Ein Städtetrip nach Wien ( Wie alles begann )
Veröffentlicht amVor ein paar Wochen bin ich mit dem Bus für 7 schöne, sonnige Tage nach Wien gefahren. In den ersten Tagen war eine Stadtrundfahrt mit dem Bus und private Erkundungen der Stadt angesagt. In unserer Reisegruppe gab es eine Frau von ca. 50 Jahren, die auch alleine reiste, mit Doris habe ich mir viele Sehenswürdigkeiten angeschaut. Wir konnten uns über viele Dinge sehr gut und offen unterhalten und saßen abends oft lange in der Hotelbar bei einem Glas zusammen.
Am Mittwoch wollte ich früh zur Spanische Hofreitschule, mir die Morgenarbeit ansehen, da Doris eine Pferdehaar Allergie hatte verbrauchten wir den Tag getrennt. Als die Vorführung beendet war fuhr ich wieder zurück um noch etwas Zeit in der Stadt zu verbringen. Ich kam an einem kleinen Lokal vorbei und da ich Durst hatte suchte ich draußen einen freien Platz. Da das Lokal sehr voll war gab es kaum noch freie Plätze so dass ich mich zu jemanden an den Tisch setzen musste. Da sah ich eine hübsche, junge Frau alleine an einem Zweiertisch sitzen, ging hin und fragte ob der Platz noch frei wäre. Sie schaute auf und sagte ja er ist noch frei, also setzte ich mich zu ihr. Als die Bedienung kam bestellte ich mir eine Cola und sie noch ein Wasser, dann stand sie auf und ging ins Lokal rein.
Ich schaute mir die Frau jetzt mal genauer an und schätzte sie auf Mitte, Ende 20, ca. 1,70 groß mit schulterlangen brünetten Haaren. Sie trug einen roten Rock der ihr fast bis zu dem Knien ging eine schwarze, enge Bluse und rote flache Sandalen. Als sie wieder zurückkam und ich sie von vorne sah vermutete ich das sie Körbchengröße C hatte, was die enge Bluse sehr betonte. Sie setzte sich wieder an den Tisch, schaute mich an, ich sah in zwei wunderschöne grüne Augen und kurze Zeit später kamen die Getränke. Sie nahm einen großen Schluck stellte das Glas wieder hin und sah sehr nachdenklich aus.
Ich fragte ob sie in Wien wohnen würde da sie diesen süßen Wiener Dialekt hätte, was sie dann bestätigte. Sie fragte dann wo ich herkäme und so fing unser Gespräch an. Ich sagte ihr das ich aus dem Ruhrgebiet käme und für ein paar Tage hier in Wien Urlaub machen würde. Dann erzählte sie mir das sie Lisa heißt und hier in der Nähe in einem Geschäft arbeiten würde. Ich sagte ihr das mein Name Klaus ist und was ich schon alles in Wien gesehen habe, worauf sie meinte das da aber noch so einiges fehlen würde.
Nachdem Lisa ihr Wasser ausgetrunken hatte bezahlte sie und meinte das sie wieder zur Arbeit müsse. Als sie aufstand fragte ich ob sie öfters zur Mittagszeit hier wäre und sie sagte da wir uns so gut unterhalten haben würde sie, wenn ich auch wieder hier wäre, morgen Mittag um 13 Uhr wieder hier sein, dann drehte sie sich um und ging. Wären ich meine Cola austrank dachte ich was für ein nettes Mädel aber irgendwas scheint sie sehr zu belasten. Ich bezahlte und ging auch wieder weiter und hoffte das sie Morgen auch wirklich wiederkommen würde.
Am Abend traf ich Doris wieder vor dem Hotel und wir gingen noch zusammen in die Hotelbar um uns einen Schlummertrunk zu gönnen. Als wir am Tisch saßen erzählte ich ihr von der Begegnung mit Lisa und das wir uns morgen Mittag wieder treffen wollen. Wir unterhielten uns dann noch eine Weile und nach dem dritten Glas meinte Doris das sie jetzt müde sei wir aber den Vormittag zusammen auf Tour gehen könnten. Dann gingen wir auf unsere Zimmer und verabredeten uns für den nächsten Morgen zum Frühstück.
Nach dem Frühstück zogen wir los und schauten uns noch einiges an, bis es Zeit wurde das ich wieder zu dem kleinen Lokal ging um zu sehen ob Lisa wirklich kommt. Als ich da ankam war es 12.50 Uhr und am Rand war noch ein kleiner Tisch frei an dem ich mich setzte um zu warten. Kurze Zeit später erschien auch Lisa und als sie mich sah kam sie zu mir und setzte sich, nachdem wir uns begrüßt hatten, mir gegenüber an den Tisch.
Sie trug heute ein kurzes, buntes Sommerkleid und Sandalen mit Keilabsatz. Ich schaute sie an und sie machte wieder einen bedrückten und traurigen Eindruck. Nachdem wir unsere Getränke bekommen hatten fragte ich sie ob sie so viel Stress auf der Arbeit hätte oder warum sie so bedrückt wäre. Es hätte nichts mit der Arbeit zu tun meinte sie, es wäre privat. Ich fragte sie ob sie darüber sprechen wollte, sie sagte jetzt nicht, erzähl lieber was du dir seit gestern alles angeschaut hast. So redeten wir noch eine Zeit lang nett miteinander, ab und zu konnte sie sogar Lächeln, bis sie wieder ins Geschäft musste und verabredeten uns für den nächsten Tag wieder hier.
Ich musste dann noch eine Zeit an Lisa denken, warum so eine nette und hübsche Frau so unglücklich ist. Nachdem ich bezahlt hatte ging ich noch etwas durch die Gegend und nach einiger Zeit fuhren mehrere Polizei und Krankenwagen mit Blaulicht an mir vorbei, wie ich später gehört habe ist eine Autofahrerin nachdem sie einen Herzinfarkt hatte einen Unfall verursachte. Als ich wieder im Hotel war schaute ich noch in die Bar ob ich Doris sah, was aber nicht der Fall war, ich trank noch ein Bier und ging dann auf mein Zimmer und freute mich auf den nächsten Tag.
Am nächsten Tag beim Frühstück kam Doris zu mir am Tisch und fragte mich ob ich auch von dem schrecklichen Unfall gehört hätte, sie hätte vor ein paar Minuten mitbekommen. Wir unterhielten uns noch etwas und sie fragte ob ich heute wieder Lisa treffen würde. Ich sagte ihr das wir uns wieder verabredet hätten und sie meinte das sie uns gestern Zufällig vor dem Lokal gesehen hätte und Lisa eine sehr hübsche Frau wäre. Das mit dem Zufällig glaubte ich dann doch nicht so ganz.
Irgendwie versuchte ich die Zeit bis zum Treffen um zubekommen was mir irgendwie gelang und ich freute mich schon auf Lisa. Kurz vor 13 Uhr war ich dann an dem Lokal und stellte fest das Lisa schon da war. Ich ging zu ihr und zur Begrüßung umarmten wir uns. Sie sah wieder super aus mit einem kurzen weißen Rock, ein buntes knappes Oberteil und weiße Snickers. Wir setzten uns und auch sie fragte ob ich das von dem Unfall gehört hätte, es wäre nur eine Straße von hier entfernt passiert.
Nachdem wir unsere Getränke bekommen hatten erzählte mir Lisa das sie erst Dienstag wieder ins Geschäft müsse da eine Kollegin heute wieder zurückgekommen wäre und sie jetzt Überstunden abfeiern soll. Aber so richtig über ein freies, langes Wochenende schien sie sich nicht zu freuen. Ich legte meine Hände auf ihre, die sie kurz zurückzog dann aber doch liegen ließ, fragte sie warum sie so unglücklich wäre und ich möchte keine Ausreden hören.
Sie erzählte mir dann, dass sie einen gleich alten Freund hätte, der Alex hieß und gerne schon länger ein mit ihm zusammen hätte, was er aber nicht will, deshalb gäbe es immer Streit was sie dann doch sehr mitnehmen würde. Außerdem hätten sie deshalb selten Sex und sie vermutet das er sie betrügen würde mit einer Frau aus der Firma wo er arbeitete. Hinzu käme noch das er heute Morgen zu einer Weiterbildung in Salzburg ist die bis Montag dauert und die Kollegin wohl auch dabei ist. Lisa bekam dabei feuchte Augen und sie tat mir leid. Ich fragte sie ob sie nicht Lust hätte dann meine private Reiseleiterin zu sein und mir Wien zu zeigen, das würde sie dann etwas ablenken.
Ich weiß nicht ob ich das einfach so machen kann, ich war noch nie mit einem Mann alleine unterwegs ohne, dass Alex das wüste sagte sie mir. Eines Tages wirst du bereuen was du alles verpasst hast und das du nicht ein wenig mehr Abenteuer in deinen Leben hattest, wenn du mal ein Alter erreicht hast in dem es zu spät ist das alles nachzuholen. Denk mal an die armen Leute die so plötzlich bei dem Unfall ums Leben gekommen sind, die haben auch keine Möglichkeit mehr nicht gemachte Sachen nachzuholen meinte ich.
Die Gedanken wirbelten in Lisas Kopf und es kämpfte in ihr die abenteuerlustige gegen die vernünftige Seite. Bisher hatte fast immer die vernünftige Seite gewonnen. Lisa schaute mich an und sagte zu mir, gut du hast recht ich werde dir Wien zeigen ich möchte nicht nur immer vernünftig sein. Wir bezahlten unsere Getränke, standen auf, Lisa harkte sich bei mir ein und wir gingen los.
Ende Teil 1
Sehr schön geschrieben. Bin gespannt wie es weiter geht.