellte er zwei kurze, bestimmte Laute aus und nahm seine Wache auf einem kleinen Hügel neben dem Teich ein.
Dann folgte Kai Leni in das Wasser. Die Kälte traf ihn wie ein Schlag, doch sie war erfrischend, reinigend. Das Wasser reichte ihnen bis zur Brust.
Leni lächelte ihn unter der Wasseroberfläche an, ihre Augen funkelten wie die eines Wasserwesens. Dann tauchte sie ab. Kai spürte ihre Hände an seinen Oberschenkeln, dann umfasste eine warme, geschmeidige Hand sein schlaffes Glied unter der Wasseroberfläche. Die Berührung war direkt, zielgerichtet, fordernd. Sie nahm seinen sich bereits versteifenden Penis und führte ihn an ihre Lippen. Dann verschwand ihre Mundöffnung über seiner Spitze.
Die Kontraste waren überwältigend: das kühle Wasser um seinen Unterleib, die heiße, feuchte Umarmung ihres Mundes. Kai stöhnte tief und heiser auf, als ihre Zunge die empfindliche Unterseite seiner Eichel umspielte. Sein Schwanz, von der plötzlichen, intensiven Stimulation überrascht, schoss augenblicklich in seine volle, eindrucksvolle Größe und Härte. Unter dem Wasser konnte er das Ausmaß nur ahnen, aber das Gefühl, wie sie ihn komplett in sich aufnahm, ihren Rachen für ihn öffnete, bis ihre Nase in sein Schamhaar tauchte, ließ ihn fast das Gleichgewicht verlieren.
Mit seiner gesunden rechten Hand streichelte er über ihren nassen Kopf, fuhr durch die strömenden blonden Haare, die sich im Wasser um sie legten wie Seegras. Der Stumpf seines linken Arms zuckte in einer reflexhaften, leidenschaftlichen Anspannung nach oben, als wolle er sie ebenfalls berühren.
Leni tauchte wieder auf, prustete und schnappte nach Luft. Ihr jugendliches Gesicht war rot vor Anstrengung und vor Freude. Wasser perlte von ihren Wimpern und ihren vollen Lippen. Sie sah ihn an, ihre Augen glänzten triumphierend.
„Genug abgekühlt, Herr Pfarrer?“, sagte sie mit einer heiseren, neckischen Stimme. Sie ließ seine Hand los und schwamm mit ein paar kräftigen Zügen zum Ufer. „Jetzt geht’s ab ins Bett!“
Sie stieg aus dem Wasser, ihr Körper glänzte im letzten fahlen Licht. Wassertropfen rannen die Kurven ihres Rückens hinab, den schmalen Tailleneinbuchtungen folgend, um dann über ihren prallen, festen Pobacken zu kugeln um zwischen ihre Beine zu tropfen. Sie lachte, ein freies, unbeschwertes Geräusch, das in der stillen Abendluft widerhallte, und rannte dann nackt und triefend in die dunkle Öffnung der Stallung zu Joy und Bliss.
Kai folgte ihr, sein Herz schlug wild, sein Schwanz stand steif und drohend vor ihm her, als er die Schwelle der Scheune überschritt. Der Geruch von warmem Stroh, Pferdemist und trockenem Holz schlug ihm entgegen, vermischt mit dem zarten, süßen Duft von Lenis nackter Haut.
Im schwachen Licht, das durch ein kleines, schmutziges Fenster hereinfiel, sah er sie. Sie hatte sich rücklings in einen Berg frischen, goldgelben Strohs geworfen. Ihre Beine waren weit gespreizt, angewinkelt, und präsentierten ihm unmissverständlich ihr zierlich behaartes Dreieck ihrer Scham, das im Dämmerlicht als ein dunklerer Fleck zwischen ihren hellen Schenkeln zu erkennen war. Ein paar feine, blonde Härchen umrahmten ihre Vulva, die bereits feucht von Erregung und dem Teichwasser glänzte.
„Komm zu mir“, sagte sie, ihre Stimme war jetzt ein sanftes, verführendes Kommando. „Leck mich. Wie gestern. Ich möchte deine Zunge spüren.“
Kais Atem stockte. Ihre Direktheit, ihre völlige Ungezwungenheit, entfachte in ihm eine Glut, die jeden Rest von Müdigkeit verbrannte. Sein Schwanz, hart wie Stahl, zuckte vor Erwartung. Er ging zu ihr, kniete sich zwischen ihre gespreizten Beine ins weiche Stroh. Der Geruch ihrer Erregung, süß und intensiv, stieg ihm in die Nase und löste einen animalischen Hunger in ihm aus
Er beugte sich vor. Aber er begann nicht direkt an ihrer Mitte. Seine Reise begann tiefer. Seine Zunge, breit und warm, fuhr langsam den Spalt zwischen ihren Pobacken entlang, von ihrer zarten Rosette nach oben. Sie schmeckte nach sauberer Haut, nach Wasser und einem Hauch von Schweiß. Leni zuckte zusammen und stieß ein leises, bittendes Stöhnen aus, als seine Zungenspitze kurz ihren analen Ring umspielte, bevor sie weiter wanderte.
Dann erreichte sie ihr Ziel. Er tauchte sein Gesicht zwischen ihre Schenkel. Seine Zunge strich einmal flach über ihre gesamte Vulva, von der geschwollenen Klitoris bis hinunter zum Eingang ihrer Vagina, die sich ihm feucht und willig öffnete. Dann konzentrierte er sich. Er öffnete sie mit den Fingern seiner rechten Hand, trennte ihre äußeren Lippen, und saugte dann ihre ganze Klitoris in seinen Mund.
Leni schrie laut auf, ihre Hände gruben sich ins Stroh. „JA! Genau da, Kai!“
Er saugte fest, mit rhythmischem Druck, wie an einer süßen Frucht, während seine Zunge unablässig über den empfindlichen Nervenknoten strich. Gleichzeitig schob er den Mittelfinger seiner rechten Hand in ihre triefend nasse, warme Öffnung. Sie war eng und heiß und umschloss seinen Finger mit einem saugenden Druck. Er fingerte sie einige Male, langsam, dann schneller, fühlte, wie sich ihre inneren Muskeln um ihn schlossen.
Als sein Finger klatschnass von ihren Säften war, zog er ihn mit einem lauten, schmatzenden Geräusch aus ihr heraus. Max, der am Eingang Wache hielt, schaute kurz auf, senkte aber sofort seinen pelzigen Kopf ab und bedeckte mit seinen beiden Pfoten spielerisch seine Augen, als wollte er diskret sein.
Ohne zu zögern führte Kai seinen glänzenden, nassen Mittelfinger zu ihrem anderen Eingang. Er drückte sanft gegen den engen, dunklen Ring ihres Anus. Leni keuchte und spreizte ihre Beine noch weiter. Mit behutsamem, aber bestimmtem Druck glitt sein Finger in ihren Hintereingang, während seine Zunge und sein Mund unablässig an ihrer Klitoris arbeiteten.
Die doppelte Stimulation war zu viel für Leni. Ihr Körper bäumte sich auf, ein langes, zitterndes Stöhnen entrang sich ihrer Kehle. „Kai… ich… AHHHH!“
Ihr Orgasmus überrollte sie wie eine Flutwelle. Ihr Körper verkrampfte sich, ihr Rücken wölbte sich vom Stroh, und ein Schwall von Lustsaft spritzte aus ihrer pulsierenden Möse, benetzte Kais Kinn und Brust. Sie zitterte unkontrolliert, ihre Schreie hallten in der leeren Scheune wider.
Als die Nachzuckungen verebbten, lag sie da, keuchend, ihr Körper schwach und nachgebend. Kai zog seinen Finger aus ihrem Arsch und richtete sich auf. Sein Gesicht war glänzend von ihrem Saft, sein Schwanz stand immer noch steif und fordernd in der Luft.
„Verdammt, Kai“, keuchte Leni, ein müdes, sattes Lächeln auf den Lippen. „Du hast eine göttliche Zunge.“
Kai schaute sie erst an, seine eigenen Augen waren dunkel vor Lust und Zuneigung. Dann sagte er mit einer Stimme, die rau von Leidenschaft war: „Leni, mach dich nicht lustig über den allmächtigen Herrn.“
Leni lachte leise, ein fröhliches, unschuldiges Geräusch. Dann drehte sie sich plötzlich um, ihre Bewegungen waren wieder energisch, fast fordernd. Sie ging auf alle viere, ihr prachtvoller, runder Hintern ragte Kai einladend entgegen. Dann ließ sie ihr Gesicht ins Stroh sinken, ihre Hände gingen nach hinten und zogen ihre festen Arschbacken auseinander. Im Mondlicht, das jetzt deutlicher durch das staubige Fenster schien, konnte Kai alles sehen: das noch feuchte, rosa Zentrum ihrer Möse, und darüber, winzig und pulsierend, das dunklere, enge Loch ihres Anus.
Dann sagte sie, und ihre Stimme war jetzt tief, vulgär und verführerisch: „Herr Pfarrer, bitte füllen Sie mein Arschloch mit Ihrem göttlichen Zepter aus!“ Sie kicherte dabei, ein freches, herausforderndes Geräusch.
Diese Worte, diese unverschämte, heilige Lästerung, entfesselten den letzten Rest von Kais Zurückhaltung. Von ihrer vulgären Art angetrieben, kniete er sich hinter ihren dargebotenen Prachtarsch. Er setzte die pralle, feuchte Eichel seines Schwanzes direkt an den kleinen, zusammengezogenen Ring ihres Anus.
„So sei es“, flüsterte er heiser und drückte sich vor.
Der Widerstand war enorm. Leni stieß einen gurgelnden Laut aus, als die Spitze ihr After dehnte und durchbrach. Langsam, Zentimeter für Zentimeter, drang sein dicker Schaft in ihren engen Darm ein. Sie gab ein lang gezogenes, erregtes Stöhnen von sich, als er vollständig in ihr verschwand, bis seine behaarten Hoden mit einem feuchten Klatschen gegen ihre nassen Schamlippen schlugen. Ihr Arsch war komplett von Kai ausgefüllt.
Er blieb einen Moment so, genoss das Gefühl ihrer unglaublichen Enge, die sich um ihn schloss. Dann begann er sich rhythmisch zu bewegen. Zuerst sanft, vier, fünf langsame, tiefe Stöße, bei denen er fast ganz herauszog, um dann wieder komplett einzudringen. Jeder Stoß ließ ein leises, nasses vulgäres Schmatzen ertönen.
Doch die Sanftmut hielt nicht lange. Das Feuer in seinem Bauch, die absolute Hingabe in ihrer Stellung, die ungehemmte Aufforderung – alles trieb ihn voran. Seine Stöße wurden härter, schneller, tiefer. Er packte ihre Hüfte, seine Finger gruben sich in ihr Fleisch, und er hämmerte in sie hinein. Sein Penis wurde zu einem brutalen, rhythmischen Werkzeug, das ihren Arsch mit einer animalischen Gier besetzte.
Lenis Arschloch schmatzte mit jedem Stoß laut und deutlich. Sie begrub ihr Gesicht wimmernd im Stroh, ihre Hände krallten sich in die Halme. „Ja… ja… so, Kai… bitte fick meinen Arsch… besitz ihn…“, stammelte sie zwischen keuchenden Atemzügen.
Nach mehreren Minuten dieses unerbittlichen, harten Stoßens verdrehte Leni ihre Augen. Ihr Körper begann erneut zu zucken, diesmal ausgelöst durch die brutale Reibung in ihrem Darm, die gegen tief innen liegende erogene Zonen stieß. Ein weiterer, heftiger Orgasmus durchfuhr sie. Sie schrie laut in das Stroh, ihr Körper bebte unter seinen Stößen, und wieder spritzte Feuchtigkeit aus ihrer überstimulierten Möse.
Der Anblick und das Gefühl ihres erneuten Kommens trieben Kai über den Rand. Kurz nach ihrem Höhepunkt stöhnte auch er laut auf. Seine rechte Hand schlug mehrmals heftig mit klatschenden Geräuschen auf ihre zuckende rechte Pobacke. „Leni… ich komme! Herrgott, ich spritze ab!“
Mit einem letzten, tiefen Stoß zog er seinen steinharten Schwanz aus ihrem zuckenden Arschloch. Sein Glied sprang frei, pulsierte wild, und dann schossen dicke, weiße Ströme seines heißen Spermas aus der Eichel. Die ersten Spritzer trafen ihren unteren Rücken, dann seinen Bauch, dann, als er sich weiter zurückzog und mit der Hand nachhalf, spritzte er ihr über den gesamten Rücken bis hinauf zu ihren nassen Haaren. Er wichste sich leer, bis sein Glied erschlafft in seiner Hand lag und jedes Zucken verebbt war.
Kai zitterte nur noch, völlig erschöpft. Der ereignisreiche Tag und die jugendliche, unersättliche Libido Lenis hatten ihn völlig entkräftet. Beide sackten zufrieden, aber völlig kraftlos in das warme, weiche Heu.
Ein paar Minuten vergingen in atemlosem Schweigen, nur unterbrochen von ihrem keuchenden Atem. Dann, als Leni auf dem Rücken lag, ihre Beine noch immer weit gespreizt, spürte sie eine neue, warme, intensive Berührung an ihrer leicht behaarten Scham.
Sie schloss ihre Augen und gab sich dem Moment hin. Die Zunge war geschickt, anders als vorher – schneller, etwas rauer, aber nicht weniger hingebungsvoll. Sie leckte nicht nur ihre Klitoris, sondern tauchte tief in ihre noch immer feuchte Öffnung ein, schmeckte die Mischung aus ihrem eigenen Saft und seinem Sperma, das von ihrem Rücken heruntergeronnen war.
„Oh mein Gott, Kai“, stöhnte sie halblaut, ihr Körper reagierte sofort wieder, obwohl sie dachte, nichts mehr spüren zu können. „Deine Zunge macht mich fertig!“
Die Zunge wurde intensiver, tiefer, schneller. Sie konzentrierte sich jetzt ganz auf ihren Kitzler, umkreiste ihn mit einer fast schon besessenen Hingabe. Leni war so erregt, dass ihre Möse erneut überlief und die Zunge noch nasser machte. Sie verbiss sich einen Aufschrei der Lust. Ein weiterer, brutaler Orgasmus durchlief ihren Körper, diesmal schneller und schärfer. Leni verkrampfte, bäumte sich auf, ihre Möse spritzte ein letztes Mal, und sie verdrehte die Augen im Sternenregen der Ekstase.
„Scheiße, war das geil!“, keuchte sie, als sie wieder zu sich kam.
Dann stützte sie sich auf die Ellbogen, atmete schwer und lächelte zufrieden in die dunkle Scheune. Ihr Blick wanderte zu Kai… und blieb dort nicht hängen. Denn Kai lag neben ihr, sein Gesicht friedlich im Schlaf entspannt, sein Atem ging tief und regelmäßig. Er war eingeschlafen.
Verwirrt schaute Leni dann zwischen ihre eigenen Beine. Und dort, im fahlen Dämmerlicht, das jetzt mondklar durch das Fenster schien, erblickte sie Max. Der Collie lag zwischen ihren Schenkeln, seine Rute wedelte langsam und fröhlich hin und her.
Seine Schnauze war feucht, und er leckte sich genüsslich über die Lefzen, bevor er ihr einen treuherzigen Blick zuwarf und dann aufstand, um sich neben den schlafenden Kai zu legen.
Leni starrte den Hund einen Moment an, dann brach ein leises, ungläubiges Kichern aus ihr heraus. Sie schüttelte den Kopf, ein breites, schiefes Grinsen auf ihrem Gesicht.
Sie zog einen Strohhalm aus ihrem Haar, legte sich dann neben den schlafenden Kai, schmiegte sich an seine warme Seite und bedeckte sie beide mit einer groben Wolldecke, die sie aus ihrem Rucksack geholt hatte.
Draußen war die Nacht still und warm. Und in der Scheune war es voller Leben, seltsamer Intimität und einem Frieden, den sie nirgendwo anders kannte. Sie schloss die Augen und schlief, mit einem Lächeln auf den Lippen, fast sofort ein.
Epilog: Staub und Morgenrot
Der Wind in der Dithmarscher Marsch drehte sich in den ersten Stunden des neuen Tages rasch. Er blies den tiefschwarzen, verstrahlten Ruß der Katastrophe von Brunsbüttel hinüber in den Südwesten, weg von dem abgelegenen Gehöft nahe Hennstedt, und schenkte den Dreien eine vorübergehende Gnade der Natur.
Als die ersten blassen Sonnenstrahlen durch die Ritzen der Scheunenwand drangen, wachte Leni zuerst auf. Der Geruch von trockenem Stroh, warmem Fell und der vergangenen Nacht hing schwer in der Luft. Neben ihr atmete Kai ruhig und tief, die Anspannung der Flucht war für ein paar Stunden aus seinen Zügen gewichen. Am Fußende ihres Lagers lag Max, der Collie, den Kopf auf den Pfoten, die spitzen Ohren auch im Schlaf leicht gezuckt, bereit, beim geringsten Geräusch anzuschlagen.
Leni blickte an sich herab, streifte die Heuhalme von ihrer Haut und zog sich langsam die feste Outdoor-Kleidung an. Draußen, weit jenseits der Wiesen und des stillen Teichs, war die alte Welt in Trümmern zerfallen. Keine Sirenen drangen mehr herüber, keine Strommasten summten, und die Zivilisation war zu einem stummen Überlebenskampf geschrumpft. Doch hier, in der Abgeschiedenheit des Stalls, existierte eine eigene Welt aus Schutz, Vertrautheit und bedingungslosem Zusammenhalt.
Sie trat ans Scheunentor und schob es einen Spalt weit auf. Der Weg nach Friedrichstadt lag noch vor ihnen – durch ein unberechenbares, ungewisses Land.
Doch während sie nach Joy und Bliss sah und das Leder der Sättel im Licht des Morgenrots glänzte, wusste Leni, dass sie nicht als Opfer flüchteten, sondern als Überlebende.
