Elara… Ein etwas anderes Alien III
Veröffentlicht amIhr Lieben, das ist der dritte und letzte Teil, meiner Fantasie-Story „Elara… Ein etwas anderes Alien 😉🚀 Seit ich hier angemeldet bin, versuche ich immer wieder, einen dritten Teil zu schreiben, die aber alle irgendwie im Papierkorb gelandet sind. Ich hoffe, es ist mir diesmal gelungen, einen schönen Abschluss zu finden, und es gefällt euch wieder ein wenig.
Ganz liebe Grüße, eure Hannah 😘
Mein Herz raste immer noch wie verrückt, als ich schnell mit quietschenden Reifen vom Parkplatz vor meiner Wohnung los fuhr. Im Rückspiegel sah ich noch zwei schwarze SUVs, die gerade um die Ecke bogen. Scheiße. Die waren schneller als gedacht.
„Elara, das ist alles deine verdammte Schuld!“, zischte ich leise, während ich das Gaspedal durchdrückte.
„Meine Schuld?“, kam ihre Stimme genervt in meinem Kopf zurück. „Du bist diejenige, die auf mich draufgefallen ist. Ich wollte einfach nur einen netten, ahnungslosen Typen.“
„Tja, Pech gehabt. Jetzt hast du mich am Hals und irgendwelche Geheimdienst-Typen wollen uns beiden den Arsch aufreißen.“
Ich bog scharf rechts ab, Richtung Uni. Meine Hände zitterten am Lenkrad. Jeder zweite Wagen sah plötzlich verdächtig aus. War das Paranoia oder hatten die mich wirklich schon wieder im Visier?
„Du hättest mir von Anfang an sagen müssen, dass so was schon mal passiert ist“, murmelte ich.
Elara schwieg einen Moment. Dann, sagte sie etwas leiser: „Hätte es etwas geändert? Du wärst trotzdem in Panik geraten. Und ich wäre trotzdem mit dir verbunden.“
Ich schnaubte. „Toll. Sehr hilfreich.“
Die Uni tauchte vor mir auf. Ich parkte den Wagen so weit wie möglich hinten, zwischen zwei Vans, damit er nicht sofort auffiel. Mit gesenktem Kopf lief ich über den Hof, die Kapuze meines Hoodies tief ins Gesicht gezogen. Jede Studentengruppe, jeder Typ mit Sonnenbrille machte mich nervös.
Professor Zions Büro war im dritten Stock des Biologie-Gebäudes. Ich klopfte hektisch.
„Herein.“
Er saß hinter seinem Schreibtisch, die Brille auf der Nase, und schaute mich über einen Stapel alter Bücher hinweg an. Als er meinen Gesichtsausdruck sah, wurde er sofort ernst.
„Hannah. Du siehst aus, als würde dich jemand jagen.“
„Tun sie auch“, sagte ich atemlos und schloss die Tür hinter mir. „Zwei schwarze SUVs. Die waren schon bei mir zu Hause.“
Zion stand auf, ging zum Fenster und schaute kurz runter auf den Parkplatz. Dann zog er die Jalousien zu.
„Komm mit. Schnell.“
Er führte mich nicht durch den Flur, sondern durch eine Seitentür in einen schmalen Gang, den ich noch nie gesehen hatte. Am Ende lag ein kleiner Raum, ein Gästezimmer für Gastdozenten. Bett, Schreibtisch, kleiner Kühlschrank, sogar ein eigenes Bad.
„Hier bist du erstmal sicher“, sagte er leise und schloss die Tür ab. „Der Raum wird nur selten genutzt. Niemand außer mir hat einen Schlüssel.“
Ich ließ mich erschöpft auf das Bett fallen.
„Danke… wirklich.“
Zion setzte sich auf den Schreibtischstuhl und musterte mich. „Erzähl mir genau, was passiert ist, seit wir telefoniert haben.“
Ich berichtete alles, die Typen an meiner Tür, wie Elara die Kontrolle übernommen hatte, der Sprung aus dem Fenster, die unglaubliche Landung. Er hörte aufmerksam zu, machte sich zwischendurch Notizen.
„Sie sind also schon aktiv“, murmelte er. „Das passt zu dem Geheimbund aus dem 19. Jahrhundert. Die nennen sich heute wohl anders… aber sie haben nie aufgehört, nach Fällen wie deinem zu suchen.“
„Und was wollen die wirklich von mir?“
„Dich studieren. Oder… beseitigen. Je nachdem, wie gefährlich sie dich einschätzen.“
Elara meldete sich leise in meinem Kopf: „Sag ihm, dass es mit dem Analverkehr vielleicht funktionieren könnte… aber ich bin mir nicht sicher.“
Ich verdrehte die Augen. „Nicht jetzt, Elara.“
Zion hob eine Augenbraue. „Sie spricht mit dir?“
„Ja… ständig.“
Er lächelte leicht. „Faszinierend.“
Ich schaute ihn an. Zum ersten Mal seit Tagen fühlte ich mich ein bisschen sicher. Aber gleichzeitig merkte ich, wie mein Körper warm wurde. Elara hatte wieder Hunger.
„Professor… wie lange kann ich hierbleiben?“
„Ein paar Tage auf jeden Fall. Ich besorge dir Essen und alles, was du brauchst. Aber wir müssen einen Plan machen. Schnell.“
Ich nickte, lehnte mich zurück und schloss die Augen.
„Hannah“, flüsterte Elara in meinem Kopf. „Ich… ich will dich ja nicht drängeln. Aber ich brauche bald wieder was.“
Ich schluckte hart.
Ich saß noch auf dem Bett und versuchte alles in meinem Kopf zu sortieren, als mir plötzlich eiskalt wurde.
„Scheiße…“, murmelte ich und schlug mir die Hand vor den Mund.
„Was ist, Hannah?“, fragte Elara sofort.
„Das Sperma! Ich hab die ganzen Würfel und die Flasche in der Kühltruhe vergessen… wegen diesen verdammten Typen. Ich muss zurück und es holen.“
Professor Zion, der gerade noch Notizen gemacht hatte, schaute abrupt auf.
„Nein. Auf keinen Fall. Viel zu gefährlich. Die warten doch nur darauf, dass du wieder auftauchst.“
Ich fuhr mir nervös durch die Haare. „Dann muss Tim mir neues bringen, sonst haben wir echt ein Problem. Elara hält nicht ewig durch.“
„Sie werden Tim längst überwachen, wenn sie nicht sogar schon bei ihm waren“, sagte Professor Zion ruhig. „Wir müssen eine andere Lösung finden.“
„Ja, aber welche denn?“ Elara wurde auch langsam unruhig, ich konnte es spüren.
Der Professor zögerte einen Moment, schaute mich an und räusperte sich. „Und wenn ich… also ich meine… ist jetzt nur so eine Idee.“
Ich stockte. „Sie? Und wie soll das…?“
In dem Moment wurde mir klar, was er meinte. Mein Blick wanderte automatisch nach unten. Ohne richtig nachzudenken, rutschte ich vom Bett und kniete mich vor ihn hin. Mit zittrigen Fingern öffnete ich seinen Reißverschluss.
„Hannah, was machst du denn?“, fragte er erstaunt und wich ein Stück zurück.
„Sie haben doch gerade vorgeschlagen, dass Sie mir Ihr Sperma geben wollen? Oder habe ich das falsch verstanden?“
Zion starrte einen Moment auf mich herunter, dann lachte er etwas verlegen. „Nein, das hast du schon richtig verstanden… aber ich gebe es dir selbstverständlich in einem Röhrchen. Auch wenn ich dein Angebot durchaus…ähm, nett und spannend finde.“
Mir schoss die Hitze ins Gesicht. Ich war wahrscheinlich knallrot. Schnell stand ich wieder auf und stammelte: „Es… Es tut mir leid, ich dachte…“
„Alles gut, Hannah“, sagte er sanft und legte mir kurz die Hand auf die Schulter. „Ich bin gleich wieder da.“
Er verließ den Raum und schloss die Tür hinter sich. Ich setzte mich zurück aufs Bett und vergrub das Gesicht in den Händen.
„Elara, halt einfach die Klappe…“, murmelte ich.
„Ich hab gar nichts gesagt“, kam es amüsiert zurück.“
Ein paar Minuten später kam Professor Zion zurück. Er hielt ein kleines, verschlossenes Röhrchen in der Hand und reichte es mir.
„Hier bitte. Ich hoffe, das reicht erstmal für heute.“
„Vielen Dank… wirklich“, sagte ich leise und nahm es entgegen.
Er zwinkerte mir zu. „Dann lass ich dich mal allein. Wenn was ist, ich bin gleich nebenan im Büro.“
Sobald die Tür zu war, öffnete ich das Röhrchen. Der Geruch war mir mittlerweile schon fast vertraut. Ohne groß nachzudenken, setzte ich es an und trank es in einem Zug aus. Es ging tatsächlich schon ziemlich leicht.
„Danke“, hörte ich Elara plötzlich in meinem Kopf. Diesmal klang sie richtig erleichtert. „Das war… genau das, was ich brauchte.“
Ich wischte mir den Mund ab und ließ mich zurück aufs Bett fallen.
„Kein Ding“, murmelte ich. „Aber beim nächsten Mal fragst du bitte vorher, bevor du mich wieder in so eine peinliche Situation bringst.“
Elara lachte leise. „Ich? Du warst diejenige, die direkt auf die Knie gegangen ist.“
„Ach halt einfach die Klappe, Elara.“
Trotz allem musste ich ein bisschen grinsen. Die Situation war total verrückt… aber wenigstens waren wir für den Moment sicher. Zumindest hoffte ich das.
Ich lag noch eine Weile auf dem Bett und starrte an die Decke. Das Röhrchen mit Professor Zions Sperma war leer. Und Elara hatte sich seitdem nicht mehr gemeldet.
„Schon gut“, murmelte ich leise zu mir selbst. „Vielleicht will ich dich ja gar nicht mehr loswerden…“
Irgendwie hatte ich mich an ihre freche Stimme in meinem Kopf gewöhnt. Sie war nervig, aber auch… nicht mehr ganz so fremd.
Irgendwann schlief ich ein, wurde aber schon nach einer Stunde wieder wach. Mein ganzer Körper war aufgewühlt. Ich hielt es nicht mehr aus in dem kleinen Zimmer und schlich mich raus. Die Uni war gespenstisch still, fast niemand mehr da. Ich wanderte durch die dunklen Flure, als ich plötzlich ein Geräusch hörte. Schnell drückte ich mich in eine Nische. Professor Zion verschwand gerade in einem Raum am Ende des Gangs.
Neugierig und nervös folgte ich ihm. Ich öffnete die Tür einen Spalt.
Es sah aus wie ein moderner Untersuchungsraum, gynäkologischer Stuhl, Monitore, kalte Beleuchtung. Professor Zion stand mit dem Rücken zu mir und sortierte irgendwas.
„Professor?“, sagte ich leise.
Er fuhr herum. „Hannah! Ich dachte, du schläfst.“
„Ich konnte nicht. Zu viel Adrenalin. Hier… soll das also passieren?“
Er nickte ernst. „Ja. Wenn die Überlieferungen stimmen, dann hier.“
Ich schluckte. „Und wie lange… muss das gehen?“
„Mindestens zwei Stunden, wahrscheinlich eher drei.“ Er sah mich mitfühlend an. „Das wird hart.“
Bevor ich antworten konnte, klingelte mein Handy. Tim.
Ich nahm ab und hörte ihm zu. Seine Stimme überschlug sich fast: Die Typen in Schwarz hatten versucht, Nadine zu schnappen. Sie war nur knapp entkommen. Und jetzt waren sie auch auf dem Unigelände.
„Danke, Tim“, flüsterte ich und legte auf. Mein Puls raste.
„Uns bleibt keine Zeit mehr“, sagte ich. „Die sind schon hier.“
Er wurde blass, nickte aber entschlossen. „Dann müssen wir es jetzt tun. Sofort.“
„Sie… wollen das wirklich machen?“ Ich starrte ihn an. „Wie wollen Sie das drei Stunden durchhalten?“
„Ich habe ein Mittel. Eine Injektion. Danach… bleibt er stehen, solange es nötig ist.“ Er zögerte. „Wenn du es wirklich willst.“
Ich atmete tief durch. „Okay. Ich ziehe mich untenrum frei.“
Wenig später saß ich auf dem gynäkologischen Stuhl, die Beine hochgelegt und gespreizt. Mir war eiskalt vor Aufregung. Es fühlte sich noch unangenehmer an als beim Frauenarzt, irgendwie total ausgeliefert.
Zion kam zurück. Er hatte die Hose ausgezogen. Sein Schwanz stand hart und dick nach oben die Spritze wirkte schon brutal. Und er war größer, als ich gehofft hatte.
„Sieht aus, als würde es funktionieren“, sagte ich mit belegter Stimme.
„Bist du bereit, Hannah?“ Seine Stimme war heiser, das Gesicht ganz rot.
„Machen wir’s. Für die Wissenschaft… oder was auch immer“, versuchte ich zu scherzen.
Er nahm Gleitgel, verteilte es großzügig auf seinem Schwanz und dann vorsichtig auf meinem Hintereingang. Ich zuckte zusammen, als sein Finger leicht eindrang.
„Sorry…“, murmelte er.
„Ist okay. Weiter.“
Er stellte sich zwischen meine Beine, die Eichel drückte gegen meinen engen Eingang. Langsam, ganz langsam schob er sich rein. Es spannte höllisch. Ich hatte das Gefühl, ich müsste sofort aufs Klo. Mein Atem ging flach und schnell.
„Geht’s noch?“, keuchte er.
„Ja… mach weiter.“
Zentimeter für Zentimeter arbeitete er sich tiefer. Als er endlich komplett drin war, stöhnte ich auf. Es war unangenehm, aber nicht richtig schmerzhaft.
Dann fing er an zu stoßen. Erst vorsichtig, dann schneller. Sein Gesicht war schon nach wenigen Minuten schweißnass, die Adern an seinem Hals traten hervor. Er mühte sich richtig ab, hielt sich an meinen Schenkeln fest und fickte mich mit immer härteren, tiefen Stößen.
„Fuck… du bist so eng“, presste er hervor.
Ich biss die Zähne zusammen, versuchte mich zu entspannen, dachte an alles Mögliche. Immer wieder versuchte ich, Elara in Gedanken zu erreichen, aber sie antwortete nicht. War sie schon schwächer geworden?
Der Professor kam das erste Mal, ich spürte, wie sein Sperma heiß in mich schoss. Aber er hörte nicht auf. Die Spritze hielt ihn gnadenlos hart. Er fickte weiter, kam ein zweites, drittes Mal. Sein Körper zitterte vor Anstrengung, Schweiß tropfte von seiner Stirn auf meinen Bauch.
„Erek…“, flüsterte ich irgendwann. „Hältst du durch?“
„Ich… muss“, keuchte er nur und stieß weiter.
Es fühlte sich endlos an. Mein Arsch brannte inzwischen, meine Beine zitterten. Ich war völlig überfordert, zwischen Scham, seltsamer Erregung und der Angst, Elara wirklich zu verlieren.
Plötzlich flog die Tür krachend auf.
„Oh nein!“, schrie ich.
Drei Männer in schwarzen Anzügen stürmten herein. Erek wollte sich schützend vor mich stellen, sein steifer, glänzender Schwanz wippte dabei hin und her. Es sah so absurd aus. Einer der Typen lachte dreckig, dann schlugen sie ihn nieder und hielten ihn am Boden fest.
Einer kam direkt auf mich zu, zog ein Messer und grinste widerlich.
„Na? Ist dieses Ding noch in dir?“
„Rede nicht so über Elara!“, fauchte ich.
„Dann schauen wir doch mal nach…“
Er zog das Messer über meinen Oberschenkel. Ich schrie laut auf. Blut lief warm über mein Bein.
Sie setzten sich hin und warteten. Zehn Minuten. Fünfzehn. Die Wunde blutete weiter, hörte nicht auf zu brennen.
„Scheiße“, knurrte einer schließlich. „Sie ist wirklich weg. Die haben es geschafft.“
Sie standen auf, ließen uns einfach liegen und verschwanden.
Erek kroch zu mir, völlig fertig. Sein Schwanz war immer noch steif.
„Hannah… haben wir es geschafft?“
Ich nickte langsam, schaute auf die blutende Wunde an meinem Bein und fühlte… nichts als Leere.
„Ja… sieht so aus.“
Aber statt Erleichterung spürte ich nur einen Kloß im Hals.
Ich fuhr wieder zurück nach Hause.
Als ich dort ankam, war die Tür nur angelehnt, drinnen sah es aus wie nach einem Einbruch. Schubladen rausgerissen, Schränke offen, meine Sachen überall verstreut. Ich schloss die Tür hinter mir und lehnte mich einen Moment dagegen. Mein Bein pochte höllisch.
Ich öffnete den Kühlschrank, trank hastig etwas Wasser und schaute dann automatisch ins Gefrierfach. Da standen sie noch, die eingefrorenen Bullensperma-Würfel. Ich starrte sie an. „Tja… die brauch ich wohl nicht mehr.“
Ich zog mich komplett aus, humpelte ins Bad und ließ mich vorsichtig in die Wanne gleiten. Das verletzte Bein hing ich über den Rand, der Verband war schon komplett durchgeblutet. Das warme Wasser brannte wie Feuer auf der Wunde. Ich schloss die Augen und versuchte, einfach nur zu atmen.
Plötzlich hörte ich Geräusche. Schritte. Mehrere Personen.
Mein Herz setzte einen Schlag aus. Ich stieg so leise wie möglich aus der Wanne, trocknete mich nur flüchtig ab und humpelte nackt, wie ich war, ins Wohnzimmer.
Fünf von den Typen waren wieder da. Schwarze Anzüge, kalte Gesichter. Einer packte mich sofort von hinten, drehte mir brutal die Arme auf den Rücken. Ich schrie kurz auf, nicht vor Schmerz, sondern vor Schreck. Erst jetzt merkte ich richtig, dass ich splitterfasernackt war. Ihre Blicke glitten über meinen Körper.
„Vielleicht sollten wir alle mal ganz genau überprüfen, ob das Ding wirklich weg ist“, grinste einer und griff sich demonstrativ in den Schritt. Die anderen lachten dreckig.
„Lasst mich in Ruhe!“, zischte ich. „Sonst…“
„Sonst was?“, fragte der Anführer und trat ganz nah an mich ran. Er packte mein Kinn hart und zwang mich, ihn anzusehen. „Du hast keine Kräfte mehr. Kein Alien. Keine Chance.“
Statt einer Antwort schlug er mir mit der flachen Hand genau auf die frische Wunde am Oberschenkel. Der Schmerz explodierte regelrecht. Ich schrie laut auf, meine Beine knickten weg. Er zog ein Messer, schnitt den durchgebluteten Verband grob ab. Frisches Blut lief warm meinen Schenkel herunter.
Sie beobachteten mich wieder minutenlang. Keine Heilung. Keine plötzliche Kraft. Nichts.
„Genug gesehen“, sagte der Anführer schließlich kalt. „ Wir ziehen ab.“
Sie ließen mich einfach auf dem Boden liegen und verschwanden so leise, wie sie gekommen waren.
Mit zitternden Fingern wickelte ich ein altes T-Shirt notdürftig um die Wunde, zog mir irgendwas über und rief Tim an. Er war keine zwanzig Minuten später da, säuberte die Wunde und verband sie neu.
„Und jetzt?“, fragte er leise, während er neben mir auf dem Bett saß.
„Ich hab keine Ahnung… Elara ist weg. Und ich weiß nicht mal, ob ich das wirklich wollte.“
Tim strich mir über den Kopf. „Ruh dich aus. Ich lass dich allein. Wenn was ist, ruf mich einfach an.“
Ich nickte nur müde. Sobald er weg war, zog ich mich aus und fiel ins Bett. Sofort schlief ich ein.
Ich träumte wild. Seltsame Wesen, leuchtende Kapseln, ein endloser Strom aus Bildern, die an mir vorbeirasten. Dann das Gefühl, in ein tiefes, schwarzes Loch zu fallen. Ich schreckte hoch, schweißgebadet, Herzrasen.
Mein Handy klingelte. Professor Zion.
„Erek? Sorry, ich wollte mich doch melden…“
„Hannah… das war vor zwei Tagen.“
„Was?!“ Ich starrte aufs Display. Tatsächlich. Zwei volle Tage.
„Geht es dir gut?“
„Ja… ich… ich muss erst mal wach werden. Ich melde mich wieder.“
Ich ging ins Bad und wickelte vorsichtig den Verband ab. Das Bein war voller verkrustetem Blut. Ich tupfte es ab und erstarrte.
Nichts. Keine Wunde. Nicht mal eine Narbe. Nur glatte Haut.
Mir stockte der Atem.
„Elara?“, flüsterte ich.
Keine Antwort.
„Elara!“, rief ich jetzt laut und wütend.
Ein ganz kleines, kaum hörbares „…Ja. Tut mir leid, dass ich noch da bin.“
Tränen schossen mir in die Augen. Ich lachte gleichzeitig. „Oh Gott, ich bin so froh! Ich hab dich vermisst, du blödes Alien.“
„Echt?“ Elara klang richtig erleichtert.
„Ja, verdammt!“
Ich schaute aus dem Fenster. Der schwarze SUV stand immer noch da.
Grinsend drückte ich die Gläser aus meiner alten Brille und setzte nur das leere Gestell auf die Nase. Ich nahm den alten, durchgebluteten Verband, wickelte ihn wieder fest um mein Bein.
Ich zog eine lockere Jogginghose drüber, zerzauste mir extra die Haare und humpelte demonstrativ aus der Haustür. Jeder Schritt wirkte langsam und schmerzhaft. Ich krümmte mich leicht, hielt mir das Bein und spielte meine Rolle so überzeugend wie möglich.
Der schwarze SUV stand noch genau gegenüber, keine zwanzig Meter entfernt. Ich spürte die Blicke der Typen förmlich auf mir. Langsam schlurfte ich am Wagen vorbei, den Kopf gesenkt, als würde mir jeder Schritt höllische Qualen bereiten.
Aus dem Augenwinkel sah ich, wie einer hektisch ins Handy sprach und wild gestikulierte. Ein anderer starrte mich durch die getönte Scheibe an. Mein Herz klopfte bis zum Hals, aber ich zwang mich, weiter ganz langsam weiterzuhumpeln.
Ein paar Sekunden später hörte ich den Motor aufheulen. Der SUV setzte sich in Bewegung, fuhr langsam an mir vorbei und bog an der nächsten Kreuzung ab.
„Puh… die sind wir los“, murmelte ich erleichtert und atmete tief durch. Ein breites Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus. „Ihr Arschlöcher habt’s tatsächlich geschluckt.“
Ich blieb noch einen Moment stehen, bis ich sicher war, dass sie wirklich weg waren. Dann richtete ich mich auf, wickelte den blutigen Verband ab und warf ihn in den nächsten Mülleimer.
Bei Professor Zion angekommen, öffnete er die Tür.
Ich fiel ihm direkt um den Hals und drückte ihn fest.
„Dein Bein…. Wir müssen sofort ins Krankenhaus, das muss genäht werden und…“
„Erek“, unterbrach ich ihn leise und legte meine Hand auf seine. „Es ist okay. Wirklich.“
Er schaute verwirrt zu mir hoch. Ich lächelte müde, zog langsam die Jogginghose ein Stück runter und zeigte ihm mein Bein.
Seine Augen wurden groß. Einen Moment sagte er gar nichts, dann lachte er erleichtert auf.
„Sie ist also doch noch da…“
„Ja“, sagte ich und grinste. „Und sie hat sich ziemlich gut versteckt.“
Er setzte sich neben mich, nahm meine Hand und schüttelte nur den Kopf.
„Ich hatte wirklich Zweifel, ob das alles funktioniert. Aber du… du siehst gut aus. Richtig gut sogar.“
Ich lehnte mich an ihn und schloss kurz die Augen.
„Danke, Erek. Für alles.“
Später, zurück zu Hause, erklärte mir Elara endlich alles:
„Ich konnte das Sperma, das Erek in deinen Hintern gespritzt hat, viel besser aufnehmen und mich zeitweise von deinem Körper abkapseln. Deshalb dachten alle, ich wäre weg. Ich hab mich quasi… versteckt.“
„Also wenn ich in Zukunft Sperma in den Arsch kriege, merk ich fast nichts von dir?“
„Genau.“
Ich lachte. „Dann sollten wir das vielleicht öfter machen… oder auch nicht.“
In den nächsten Wochen versorgte Tim mich weiter zuverlässig mit frischem Bullensperma. Er stellte keine großen Fragen, brachte mir einfach regelmäßig Kühlboxen vorbei. Es war seltsam vertraut geworden, fast schon normal. Elara und ich hatten uns langsam aneinander gewöhnt. Wir stritten zwar immer noch regelmäßig, aber es fühlte sich mehr wie das Gezanke zwischen zwei alten Freundinnen an, die sich eigentlich ganz gern haben.
Irgendwann, viele Monate später, kaufte ich einen alten, abgelegenen Bauernhof weit draußen auf dem Land. Das Anwesen war renovierungsbedürftig, lag am Ende einer langen Schotterstraße und hatte keine direkten Nachbarn. Einfach perfekt.
Heute lebe ich seit ein paar Jahren hier. Abgeschieden, ruhig und verdammt glücklich.
Morgens wache ich oft mit Elara zusammen auf. Wir haben inzwischen ein richtig gutes System gefunden. Ich trainiere viel, kümmere mich um die Tiere, und ab und zu, wenn sie richtig Hunger hat, fahren wir zusammen in die Stadt oder… nutzen einfach die beiden riesigen schwarzen Prachtbullen auf der Weide.
Ja, genau die.
Ich bin besonders stolz auf die zwei. Die meisten Leute aus dem Dorf denken, ich wäre einfach eine exzentrische Tierschützerin oder hätte einen merkwürdigen Faible für große Rinder. Sie winken mir freundlich zu, wenn sie vorbeifahren, und haben keine Ahnung.
Nur Elara und ich wissen, warum ich sie wirklich halte.
Manchmal stehe ich abends am Weidezaun, ein Glas Wein in der Hand, und schaue den beiden zu, wie sie friedlich grasen. Dann spüre ich Elara in mir leise lachen.
„Gib’s zu“, flüstert sie dann. „Du bist inzwischen fast genauso schlimm wie ich.“
Ich grinse nur und nehme einen Schluck Wein.
„Halt einfach die Klappe, Elara.“
Aber insgeheim weiß ich: Sie hat recht. Und ich würde es für nichts in der Welt mehr ändern wollen.
Und das bleibt auch so.
Ende.