Plötzlich Swinger – Kapitel 7-15 (von 19)

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9.

Im Zelt begrüßt mich der Geruch unserer alternden Doppelluftmatratze. Er ist nicht penetrant, und doch erinnert er mich stets an alte Schlauchboote und Jugendlager im Wald in meinen Teenagerjahren. Ich mag dieses Aroma – aber noch viel mehr liebe ich, was sich vor mir abspielt.
Lisa kriecht auf allen vieren vor mir ans hintere Ende des Zeltes. Schnell aktiviere ich ein Nachtlicht, das sofort einen gedämpften, gelben Schein verbreitet. Ich folge meiner Flamme, den Blick gierig auf ihren Arsch geheftet, der sich mir unzensiert präsentiert. Ich sehe ihre Schamlippen, glänzend feucht, so wie der Rest des seewassernassen Körpers. Als ich ihren Anus mit den hellen Hautfältchen erkenne, beginne ich beinahe zu sabbern.
Die Schlafsäcke rascheln unter meinen Händen und ich fege sie zielstrebig beiseite. Lisa lässt sich nieder und kommt auf dem Rücken zum Liegen. Ich krabble über sie und stütze mich einhändig ab. Unsere Münder finden erneut zueinander und wir küssen uns schmatzend.

Mit der freien Hand fasse ich ihr zuerst an die Wange und streichel sie sanft, gleite dann tiefer und suche ihre Brust. Ich knete das weiche Gewebe und bemerke, dass es ihr gefällt. Sie stöhnt sanft.
Unsere Becken berühren sich. Mein Penis legt sich auf ihre Lippen und den Venushügel. Es wäre so leicht, denke ich. Einfach eindringen und losgeht’s. Aber ich bremse mich und will nicht, dass das, was an diesem magischen Ort passiert, zu einer kurzen Nummer verkommt. Ich will jede Sekunde genießen und hoffe, dass auch sie sich Zeit nehmen kann.
Ihre Hände erforschen gierig meinen Rücken. Sie kratzt leicht mit den Fingernägeln über meine Haut, was mir unendlich gut gefällt. Mein Schwanz zuckt begierig, aber ich halte ihn zurück. Erkunde sie stattdessen weiter. Fahre mit der Hand ihre Taille entlang bis hin zum Po, den ich seitlich erwische. Ich packe zu, ertaste stöhnend das weiche Sitzfleisch der Sexgöttin. Lisa quittiert mein Vorgehen spielerisch und beißt in meine Unterlippe. Es schmerzt nicht und ich spüre, wie mir ihre Art zu lieben außerordentlich gut gefällt.
Motiviert lasse ich den Po los, gleite abermals tiefer und packe ihren Oberschenkel. Ich ziehe diesen zu uns, sodass sich ihr Bein anwinkelt und aufstellt. Dabei verstärke ich den Druck meines Unterleibs auf ihren. Lisa ächzt vor Verlangen und greift mit beiden Händen meine Pobacken. Auch diese bekommen die Kraft ihrer Nägel zu spüren. In diesem Moment ist sie mehr Raubtier als Mensch.
»Leck mich«, haucht sie. Sie lässt meinen Po los und drückt meinen Kopf bestimmend von ihrem Gesicht weg. Ich, der nur zu gern bereit ist, ihr diesen Wunsch zu erfüllen, gleite an ihr herab. Mein Penis bekommt Luft zum Atmen und ich bemerke, wie einiges von Lisas Nässe an ihm haftet.
Ich decke ihren Unterleib mit Küssen ein. Schmecke noch immer den See auf ihrer zarten Haut. Zögere den Moment des ersten Zungenschlages bewusst hinaus. Nicht, weil ich sie ärgern will. Irgendwie spüre ich, dass es der Sache dienlich ist, die Lust aufs Maximum aufzuladen. Und sie beschwert sich nicht. Wartet geduldig, während ich die Innenseite ihrer Schenkel abküsse, dann direkt oberhalb der Schamlippen ansetze. Mein Mund gibt ein leises Schmatzen von sich. Als ein intensiver Kuss schlussendlich ihre Klitoris trifft, entfährt ihr ein gedehntes »Aaahhh«.
Und dann lecke ich sie. Erst zaghaft und mit wenig Druck. Dann steigere ich mein Tempo. Lasse die Spitze abwechselnd zwischen die Lippen und Klitoris fahren. Schmecke die Frau, der ich seit Jahren heimlich verfallen bin. Genieße den Hauch von Salz, den ich wahrnehme.
Lisa bäumt sich auf, greift mit einer Hand meinen Hinterkopf und vergräbt ihre Nägel in der Kopfhaut. Ich genieße ihr Verhalten und verbinde es mit absoluter Ekstase. Meine Zunge dringt tiefer und beginnt, ihren Kanal zu erforschen. Mir kommt ein Gedanke und ich beschließe, wie schon im See, die Finger zur Hilfe zu nehmen.
Ich lege Zeige- und Mittelfinger zusammen. Befeuchte diese mit der Zunge, setze an – und führe sie ein. Lisa stöhnt auf, dieses Mal laut und ungehemmt. Brodelnde Hitze begrüßt mich. Ich verfalle in forsche, von Lust getriebene Stoßbewegungen. Drücke zusätzlich in Richtung Bauch und hoffe, ihren intensivsten Punkt zu treffen. Da meine Liebhaberin stetig lauter wird, scheint mir dies gut zu gelingen.
Meine freie Hand findet meinen Schwanz. Ich beginne, ihn gemächlich zu wichsen, denn ich sehne mich nach dem Gefühl von Reibung. Und da jede Frau über einen sechsten Sinn verfügt, bemerkt sie meine Gier, packt mich am Kinn und zieht mich hoch.
Die Haut rund um meinen Mund ist feucht und ich spüre dort, wo Lisa an mir haftet, eine angenehme Kühle. Ich lecke mir gierig über die Lippen, als versuche ich, auch ja nichts von ihrem Saft zu vergeuden.
»Jetzt«, haucht sie und lässt sich entspannt in die Matratze sinken. »Ich will dich spüren.«
Sie liegt auf Lenas Kopfkissen, was mir im ersten Moment ein wenig makaber vorkommt – doch ich schiebe den Gedanken beiseite. In diesem Augenblick zählt nur das, was zwischen ihren Beinen auf mich wartet. Ich krabbel über sie. Führe mit einer Hand mein Ding an ihre Schamlippen. Lasse die Eichel zielstrebig zwischen diese gleiten. Dringe tiefer und spüre das Feuer, das mich empfängt.
Lisa stöhnt tief und mit geschlossenen Augen, ihre Nippel hart wie Stein. Ich erhöhe den Druck und endlich bin ich drin. In mir explodiert ein Feuerwerk. Ich bin aufgeregt, stolz und unglaublich geil zugleich. Die Enge, die mich umgibt, ist mit Worten kaum zu erklären.
Ich verfalle in vorsichtige Stoßbewegungen, die ich gemächlich verstärke. Und dann ficke ich sie.

10.

Ich will, dass du es Lisa so richtig besorgst!
Die Worte meiner Frau spuken mir im Kopf herum und stacheln mich an. Die Luftmatratze ist glatt, und es fällt mir schwer, mit den Füßen Halt zu finden. Als ich es endlich schaffe, kann ich meine Bewegungen intensivieren.
Ich ficke nicht schnell, ich rammel nicht. Ich stoße zu. Mit Kraft und Feingefühl. Genau so, wie ich es mag und wie auch Lisa es scheinbar als gut empfindet. Ihr Stöhnen schwillt an und erinnert an eine Feuersbrunst, die übers Land zieht und nichts als Asche hinterlässt. Ein Gewitter ist nichts dagegen.
»Fuck!«, höre ich sie. Ich glaube zunächst, dass ich irgendetwas falsch mache, doch diesen Gedanken raubt sie mir schnell. »Ich komme gleich. Ich will aber noch nicht …«
Mit diesen Worten stößt Lisa mich weg. Ich rutsche aus ihr hinaus. Für den Bruchteil einer Sekunde fühle ich mich gekränkt. Sie dreht sich um und kommt auf die Knie. Ich kapiere, dass sie mit einem Stellungswechsel den drohenden Orgasmus hinauszögern will, und präsentiert mir ihren hammergeilen Arsch. Ohne Umstände beginne ich damit, ihn mit rasendem Herzen zu verschlingen. Meine Zunge wühlt sich durch ihre Poritze. Spielt mit ihrem Anus und der empfindlichen Haut darunter. Meine Sexpartnerin quiekt und zuckt, als würde ich sonst etwas mit ihr tun. Dann positioniere ich mich direkt hinter ihr und kehre mit dem Penis an seine alte Wirkungsstätte zurück.
Ich ficke sie Doggystyle und komme dabei auf Hochtouren. Diese Stellung, so simpel sie auch ist, ist mir schon immer die liebste. Ich greife sie am Übergang von der Taille zur Hüfte. Nun unterliegt sie vollkommen meiner Kontrolle. Ich stoße triebgesteuert zu. Als sie ihre Haltung verändert und sich auf die Unterarme stützt, biegt sich ihr Rücken in Richtung Matratze durch. Ich spüre augenblicklich, wie sich ihre Grotte verengt. Es fühlt sich an, als würde eine kräftige Hand meinen Penis würgen. Und dieser mag das sehr; in mir wächst das Feuer.
Stoß um Stoß ramme ich meine Freude in Lisa. Meine Hoden klatschen an ihre Schenkel und hinterlassen ein gut hörbares Geräusch. Für einen Moment frage ich mich, ob Lena uns hört – und wenn ja, was sie dabei empfindet. Doch meine Gedanken gehen in Lisas lautem Stöhnen unter und ich konzentriere mich wieder auf den Anblick, der sich mir bietet.
Ich könnte vor Freude explodieren. Ihr Arsch ist so unendlich geil. Seine Weichheit, die perfekte, knackige Form, die auseinandergezogenen Backen, mein Penis in ihrer Muschi, ihr blanker, glänzender Anus darüber. Auch in meiner Körpermitte deutet sich die erste Spur eines Orgasmus an. Ich verlangsame das Tempo. Konzentriere mich stattdessen auf die ideale Tiefe und einen Takt, der den Funken nicht direkt explodieren lässt.
Ich genieße jede Sekunde. Koste die Zeit mit Lisa voll aus. Mache sie mir zu eigen. Gebe ihr das, was sie braucht. Was ich brauche. Schlag um Schlag, tiefer und fester. Plötzlich entzieht sie mir ihr Gesäß. Zum zweiten Mal rutscht mein Ding heraus. Sie lässt sich auf dem Rücken nieder. Öffnet die Beine. Sieht mich erwartungsvoll an. Ich verstehe, dass sie bereit ist für ihr Finale, und ich gebe es ihr. Bin schnell in ihr versunken. Lasse das Becken tanzen. Ihr Stöhnen wird lauter. Sie krallt sich in meinen Rücken. So sehr, dass es schmerzt. Ich werde auf jeden Fall Striemen zurückbehalten. Doch das interessiert mich jetzt nicht. Stattdessen gebe ich es ihr. Und zwar so richtig.
Ihr Körper spannt sich an. Ihre Oberschenkel pressen sich fest gegen meine Hüften. Ihre Atmung beginnt zu rasen, dann bäumt sie sich auf und schreit.
Ihr Orgasmus zerreißt die nächtliche Waldruhe. Jeder, wirklich jeder im direkten Umfeld, und wer weiß, vielleicht auch darüber hinaus, wird sie gehört haben. Alles andere wäre absurd. Und ich freue mich darüber, dass ich es war, der diesen Schrei verursacht hat.
Ich verlangsame meine Stoßbewegungen, stoppe aber nicht. Gönne ihr das Nachbeben ihres Orgasmus in voller Länge. Als ihr Körper sich entspannt und der Druck um meine Hüften abnimmt, entschließe ich, dass nun mein Moment gekommen ist.
Ich werde wieder schneller und dieses Mal ist der Takt nur auf meine Bedürfnisse ausgerichtet. Egoistisch und direkt – aber das darf ich. Denn mein Job ist getan. Lisa liegt befriedigt vor mir. Ein schlechtes Gewissen brauche ich nicht zu haben.
Ich ficke sie hart. So hart, wie es mir die absolute, durch pure Erotik am und im See aufgeladene Geilheit befiehlt. Mein Funke wächst. Wird zu einem Flächenbrand. Verschlingt alles in mir. Und dann komme ich. Laut und animalisch. Schwall um Schwall ergieße ich mich in Lisa, die sich mit geschlossenen Augen an mich klammert. Ich stöhne, während mein Spermarausch scheinbar nicht abbrechen will. Als dann doch das Ende in Sicht kommt und meine Stoßbewegungen langsamer werden, bricht eine tiefe Entspannung über mich herein.
Ich komme zur Ruhe. Spüre mein rasendes Herz und das harte Pochen in Lisas Brust, als ich mich auf ihr ablege. Sie atmet laut, fährt mir mit den Fingern durch die nassen Haare.
Wir bleiben noch ein paar Minuten so liegen. Genießen die Ruhe, die nur durch ein Rascheln unterbrochen wird, das aus dem Nachbarzelt zu uns dringt.
Tim fickt dort gerade meine Frau. Der Gedanke daran ist nur schwer zu ertragen – aber ich fühle mich trotzdem gut. Am Ende ist es nur fair. Das weiß ich genau. Und während mein Puls sich beruhigt, versuche ich, diese Nebengeräusche auszublenden.
Ich ziehe meinen Schwanz aus Lisas Muschi. Sperma folgt diesem und fließt auf die Matratze. Legt sich über den Zipfel eines der Schlafsäcke, der unter ihrem Hintern hervorlugt. Wir drehen uns beide auf die Seite, sodass wir uns in die Augen sehen können.
Aus dem Zelt nebenan dringen klatschende Laute, die mich sehr an das erinnern, was ich zuvor mit Lisa getan habe. Im Gegensatz zu ihr ist meine Frau leise, genau wie Tim. Ich höre nur ein gedämpftes Stöhnen und bin froh darüber, dass es nicht lauter ist.
Meine Sexpartnerin drückt mir einen Kuss auf die Stirn. Dann robbt sie dichter an mich, sodass sich unsere Körper berühren. Ich taste umher, finde einen der offenen Schlafsäcke und ziehe ihn über uns. Es war gut so, denn in diesem Moment packt mich eine unsichtbare Hand und zieht mich tief in den Boden, hinein in einen Traum von Wald und Sommer.

11.

Als ich aufwache, ist es bereits hell. Ich höre ein leichtes Rauschen, wahrscheinlich vom Wind, und ein leises Plätschern, das aus Richtung See kommt. Auf der Außenseite des Zeltes krabbelt ein fetter Käfer hinauf zur Spitze. Ich sehe ihn als münzgroßen, schwarzen Punkt, der sich deutlich auf dem hellen Stoff abzeichnet.
Ich liege auf der Seite und fühle mich unglaublich ausgeruht. Ich reibe die Augen, um den Schlaf gänzlich aus ihnen zu entfernen, und gähne herzhaft. Glücklich erinnere ich mich an meinen Traum. Er ist voll von sommerlichen Gefühlen, erotischen Erlebnissen und heißer Action. Plötzlich regt sich jemand hinter mir und ich erschrecke mich – aber nur kurz. Ich drehe mich um und erwarte, das vertraute Gesicht meiner Frau zu entdecken, doch stattdessen sehe ich Lisa.
Schlagartig fluten klare Erinnerungen meinen Kopf und ich verstehe, dass es sich bei den Träumen nicht um solche gehandelt hat. Ich habe tatsächlich ein verboten heißes Sexerlebnis mit der besten Freundin Lenas erlebt. Nichts davon hat sich mein Unterbewusstsein im Schlaf zusammengedichtet. Alles ist passiert. Ein seltsames Gefühl breitet sich in mir aus und ich identifiziere es als eine Mischung aus Stolz und absoluter Glückseligkeit. Dieses Gefühlskombi verstärkt sich weiter, als ich die Schönheit neben mir mustere. Jetzt, wo ich vollkommen nüchtern und klar im Kopf bin – von einem leichten Kater einmal abgesehen – kann ich ihren Anblick viel mehr genießen.
Lisa liegt auf dem Rücken. Der Schlafsack, den wir uns geteilt haben, bedeckt nicht viel von ihrem Körper. Lediglich ein Teil ihres Bauches sowie ein Bein sind verhüllt. Der Rest ruht frei.
Ich betrachte in aller Ruhe ihre perfekten Brüste, deren Nippel im Vergleich zu gestern nicht mehr senkrecht stehen, sondern in zarterer Form den Gesamteindruck abrunden. Ich bemerke ein Kribbeln zwischen meinen Beinen und verschwende keine Kraft darauf, die wachsende Latte zu verstecken.
Schlagartig wird mir etwas bewusst und das Wachstum hört abrupt auf.
Wenn Lisa hier ist, ist Lena noch bei Tim.
Pochende Eifersucht ergreift von mir Besitz, und obwohl ich weiß, dass sie nichts Unrechtes tut – denn es ist alles abgesprochen – zerfrisst mich dieses Gefühl. Ich schlucke nervös und horche. Versuche, etwas aus der Richtung des Nachbarzeltes zu hören. Irgendein Stöhnen, ein Rascheln, das Klatschen von nackter Haut – irgendetwas. Aber ich höre nichts dergleichen. Noch nicht einmal ein Schnarchen. Es scheint fast so, als wären die beiden verschwunden.
Ich will mich gerade aufrichten, um das Zelt zu verlassen und nachzusehen, als Lisa sich bewegt. Sie dreht sich auf die Seite und präsentiert mir ihren wunderschönen und makellosen Rücken. Der Schlafsack verdeckt lediglich ihren Po, der Rest liegt frei.
Ich beiße mir auf die Unterlippe. Wechsle im Sekundentakt zwischen Erregung und Eifersucht hin und her. Versuche, mir klarzumachen, dass – egal, was diese Nacht mit sich gebracht hat – Lena und ich uns noch immer lieben. Dass wir nur Sex hatten. Ja, mit fremden Partnern. Aber es ging nur um die Sache. Nicht um das Emotionale dahinter.
Um diese Gedanken zu verifizieren, horche ich in meinen Kopf hinein. Versuche, meine Gefühle Lisa betreffend, zu ordnen. Ich komme schnell zu dem Schluss, dass ich ihr gegenüber nur Freundschaft und körperliches Interesse empfinde. Ich bin nicht verliebt in sie. Habe sie gerne um mich – aber das war es dann. Sollte Lena so über Tim denken, gibt es kein Problem.
Meine Verlustängste schwinden. Zwar nicht ganz, aber deutlich genug, um sich voll auf das zu konzentrieren, was in diesem Zelt stattfindet. Mit ruhigerem Puls setze ich mein Spannen fort.
Wenn doch dieser olle Schlafsack nicht wäre, denke ich, und mustere verstohlen Lisas Gesicht, das ich allerdings nur halb sehen kann. Ich lecke mir ungewollt über die Lippen. Wie ein hungriger Wolf, der sein Fleisch fest im Blick hat. Dann strecke ich meinen Arm aus und greife einen Zipfel des Sackes.
Als ich mir sicher bin, dass Lisa noch schläft, ziehe ich langsam. Der glatte Stoff gleitet mühelos über ihre Haut und kaum habe ich damit begonnen, fällt er schon hinunter. Bäm! Nackt! Und zwar vollkommen!
Mein Herz flattert und mein Ständer ist bei einhundert Prozent. Ich könnte sabbern. Der Anblick ist so derart heiß und schön, dass meine Gedanken rasen. Ich wünsche mir eine Wiederholung der letzten Nacht. Noch einmal Sex mit diesem Engel. Nur noch dieses eine Mal. Was wäre das für ein Fest. Stattdessen starre ich. Spiele den Voyeur. Und irgendwie ist das auch ganz schön.
Ich fahre mit der Hand an meinen Penis. Als ich ihn berühre, kribbelt er erregt und ich schließe die Hand um den Schaft. Ich beginne, ihn langsam zu wichsen. Leider muss ich feststellen, dass dabei Geräusche entstehen, die ich mir nicht erlauben kann. Wenn Lisa nun aufwacht, wäre der Moment dahin. Also drossle ich die Bewegung. Lasse meine Hand nur ganz gemach, dafür aber mit mehr Druck ihre Arbeit verrichten.
Meine Sexgöttin wird unruhig. Man sagt, dass Menschen, die im Schlaf beobachtet werden, dazu neigen, von den Blicken aufzuwachen. Sollte dieses Phänomen existieren, kann ich mich darauf gefasst machen, dass gleich alles vorbei ist.
Tatsächlich dreht sich Lisa auf den Bauch, den Kopf von mir abgewandt. Ich schlucke. Noch schläft sie, doch das sanfte Zucken ihres Beines verrät mir, dass es sich nur um Minuten handeln kann.
Plötzlich keimt in mir ein seltsamer Mut auf. Mit dem Wissen, dass es schon irgendwie okay ist, etwas zu riskieren, robbe ich dichter an sie heran und richte mich auf. Ich rieche ihren dezenten Duft nach irgendeinem Frauenshampoo und Seewasser. Dann komme ich auf die Knie und beuge mich über sie. Ich halte den Atem an und warte einen Moment. Sie schläft.
Ich strecke eine Hand aus. Kurz, bevor ich Lisa berühre, halte ich inne. Überlege, ob mein Mut überzogen ist, ob ich eine Grenze überschreite. Meine Gedanken kreisen. Ich will sie anfassen. Wenigstens noch einmal. Und sollte sie davon aufwachen, sollte es ihr nicht gefallen, wird sie mir schon nicht den Kopf abreißen. Denn das, was Stunden zuvor passiert ist, ist eine ganze Nummer härter gewesen. Von daher …
Ich lege meine Hand auf ihren Rücken. Sanft und vorsichtig. Lisa zuckt, als würde von meinen Fingern ein leichter Strom ausgehen. Aber das war es dann auch schon. Sie bleibt ruhig. Keine weitere Reaktion. Also beginne ich, sie zu streicheln. Fahre hoch zu den Schultern, gleite dann hinab bis kurz über den Po. Und wieder von vorn. Irgendwann werde ich mutiger. Berühre den Ansatz ihres Hinterns. Bei der nächsten Runde gehe ich noch weiter. Spüre ihr weiches Gewebe, die delikaten Wölbungen. Schließlich traue ich mich, den ganzen Arsch in das Streicheln einzubinden.
Mein Gesicht ist vor Gier verzerrt. Ich schaffe es kaum, vernünftig zu atmen. Mein Schwanz ist so hart, dass es beinahe wehtut. Ich verfalle in den Automatikmodus. Aus dem Rückenstreicheln ist eine Po-Massage geworden. Ich drücke erst zaghaft, dann fordernd zu. Werde gieriger. Nehme die zweite Hand dazu. Ziehe die Backen auseinander, sodass ich ihr Poloch sehen kann, das so hell ist, als hätte Lisa es sich gebleacht.
»Gefalle ich dir?«, erschrickt mich ihre Stimme. Ich ziehe sofort meine Hände zurück. Sie dreht den Kopf zu mir und starrt mich an. Auf ihren Lippen liegt ein feuriges Grinsen. Ich suche in ihrem Gesicht nach Anzeichen von Wut, kann diese aber nicht finden.
»Sorry«, murmele ich. »Es ist über mich gekommen.«
Sie lacht verhalten. Ich mache Anstalten, mich ein Stück von ihr zurückzuziehen.
»Willst du schon aufhören?«, haucht sie. In ihrer Stimme liegt etwas Verruchtes, das mich aufhorchen lässt. »Aufhören? Womit?«
»Mit der Massage«, antwortet sie und ich ärgere mich über meine verbale Tollpatschigkeit. »Es tut so gut.«
Ihr Blick fällt auf meinen Penis. Sie grinst. »Und nicht nur mir, wie es scheint.«
Ich lächle verlegen. Für einen Moment verharre ich reglos. Ich möchte meine Scham verdecken, bringe es aber nicht fertig. Dann flammt abermals der Mut in mir auf und ich beuge mich wieder über sie. Setze die Massage fort. Bedenke dabei nicht nur den Po, sondern alles, was ich in die Finger bekomme. Sie stöhnt zufrieden und schließt die Augen. Ich knete den Nacken, die Schultern und alles, was zwischen diesem und dem Po liegt. Dann ihre Oberschenkel. Die Waden. Und schließlich wieder den Hintern. Ich weiß nicht, wie lange es dauert. Ich schätze, dass ich sie seit gut zehn oder fünfzehn Minuten verwöhne. Und es macht mir Spaß. Nicht aus dem Grund, weil massieren mein Hobby ist. Nein. Es liegt an der Freude, legal und unbekümmert einen relativ unbekannten Körper kennenlernen zu dürfen.
»Du machst das gut«, schwärmt Lisa. Sie klingt wie ein schnurrendes Raubtier, wie jemand, der sich seiner erotischen Wirkung sicher ist. Wie, um das zu bestätigen, wackelt sie verspielt mit dem Po und ich verstehe, was das bedeutet.
Ich greife zu. Etwas kräftiger als zuvor. Massiere die Backen, als wären sie mein Eigentum. Ziehe sie auseinander, presse sie zusammen. Betrachte gierig die Schamlippen und den Anus. Komme mit dem Gesicht dichter an den Ort des Geschehens. Ganz automatisch, ohne dass ich es bewusst steuere. Ich fahre die Zunge aus. Berühre Haut. Ziehe heiße Linien über dem Körper, auf dem sich Gänsehaut ausbreitet, deren feine Hügelchen ich unter meiner Zunge deutlich spüre. Nähere mich der Poritze, versinke in ihr. Gleite zur Hinterpforte. Lisas Schließmuskel zuckt, als ich ihn treffe. Aber sie gibt mir zu verstehen, dass sie mehr will. Wackelt wieder mit dem Hintern.
Meine Zunge fasst Mut. Leckt kräftiger. Umspielt den Ring mit ungeahnter Leidenschaft. Er glänzt vor Nässe. Wird heiß. Aus Übermut beiße ich in eine der Pobacken. Lisa quiekt. Wie vom Blitz getroffen rollt sie sich auf den Rücken. Für einen Moment befürchte ich, zu weit gegangen zu sein. Doch dann fällt mein Blick auf ihr Gesicht, das vor Lust verzerrt ist. Ich schlucke. Dann richtet sie sich auf, schubst mich. Ich falle auf den Rücken. Kaum frage ich mich, was sie vorhat, ist sie schon mit der Muschi über mir. Lässt sich nach vorn in Richtung meiner Füße kippen. Verschlingt meinen Schwanz. Ich dagegen versenke meine Zunge zwischen den Schamlippen und lecke sie, als hätte der Teufel von mir Besitz ergriffen.

12.

Es ist einfach nur krass! Anders kann ich die Situation, in der ich stecke, nicht beschreiben. Okay, zugegeben, mein Blut wird derzeit woanders gebraucht. Das Denken fällt mir schwer. Und dennoch: Ich habe Sex. Wieder mit meiner Flamme, wieder mit Lisa. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Stunden. Hätte mir am gestrigen Morgen jemand erzählt, was im Tagesverlauf mit mir und meiner Sexualität geschehen würde, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Und doch liege ich hier. Mit einer der schönsten Frauen des Planeten über mir. Mit meinem Schwanz in ihrem Mund und meiner Zunge in ihrer Spalte.
Ich schüttle innerlich den Kopf und versuche, den Moment zu genießen und weniger zu denken. Bald wird das, was in diesem Zelt passiert, nur noch eine vage Sommererinnerung sein. Meine Mission ist es, so viele Eindrücke wie möglich abzuspeichern und mitzunehmen. Und ja, ich will dabei ein guter Liebhaber sein. Will es Lisa so richtig besorgen. Also tue ich das, was ich schon immer gut konnte: Ich lecke. Lasse meine Zunge durch ihre Ritze schmatzen. Verwöhne den Kitzler, mache ihn zu meinem Spielball, während ich in den kurzen Atempausen, die ich mir genehmige, vor Ekstase stöhne.
Auch Lisa scheint sich etwas vorgenommen zu haben und wechselt gelegentlich zwischen Blasen und Wichsen hin und her. Und egal, was sie macht, es gefällt mir ausgesprochen gut. Sie trifft meine Punkte in Perfektion. Weiß genau, wie fest sie meinen Penis mit der Hand packen muss. Wie kraftvoll sie ihre Lippen um den Schaft zu legen hat. Sie ist eine Expertin, und ich vermute, dass ihr Leben als Swingerin ihr einen enormen Erfahrungsschatz beschert hat.
Ich schmecke Lisas Nässe, die stetig mehr wird. Genieße die schmatzenden Geräusche, die mein Lecken verursacht, und das Stöhnen, das sie ausstößt. Sie beginnt, ihr Becken leicht vor und zurückzubewegen, als würde sie sich vom Takt meiner Zunge mitreißen lassen. Übt Druck aus, presst ihre Schamlippen fester auf meinen Mund. Sie ist dabei so kräftig, dass ich sie mit den Händen am Po packen und abschirmen muss.
Mit einer unerwartet energischen Bewegung steigt sie von mir herunter. Wendet sich meinem Gesicht zu, kommt näher – und küsst mich. Ihr Mund ist warm und weich. Ich bilde mir ein, mich selbst auf ihrer Zunge zu schmecken. Plötzlich lässt sie ihre Lippen auf eine Art spielen, die mich sehr an Lena erinnert. Schlagartig erscheint ihr Bild vor meinen Augen und ich erhöhe den Abstand zwischen Lisa und mir mit sanftem Druck gegen ihre Brust. Sie weicht zurück, ich setze mich auf.
»Wir können nicht noch einmal«, hauche ich. Es fällt mir schwer, die Stimme des Teufels auf meiner Schulter auszublenden, die mich dazu drängt, Lisa hart zu ficken. Sie legt verwundert die Stirn in Falten.
»Gefällt es dir nicht?«
»Oh Gott, doch! Und wie!«, versichere ich ihr und meine es ernst. »Aber ich … Lena …«
Plötzlich lacht Lisa auf und sieht mich ungläubig an. »Hast du ein schlechtes Gewissen?«
Ich nicke vorsichtig, während ich mir einbilde, dass mein Penis mich wütend und enttäuscht anschreit.
»Das heute Nacht war doch eine Ausnahme, oder nicht? Ich glaube nicht, dass es Lena gefallen würde, wenn …«
»Wir noch einmal miteinander schlafen?«
»Hm.«
Wieder lacht sie und wirkt, als würde sie in meinem Gesicht nach einem Scherz suchen, als erwarte sie, dass ich den Spaß jeden Moment auflösen und das Liebesspiel fortsetzen würde.
»Du hast es also nicht mitbekommen?«
Ich sehe sie misstrauisch an. »Was soll ich mitbekommen haben?«
Sie zieht eine Augenbraue hoch. »Du verarscht mich doch, oder?«
Ich schüttele vorsichtig den Kopf. Was meint sie damit?
»Also, ich weiß ja nicht, wie ich es dir sagen soll. Aber ich glaube, dass Lena und du unterschiedliche Auffassungen davon habt, was hier passiert.«
»Ich verstehe nicht.«
Lisa zögert, als müsse sie zunächst abwägen, was sie als Nächstes sagen wird.
»Also, ich habe einen ziemlich leichten Schlaf«, beginnt sie zu erklären. »Ich wache schnell auf. Erst recht, wenn, wie in unserem Fall, mein Ohropax im Nachbarzelt liegt.«
»Und?«
»Long Story Short: Ich bin heute Nacht oft aufgewacht – weil ich von ganz bestimmten Geräuschen geweckt wurde.«
Ich brauche eine Sekunde, um zu kapieren, was sie mir zu erzählen versucht. »Du … du meinst?«
»Jepp! Lena und Tim hatten mehr als nur einmal Spaß miteinander. Ich habe es drei oder vier Mal gehört. Rhythmisches Rascheln. Lustvolles Stöhnen.«
»Nicht dein Ernst!«
»Hm, doch! Und das passt zu meinem Mann. Wenn der Beute gemacht hat, gibt es meistens mehr als nur eine Runde.«
In ihrem Blick liegt Mitleid, denn ich sehe sie gequält an. Ich weiß zunächst nicht, was ich sagen soll. »Lena und ich haben da wohl … etwas aneinander vorbeigeredet.«
Lisa nickt mitfühlend. Dann lächelt sie. »Aber ist es denn schlimm? Verstößt sie gegen irgendeine Regel? Oder macht es überhaupt etwas aus, wie oft es passiert? Immerhin habt ihr euch das Vertrauen ausgesprochen und ein Okay erteilt. Oder nicht? Ist das an irgendwelche Obergrenzen gebunden?«
»Keine Ahnung«, gebe ich zu. »Wahrscheinlich nicht. Zumindest haben wir es nicht besprochen.«
»Also«, fasst Lisa das Gesagte zusammen. »Hat sie nichts Verbotenes gemacht. Und du auch nicht. Nichts spricht dagegen, dass wir uns noch ein weiteres Mal vergnügen.«
Ich denke darüber nach und fühle die Eifersucht in mir, die allerdings deutlich schwächer ist als noch vor ein paar Minuten.
»Vielleicht träume ich das auch alles nur«, sage ich schließlich. Lisa grinst. Leckt sich über die Lippen. Schiebt ihre flache Hand an meinem Oberschenkel entlang und berührt mein Glied, das ertappt zusammenzuckt.
»Womöglich solltest du lernen, deine Träume zu genießen.«
Ihre Stimme ist kaum mehr als ein Hauch. Ich zögere zunächst, doch dann gewinnt die Gier in mir. Die Zweifel an dem, was ich tue, sind zumindest fürs Erste verflogen. Lena hat es auch ein zweites Mal getan. Und sogar noch weitere Male. Auch, wenn mir das einen Stich versetzt, bedeutet dies, dass ich mich gleichermaßen ausleben darf. Ausleben muss. Wieder spüre ich die Gewissheit, dass meine Frau und ich uns lieben – auch dann, wenn wir wieder nach Hause zurückgekehrt sind. Und bis dahin ist alles möglich. Also nicke ich und erwidere Lisas Grinsen.
»Sehr schön«, flüstert sie. Dann schubst sie mich. Von der spielerischen Wucht überrascht, kippe ich wehrlos nach hinten. Liege wieder auf der Luftmatratze, mit dem Kopf auf Lenas Lieblingskissen. Lisa steigt über mich, hebt dabei ihr Bein und gewährt mir einen unzensierten Blick auf ihr Liebeszentrum, das feucht und rötlich glänzt und zu allem bereit zu sein scheint.
Sie senkt ihr Becken. Greift dabei meinen Penis, richtet ihn auf und führt ihn an die Schamlippen. Meine Eichel zentriert sich. Das ist der Moment, in dem Lisa sich auf mich setzt. Ich gleite in sie. Werde von einer Hitze begrüßt, die ich schon am Vorabend mehr als nur genossen habe. Und dann fängt sie an, mich zu reiten, wie ein Cowgirl aus dem Wilden Westen.

13.

Ich lege den Kopf in den Nacken und genieße den Augenblick. Ich stöhne verhalten, während ich unter mir die Tiefe der Luftmatratze fühle. Zwangsläufig bilde ich mir ein, in einer Hüpfburg Sex zu haben, und muss schmunzeln.
»Was ist so witzig?«, haucht Lisa.
»Ach, nichts.« Ich schüttle den Kopf und besinne mich darauf, meine Gedanken auf das zu lenken, was mit mir gemacht wird. Ich greife ihren Arsch. Kralle mich in das weiche Fleisch und knete ihn besitzergreifend. Ihr scheint das zu gefallen, denn sie fickt mich schneller, richtet sich zu voller Größe auf und lehnt sich nach hinten. Da sie auf dem Luftpolster keinen Halt findet, stützt sie sich auf meinen Schienbeinen ab, jeweils dicht unter den Knien. Sie schließt ihre Augen. Ihr Mund steht offen und ich höre ein sanftes Stöhnen, das ihr im Takt ihrer Bewegungen entweicht. Ihre kleinen Brüste hüpfen auf und ab. Ich greife eine von ihnen und knete sie. Spüre, wie der Nippel hart in meine Innenfläche drückt. Am liebsten würde ich ihn kneifen. Drehen und verspeisen. Doch ich zügele mich. Lenke den Blick hinab.
Voller Erregung beobachte ich, wie mein Glied in sie taucht und wieder hervorkommt. Wie es prall angeschwollen ist und dank Lisas Nässe glänzt, als hätte ich es mit Massageöl eingerieben. Wären wir in einem Cartoon, würde es aufgrund der geilen Reibungshitze in Flammen aufgehen.
»Dreh dich um, ich will deinen Arsch sehen«, bitte ich sie. Sie hat keine Einwände und kommt dem Wunsch direkt nach. Gibt das Glied frei. Dreht ihre Position um hundertachtzig Grad. Setzt sich und nimmt meinen Schwanz wieder in sich auf.
Er gleitet unglaublich leicht in sie hinein. Sie beginnt abermals, mich zu reiten, was mich dazu veranlasst, ihre Backen zu greifen und auseinanderzuziehen. Sabbernd betrachte ich ihr Arschloch, das dabei sportlich auf und ab wandert. Eine Bewegung, die mich zu hypnotisieren droht.
Ich verschränke die Arme hinter dem Kopf. Sauge jedes Gefühl auf, das im Feuerwerk meiner Körpermitte versprüht wird. Ob Traum oder Wirklichkeit – ich weiß es noch immer nicht. Und im Grunde spielt das auch keine Rolle. Was zählt, sind ihre Muschi und mein Schwanz. Nicht mehr und nicht weniger.
Zwischen ihren Beinen und an meinen Hoden wird es glitschiger. Ein leises Schmatzen ertönt und zeugt von der Erregung, die in unseren Körpern regiert.
»Ist das geil«, höre ich Lisa seufzen. Ihre Stimme ist so weich wie Seide, denke ich in diesem Moment und verstehe, warum diese Frau so perfekt ist. Es ist nicht nur ihr Körper, der mich in allen Belangen überzeugt. Es ist die Art, wie sie sich gibt. Wie sie süß und niedlich, aber auch versaut und dominant zugleich sein kann. Rundum ein Traum. Eine Frau, auf die die meisten Männer stehen würden – glaube ich zumindest.
Wir wechseln erneut die Stellung. Dieses Mal geht die Initiative von ihr aus. Sie erhebt sich und lässt sich neben mir auf den Rücken fallen. Ich komme auf die Knie, während sie ihre Beine in den Kniekehlen greift und zu sich zieht. Ihre Oberschenkel pressen sich gegen ihren Bauch. Diese Haltung ermöglicht mir einen unverhüllten Blick auf ihre Öffnungen. Ich sehe, wie sich die Pobacken auseinanderziehen und abermals ihre Hinterpforte freigeben. Ihr Anus zuckt, als ich an sie herankrabble und eine der Backen berühre.
Ihre Schamlippen sind gerötet und absolut nass. Ich lege meine Eichel auf sie, drücke den Schaft herunter und dringe in sie ein. Lisa stößt ein langgezogenes Stöhnen aus, das ehrlicher kaum sein kann. Ich gleite tiefer. Wische ihre Hände beiseite und greife selbst die Kniekehlen. Presse ihre Beine härter an sie und beginne, sie energisch zu ficken.
In dieser Position fühlt sich meine Traumfrau unglaublich eng an. Was ich aber weiß, ist, dass ich irgendetwas goldrichtig mache, denn Lisa wird lauter. Ihr Stöhnen ist ein Schreien geworden. Egal, wer unseren geheimen Zeltplatz besucht, er wird alles hören. Lena und Tim werden alles hören. Und irgendwie beflügelt mich diese Tatsache sogar. Einerseits fühle ich mich stark, weil ich die hübsche Frau eines anderen vernasche. Andererseits empfinde ich glückliche Genugtuung dabei, wenn ich an meine Lena denke und an die Tatsache, dass sie mehr als einmal Sex mit einem Mann hatte.
Ich spüre, wie mein Funken wächst. Lisas Enge und die absolute Geilheit der Situation leisten einen fantastischen Job. Mein Orgasmus liegt in greifbarer Nähe und ihren Geräuschen nach zu schließen, würde es bei ihr nicht mehr allzu lange dauern. Also beschließe ich, ihre Beine freizugeben und die Knie auseinanderzuziehen. Lisa stellt ihre Füße auf der Matratze ab. Ich beuge mich über sie und gebe den Missionar. Stoße leidenschaftlich und mit voller Länge zu. Spüre ihren Atem in meinem Gesicht und küsse sie. Ihr Becken beginnt zu rudern. Ihr Stöhnen und Schreien wird lauter, als sich unsere Münder voneinander trennen. Sie krallt ihre Fingernägel in meinen Rücken. Es schmerzt – sehr sogar – doch es spornt mich weiter an. Ein paar Stöße später schreit Lisa laut – versteift sich und erlebt einen Orgasmus, der mir in den Ohren klingelt.
Ich mache weiter. Denke nicht im Traum daran, jetzt aufzuhören. Und diese Art des Egoismus kann ich mir erlauben, denn die Sexgöttin unter mir sieht mich beseelt an. Schließt ihre Augen und lässt sich tief in die Hüpfburg sinken.
Stoß um Stoß lasse ich meiner Geilheit freien Lauf. Auch ich stöhne nun nicht mehr. Ich klinge wie ein brünstiger Eber, der dem Finale ganz nah ist. Und dann kommt es. Laut und intensiv. Eine Welle durchschlägt meinen Leib. Sperma wechselt von einem Körper zum anderen. Und das nicht zu knapp. Mein Schwanz kann kaum aufhören, Ladung um Ladung zu verspritzen.
Als mein Orgasmus abebbt und schließlich versiegt, rolle ich mich zur Seite und lasse mich neben ihr nieder. Meine Atmung geht schnell, das Herz rast. Wir sehen uns an. Erst verrucht, dann amüsiert. Beide schweißnass. Wir grinsen und ich klatsche ihr spielerisch auf den Oberschenkel.
Die Sekunden vergehen. Meine Atmung beruhigt sich. Ich sehe an die Zeltspitze, entdecke den Käfer wieder und freue mich über das, was hier gerade eben passiert ist. Dann höre ich ein »Oh Mann, Alter.«
Ich sehe Lisa an. Sie hat eine Hand in ihren Schritt gelegt. Als sie diese hervorzieht, ist sie vollständig mit meiner Soße benetzt. Weißes Sperma tropft herunter und landet dicht neben ihrem Bauchnabel. »Wo hast du das denn alles hergeholt?!«
Ich, der schon immer viel abspritzen konnte, grinse breit. Ich erinnere mich daran, wie Lena das eine oder andere Mal zu mir gesagt hat, dass ich im Grunde der perfekte Samenspender wäre – wenn es rein um die abgegebene Masse ginge.
Lisa führt die Hand in ihren Schritt zurück. Sie spielt mit der Soße, was ein dezentes Schmatzen untermauert. »Das ist echt heftig.«
Wieder präsentiert sie mir das, wofür ich verantwortlich bin. Und dann tut sie etwas, das mir die Sprache verschlägt. Sie führt die Hand zum Mund – und schiebt sich den Zeigefinger zwischen die Lippen. Ich sehe sie ungläubig an.
»Du bist eine … eine …«
Mir fehlen die Worte und ich mustere meine Bettgefährtin mit einem Mix aus Überraschung, Belustigung und heißer Verehrung.
»Eine was?«
Sie streckt die Zunge heraus, die genauso sauber ist wie ihr Finger, und grinst breit.
»Eine Sexgöttin. Eine … nenn es, wie du willst.«
Sie lacht auf. In ihren Augen lodert Feuer und ich frage mich, woher sie das so frisch nach ihrem Orgasmus holt. »Soll ich auch die anderen ablecken?«
Mein Herz flattert und ich verspüre ein gieriges Kribbeln in meiner Brust. Ich nicke und beobachte interessiert, wie sie Finger um Finger von meinem Sperma befreit. Dabei sieht sie mich die ganze Zeit über verspielt und herausfordernd an. Wieder streckt sie mir die Zunge entgegen. Ich nicke beeindruckt.
»Macht Lena das auch?«, fragt sie aufgeschlossen. Ich weiß nicht, wie intensiv meine Frau und Lisa miteinander über Sex sprechen und ob ich mit einer ehrlichen Antwort zu weit gehen würde, aber irgendwie höre ich mich dann doch reden.
»Nicht so«, reagiere ich. »Aber manchmal schluckt sie.«
»Böses Mädchen«, kichert Lisa, was sich in Anbetracht dessen, was sie selbst vor Sekunden getan hat, lächerlich anhört. Kaum hat sie das gesagt, führt sie ihren Finger zum dritten Mal zwischen die Beine und nascht im Anschluss daran das ab, was an ihm haftet. Ich kann nicht anders und beobachte sie fasziniert und erschöpft zugleich. Was für eine Frau, denke ich, und kann mein Glück noch immer nicht fassen.

14.

Ich lasse mich auf dem Campingstuhl nieder, der mir bereits am Vorabend gute Dienste geleistet hat. Das Feuer ist aus und im Steinkreis neben dem Notwassereimer befinden sich nur noch verkohlte Reste dessen, was wir gestern mühevoll im Unterholz des Waldes zusammengesammelt haben. Ein schwacher Windstoß wirbelt Asche auf, die in Richtung See getragen wird. Ich sehe zwei Schwäne und mehrere Enten, die auf dem ansonsten glatten Wasser feine Wellen verursachen, während sie ihn in Ruhe überqueren.
Lisa steht am Ufer. Sie trägt einen grünen Bikini. Mir kommt es beinahe ungewohnt vor, sie in Kleidung zu sehen. Zunächst wirkt es so, als würde sie zögern, doch dann geht sie langsam ins Wasser. Ich beobachte sie dabei, wie sie tiefer sinkt und nach einigen Metern zu schwimmen beginnt. Ich genieße ihren Anblick, bis mich ein Geräusch zu meiner Rechten aus den Gedanken reißt. Ein Reißverschluss wird aufgezogen und Lena tritt ins Freie. Zunächst bemerkt sie mich nicht und nähert sich vorsichtig unserem Zelt. Sie bewegt sich komisch, irgendwie abgehakt, und es wirkt so, als würde sie horchen, ob hinter dem Stoff etwas vor sich geht. Ob Lisa und ich noch immer Zeit miteinander verbringen.
Mein Herz flattert ein wenig, als ich meine Frau mustere. Sie ist in ein Handtuch gehüllt, was verständlich ist, denn immerhin haben sie und Tim das Zelt nackt betreten. Da ich die Nacht in unserem Zelt und bei den Rucksäcken verbracht habe, trage ich wieder meine Alltagskleidung.
Ich suche ihre freiliegenden Hautstellen nach Anzeichen ab, die mir etwas über das verraten, was sie und Tim miteinander getrieben haben, bis ich mich frage, wie solche Spuren überhaupt aussehen sollen. Getrocknetes Sperma? Rote Striemen? Knutschflecken?
Ich beschließe, meine verdammte Eifersucht zu kontrollieren und lasse stattdessen zu, dass ehrliche Neugier überwiegt. Es interessiert mich wirklich, was sie mit Tim erlebt hat – und ich schwöre mir, ihr keine Szene zu machen. Eine Grundlage dazu habe ich ohnehin nicht.
»Hey!«, sage ich. Lena schreit leise auf. Als sie mich entdeckt, wirkt sie zunächst geschockt und verwundert, doch fängt sie sich schnell. Sie lächelt schüchtern, wirft einen verunsicherten Blick zu Tims Zelt zurück und kommt anschließend zu mir.
Ich stehe auf. Für ein oder zwei Sekunden stehen wir uns schweigend gegenüber und sehen uns tief in die Augen. Plötzlich, als würde eine unsichtbare Barriere brechen, fallen wir uns in die Arme. Ich sauge ihren Duft ein, denn ich liebe den Körpergeruch meiner Frau. Und daran wird sich nichts ändern.
Irgendwie fehlen uns noch immer die Worte. Wenn es ihr so geht wie mir, dann liegt es daran, dass ich einfach nicht weiß, wie man nach seiner ersten Swingernacht ein Gespräch eröffnet.
»Wie … geht es dir?«, ringe ich mich schließlich durch. Bei dem Klang meiner Stimme entkrampft sich ihr Körper ein wenig. Auch ich lockere mich. Ich spüre ihre Wärme – selbst durch das Handtuch – und mir wird bewusst, wie sehr ich sie auf der Luftmatratze neben mir vermisst habe – auch wenn ich mit ihrem Ersatz mehr als zufrieden bin.
»Fantastisch«, flüstert sie und verstärkt ihre Umarmung. Mir bleibt die Luft weg, aber ich wehre mich nicht. »Ich bin aber etwas aufgewühlt.«
»Das kann ich verstehen«, gebe ich zu, »mir geht es ähnlich.«
Wir drücken uns einen flüchtigen Kuss auf die Lippen und ich frage mich überflüssigerweise, ob sie Lisa an mir schmecken kann. »Wie war es?«
Drei Wörter, die mir ungewohnt schwer über die Lippen kommen – und doch interessiere ich mich sehr für Lenas Antwort.
»Puh … Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.«
Sie setzt sich auf den Stuhl neben mir. Wir sind wieder vereint, Ehemann und Ehefrau. Wir beginnen zu reden. Da sie etwas müde wirkt, fange ich an, von meinen Erlebnissen zu berichten. Starte bei Lisas Blowjob und dem anschließenden Bad im See. Schildere, was im Anschluss im Zelt passiert ist und dass wir es auf zwei Runden geschafft haben.
Lena hört interessiert zu, grinst fast durchgehend und stellt gelegentlich ein paar Fragen. Sie kichert und reißt an besonders pikanten Stellen erstaunt die Augen auf. Als ich ihr von Lisas Spermaspielen berichte, hält sie sich schockiert die Hand vor den Mund.
»So etwas macht sie?«
Ich nicke und verliere mich für einen Moment in diesen heißen Erinnerungen. Schließlich endet meine Story an dem Punkt, als wir zusammen das Zelt verlassen: Lisa, um sich im See zu reinigen, und ich, der sich auf dem Stuhl niederlässt und in Gedanken schwelgt.
»Wie war es bei dir? Bei euch?«
Lenas Blick schweift zum See und sie scheint für einen Moment ihre beste Freundin zu beobachten, bevor sie etwas sagt. »Also, ich muss mal ein paar Takte mit Lisa reden.«
Ich lache. »Wieso das?«
»Das kannst du dir doch denken, oder? Ich dachte immer, dass wir uns alles erzählen. Das mit dem Swingen wusste ich aber nicht und ich finde, dass es sich dabei nicht um eine Geheimnisbagatelle handelt. Ich als ihre beste Freundin habe einen Anspruch darauf, es zu wissen, oder?«
Sie sieht mich erwartungsvoll an. Für einen Moment kaufe ich ihr den entsetzten Gesichtsausdruck ab, doch dieser schmilzt schnell und verwandelt sich in Belustigung. Wir lachen beide.
»Aber jetzt erzähl doch mal«, hake ich energisch nach. »Mach kein Geheimnis daraus.«
»Also, die Nacht war wahnsinnig toll. Wirklich. Ich hatte Tim.« Ab hier flüstert sie. »Immer für einen Holzkopf und Grobian gehalten. Aber im Bett ist er richtig feinfühlig, wenn es sein muss. Andererseits ist er hart, wenn es passt.«
In ihrer Stimme liegen Bewunderung und Faszination, die es mir schwer machen, die Eifersucht zu kontrollieren.
»Ich glaube, wir hatten zwei Mal Sex. Oder drei Mal, doch das eine Mal zählt eher nicht.«
»Was heißt, das eine Mal zählt eher nicht?«
»Na ja, nach dem zweiten Mal war ich zu müde. Er war aber noch hungrig und … da habe ich es ihm mit der Hand besorgt.«
Dabei deutet sie auf ihren rechten Arm. »Ich habe richtig Muskelkater. Bis der Typ kommt, dauert es ewig. Wenigstens hat er mich danach schlafen lassen.«
»Lisa hat erzählt, dass sie euch mehrfach gehört hat. Ich bin sogar von mehr als drei Malen ausgegangen. Das hat mich zunächst ganz schön schockiert. Wir haben es ja nur auf zwei Nummern gebracht.«
Lena sieht mich mahnend an. »Da muss sie sich verhört haben. Außerdem geht es doch nicht darum, wie oft man es miteinander getrieben hat. Das ist doch kein Wettkampf!«
Ich schüttle den Kopf. »Das nicht. Aber irgendwie bin ich zu Beginn davon ausgegangen, dass es nur eine Runde geben würde. Aber Lisa hat mich da eines Besseren belehrt.«
Lena kichert. Ihr Gesicht ist frei von Unbehagen. Egal, was ich ihr von der Nacht mit ihrer Freundin erzähle, ihr tut es zumindest äußerlich nicht weh. Ich beschließe, dieses Thema zu hinterfragen.
»Wie geht es dir damit? Also, mit dieser Nacht?«
Sie überlegt kurz und beißt sich nachdenklich auf die Unterlippe.
»Ich glaube, ich kann mit dem, was passiert ist, gut umgehen. Ich muss aber zugeben, dass ich etwas eifersüchtig war …«
»Was? Du?«
Sie überhört meinen Zwischenruf. »Aber ich habe mich auf den Moment konzentriert. Dann ging es. Und am Ende war es doch fair, oder?«
Ich nicke. Sie fährt fort. »Und deswegen bereue ich nichts. Du etwa?«
Ich schüttle den Kopf. »Nicht im Geringsten. Würdest du es wieder machen? Beziehungsweise, würden wir es wieder machen?«
Sie zuckt mit den Schultern und zieht eine Schnute. »Ich weiß es nicht und muss das Thema erst einmal verarbeiten. Aber irgendwie … wäre es nicht schlimm, wenn ja, oder? Wir sind jung … und lebendig. Wir dürfen doch das tun, was uns glücklich macht, oder? Natürlich nur, wenn wir beide am selben Strang ziehen.«
»Hm«, sage ich und denke nach. Sie hat recht. Und der Gedanke, in absehbarer Zeit erneut mit Lisa in die Kiste zu kommen, befeuert mich in meinem Vorhaben, noch offener und experimentierfreudiger zu werden. »Ich denke schon, dass ich es wieder machen würde.«
Lena grinst mich halb schockiert, halb wissend an. »Du bist ein geiler Bock.«
»Und du eine Nymphomanin.«
Wir lachen. Dann siegt abermals meine Neugier. »Wie habt ihr es gemacht? Welche Stellungen?«
Lena zählt ein paar Stellungen auf. Einige haben wir als Paar im Repertoire, andere haben wir nie ausprobiert. Dann allerdings sagt sie etwas, das mich erstaunt. »Wir hatten sogar Analsex.«
Und plötzlich weiß ich, warum sie sich nach dem Verlassen von Tims Zelt so komisch bewegt hat. »Ist nicht wahr!«
»Doch, wirklich.«
Röte steigt in mein Gesicht. Analsex ist etwas, das ich als Letztes erwartet habe. Warum? Weil Lena diese Art Liebesspiel nicht mag. Sie tut es zwar gelegentlich, aber nur mir zuliebe. Sie selbst zieht keine Lust daraus und freut sich jedes Mal, wenn es endlich vorbei ist. Aus diesem Grund lässt sie mich nicht oft an ihre Hinterpforte und ich bin froh, dass sich das zumindest an meinen Geburtstagen als heiße Tradition etabliert hat.
»Wie kam es dazu?«, frage ich und verspüre einen gewissen Neid, der an mir nagt. Ich versuche, mich zu beruhigen. Der Analsex kam sicherlich nur zustande, weil die Situation an sich etwas Besonderes hatte und über die Kraft verfügt, bestimmte Grenzen zu verschieben.
Lena zuckt mit den Schultern. »Er hat es einfach vorgeschlagen. Wollte es unbedingt. Und irgendwie war ich dazu in Stimmung.«
»Du weißt schon, dass ich dich jetzt öfter darum bitten werde, nicht wahr?«
Sie legt den Kopf quer. »Dein nächster Geburtstag ist erst im neuen Jahr.«
Ich zeige ihr den Mittelfinger. Sie grinst frech.
In diesem Moment bemerke ich im Augenwinkel eine Bewegung. Lisa kehrt zu unserem Zeltplatz zurück. Ich betrachte sie. Ihre Haare sind trocken, aber der Rest ihres Körpers glänzt feucht. An einem ihrer Ohren baumelt ein Wassertropfen, der herabfällt, als sie uns erreicht.
Sie begrüßt meine Frau mit einem Kuss auf die Wange, so wie sie es immer tut. Doch dann tut sie etwas, das neu ist. Neu und provokant. Sie kommt zu mir – und setzt sich auf meinen Schoß. Ich vergesse das Analsexthema sofort.
»Hey Max«, sagt sie und tut so, als wäre das, was sie macht, das Normalste der Welt. Lena wirkt zunächst schockiert, doch sie fängt sich schnell und lässt es zu.
»Habt ihr gut geschlafen? Hattet ihr eine schöne Nacht? Also, nach dem, was ich gehört habe, war sie seeehr gut.«
Lena errötet deutlich, nickt aber bestätigend. Dann beginnt sie ihrer besten Freundin von den letzten Stunden zu erzählen, während sich meine Kleidung mit Lisas Seewasser vollsaugt.
»Wenn man euch so zuhört und erlebt, könnte man meinen, dass das Swingen etwas für euch wäre.«
Lenas und meine Blicke treffen sich und wir berichten Lisa davon, dass wir uns eine Wiederholung vorstellen können. Sie grinst und wirkt zufrieden.
»Guten Morgen, ihr heißen Fröschchen«, erklingt Tims Stimme. Er steigt aus dem Zelt und reckt sich. Er trägt eine schwarze Badehose, die eng geschnitten ist und eine deutliche Ausbeulung im Schritt aufweist. Bilder von seinem Ding, so wie ich es vom Vorabend in Erinnerung habe, fluten meinen Kopf, so sehr ich auch versuche, es zu verhindern.
Tim begrüßt seine Frau mit einem Kuss, Lena streichelt er über die Wange. Ich beobachte das mit gemischten Gefühlen und erkenne, dass ich auf dem Weg zu einem richtigen Swinger das eine oder andere lernen muss. Er wendet sich mir zu.
»Dir auch einen guten Morgen, Warmduscher.«
Ich knurre ihn an. Dann, als er sich von den Frauen unbeobachtet wähnt, nickt er in Lenas Richtung und schnalzt mit der Zunge. Was das bedeuten soll, weiß ich sofort.
Ey, deine Frau ist ein absoluter Teufel im Bett. Ein geiles Biest!
Ich ringe mich zu einem Zwinkern durch und beschließe, ihm die gleiche Botschaft zu senden. Woher der Mut für das, was folgt, kommt, weiß ich nicht. Wahrscheinlich liegt es am Ehrgeiz, dem Liebhaber meiner Frau zu imponieren. Auf jeden Fall greife ich Lisa an die Brust und ziehe zischend Luft durch die geschlossenen Zähne. Ich an seiner Stelle wäre pikiert – er dagegen zwinkert mir wissend zu. Diese Swinger. Ein eigener Schlag.

15.

Wir frühstücken. Da wir uns Toastbrot und getrocknete Salami mitgebracht haben, geben wir unseren Bäuchen eine gute Grundlage für den Start in den Tag. Als ich das erste Stück vom Brot abbeiße, merke ich, wie hungrig ich eigentlich bin. Im Anschluss an das bescheidene Mahl nutze auch ich den See, um die letzten Spuren der Nacht zu beseitigen.
Das Wasser ist eine wahre Wohltat. Es ist weder warm noch kalt und ich genieße die Ruhe, die mich in diesem Moment empfängt. Über mir ziehen vereinzelte Wolken durch einen ansonsten blauen Himmel. Die Sonne begrüßt mich aus südöstlicher Richtung. Ich spüre, wie ihre warmen Strahlen meinen Körper auf einen weiteren Sommertag einstimmen. Ich lasse mich auf dem Rücken treiben und vergesse ein wenig die Zeit, als plötzlich Lena neben mir auftaucht. Sie trägt ein aufrichtiges Lächeln auf den Lippen.
»Weißt du was?«, fragt sie und sieht mich verliebt an. Ich schüttle den Kopf. »Ich finde es richtig toll, wie selbstbewusst du vorhin mit Tim gesprochen hast.«
Ich fühle, wie verlegene Röte in mein Gesicht steigt. »Erst recht, als du Lisa an die Brust gefasst hast. Das hättest du dich vor einem Tag noch nicht getraut.«
»Natürlich nicht. Da war sie ja auch noch ein verbotenes Pflaster.«
»Das meine ich nicht. Es geht mir ums Prinzip. Du hast ihn mutig und gleichwertig gekontert. Das hat mich sehr beeindruckt.«
Ich lächle nun auch. Lena kommt näher und flüstert mir etwas ins Ohr. »Und wenn wir die Gelegenheit dazu haben, zeige ich dir, wie mich dieses Selbstbewusstsein anmacht.«
Ich sehe sie mit hochgezogenen Augenbrauen an. Mein Lächeln wird schmutzig. »Ich freue mich darauf.«
»Dann sind wir ab jetzt also Swinger?«, fragt Lena nach einer Weile. Ich nicke.
»Zumindest stehen wir kurz davor, welche zu werden.«
Irgendwie freue ich mich auf das, was uns als Paar bevorsteht. Unsere sexuelle Zukunft lässt sich in eine ganz spezielle, heiße Richtung lenken. Ich weiß zwar, dass ich noch ein kleines bisschen an meinen Ängsten arbeiten muss, aber ich bin zuversichtlich. Die Aussicht auf Sex mit anderen Frauen ist einfach zu verlockend und motiviert mich, den Kampf mit meinen inneren Dämonen aufzunehmen. Plötzlich kommt mir ein Spruch aus Kindheitstagen in den Sinn und ich muss laut lachen.
»Was ist so lustig?«, fragt Lena und lässt sich von meinem Gelächter anstecken. Ihr Kichern ist glockenhell und ehrlich. Ich liebe sie. Daran besteht kein Zweifel.
»Ich musste an etwas denken, das mir meine Eltern früher eingetrichtert haben.«
»Und das wäre? Hat das etwas mit dem Swingen zu tun?«
Ich bejahe. »Zumindest indirekt.«
»Raus mit der Sprache.«
Ich kichere ein letztes Mal. Dann sage ich es. »Teilen macht Spaß.«

Lieber Leser, liebe Leserin,
an dieser Stelle endet die Geschichte aus der Perspektive von Max.
Aber was wäre diese Story wert, wenn ich sie nicht ganz erzählen würde? Genau: nicht viel – es würde etwas fehlen.
Was ist in der Nacht zwischen Tim und Lena passiert?
Genau darum geht es in den folgenden Kapiteln: derselbe Abend, dieselbe Lichtung – nur diesmal aus Lenas Sicht.
Ich wünsche weiterhin viel Spaß beim Lesen.
Bleib dran – es wird noch heißer.

Teil drei folgt hier in ein paar Tagen – schau also mal wieder vorbei! :-*

 

Für mehr von mir und meinem Treiben als Autorin und Darstellerin, besuche meinen Blog auf www.kim-f-wolf.de :-*

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2 Kommentare
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Bruno Hunter
Erfahren
4 Monate vor

Qualitativ hochwertige Erzählung. Ich bin begeistert.

Kingpimp
Erfahren
4 Monate vor

Wir freuen uns auf die nächsten Teile, sehr authentisch, nachvollziehbar und geil geschrieben 😘

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