Blind-Date in München – Teil 3
Veröffentlicht am„Tut das nicht weh?“, fragte die blinde Elena den sportlichen jungen Feuerwehranwärter Florian besorgt, den sie vorher im ‚Nachtwerk‘-Club abgeschleppt und in ihre Pasinger Poolvilla mitgenommen hatte. Florian, der bisher nur sexuelle Erfahrungen mit Männern gesammelt hatte, war mulmig zumute, aber er genoss Elenas Nähe sehr. Seine von Elenas Handflächen zärtlich umschlossene und von seiner Vorhaut geschützte Eichel lag vom Poolwasser umspült in Elenas Händen, die mit seitlich ausgestreckten Fingern am Schaft seines erregierten Glieds entlangtasteten. „Das fühlt sich gerade bisschen wie ein schlimmer Krampf an“, sagte Elena, der es ähnlich wie Florian ging, weil sie sich bis vor wenigen Stunden ausschließlich als Lesbe gesehen und keine Vorstellung von einem leidenschaftlich erregten Männerkörper hatte.
„Nein, im Gegenteil“, stöhnte Florian, der Elenas zärtliche Berührung genoss. „Deine Handflächen fühlen sich selbst im lauwarmen Poolwasser total heiß an und deine Fingerkuppen,
mit denen du dir gerade meinen Körper ansiehst, fühlen sich auf meinem prallen Schaft so zart wie Schmetterlingsflügel, oder auch wie leidenschaftliche Blicke sehender Menschen an, die sich gelegentlich nach mir umdrehen.Während das lauwarme Salzwasser die Haut der beiden Nackten umspülte und sich ihre Lippen zu einem ersten, zaghaften Kuss trafen, schien das Chaos der Münchner Unglücksnacht meilenweit entfernt. Doch unter der Oberfläche der sanften Wellen brodelte Elenas Zorn auf Florians Chef, Leon Heitzfeldt, weiter, der sie mehrfach auf übelste Art versucht hatte anzubaggern. Elena verdrängte diese unschönen Erinnerungen so gut es ging und löste sich für einen Atemzug von Florians Lippen. Ihr Atem ging schnell, und ihre Finger glitten schleichend weiter auf seinen Bauch zu. „Dein Zugführer, … der Heitzfeldt …“, presste sie mit einer an bitteren Sarkasmus erinnernden Sprachmelodie heraus, in die sich spöttische Untertöne mischten: „Er glaubt, er hätte mich in der Hand. Er denkt, er kann meine Beobachtungen nutzen, um sich bei den hohen Tieren der Bahn einzuschmeicheln, und glaubt vielleicht immer noch daran, mich gleichzeitig noch in sein Bett zwingen zu können.“
Florian spürte, wie sich seine Muskeln unter Wasser unwillkürlich anspannten. Der Gedanke an seinen schmierigen Chef, der Elena mit seinen gaffenden Blicken taxiert hatte, verpasste seiner Lust einen eifersüchtigen Dämpfer. „Er ist ein Schwein, Elena. Aber er hat Macht. Wenn er den Bericht des Kommissars manipuliert, um den Betriebsdirektor zu decken, fliegt die Sache mit der manuell umgelegten Weiche niemals auf.“
„Da unterschätzt du mich, Florian“, erwiderte Elena und zog ihn an seinen muskulösen Oberarmen wieder ein Stück näher zu sich. Ihre Knie streiften seine Oberschenkel, was einen neuen, noch heftigeren Reiz durch seinen Unterleib jagte. „Ich habe an der Brücke genau gehört, wer das Weichensignal manipuliert hat“, sagte Elena, während sie unerwartet erfühlte, wie Florians Pimmel für einen kurzen Moment fast bis zu seinem Bauchnabel hochzuckte. „Der Schritt, der Atem, der Geruch nach dem billigen Tabak – das war kein gewöhnlicher Saboteur. Es war jemand, der genau wusste, wann der Güterzug kommt. Und Thomas Rivas, mein Förderer, hat mir vor Wochen erzählt, dass im Stadtrat hinter vorgehaltener Hand über gezielte Sabotagen gemunkelt wird, um die Privatisierung der Strecke zu erzwingen.“
Florians Atem stockte. „Du meinst … der Betriebsdirektor und die Polizei stecken da mit drin?“
„Vielleicht“, flüsterte Elena, und ihre Zunge fuhr neckisch über seine Unterlippe, während ihre Hand unter Wasser nun zielstrebiger über seinen harten Bauch und um seine erregte Männlichkeit herum glitt. „Aber dein Chef Heitzfeldt weiß nichts von Thomas Rivas. Er weiß nicht, dass ich einen direkten Draht in den Stadtrat habe. Wenn Heitzfeldt versucht, mich mit meiner Aussage zu erpressen, wird er über seine eigene Gier stolpern. Ich werde ihn auflaufen lassen. … du könntest dir und auch mir dabei helfen, ihn in seine Schranken zu weisen.“
Florian spürte, wie die Gefahr und die kompromisslose Intelligenz der Frau, die er zunehmend begehrte, immer mehr berauschten. Von aufwallender Leidenschaft beflügelt, traute er sich, seine Hände unter Wasser zart auf die Innenseiten von Elenas Oberschenkel zu legen. Jede Sorge vor der Feuerwehr, vor Heitzfeldt oder vor möglichen Konsequenzen schmolz in diesem Moment dahin. Sein Blick saugte sich an Elenas Nippelringen fest, die sich von seiner Berührung stimuliert lustvoll vor ihren verhärteten Knospen waagerecht stellten. In ihrem entschlossenen Gesicht, das im türkisfarbenen Licht des Pools schimmerte, sah er Zorn und Leidenschaft gleichermaßen wie Feuer brennen. Florians tiefe, fast ehrfürchtige Bewunderung für Elenas Energie und ihre offensichtliche Lebensfreude, die sie mit sexueller Lust während des Vorspiels befeuerte, steigerte seine Neugier auf das, was vor ihnen lag. Ihr durchtrainierter Körper, den sie so, wie er den seinen bisher nur aus gleichgeschlechtlichem Sex kannte, entlastete Florian und erlöste ihn von seinen Hemmungen. Sie war keine hilflose Blinde, die Schutz brauchte. Sie war die Jägerin in diesem Spiel aus Macht und Korruption – und er wollte ihr bereitwillig folgen und auf Augenhöhe mit ihr dieser Nacht die Faszination für heterosexuellen Sex entdecken.
„Ich helfe dir, Elena“, stöhnte er leise, als ihre beringten Finger unter Wasser sein erigiertes Glied plötzlich fest umschlossen. Jede Verlegenheit war weggewischt. „Vergiss Heitzfeldt. Vergiss die Bahn. Jetzt gerade gibt es nur dich und mich.“
Elena lächelte triumphierend, ein dunkles, rauchiges Lachen entwich ihrer Kehle. Sie spürte, dass sie diesen jungen, sensiblen Adonis komplett für sich gewonnen hatte – nicht mit billigen optischen Reizen, sondern mit der schieren Kraft ihres Geistes. Der Kuss vertiefte sich. Das sanfte Plätschern des warmen Wassers untermalte das immer lauter werdende Keuchen der beiden im fahlen Mondlicht. Jede Berührung fühlte sich unter der Oberfläche des Pools wie elektrisiert an. Florian vergaß in diesem Moment alles, was er je über seine eigenen Grenzen und Schubladen gedacht hatte. Da war nur noch dieses unbändige, prickelnde Verlangen nach der Frau in seinen Armen.
„Du bist so unglaublich heiß, Florian“, hauchte Elena an seinen Lippen. Ihre Stimme war belegt und die in ihrem Bauch wie die Flammen eines in die Nacht züngelnden Feuers brennende Leidenschaft ergriff sie vom Kopf bis in ihre Zehen. Elenas Beine schlangen sich unter Wasser geschmeidig um Florians Hüfte und sie zog seinen durchtrainierten Körper ganz eng an ihren heran und ihre Finger krallten sich sanft in seine nassen Haare. Die Lust auf die herannahende Extase trieb ihre Zunge weit in Florians Mundhöhle hinein. Sekunden später stieß Elena sie ihm so tief in seinen Rachen hinein, als wolle sie ihn beim Küssen damit in seinen Hals ficken.
Florian stöhnte leise auf und genoss das Gefühl Elenas weicher Haut an seiner Brust. Seine Hände wanderten von ihren Schultern hinab, strichen über die nassen Kurven ihres Rückens und hielten Elena dann an ihren Hüften fest. Sanft hob er sie darauf ein Stück so an, dass ihre beiden Körper fast schwerelos im Wasser schwebten. Seine Daumen strichen zärtlich über die Konturen von Elenas Tattoos. Als er spürte, wie wohlig und lustvoll der Frauenkörper, den er umschmeichelte, unter seinen Berührungen erzitterte, schlich sich ein Lächeln in sein Gesicht.
„Ich habe noch nie … noch nie so etwas Zartes gefühlt“, gestand er mit rauer Stimme, als er den Kuss kurz unterbrach, um Elena weiter halsabwärts weiterzuküssen. Seine Lippen folgten der Spur des warmen Wassers auf ihrer Haut. Sie kosteten jede Stelle aus. „Es ist, als würde mein ganzer Körper brennen.“
Elena legte den Kopf in den Nacken und genoss seine behutsame, aber unermüdliche Zärtlichkeit, die sie an schönen Sex mit einer Frau erinnerte. „Genau so, Florian …“, flüsterte sie, atmete schwer, griff nach seinen Handgelenken. Unter Wasser öffneten sich Elenas Schenkel wie in Zeitlupe und sie legte ihm die Piercings, die an ihren Schamlippen in der warmen Sole schwebten, in seine nach oben gerichteten Handflächen. „Ist das so schön“, stöhnte sie leise … „Nur wir beide und ich will spüren, wie sehr unsere Leiber sich begehren.“
Mit einer fließenden Bewegung drehte sie ihn im Wasser um und drängte ihn sanft so weit rückwärts, bis sein breiter Rücken gegen die glatte Wand des Infinity-Pools stieß. Elena liebte es, die Initiative zu ergreifen, und ihre Hände glitten über seine muskulöse Brust weiter hinab, wo sie auf dem Weg die harten Konturen seiner Bauchmuskeln passierten. Elena nahm seine Rippen als ihr inzwischen wohlbekannte Fixpunkte wahr, an denen sie sich prima auf Florians Körper orientieren konnte, und spürte die enorme Hitze sowie die zunehmende Erregung, die von Minute zu Minute stärker nach ihr verlangten.
„Du bist so perfekt …“, raunte sie an seiner Wange und zog mit ihrer Zunge einen Pfad durch feine Wassertröpfchen bis zu Florians Ohrläppchen. Sanft knabberte sie ihn an und zog mit ihren Zähnen daran, während ihre Hand unter Wasser noch intimeren Kontakt suchte. „Ich brauche keine Augen, um zu sehen, wie sexy du gerade aussiehst … und ich wünsche mir für dich, dass du mich jetzt so sehen kannst wie ich dich … Ist es nicht mega schön, so zu fühlen?“
Florian hielt den Atem an. Ein heftiger Schauer der Lust schoss ihm durch das Rückgrat. Seine Hände unter ihren Oberschenkeln hielten sie fest und führten sie sanft, während ihre Körper im Rhythmus des warmen Wassers miteinander verschmolzen. Florians anfängliche Verlegenheit war vollständig einer instinktiven, leidenschaftlichen Hingabe gewichen. Er wollte sie verwöhnen. Er wollte Elena alles von sich geben und von ihr bekommen, wozu sie bereit war. Wie zärtlich und intensiv Sex abseits seiner gewohnten Pfade sein konnte, öffnete ihm die Augen für das, was er mit der atemberaubenden Blinden, die er in sein Herz geschlossen hatte, gerade erlebte. Die verlassene Klavierbauer-Villa stand als stummer Zeuge im Hintergrund, während das türkisfarbene Leuchten des Pools ihre nassen, ineinander verschlungenen Körper in ein magisches Licht tauchte. Sie gaben sich ganz dem prickelnden Abenteuer dieser Nacht hin. Es war der Beginn von etwas völlig Neuem für sie beide.
Ich bin sprachlos! So wunderbar und prickelnd geschrieben. Danke für diese wunderschöne Fortsetzung. 🫶😘
Liebe Lisa, sensationell geschrieben, ein packendes Liebesspiel zweier wunderbarer Menschen. Ich freue mich auf mehr……GLG Thomas