Ein Traum
Veröffentlicht amEs war einer dieser Träume, die sich nicht anfühlen, als würde man sie träumen – sondern als würde man in eine andere Wirklichkeit versinken, weich und warm wie eine Sommernacht.
Blanche lag nicht in ihrem Bett. Sie lag auf einer Lichtung, umgeben von uralten Bäumen, deren Blätterkronen sich weit über ihr wölbten. Durch das Laub fiel das Licht des Mondes in silbernen Fäden herab und malte tanzende Muster auf ihre helle Haut. Sie spürte den weichen Moosgrund unter sich, roch den süßen Duft von feuchter Erde und wildem Jasmin – und etwas anderes, das sich anfühlte wie Heimkehr.
Und dann war da dieses Gefühl – ein Ziehen in ihrer Brust, eine sanfte Schwere, die ihren ganzen Körper durchflutete. Es war, als würde die Luft selbst sie liebkosen: eine laue Brise strich über ihren Hals, ihr Schlüsselbein, und hauchte ihr Geheimnisse ins Ohr, die sie nicht in Worte fassen konnte.
Ihre Haut schien zu atmen, jede Pore weit geöffnet für das Kribbeln, das wie ein leiser Strom unter ihrer Oberfläche floss – so zart, dass Blanche für einen Moment dachte, sie müsse erwachen. Aber der Traum hielt sie fest, wie eine sanfte Hand im Nacken.Ihre eigenen Hände glitten fast wie von selbst über ihre Arme, folgten der Spur des Lichts, das sie in wechselnden Mustern umspielte. Blanche spürte jeden Fingerabdruck wie eine Flamme – sanft, fordernd, flüchtig. Ihr Atem wurde tiefer, langsamer, als wolle die Nacht selbst sich in sie hineinsenken. Sie schloss die Augen im Traum und öffnete sie zugleich für das, was da kam: ein Flüstern, das ihren Namen trug – nicht laut, sondern wie ein Hauch an ihrer Schulter.
In der Ferne hörte sie das leise Rauschen eines Wasserfalls, und das Geräusch vermischte sich mit dem Klang ihres eigenen Herzschlags. Alles war eins: das Moos, der Mond, ihr junger Körper, dieses wachsende Verlangen nach Berührung, nach Hingabe, nach dem Geheimnis, das nur sie allein kannte. Blanche ließ die Hände tiefer gleiten – über ihren Bauch, ihre Hüften –, und jeder Zentimeter Haut schien unter ihren Fingerspitzen zu erwachen, zu glühen, zu leben.
Ihre Gedanken verloren sich in Bildern: warme Hände, die ihren Rücken hinabglitten, ein leises Lachen an ihrem Ohr, Mundwinkel, die sich zu einem Lächeln verzogen – sanft, verschwommen, wie im Morgennebel. Sie sehnte sich nicht nach einem bestimmten Gesicht, sondern nach diesem Gefühl: gesehen zu werden, ganz und gar, bis in die stillsten Winkel ihrer Seele. Blanche spürte, wie sich etwas in ihr löste – eine Spannung, eine Sehnsucht, die sie tagsüber nie laut aussprach – und wie es nun, im Schutz des Mondscheins, sanft nach außen drängte.
Der Traum zog sie tiefer. Sie spürte das Pulsieren der Nacht, das Pochen des Lebens in ihren Adern, und gab sich ihm hin – nicht mit Hast, sondern mit einer stillen, fast ehrfürchtigen Hingabe. Ihr Körper schien zu schweben, das Moos unter ihr wurde zu Wolken, und sie löste sich auf in das Leuchten des Monds, in das Flüstern der Blätter, in die Wärme, die ihr durch jede Faser strömte. Für einen schwebenden Augenblick war Blanche nicht mehr nur Blanche – sie war das Licht, der Wind, das Verlangen selbst.
Als sie erwachte – still, mit offenen Augen im Dunkel ihres Zimmers –, lag das Lächeln noch auf ihren Lippen. Der Traum war verblasst, aber das Gefühl blieb: eine zarte Erinnerung an etwas, das größer war als sie selbst. Ein Versprechen, das die Nacht ihr geflüstert hatte. Blanche atmete tief ein, spürte ihr Herz noch nachhämmern, und legte die Hand auf ihre Brust, als könne sie den Traum dort festhalten.
Und draußen schimmerte der Mond still durch das Fenster – ganz wie im Traum.
Sie war schon immer eine lebhafte Träumerin gewesen und sie erinnerte sich an einen anderen, ihren Lieblingstraum:
Ihre Hand wanderte automatisch zwischen ihre Beine, als sie daran dachte, wie sie in ihrem Traum auf der leeren Bühne gestanden hatte. Der Stuhl in der Mitte des Raumes hatte ihren Blick angezogen, und ohne
nachzudenken, kniete sie sich hin. Es war keine Unterwerfung, sondern eine Art Inspektion, ein Taxieren ihrer Beute, bevor sie entschied, was damit zu tun war.Während ihre Finger sanft über die Innenseite ihres Oberschenkels streichelten, dachte Blanche an die Worte aus ihrem Traum zurück: “Du kannst dir alles nehmen, aber du musst wissen, was du damit machst.” Ein Schauer lief durch ihren Körper bei der Erinnerung daran. Es fühlte sich so wahr an, so real.
Blanche begann, ihre Klit zu umkreisen, während sie sich in Gedanken immer noch auf ihrem Traum konzentrierte. Sie stellte sich vor, wie die unsichtbaren Zuschauern sie beobachteten, bewunderten und brauchten. Dieses Wissen war berauschend und verstärkte ihr Verlangen nur noch mehr.
Ihre Finger bewegten sich jetzt im Rhythmus mit ihren Gedanken, drangen sanft in ihre feuchte Mitte ein, um dann wieder zu ihrer Klit zurückzukehren. Sie stöhnte leise auf bei der Intensität der Gefühle, die durch ihren Körper strömten.
Blanche fühlte sich frei und mächtig, als ob sie wirklich auf dieser Bühne stehen würde, während ihre Finger ihr Vergnügen suchten. Sie konnte spüren, wie sich ein Orgasmus in ihr aufbaute, und ließ sich von den Wellen der Lust tragen, die über ihrem Körper zusammenschlugen.
Als es vorbei war, atmete Blanche schwer und öffnete schließlich ihre Augen. Ein kleines Lächeln umspielte ihre Lippen bei dem Gedanken daran, was gerade passiert war. Sie fühlte sich lebendig und verbunden mit der Welt um sie herum, als ob ihr Orgasmus nicht nur ihren körperlichen Genuss erhöht hätte, sondern auch eine Art spirituelle Befriedigung gebracht hätte.
Blanche wusste nicht, was das alles zu bedeuten hatte oder warum diese Träume immer wiederkehrten, aber sie war froh darüber. Sie fühlte sich auf eine Weise lebendig und bereichert, die sie nicht in Worte fassen konnte. Und als sie schließlich aus dem Bett stieg, um Kaffee zu machen, wusste sie, dass der Tag voller Möglichkeiten sein würde.