Cuckold – Wilder Sex gegen Eifersucht
Veröffentlicht amWorum geht es?
Max und Lena führen eine offene Ehe. Sie swingen, genießen fremde Körper und haben gelernt, Lust und Liebe voneinander zu trennen.
Zumindest theoretisch.
Denn während Max selbst die Freiheit mit anderen Frauen genießt, kämpft er mit einem Gefühl, das er nicht loswird: Eifersucht. Der Gedanke, Lena mit einem anderen Mann zu sehen, trifft ihn härter, als er zugeben will.
Also fasst er einen gewagten Plan.
Er lädt Tim ein – den selbstbewussten, provokanten Mann, mit dem Lena bereits eine heiße Vergangenheit verbindet. Max will zusehen, wie seine Frau sich ihm hingibt.
Was als Mutprobe beginnt, wird zu einem erotischen Experiment, das Max an seine Grenzen führt. Er muss mitansehen, wie aus Berührung Hingabe wird — und wie Lena sich Tim mit allen Körperöffnungen überlässt.
Zwischen Schmerz,
Lust und Kontrollverlust entdeckt Max eine Wahrheit, die ihn erschüttert: Manchmal ist das, was am meisten weh tut, genau das, was am heißesten brennt.1.
Warum immer mit Gurke?
Max stocherte mit einem Strohhalm in einem Drink herum, den der Barkeeper ihm soeben serviert hatte. Der klare Inhalt des Getränks prickelte und verströmte sofort den markanten Geruch von Gin. Er legte den Halm zur Seite und schaffte es, den Gurkenstreifen, der sich unter einer schützenden Schicht aus Eiswürfeln versteckte, mit Daumen und Zeigefinger zu fassen. Kurzerhand beförderte er diesen in einen Aschenbecher, der auf dem Tresen stand.
»Magst du die Gurke nicht?«, hauchte ihm eine zarte Stimme ins Ohr. Diese gehörte zu Janina, die auf dem Barhocker neben ihm saß und ihre Hand auf seinem Knie abgelegt hatte. Max schüttelte den Kopf und verzog das Gesicht.
»Ich kann Gurke nicht ausstehen.«
»Ist das für einen leidenschaftlichen Gin-Tonic Trinker wie dich nicht eher untypisch?«
Er zuckte mit den Schultern. »Das sagen alle. Aber ich mag es halt nicht. Dann lieber mit Zitronenscheibe oder einfach nur auf Eis.«
»Hm«, summte die Frau sanft. Von ihr ging ein blumiger Duft aus, der sich angenehm mit dem herben Aroma eines Räucherstäbchens vermischte, das von einem der Barregale aus seinen Dunst verströmte. Im Hintergrund erklang ein leises Gläserklirren, das im gedämpften Bass der Hintergrundmusik unterging.
Janinas Finger wanderten sein Bein hinauf. Sie streichelte seinen Oberschenkel, was die ohnehin warme Raumluft nur noch mehr aufzuheizen schien. Er grinste sie verunsichert an und legte seine eigenen Hände unbeholfen auf der kühlen, glatten Oberfläche des Tresens ab. »Kannst du schon wieder?«
Ihr Blick war pures Feuer. Ihre zu Schlitzen verengten Augen sendeten ihm ein klares Ja. Er musterte ihren Körper, beginnend an ihrem Gesicht, auf dessen gebräunter Haut sich ein leichter Schweißfilm abzeichnete. Ihre feuerroten Lippen, schmal und scharf gezeichnet, glänzten im Schein der schummrigen Deckenbeleuchtung und ihr dunkles, braunes Haar hing in wilden Locken über die nackte Schulter.
Janina trug einen weißen Bademantel, der ihr halb vom Körper gerutscht war und den Blick auf ihre entblößten Brüste freigab. Ihre kräftigen, von polierten Piercings durchbohrten Brustwarzen standen hart aus den breiten Warzenhöfen hervor. Als sie die Hände an den Hinterkopf legte, hob sich ihre Brust deutlich an und schob ihren gesamten Vorbau betont nach vorn.
Max schluckte und wusste, dass sie es mit Absicht tat. Dass sie ihn verführen wollte. Erneut. Bereits zum zweiten Mal. Sein Blick sprang nervös von ihrem Körper zu dem Durchgang, der aus der Bar hinaus und in den Liebestrakt führte. Doch dort war nichts zu sehen, nur der rote Vorhang, der schwer herabhing und das, was hinter ihm lag, gnadenlos verbarg. Er seufzte ungeduldig.
Janinas Hand schob sich weiter. Erreichte den Saum seiner Boxershorts und als ihre rotlackierten Fingernägel unter den Stoff drangen,
»Wie wäre es«, begann Janina flüsternd, ihre Stimme heiß glühend an seinem Ohr. »Wenn wir uns noch einmal niederlegen?«
Max zögerte mit einer Antwort. Sein Penis, noch immer feucht von ihrem Saft, dessen harte Konturen sich unter dem einzigen Stoff abzeichneten, den er am Körper trug, hätte die Einladung am liebsten angenommen. Doch sein Herz schmerzte.
»Ich glaube, ich bin noch nicht so weit.«
Janina schob die Hand vollständig unter die Hose und legte sie selbstbewusst um sein Glied, als würde es vollkommen ihr gehören. Es zuckte und er spürte sofort ihre Wärme. »Dein Kumpel gibt mir aber etwas anderes zu verstehen …«
Ihr Grinsen war das einer Raubkatze. Sie leckte sich über die Lippen und legte den Kopf schief. So wie vorhin, als sie zum ersten Mal aufeinander trafen und nur kurze Zeit später ineinander versunken waren.
Er drohte, in ihrem Blick zu schmelzen, doch irgendetwas in ihm blockierte die Lust. Verhinderte, dass das, was zwischen seinen Beinen loderte, in sein Hirn gelangte und dort jedes logische Denken auslöschte. Sein Körper wollte sie – sein Geist jedoch war woanders.
Dabei war der Sex mit Janina unheimlich toll gewesen. Zu seinem Glück war sie eine große Liebhaberin des Doggystyle, was seiner Gier nach dieser Stellung vollkommen entsprach. Oh Lord, wie hatte er sie genommen. Von hinten, erst zärtlich, dann mit Wucht, so dass ihre Körper laut aneinanderschlugen. Ihr Höhepunkt war dröhnend gewesen. Seiner nicht. Dafür hatte er seine Euphorie in einer großen, klebrigen Ladung zum Ausdruck gebracht, die er ihr über den ganzen Rücken gespritzt hatte. Und doch … Obwohl ihm der Sex mit ihr gefallen hatte und eine zweite Runde mehr als verlockend war, waren seine Gedanken woanders. Bei seiner Frau. Bei Lena.
»Tut mir leid, aber ich bin etwas verkopft.«
Janina zog ihre Hand zurück und wirkte zunächst enttäuscht. Das Feuer war aus ihrem Gesicht gewichen und ihre Stirn hatte sich in Grübelfalten gelegt. Doch dieser Zustand hielt nur kurz an. »Habe ich etwas falsch gemacht? War ich zu forsch?«
»Nein! Nein!«, wiegelte Max hastig ab. »Daran brauchst du gar nicht erst denken. Wirklich.«
»Und warum dann? Wegen deiner Frau?«
Er zögerte kurz und nickte schließlich. »Sie ist gerade im Liebestrakt.«
»Aber das ist doch toll«, antwortete Janina verunsichert. »Das kann in einem Swingerclub schon das eine oder andere Mal passieren.«
»Klar«, hauchte er und nahm einen großen Schluck seines Gins. Der Drink und seine Säure rauschten heiß durch seinen Körper. Er bekam eine Gänsehaut auf den Armen, die ihn überraschte.
Wieder legte Janina ihren Kopf quer, wodurch ihre Brüste sanft nachwippten. »Bist du«, begann sie vorsichtig und ihre Augen weiteten sich ein wenig, »Etwa eifersüchtig?«
Da war plötzlich dieser Moment. Dieser, in dem ein Mensch mit knappen Worten den Nagel nicht nur auf den Kopf traf, sondern ihn mit einem Schlag im Holz versenkte. Sie deutete sein Schweigen als Zustimmung und setzte eine mitfühlende Miene auf. »Mensch, sag das doch!«, zischte sie tadelnd. »Das ist doch nichts, wofür du dich schämen musst.«
Er zuckte mit den Schultern, während er flüchtig eine Frau musterte, die splitterfasernackt im Durchgang erschienen war. Für einen Moment konnte er einen Blick auf den Bereich abseits des Vorhanges erhaschen, doch dieser reichte nicht, um mehr als nur ein paar Schatten in Menschengestalt zu erkennen. »Das ist aber auch nichts, das man Menschen aufzwingt, die man erst kennengelernt hat.«
»Hier drin gelten andere Regeln, Honey«, berichtigte sie ihn gutherzig. »Man lässt hier nicht nur die physischen Hüllen fallen, wenn du verstehst, was ich meine.«
»Danke«, sagte er knapp und trank erneut. Janina tat es ihm gleich und nippte an ihrem Rotwein, der ihren Lippen den fruchtigen Geschmack verlieh, den er vor kurzem erst an ihr schmecken durfte.
»Willst du darüber mit mir sprechen?«
Max warf erneut einen Blick zum Vorhang, doch dieser rührte sich noch immer nicht. Er nickte und rang sich zu einem flüchtigen Lächeln durch. Warum nicht, dachte er. Er hatte das unwillkürliche Bedürfnis, irgendwem von seinem Kopffick zu erzählen.
»Swingt ihr schon lange? Oder seid ihr neu hier?«
»Hm«, überlegte er. »Seit gut einem Jahr. Aber unregelmäßig. Ist das neu?«
Sie lächelte und nickte. »Na ja. So halb-halb.«
»Hier waren wir zumindest noch nicht oft. Wir sind nur selten in Berlin. Eher in der Heimat.«
»Wie oft öffnet ihr euch? Ein oder zwei Mal im Monat?«
»Ja, ungefähr.«
»Dann seid ihr Neulinge, denke ich. Mein Mann und ich machen das seit knapp zehn Jahren.«
Er musterte sie erneut. Sie wirkte mit ihrer glatten Haut und den feinen Konturen wie eine Frau in ihren späten Zwanzigern. Wenn ihre Aussage stimmte, hatte sie zu Beginn ihrer Volljährigkeit mit dem Swingen angefangen. Aber vielleicht ist sie auch schon älter und hat sich ihr jugendliches Aussehen erhalten.
»Das ist krass«, antwortete er. »Und dein Mann auch?«
»Klar«, erwiderte die Brünette direkt. »Aber zurück zu deiner Eifersucht. Ich bin neugierig.«
Er tat so, als wäre dieses Thema ein störender Splitter, der in seiner Haut steckte, und seufzte gespielt. Er wollte sich ihr nicht aufdrängen. Dabei wünschte er sich nichts sehnlicher, als sein Leid endlich aussprechen zu können.
»Ist es eine ganz, ganz schlimme Eifersucht, oder wie kann ich das verstehen?«
Max nahm einen tiefen Atemzug. Betrachtete die halbnackte Schönheit an seiner Seite. Musste bei dem Gedanken, dass er in diesem Moment eine Art Therapiestunde in Gegenwart einer entkleideten Therapeutin abhielt, beinahe Grinsen. Doch dann sprudelten die Worte nur so aus ihm heraus.
»Also ich liebe meine Frau. Unendlich sogar. Und sie mich auch. Da bin ich mir sicher. Und als wir vor einem Jahr durch Freunde zum Swingen gekommen sind, haben wir an uns eine krasse, neue Art der Sexualität entdeckt. Und es gelingt uns, Sex und Gefühle voneinander zu trennen.«
Janina nickte. »Klingt doch so weit ganz gut.«
»Ich schlafe mit anderen Frauen. Und das ist etwas Fantastisches. Ich genieße diese Freiheit mehr, als ich es beschreiben könnte. Sie tut es mir gleich. Im Grunde ist alles perfekt. Und doch … Bin ich eifersüchtig. Ich weiß, dass sie mit anderen Männern schläft. Vollkommen fair und in direkter Absprache. Und obwohl ich selbst Nutznießer unserer neuen Lebensart bin, schaffe ich nicht, die Gefühle abzustreifen, die ich habe …«
Er schaffte es nicht, den Rest des Satzes auszusprechen.
»… Wenn sie bei einem anderen Mann ist«, half sie ihm.
Max nickte. »Und das ist doch bescheuert, oder? Wie kann ich mit anderen Frauen schlafen, mich ausleben und gleichzeitig eifersüchtig sein, wenn Lena dasselbe tut?«
Janina kaute nachdenklich auf ihrer Unterlippe. »Freust du dich denn für sie?«
»Natürlich!«, konnte Max diese Frage aufrichtig beantworten. »Sehr sogar.«
Und das war die Wahrheit. Er freute sich ehrlich für seine Frau, die neben dem Sex mit ihm auch anderswo auf ihre Kosten kam. Das Swingen war etwas, das für sie die Krönung der Lust darstellte. Hemmungslose Leidenschaft ohne Liebe und Gefühle gegenüber den Wechselpartnern. Wundervoll. Heiß, erotisch und voller versauter Augenblicke.
»Dann ist es womöglich nur eine reine Gewöhnungssache. Ich kenne das aus meiner Anfangszeit. Irgendwie konnte ich zunächst Genuss und die Verlustängste nicht sauber voneinander trennen. Aber das habe ich schnell gelernt, weil ich Rene immer vertrauen konnte.«
»Lena vertraue ich auch«, streute Max direkt ein. »Das macht die Eifersucht ja so absurd. Ich weiß, dass sie abends in meinen Armen liegt. Dass sie nur für mich mehr als nur Lust empfindet.«
»Hm«, überlegte Janina. »Hast du ihr denn schon einmal beim Sex mit einem anderen Mann zugesehen? Rene und mir hat das sehr geholfen. Dadurch, dass ich ihn beobachtet hatte, konnte ich verstehen, dass es tatsächlich nur Sex war – keine Liebe, kein Partnerklau.«
Max schüttelte den Kopf. »Das habe ich noch nie. Sie hat mich mehrfach danach gefragt, aber ich habe es immer abgelehnt.«
»Und sie bei dir?«
»Nein. Auch nicht. Obwohl sie es wollte.«
»Also ist sie nicht so eifersüchtig wie du?«
»Gar nicht.«
»Okay. Ihr steht an zwei unterschiedlichen Punkten. Vielleicht …«, überlegte Janina gedehnt. »Wäre das aber eine Möglichkeit, deine Furcht unter Kontrolle zu bekommen. Wenn du ihr und einem anderen Mann beim Ficken zusiehst, könnte das etwas Positives in dir bewirken. Ich zum Beispiel werde immer geil, wenn ich ihn dabei beobachte. Das ist dann wie ein Vorspiel. Und im Anschluss kralle ich ihn mir.«
Max schwieg eine Weile. Und trank, während Janina, die noch immer so nah war, dass er ihre Hitze spüren konnte, weiter ruhig und überzeugt für diese Art von Schocktherapie warb.
»Ich würde es wirklich einmal versuchen. Arbeite daran. Denn, und das ist meine ehrliche Meinung, kann das hier«, und dabei ließ sie den Finger über ihren Kopf kreisen, »auf Dauer nur funktionieren, wenn beide auf derselben Welle schwimmen. Schafft ihr es nicht, euch anzugleichen, könnte das Swingen bald zu einem Problem werden. Möchtest du das?«
Max sah sich um. Saugte die Umgebung in sich auf. Das verruchte Rot überall an den Wänden. Gäste, die kaum mehr als nur Reizwäsche am Körper trugen und mit nackten Füßen über den weichen Teppich schlenderten. Das gedämpfte Lachen und Stöhnen, das von ihnen ausging. Das gemütliche Licht, ein Gemisch aus dunklem Gelb und feurigem Rot, über ihren Köpfen.
»Auf keinen Fall.«
»Dann solltest du dir einen Ruck geben. Sieh ihr zu. Nimm ihre Einladung an. Überzeuge dich davon, dass es nur Lust ist. Keine Liebe.«
»Hm. Das klingt so leicht.«
Janina zuckte mit den Achseln. »Einfach ist es nicht. Aber unglaublich wirksam. Eventuell kennst du sogar einen Mann, dem du vertraust. Dem du am ehesten mit deiner Frau sehen wollen würdest. Einen Freund vielleicht.«
Sie legte ihm abermals die flache Hand auf das Bein. Er fragte sich, ob sie es tat, um ihn Mut zuzusprechen oder aufs Neue zu verführen.
»Einen Freund …«
Max ließ sich ihren letzten Satz gerade auf der Zunge zergehen, da bewegte sich der Vorhang. Er hatte es im Augenwinkel bemerkt. Sein Blick flog herum. Und da war sie. Lena. Gekleidet in einem weichen Bademantel, wo vorher Dessous ihren Körper geschmückt hatten. Ihr dunkles Haar fiel feucht auf den hellen Stoff. Ihr Hals war auf der einen Seite gerötet, als hätte sie dort jemand voller Leidenschaft und Gier gepackt. Ihr vom Schweiß leicht glänzendes Gesicht zeigte den Ausdruck tiefer Entspannung. Ihre Bewegungen waren weich und federnd, als würde sie schweben. Max’ Magen zog sich zusammen.
Neben ihr ging ein kräftig gebauter Mann. Ein Mann, dem Janina augenblicklich einen Luftkuss zur Begrüßung zuwarf. Offenbar ihr Gatte. Rene. Max seufzte über diese beinahe zynische Wendung seines persönlichen Schicksals. Was für ein Zufall, dachte er grimmig. Er leerte den Longdrink in einem Zug.
2.
Max bekam nachts kein Auge zu. Die schummrig leuchtenden Ziffern auf dem Display seiner Uhr verrieten ihm, dass es bereits nach Mitternacht war. Er seufzte leise und gestand sich ein, dass er keine Chance hatte, in den Schlaf zu finden.
Sein Gedankenkarussell kreiste noch immer um das Thema Eifersucht und beanspruchte sein ganzes Denken. Lena hingegen lag neben ihm und schlief tief und fest. Da das Paar im Sommer gern die Nacht mit weit geöffneten Fenstern verbrachte, war es im Schlafzimmer hell. Der Mond stand voll am Himmel und spendete sein silbriges Licht. Wie in der Nacht am Waldsee, dachte Max und musste an den Campingausflug denken, bei dem seine Frau und er zum ersten Mal geswingt hatten.
Er betrachtete Lenas Körper, den die dünne Sommerdecke nur spärlich bedeckte. Ihr gesamter Rücken sowie ein Teil ihres Pos lagen frei. Er ließ den Blick über die feine Linie ihrer Hüfte und über ihre Haut wandern, die im Schein des Erdtrabanten gräulich wirkte. Zählte die kleinen Muttermale, die er lieben gelernt hatte. Immer, wenn sie sich bewegte, raschelte ihre Decke leise. Sie roch dezent nach ihrem Lieblingsshampoo – süßer Apfel und einer Mischung aus aromatischen Früchten.
Sie war gänzlich nackt. Genau wie er. Was daran lag, dass sie im Sommer zumeist entkleidet schliefen. Sex hatten sie vor dem Schlafengehen nicht gehabt. Was dies anging, waren sie im Swingerclub voll auf ihre Kosten gekommen. Und schon bald würden die Wecker klingeln. Dann hieß es frühstücken, Sachen packen, das Hotel verlassen, Berlin den Rücken kehren und mit dem Auto zurück in die Heimat fahren.
Wieder sah er auf die Uhr. Es wurde nicht besser. Die Zeit verstrich gnadenlos. Max seufzte und kapitulierte.
Er kroch lautlos aus dem Bett, verließ das Schlafzimmer der kleinen Suite, betrat den Wohnraum und ging zu den bodentiefen Fenstern. Er öffnete leise quietschend die Balkontür und einen Moment später stand er draußen.
Kühle Sommerluft hüllte ihn ein. Er sah sich verstohlen um und stellte rasch fest, dass alle Balkone im Umkreis dunkel und verlassen waren. Also ließ er sich breitbeinig auf einem der gepolsterten Stühle nieder und schloss die Augen. Horchte in die Stille, die das Hotel, das sich am Rande Berlins in einem Wäldchen befand, umgab. Spürte eine feine Brise, die sein entblößtes Gemächt umwehte.
Ich muss an mir arbeiten, grübelte er verbissen. Er wollte endlich lernen, seine Eifersucht zu kontrollieren. Sie besiegen. Ihr den Stecker ziehen. Denn das würde bedeuten, dass er und Lena fortwährend swingen könnten. Dass er weiterhin die Körper fremder Frauen genießen könnte. Und dass auch seine Partnerin auf ihre Kosten kam, denn das war nur fair. Denn wenn er vom Buffet naschen durfte, stand es ebenso ihr zu. Punkt aus.
Er dachte an das, was Janina ihm im Club zu erklären versucht hatte: dass die beste Art der Therapie eventuell darin bestand, sich seinem Problem zu stellen und nicht, diesem immer und immer wieder auszuweichen.
»Einen Mann, dem ich vertraue. Einen Freund vielleicht«, wiederholte er den Rat seiner Sexpartnerin auf Zeit flüsternd.
Er dachte darüber nach und ging im Kopf eine Liste der Männer durch, mit denen er Kontakt hatte. Aber für das, was er vorhatte, kam keiner so richtig in Frage. Die meisten von ihnen waren vergeben. Und bei denen, die single waren, konnte er sich nicht wirklich vorstellen, dass sie dazu bereit wären, eine verheiratete Frau vor den Augen ihres Mannes zu nehmen. Immerhin waren sie allesamt keine Swinger. Außer …
Max schüttelte bei dem Gedanken an einen ganz bestimmten Namen energisch den Kopf. Er grübelte weiter und rief sich ein Gesicht nach dem anderen vor Augen. Als ihn auch das nicht weiterbrachte, wurde sein Denken verzweifelter. Er kam sogar auf die Idee, im Internet nach einem fremden Kerl zu suchen, der ihm gegen Bezahlung bei seinem Problem half. Doch dann überkam ihm ein schlechtes Gewissen, als er verstand, dass er seine eigene Frau per Annonce zum Sex anbieten wollte. Ein Schaudern schoss durch seinen Körper und er erschrak sich vor sich selbst. Bin ich komplett irre? Welcher Mann macht sowas? Die Antwort auf diese Frage verließ flüsternd seine Lippen: »Ein Mann, der wachsen will.«
Bei diesem Gedanken zog sich etwas in seiner Brust zusammen. Aber nein – dieser Weg war falsch. Wenn er größer aus der Sache hervorgehen wollte, dann mit Anstand und Niveau. Sein Kopf arbeitete auf Hochtouren. Und wieder kam ihm nur ein Name in den Sinn. Er seufzte.
Nach kurzem Zögern schlich er ins Schlafzimmer, holte sein Smartphone und kehrte auf den Balkon zurück. Er entsperrte das Gerät, öffnete einen Messenger und scrollte durch die Kontakte. Als er den Namen fand, klickte er diesen an und war überrascht, dass bei diesem der Status online angezeigt wurde.
Max legte die Stirn in Falten und überlegte, ob es irgendwo auf der Welt eine Wertpapierbörse gab, die zu dieser späten Stunde geöffnet hatte. Anders konnte er sich nicht erklären, warum Tim nicht schlief.
Tim. Der Mann von Lenas bester Freundin Lisa. Ein Typ, den Max der Höflichkeit halber einen Freund nannte, obwohl er nur über Lena zu seinem Bekanntenkreis gehörte. Er war gut gebaut, äußerst selbstbewusst, oft unverschämt, vermögend – der Börse sei Dank – und dauergeil. Und trotz dieser Eigenschaften, die ihn als Gesprächspartner unangenehm machten, war es ausgerechnet er gewesen, der den Anstoß dazu gab, dass Max und Lena zu Swingern wurden.
Ein dichter Wald. Kein Mensch weit und breit, nur zwei befreundete Pärchen. Vollmond. Ein spiegelglatter See, eingerahmt von hohen Fichten und Wiesen. Ein Lagerfeuer, zwei Zelte, Lust und ein heißes Geständnis …
In jener Nacht vor knapp einem Jahr war es passiert. Zunächst hatte der Alkohol dazu geführt, dass die Freunde nackt im See gebadet hatten. Die dabei entstandene Hitze hatte veranlasst, dass Tim und Lisa offenbarten, dass sie Swinger waren. Und dieses Geständnis führte zu leidenschaftlichem Sex – mit getauschten Partnern.
Würde sich nicht sogar ein Kreis schließen, wenn ich Tim darum bitte, mir bei meinem Problem zu helfen?
Immerhin fand Lena ihn attraktiv. Sie stand auf seinen trainierten Körperbau. Konnte sein oft machohaftes Gehabe, das auch ihr zuwider war, ausblenden, um seine Erscheinung und sein Testosteron zu genießen. Andere Gefühle als Lust empfand sie dabei nicht. Das hatte sie Max versichert. Und er glaubte ihr. Seiner Frau gelang es sehr gut, Liebe und Swingersex voneinander zu trennen. Anders als ihm.
Sein Zeigefinger näherte sich dem Telefonsymbol neben Tims Namen. Er hielt kurz inne. Überdachte seinen Plan und prüfte ihn auf seine Sinnhaftigkeit. Er begriff rasch, dass es für ihn keine Alternative gab: Er musste seine Eifersucht bekämpfen. Hoffte, dass dieser schwere Schritt, seine Frau beim Sex mit einem anderen Mann zu beobachten, ihm helfen konnte, aus seinen Problemen herauszufinden. Wenn ich es nicht versuche, werde ich es nie erfahren, dachte er und gab sich daraufhin ein Versprechen. Sollte es nicht funktionieren, werde ich es nicht wiederholen.
Der letzte Gedanke hatte etwas Tröstendes. Und Tim war aus zwei Gründen der perfekte Mann für diesen Test, fasste er erneut für sich zusammen, als müsste er sich selbst noch von der Richtigkeit überzeugen: Lena fand ihn heiß. Und zugleich hielt sie nichts von seinem Charakter. Er wäre nur ihr Spielzeug. Ein Orgasmuswerkzeug. Ein Mittel zum Zweck. Ein Sexpartner. Kein Liebhaber. Kein Mann, mit dem sie ihre Zukunft verbringen wollte. Perfekt also. Genau das, was Max suchte. Er könnte die beiden beobachten, ohne dass er sich Sorgen um seine und Lenas Ehe machen musste. Er konnte in Ruhe lernen, sie bewusst und angstbefreit herzugeben. So, wie sie es umgekehrt schon längst mit ihm tat. So, wie es das gleichberechtigte Swingen erforderte.
Max atmete tief ein und aus. Beobachtete eine Fledermaus, die winzig zappelnd nur knapp über seinen Kopf hinwegflog. Fühlte eine nervöse Anspannung im Unterleib. Spürte das Mondlicht auf seiner nackten Haut. Ein Windhauch strich über seinen Körper und erzeugte Gänsehaut an seinen Oberschenkeln. Er roch den Wald und den Sommer. Bilder von Tim und Lena flogen durch seinen Kopf. Er über ihr. Er in ihr. Geteilte Lust. Lautes Stöhnen.
Die Eifersucht in ihm wuchs und bahnte sich ihren giftigen Weg durch seine Sinne. Bevor sie ihn übermannen konnte, tippte er hastig das Telefonsymbol an und lauschte.
3.
Max tigerte im Flur seiner und Lenas Wohnung auf und ab. In unregelmäßigen Abständen warf er einen Blick auf seine Uhr und stöhnte jedes Mal leise, wenn die Ziffern eine neue Minute anzeigten. Kann er denn nicht ein mal pünktlich sein?
Unter ihm knarrte der alte Dielenboden wie ein müder Greis, der schon zu viele Tage auf dem Buckel hatte. Staubkörner tanzten im Licht der einfallenden Nachmittagssonne. Als endlich das erlösende Läuten der Klingelanlage erklang, stieß er einen tiefen Seufzer aus.
Er eilte zur Konsole und betätigte den Türöffner. Irgendwo weit unten im Wohnhaus knackte es hallend und nur einen Moment später ertönten schwere Schritte, die langsam, aber sicher näher kamen. Er ist tatsächlich gekommen!
Nach einer weiteren Minute verstummten die Schritte vor der Wohnungstür. Es klingelte erneut. Max, der die Hand schon auf der Klinke hatte, wartete und zögerte den Moment hinaus. Sein Gast sollte nicht denken, dass er wie ein ungeduldiger Junge vor der Tür ausgeharrt hatte. Drei, vier, fünf …
Er zählte bis zehn, dann öffnete er. Und da stand Tim. Live und in Farbe.
»Mäxchen«, begrüßte dieser seinen Gastgeber überschwänglich und streckte seine große Hand aus. Max, der sich schon beim ersten Wort Tims hätte aufregen können – denn er hasste den Spitznamen Mäxchen –, griff zu und ächzte sogleich unter der Kraft des Händedruckes.
»Komm doch rein«, keuchte er und zog hastig seine Hand zurück. Das ließ sich der Gast nicht zwei Mal sagen.
»Ich muss ja zugeben«, sagte Tim, dessen einnehmende Aura sich sofort in der ganzen Wohnung auszubreiten schien, »Dass ich bei deinem Anruf zuerst an einen Scherz gedacht hatte.«
Max seufzte und wünschte sich insgeheim, dass das, was ihm bevorstand, tatsächlich unter die Kategorie »Ha ha, verarscht« fallen würde, doch so war es nicht.
»Aber dann fiel mir ein, dass du alter Miesepeter kein Fünkchen Humor besitzt.«
Da war er wieder, dieser typische Tim-Charme, mit dem Max zu Lebzeiten nicht mehr warm werden würde. Er versuchte, Tims Neckereien zu überspielen, und holte stattdessen zum Gegenschlag aus. »Ich dachte schon, du kneifst und kommst nicht mehr.«
Der Neuankömmling lachte bellend auf und fuhr sich mit der Hand durchs Haar. »Wann kommt sie?«
Max musterte ihn. Wie üblich waren seine dunklen, fast schwarzen Haare an den Seiten kurz geschnitten. Oben hatte er sie mit Wachs gescheitelt. Das einfallende Sonnenlicht schaffte es, seiner Frisur einen seichten Glanz zu verleihen. Sein Gesicht hatte markante Züge, von denen er wusste, dass viele Frauen darauf standen. Gepflegte Augenbrauen, volle Lippen und ein getrimmter Bart rundeten den Eindruck eines Schönlings ab, dessen muskulöser Körperbau den Rest besorgte. Bizeps, Brust, Oberschenkel – alles bewusst in ein figurbetonendes rotes Shirt und eine leichte, schwarze Shorts gepresst. Alles an ihm strahlte Stärke aus, ohne überzogen zu wirken. Max grummelte innerlich vor Neid und ertappte sich dabei, dass er ihn etwas zu lange angestarrt hatte.
»Ohren zugeschwollen?«
»Ähm, was?«
Tim lachte und zwinkerte ihm zu. »Ich hatte dich gefragt, wann Lena kommt.«
Max warf einen flüchtigen Blick auf die Uhr. »In knapp einer halben Stunde. Sie müsste die Schwimmstunde gerade beendet haben.«
»Uh«, zischte der Gast und stemmte die Hände in die Hüften. »Dann steht sie in diesem Moment unter der Dusche, was?«
»Vermutlich«, überlegte Max, dem der Gedanke, dass Tim an seine duschende Frau dachte, nicht so recht gefallen wollte. In seiner Brust rumorte es, was er angestrengt auszublenden versuchte.
»Kaffee? Oder etwas anderes?«
»Ein Wasser genügt für den Anfang. Kaffee hinterlässt so einen fiesen Geschmack im Mund. Das kann ich Lena nicht antun und ich will nur ungern deine Zahnbürste benutzen.«
Das Rumoren in Max’ Brust verwandelte sich in ein Kribbeln und er bezweifelte zunehmend, dass sein Vorhaben das richtige war. Doch mittlerweile war es fast zu spät, etwas daran zu ändern. Klar – noch war Zeit genug, den Muskelberg vor die Tür zu setzen. Noch hatte Lena, die von dem, was sie zuhause erwartete, nichts wusste, ihn nicht gesehen. Ein weiterer Satz, der mir nicht gefällt, und ich breche ab. Das ist es mir nicht wert, dachte Max. Aber wie so oft in seinem Leben passierte etwas, das er so nicht hatte kommen sehen.
»Mal unter uns«, begann Tim und legte freundschaftlich einen Arm um seine Schulter. »Ich bewundere dich dafür, dass du deinen Problemen den Kampf ansagst. Das erfordert Mut.«
Max, der mit dieser spottfreien Offenheit nicht gerechnet hatte, verschlug es die Sprache.
»Nicht jeder schafft es, sich seiner Eifersucht zu stellen. Erst recht nicht in dem Kontext mit dem Swingen. Das verdient Respekt.«
»Danke dir«, erwiderte Max kleinlaut und bereute sogleich seine Abneigung gegenüber Tim. Er befreite sich von seinem Arm und betrat mit ihm zusammen das Wohnzimmer, nahm zwei Gläser aus einem Hängeschrank und befüllte diese mit Wasser aus einer Flasche.
»Wie geht es dir damit?«
Max zuckte mit den Schultern. »Wie soll es mir schon gehen. Mir ist nicht wohl dabei. Aber ich werde nicht kneifen.«
Über Tims Lippen flog ein flüchtiges Lächeln. Sie sahen sich einige Sekunden stumm an – dann kehrte der Schalk in das Gesicht des Gastes zurück.
»Ich muss ja nicht erst erwähnen, dass ich Freunden bei derlei Problemen wirklich, wirklich gerne helfe.«
Das glaube ich dir aufs Wort, dachte Max grimmig und ohne, dass er es verhindern konnte, flammten Bilder vor seinem inneren Auge auf, die Tim und Lena in nackter Leidenschaft zeigten. Er zwang sich, die Vorstellungen zu verscheuchen. Trank das Glas in einem Zug aus und wischte sich den Mund mit dem Handrücken trocken.
»Was sagt Lena eigentlich zu dem Plan? Glaubt sie, dass du deine Probleme so in den Griff bekommen kannst?«
Jetzt war es Max, der lächelte. Zwar wirkte es im Gegensatz zu dem von Tim verkrampft und gequält, aber hey – es war ein Lächeln. »Sie weiß nichts davon.«
Tim sah ihn verwundert an. Das Glas, das sich bereits auf halbem Wege zu seinem Mund befand, verharrte auf der Stelle. »Nicht dein Ernst.«
»Doch«, entgegnete Max und versuchte, all die Überzeugungskraft, die er aufbringen konnte, in seinen Gesichtsausdruck zu legen. »Sie weiß nichts. Absolut gar nichts. Außer, dass ich heute etwas mit ihr vorhabe. Und das nur, damit sie nach dem Unterricht nicht woanders hinfährt und uns hier ewig warten lässt.«
»Weiß sie denn zumindest, dass ich komme?«
Beim Wort Kommen zuckte Max flüchtig mit einem Augenlid. Oh ja, kommen wirst du … Leider …
»Nein«, rang er sich zu einer Antwort durch. »Das wird sie bestimmt sehr überraschen.«
Tim lachte schallend auf, woraufhin Wasser aus dem Glas schwappte und auf den Boden tropfte. »Mann, Max, dich werde ich wohl nie verstehen«, prustete er und klopfte ihm auf die Schulter. »Wenn du willst, kannst du ein richtiger Bad-Boy sein, weißt du das?«
»Wieso?«
»Nun, du organisierst deiner Frau einen Mann, der sie ficken soll. Vor deinen Augen. Ohne, dass sie im Vorfeld etwas davon weiß.«
Ob das eine so gute Idee war, wusste Max selbst noch nicht. Er hatte angenommen, dass der Sex mit Tim eine gelungene Überraschung für Lena sein konnte und wollte, dass sie ein heißes Stündchen bekam. Sie war eine tolle Frau und hatte sich das Abenteuer verdient.
»Ist halt ein Paukenschlag.«
Tim leerte sein Glas und stellte es direkt neben einem Untersetzer auf den gläsernen Couchtisch. Sofort sammelte sich am Boden ein Rinnsaal Wasser. In Max kribbelte es weiter.
»Und wenn sie nicht will? Wenn sie nicht in der Stimmung ist? Oder wenn sie keine Lust auf mich hat?«
Das Wort Lust traf den Nagel auf den Kopf. Doch Max wiegelte energisch ab. »Da mach dir mal keine Sorgen. Sie steht voll auf dich.«
Bevor er den Satz beendet hatte, bereute er ihn schon. Auf Tims Gesicht trat etwas Wissendes. Arrogantes. Selbstüberzeugtes. Diese Worte waren Futter für das Ego eines Mannes, der im Leben fast alles erreicht hatte. Gutes Aussehen, eine liebende Frau an seiner Seite und Geld – der Börse und seinem luftfahrtbezogenen Fachwissen sei Dank. »Das höre ich gerne.«
»Bewerte das nicht über«, unterbrach ihn Max. »Es geht ihr nur um deinen Körper.«
Und das ist das, worauf es mir ankommt. Keine Liebe, keine Gefühle. Keine Gefahr. Hoffentlich.
Er versuchte, dem Gesagten etwas Witziges mitzugeben. Er wollte, dass Tim von Lenas Vorliebe für seinen Körper wusste. Dass sie ihn jedoch für ungehobelt und charakterlich schwierig hielt, sollte er nicht aufs Brot geschmiert bekommen – zumindest nicht an diesem Tag. »Außerdem ist sie garantiert in Stimmung. Nach dem Sport nutzt sie Sex gerne als Stilmittel zur Entspannung. Mach dir da mal keine Sorgen.«
Tim grinste und wirkte so, als würde sein Kopfkino auf Hochtouren laufen. Wieder konnte Max nicht verhindern, dass er seinen Freund, Bekannten – was auch immer – nackt auf seiner Frau liegen sah. Schlimmer noch. Aus dem nur nackt wurde ein wildes, hemmungsloses Stöhnen und Stoßen.
Wieder sah er auf die Uhr. Just in diesem Moment erreichte ihn eine Mitteilung von Lena, dass sie bald da sein würde und auf dem Weg hinauf noch einen Stopp bei einer Nachbarin einlegte, um ein Paket abzuholen. Dass es sich dabei aber nur um Minuten handeln konnte.
»Sie ist gleich da«, erklärte Max und wies in Richtung Schlafzimmer. Eilig setzte er sich in Bewegung.
»Wie läuft es ab?«, erkundigte sich Tim, der ihm auf dem Tritt folgte. »Soll ich nackt und in edler Pose auf dem Bette liegend auf sie warten?«
»Keine Ahnung«, überlegte Max und musste zugeben, dass er daran im Vorfeld nicht gedacht hatte.
»Hast du Sahne? Wenn ja, kann ich sie mir auf den Schwanz sprühen. Nach dem Schwimmen ist man bekanntermaßen ziemlich hungrig. Nascht sie gerne?«
»Nein.«
Doch das war eine glatte Lüge.
»Oder eine Weintraube für meinen Bauchnabel? Falls sie mag auch gerne Senf. Den kann sie mir vom Hintern …«
»Lass deine blöden Witze. Mir fällt es so schon schwer genug.«
»Oder ein Hotdog-Brötchen? Die Wurst habe ich immerhin mitgebracht.«
»Tim …«
Sie erreichten das Schlafzimmer und wurden von einem blumigen Duft begrüßt, der von frisch gewaschener Bettwäsche zeugte. Der Raum war in einer cremefarbenen Optik gehalten. Verspiegelte Schränke standen an der einen Seite und befanden sich gegenüber von raumhohen Fenstern, die einen Blick auf den Hamburger Fernsehturm freigaben. An den Wänden hingen unzählige Bilder, die Freunde, Familienmitglieder und ehemalige Haustiere zeigten. Doch das wohl wichtigste Einrichtungsstück befand sich an der Rückwand. Es handelte sich dabei um ein breites Boxspringbett mit einem hohen, braunen Kopfteil mit Lederbezug. Auf diesem lagen gleich mehrere Kopfkissen und zwei dünne Sommerdecken. Lenas Kuscheltiere, Relikte aus ihrer , sowie Max’ Lieblingsbeilagekissen, ohne das er nicht einschlafen konnte, hatte er vorsorglich entfernt und im Schrank verstaut. Er wollte nicht, dass etwas von Tim diese Dinge berührte und mit seinen Körpersäften kontaminierte. Wollte nicht, dass seine Anwesenheit den Raum, der so voll war mit Erinnerungen, Intimität und Geschichte, mit seiner frechen Art entweihte.
»Also. Nackt liegend? Oder angezogen und in stilvoller Pose? Wie soll ich auf sie warten?«
Bevor Max antworten konnte, hörte er, wie es im Schloss der Wohnungstür klackte. Sein Herz beschleunigte sich und Schweiß trat auf seine Stirn.
»Egal, was du machst, mach es leise«, zischte er, drückte Tim in Richtung Bett und eilte aus dem Zimmer. Fast hätte er vergessen, die Tür zu schließen, und schaffte es im letzten Moment. Schon hörte er die weiche Stimme seiner Frau.
»Max?«
Er eilte durch das Wohnzimmer und in den Flur. Und da stand sie, gekleidet in einer hautengen Jeans, einem weißen Tube-Top und lockeren Halbschuhen.
»Heeeeey!«, begrüßte er sie überschwänglich und versuchte, seine Nervosität zu überspielen. »Wie war dein Tag?«
Er gab ihr einen flüchtigen Kuss auf den Mund und bemerkte den Duft von Shampoo und Chlor. Sie grinste ihn glücklich an. »Ganz okay. Aber anstrengend. Wenn ich noch einmal die Ausdrücke Schwimmhilfe oder Beinschlag höre, drehe ich durch.«
»Waren die heute wieder frech?«
»Frech ist das falsche Wort. Es sind Monster. Allesamt. Keiner hört mehr auf die Anweisungen der Lehrer.«
Lena, die nicht nur Leistungsschwimmerin war, sondern auch Trainerin für von acht bis zwölf Jahren, ließ ermüdet die Schultern hängen. »Immer dieses Gedaddel am Smartphone. Fotos sind heutzutage wichtiger als das Schwimmen selbst. Furchtbar.«
Max nickte. Kannte die Geschichten über das, was in der Schwimmhalle passierte, in- und auswendig. Und trotzdem hörte er stets zu. Gab seiner Frau zu verstehen, dass er für sie da war. Dass er zuhörte und sie ihn als Mülltonne für ihre emotionalen Abfälle benutzen konnte. Doch an diesem Tag fiel es ihm schwer. Das, was nur wenige Meter entfernt hinter einer Tür auf sie lauerte, ergriff vollständig Besitz von seinen Gedanken.
»Ich glaube, ich geh noch einmal auf nen Sekt zu Moni in den zweiten Stock. Sie hat mich eben eingeladen. Ich kann gerade etwas Ablenkung gebrauchen und will dich nicht damit belästigen. Dann hast du auch mal ein wenig Ruhe vor mir.«
Sie machte Anstalten, sich zur Wohnungstür zu drehen, da kam Max ihr zuvor.
»Quatsch«, wiegelte er ab und legte seine Hände auf ihre Schultern. Dieser Geste folgte eine innige Umarmung, bei der er spürte, wie sich die Spannung in ihr ein wenig löste. Er musste verhindern, dass sie ihr Vorhaben in die Tat umsetzte. Tim wartete auf sie und obwohl er nicht unglücklich damit wäre, wenn er nicht über sie herfallen würde, so wollte er endlich Nägel mit Köpfen machen. Seine Eifersucht besiegen. Also gab er ihr einen weichen Kuss auf die Wange. Fuhr mit den Fingern durch ihre glatten, vom Duschen noch feuchten, braunen Haare. So wie sie es liebte. Das strahlende Grün ihrer Augen nahm ihn gefangen.
»Wie wäre es, wenn du dir etwas Entspannung gönnst«, schlug er vor und zog sie sanft an den Händen ins Wohnzimmer. Sein rasendes Herz machte seine Schritte zur reinsten Qual. Er fühlte sich, als würde er sehenden Auges auf seine eigene Hinrichtung zusteuern. Als würde jeder schwindende Meter zwischen ihnen und dem Überraschungsgast den Strick enger um seinen Hals legen.
Lena grinste plötzlich. »Ich weiß nicht, was du vor hast, aber eine Massage wäre genau das, was ich jetzt gebrauchen könnte …«
Er zwang sich dazu, ihr Grinsen zu erwidern. Zwinkerte ihr sogar zu. »So etwas in der Art könnte tatsächlich passieren.«
Ihr Mund wurde breiter. Plötzlich kehrte der Frohsinn in ihr Gesicht zurück. Das Grün ihrer Augen wirkte wie feuchtes Moos, das im Sonnenlicht schimmerte. Sie biss sich kokett auf die Unterlippe. Er liebte diesen Anblick. Er liebte sie.
Die beiden gingen durchs Wohnzimmer und als sie beinahe die Tür zum Schlafzimmer erreicht hatten, war es an der Zeit, mit der Einleitung zu beginnen. Max stoppte, was auch Lena dazu brachte, anzuhalten.
»Weißt du, Schatz«, begann er zögerlich. »Bevor wir da rein gehen, muss ich dir etwas gestehen …«
»Du hast Rosenblätter auf dem Bett drapiert. Und Tauben, die, wenn ich eintrete, in Richtung Fenster fliegen? Und Sekt und Gambas? Blattgold auf Crème brûlée?«
Max lachte flüchtig, schüttelte dann den Kopf. »Nicht sowas. Ich …«
Er suchte nach den richtigen Worten. Und das war wichtig. Sie sollte bei dem, was ihr blühte, nicht direkt aus den Latschen kippen. »Ich kämpfe nach wie vor mit meiner Eifersucht, wenn ich weiß, dass du mit anderen Männern …«
Sie wirkte überrascht. Ihre Augen weiteten sich verwundert und sie legte den Kopf schief. Doch schwieg sie und wartete darauf, dass er fortfuhr.
»Ich will nicht, dass meine Eifersucht zwischen dem steht, was wir machen.«
»Zwischen was? Meinst du das Swingen?«
Er nickte langsam. »Genau. Ich liebe es und weiß, dass es dir exakt so geht. Und ich will, dass es weitergeht. Dass unser Sexleben so geil bleibt, wie es im letzten Jahr geworden ist. Nicht, dass ich vorher unglücklich war … Aber du weißt, was ich meine. Oder?«
»Ich glaube, ja«, antwortete sie langsam. In ihrem Gesicht stand ein großes Fragezeichen und sie legte die Stirn in Falten. »Muss ich mir etwa Sorgen machen?«
Er schüttelte energisch den Kopf. »Wie gesagt, ich will daran arbeiten. Kannst du dich erinnern, dass du mich ein paar Mal dazu eingeladen hast, dir beim … Sex zuzusehen?«
Ihm fiel es schwer, die folgenden Worte auszusprechen. »Also, wenn du mit …«
»Wenn ich mit einem anderen Mann schlafe?«
Er nickte abermals.
»Max«, fragte sie langsam, die Stimme schwer vor Verunsicherung und Argwohn. »Was genau erwartet mich hinter dieser Tür?«
Schlagartig wurde ihm klar, dass es nun kein Zurück mehr gab. Die Saat war gesät. Der Moment der Enthüllung würde kommen – daran bestand kein Zweifel. Er seufzte. Die Frage ist nicht was, sondern wer hinter dieser Tür auf dich wartet, dachte er und rang sich schweren Herzens zu einer Antwort durch. »Etwas, das uns als Paar weiterbringen kann und mir dabei helfen soll, meine Ängste zu kontrollieren.«
Er wies mit sanfter Geste in Richtung Klinke und bedeutete ihr, dass sie eintreten sollte. Sie musterte ihn lange, suchte in seinem Gesicht nach einem Scherz oder etwas, das die Sache endlich erklärte. Das Grün ihrer Augen drohte, ihn dabei zu verschlingen. Doch seine Miene blieb ernst und unergründlich. Also wandte sie sich der Tür zu, streckte die Hand nach der Klinke aus und drückte sie herunter.
4.
»Nicht dein Ernst!«, lachte Lena, nachdem die Tür aufgeschwungen war und ihr Blick auf Tim fiel, der breit lächelnd auf dem Bett saß. Er hatte sich leicht nach hinten gelehnt. Er stützte sich auf den Händen ab; sein Bizeps spannte sich sichtbar unter dem roten Shirt. Er wirkte dabei so auffällig lässig, dass es beinahe einstudiert aussah. Der Raum schien in diesem Moment kleiner, als hätte sein Körper ihn vollständig eingenommen.
Max war heilfroh, dass Tim seine Kleidung noch trug. Noch. Denn ihm war klar, dass diese Erleichterung nur eine Aufschiebung des Unvermeidlichen war.
»Überraschung«, lachte Tim, erhob sich kurzerhand und trat einen Schritt auf Lena zu. Diese verstand offenbar noch immer nicht, was in diesem Moment passierte und begrüßte den Gast so wie üblich – mit einer freundschaftlichen Umarmung und einem Bussi auf die Wange. In Max’ Brust kribbelte es von Neuem und er schluckte schwer, blieb aber stumm.
»Du hättest ja mal was sagen können«, meckerte sie lachend und knuffte Tim gegen die Schulter. »Wenn ich von deinem Besuch gewusst hätte, hätte ich mich beeilt.«
»Dann wäre es aber keine Überraschung gewesen«, erwiderte er.
»Ist Lisa auch da?«
Lena sah sich um, als würde sie erwarten, dass Tims Frau, ihre beste Freundin, in einer anderen Ecke des Raumes auf sie lauern würde. Max seufzte. Sie hatte es noch nicht kapiert. Nicht verstanden, dass es in wenigen Minuten nur sie und Tim – und Max als Voyeur – geben würde.
»Die ist zuhause und gönnt sich etwas Ruhe. Hat irgendetwas von Gurkenmaske und Schaumbad erzählt. Irgend so ein Frauenkram halt, wenn der Loverman außer Haus ist.«
»Oh«, entfuhr es Lena und sie klang beinahe enttäuscht, doch Tim schien dies nicht zu bemerken. Plötzlich veränderte sich ihr Gesichtsausdruck schlagartig. Wo vor Sekunden noch Freude stand, wuchs der Schock. »Oooh!«
Sie riss die Augen auf, ihr Kopf flog zu Max herum.
Der Groschen war gefallen und das Thema Eifersucht vorm Betreten des Schlafzimmers hatte sich mit Tims Anwesenheit und Lisas Fehlen verbunden. »Maaax?!«
Max seufzte zum gefühlt einhundertsten Mal in den letzten zehn Minuten und sah auf den Boden. Dann breitete er die Arme aus und verkündete mit der festesten Stimme, die er aufbringen konnte: »Willkommen zum max’schen Programm zur Eifersuchtsentwöhnung. Kurz: MaPEw.«
Er konnte deutlich sehen, wie in ihr Schock und das Bedürfnis, aufgrund seiner mit Absicht übertrieben gewählten Aufmachung zu lachen, miteinander rangen. Als Tim belustigt gluckste, stieg auch sie schließlich mit ein und kicherte. Sie machte Anstalten, etwas zu sagen, aber er kam ihr zuvor.
»Ich weiß, dass wir dich in diesem Moment überfallen. Das Ganze hier ist aus meinem Mist gewachsen, Tim kann nichts dafür.«
»Unschuldig«, plapperte der Trader dazwischen, was Max ignorierte. Stattdessen erzählte er Lena von der Idee, die seine Swingpartnerin Janina ihm vor Tagen im Club vorgeschlagen hatte. Berichtete, obwohl das Thema im Grunde für sie nichts Neues war, von seiner Eifersucht und dem Wunsch, diese endlich zu kontrollieren. Sie hörte zu – mit verschränkten Armen – und unterbrach ihn nicht.
»Ich hatte mir überlegt, wie ich es am besten anstelle. Und irgendwie war mir Vertrauen wichtig. Daher fand ich die Idee, dass ein Freund«, und beim Klang dieses Wortes stellten sich seine Nackenhaare auf, »mir helfen könnte, beruhigend und reizvoll. Und meine Wahl fiel auf Tim.«
Lenas Blick flog zwischen dem Gast und ihrem Mann hin und her. Ihre Miene war unergründlich und so wie Max sie kannte, verarbeitete ihr Kopf fleißig das, was ihr soeben vorgetragen wurde. So war sie halt. Behielt Schock, Wut, Freude und dergleichen so lange hinter einem neutralen Gesichtsausdruck versteckt, bis kein Zweifel mehr daran bestand, wie sie die Sache einordnen konnte. Er hoffte inständig, dass er den Bogen nicht überspannt hatte. Dass sie ihn für diesen zugegebenermaßen eher unüblichen Vorstoß bewunderte und nicht verurteilte. Ja – sie würde in diesem Stück eine erhebliche Rolle spielen müssen. Immerhin ging es dabei um Sex, um ihren Körper und Hingabe.
Als Max dieser Gedanke kam, rutschte ihm das Herz in die Hose. Er hatte im Vorfeld nicht bedacht, wie es Lena dabei ergehen könnte und fürchtete sich urplötzlich davor, einen großen Fehler gemacht zu haben. Er fühlte sich wie ein Zuhälter, der eine Prostituierte ins Rennen schickte. Wie ein Arschloch, wie ein Narzisst. Hätte ich es doch nur sein lassen! Jetzt ist es nicht mehr rückgängig zu machen.
Zu seiner Erleichterung reagierte sie friedlich. Sie wirkte zwar nicht überzeugt – legte aber auch kein Veto ein. Noch nicht.
»Und du denkst, dass ich so mir nichts, dir nichts mit Tim schlafen kann? Mit einem Zuschauer im Zimmer? Ohne Zeit, mich darauf einzustellen?«
Ihr Gast verfolgte das Gespräch schweigend und verstand offenbar, dass für ihn zunächst Sendepause war. Und dafür war Max ihm dankbar. »Ich habe es gehofft, ja. Aber wenn du nicht willst, hast du jedes Recht der Welt, die Sache abzulehnen. Ich dachte nur, weil ihr beiden schon einmal miteinander …«
Ihm blieben die Worte im Hals stecken. »Na, du weißt schon.«
Lena seufzte. Er konnte sehen, wie sich ihre Brust beim Atmen hob und senkte. Ihr Tube-Top spannte sich um ihre Oberweite. Sie kaute auf ihrer Unterlippe und musterte Tim lange. Ihr Blick glitt dabei von oben nach unten und sie machte keine Anstalten, dies vor irgendjemandem zu verbergen. Max wertete das vorsichtig als gutes Zeichen.
Die eingekehrte Stille weitete sich aus, bis Tim diese durchbrach. »Hör mal, Lena«, begann er besonnen. Er klang dabei nicht wie ein Mann, der um jeden Preis und aus egoistischen Gründen zum Zuge kommen wollte, sondern tatsächlich wie ein Freund. »Ich kann verstehen, dass das wie ein saudummer Überfall auf dich wirkt. Ich habe auch mit Lisa darüber gesprochen, weil ich zunächst nicht wusste, wie ich auf Max’ Anfrage reagieren sollte. Sie war zerrissen, aber hat sich am Ende dafür entschieden, mich dazu zu motivieren, hierher zu fahren. Und wenn es dir nicht passt, es dir zu unangenehm ist oder dergleichen, haue ich sofort wieder ab. Das ist kein Problem. Solltest du aber Lust haben, und damit meine ich wirklich Lust, dann können wir richtig die Korken knallen lassen, wenn du verstehst, was ich meine. Und unser Mäxchen kommt dadurch vielleicht endlich aus seinem Mauseloch gekrabbelt.«
Lena dachte nach. Kaute noch immer auf der Unterlippe. »Lisa weiß davon?«
Tim lachte auf und legte den Kopf schief. »Ja, und es fiel ihr unendlich schwer, es dir bei euren Telefonaten nicht zu sagen. Das kannst du mir glauben.«
Sie atmete tief durch und wandte sich dann ihrem Mann zu, nahm seine Hände und hielt diese sanft. »Ich wusste nicht, dass es so schlimm um dich steht.«
Er fand nicht die richtige Antwort und zuckte mit den Schultern.
»Danke, dass du es mir gesagt hast. Aber …«
Ein Aber wollte ich nicht hören, dachte Max. Eisige Enttäuschung kroch durch seinen Körper und verwandelte sein Herz zu etwas Hartem.
»Aber irgendwie kommt es mir falsch vor.«
Da war es, das Ende. Er fühlte sich plötzlich unendlich schwer. Er konnte förmlich sehen, wie das, was er lieben gelernt hatte, nämlich das Swingen als Paar, vor seinen Augen zu einer schönen Erinnerung zerfiel. Er senkte den Kopf, unfähig zu sprechen. Auch Tim schwieg bedächtig.
»Versteht mich nicht falsch«, setzte Lena fort. »Im Grunde stehe ich hinter dieser Idee. Aber jetzt, so spontan … Ich komme gerade vom Schwimmen. Fühle mich ausgelaugt vom Tag. Ich könnte mich jetzt nicht auf sowas einlassen. Vielleicht ein anderes Mal, wenn wir im Club sind. Dann kannst du einfach mit mir kommen und zusehen. Das kriegen wir hin.«
Max nickte, die Bewegung dazu entstand von allein. Er bezweifelte, dass es nach diesem Tag noch weitere Clubbesuche geben würde. Auch Lena konnte ein verkopfter Mensch sein. Und ihr Sex funktionierte nicht, wenn ihr Hirn ratterte.
Sie schickte sich an, Max zu umarmen. Doch Tim kam ihr zuvor. Trat hinter sie und fing sie sanft ein, indem er ihr die Hände auf die Schultern legte. Sie zuckte überrascht.
»Weißt du«, flüsterte er leiser, als Max es ihm jemals zugetraut hätte. »Manchmal hilft es, sich einfach fallen zu lassen. Dein Tag war anstrengend? Okay, sei es drum. Lass mich dir dabei helfen, ihn zu vergessen.«
Mit diesen Worten begann er, ihre Schultern zu massieren. Bedachte auch den Nacken sowie Teile des Hinterkopfes mit gleichmäßigen Bewegungen seiner Daumen.
Max konnte in ihrem Gesicht erkennen, dass sie mit sich rang. Dass ihre Abwehr mit seiner Offensive kämpfte. Dass sie standhaft bleiben wollte, was ihr jedoch von Sekunde zu Sekunde schwieriger fiel. Als sie dann ihre Augen schloss, zuckte ein seltsames Gefühl durch Max’ Körper. Es war eine Mischung aus Eifersucht und Freude und als es Tim gelang, sie einen Schritt in Richtung Bett zu ziehen, stieg der totgeglaubte Traum aus seinem Grab auf.
»Du machst es mir echt schwer«, säuselte Lena, als Tim mit den Waden gegen die Bettkante stieß.
»Darin bin ich Profi«, flüsterte er und setzte seine Massage fort. Max verfolgte all das mit gespaltenem Herzen. Und als sein Gast dann seine Wange gegen die seiner Frau drückte, musste er schlucken. Er ballte die Hände zu Fäusten und als er sich dabei ertappte, löste er sie wieder. Entsetzt beobachtete er, wie Tims Lippen sanft ihre Wange küssten, dann tiefer glitten und den Hals liebkosten.
»Du bist gemein«, flüsterte Lena, von der Tim wusste, dass Küsse an dieser Stelle ein verdammt gutes Stilmittel waren, um sie zu verführen. »Kannst du ein Nein nicht akzeptieren?«
»Nein.«
Tim hielt kurz inne. Nur eine Sekunde. Genug, um ihr die Möglichkeit zu geben, sich zu lösen. Doch Lena blieb. Mehr noch: Ihre Finger legten sich auf seine Hand, als wolle sie diese dort halten und nicht wegschlagen.
Seine Küsse wurden intensiver und Max, dessen Mund plötzlich staubtrocken war, verstand, dass Tim nun alles auf eine Karte setzte. Dass er volles Risiko ging. Dass er versuchte, das sinkende Boot zu retten.
Seine Hand legte sich an ihre Taille, glitt hinab, passierte ihre Hüfte und erreichte ihren Oberschenkel.
»Ich werde …«, hauchte Lena und schloss die Augen. »Mich bei Lisa beschweren.«
»Mach das«, erwiderte er cool. »Später.«
Mit diesen Worten ließ er sich langsam auf dem Bett nieder und zog sie sanft mit sich, sodass sie auf seinem Schoß zum Sitzen kam. Nicht schnell, nicht ruppig. Sondern so, dass sie die Chance dazu hatte, vom fahrenden Zug abzuspringen, wenn es ihr danach verlangte. Aber sie wollte nicht. Stattdessen schien etwas in ihr Klick zu machen, als seine Hand von ihrem Oberschenkel zu ihrem Bauch wanderte und Anstalten machte, tiefer zu gleiten. Sie ließ ihren Kopf nach hinten kippen, atmete tief ein und drehte ihn so, dass sie und Tim sich ansehen konnten.
Ihre Lippen öffneten sich einen Spalt. Die Luft begann zu knistern. Dann passierte es. Max versteinerte innerlich, als sich die beiden küssten.
5.
Ihre Lippen trafen zunächst nur zögerlich aufeinander, als handelte es sich dabei um ein scheues Kennenlernen. Erst langsam wurde die Intensität höher. Lenas Brust bebte, unverkennbar ein Zeichen von Lust. Max, der das Geschehen reglos beobachtete, erwachte in dem Moment aus seiner Starre, als er das Schmatzen bemerkte, das zwischen den Lippen entstand. Sein Herz raste vor Aufregung und Eifersucht und in seinem Kopf plapperten tausende Gedanken wild durcheinander. Eine brennende Hitze wanderte über sein Gesicht. Und während er betrachtete, wie Tim noch immer sanft ihren Bauch streichelte, verkrampfte sich sein Magen.
Er fühlte sich mit einem Mal unglaublich deplatziert und wusste nicht, wohin mit seinen Händen. Einem Impuls folgend steckte er sie in die Hosentaschen und war bemüht, dabei lässig zu wirken. Er stellte fest, dass sich dies seltsam anfühlte, und zog sie wieder hervor. Ließ sie locker an sich herabhängen. Auch komisch. Verschränkte die Arme vor der Brust. Nein, das wirkt, als wäre ich beleidigt.
Er sah sich hilfesuchend um. Als wäre dies das erste Mal in seinem eigenen Schlafzimmer, bemerkte er den Sessel in einer der Raumecken nur unweit neben ihm. Er atmete tief durch, sammelte sich und schaffte es, seine Füße, die wie festgeklebt waren, vom Boden zu lösen. Er ging auf wackeligen Beinen zum Sitzmöbel und ließ sich nieder.
Der Kuss zwischen Lena und Tim dauerte an. Wurde lauter und Max bemerkte, wie es nicht nur die Lippen waren, die diese Geräusche verursachten, sondern auch zwei Zungen, die miteinander tanzten. »Oh Mann«, flüsterte er eine Spur zu deutlich, was ihm die Aufmerksamkeit seiner Frau einbrachte. Sie öffnete die Lider und wandte den Kopf zu ihm, sodass sich ihre Lippen von Tims trennten.
Ihre Blicke trafen sich. Sie kommunizierten wortlos. Ihre Augen waren eine stumme Frage. Darf ich weitermachen? Oder aufhören? Ich will dich nicht verletzen. Hältst du das aus?
Max nickte vorsichtig und rang sich zu einem flüchtigen Lächeln durch. Dieses übertrug sich auf ihr Gesicht, das sich augenblicklich aufhellte. Sein Herz machte einen holprigen Satz, jetzt, wo er verstand, dass die Sache offiziell wurde, und schien für einen Moment auszusetzen. Meine Lehrstunde beginnt, hallte es durch seinen Kopf. Jetzt wird sich zeigen, wie stark ich sein kann.
Er zwang sich dazu, seine Körperspannung zu lockern, und lehnte sich zurück. Versank ein wenig in dem weichen Polster, das nach einem blumigen Textilerfrischer roch und ihn an eine Sommerwiese im Park erinnerte.
Plötzlich geschah es. Tim setzte seinen Verführungstrip fort, glitt mit der Hand höher und legte sie offensiv auf eine ihrer Brüste. Max schluckte. Er wusste zwar, dass andere Männer beim Swingen gleiches mit ihr taten, es war aber das erste Mal, dass er es mit eigenen Augen sah.
Lena schloss die Lider wieder und genoss die Berührung des Typen, dessen Charakter sie nicht mochte – seinen Körper dafür aber umso mehr. Stöhnte leise, als er ihre Brust knetete. Der dünne Stoff ihres Tube-Tops spannte sich unter kräftigen Fingern. Ihre Brustwarzen drückten sich hart in den Stoff, was ein heißes und sichtbares Indiz für ihre Erregung war.
Während sie sich zwar stumm, aber mit Blicken, Max’ Erlaubnis eingeholt hatte, zog Tim sein Programm durch, ohne sich ein weiteres Mal zu versichern, dass es seinem Freund gut damit ging. Okay, fehlendes Feingefühl konnte Max ihm nicht vorwerfen. Immerhin hatte Max mit seiner Einladung bereits ein deutliches Go gegeben. Ein zweites war nicht erforderlich.
Mit einem Schlag wurde ihm seine Rolle als stummer Zuschauer final bewusst. Egal, was auf dem Bett passierte – er hatte es zu ertragen, solange es Lena gut damit ging. Ihr Genuss würde sein Lehrmaterial sein. Ihre Hemmungslosigkeit seine Prüfung. Mit einem jähen Aufflammen von Mut schwor er sich, sein Bestes zu geben. Seine Eifersucht zu kontrollieren und irgendwo tief in seinem Kopf in einen Kerker zu sperren. Es würde nicht leicht werden, daran bestand kein Zweifel. Sollte er diesen Test jedoch bestehen, stünde einer fantastischen Zukunft nichts im Wege. Klar – einmal war keinmal – und doch der erste Schritt, dem noch viele folgen mussten.
Max schüttelte seinen Kopf. Er war abgedriftet und ermahnte sich dazu, das, was auf dem Bett geschah, leidenschaftlicher zu verfolgen. Wer weiß – vielleicht könnte er sogar Genuss daraus ziehen. Dieser Gedanke verfestigte sich, als er beobachtete, wie seine absolute Traumfrau und die Liebe seines Lebens verwöhnt wurde.
Hey, das ist wie ein Porno, mit meiner Frau als Star. Hautnah und live dabei.
Dieser Überlegung spendete ihm den letzten, notwendigen Mut. Seine Muskeln entspannten sich. Er atmete ruhig und sah, wie Tim beide Daumen an der Oberseite des Tops einhakte und den Stoff langsam nach unten zog.
Das Kleidungsstück glitt hinab und gab den Blick auf einen pinken, trägerlosen BH preis, den Lena so gern im Sommer trug. Unter dem BH kam glatte, leicht glänzende Haut zum Vorschein, ebenso ihr tiefer Bauchnabel, in dem eine Weintraube vollständig hätte versinken können.
Tim küsste sie seitlich am Hals, was sie dazu brachte, ihren Kopf zu kippen, damit ihr Verführer besser an sie herankommen konnte. Sein Mund wanderte tiefer, hinterließ eine feuchte Spur, die sich auf der Schulter fortsetzte und an ihrem Arm hinabglitt. Dann platzierte er eine Hand auf ihrem Brustbein und drückte sie nach hinten. Lena folgte seiner Anweisung und legte sich nieder. Zog tastend eines der kleineren Kissen an sich heran und positionierte es unter ihrem Kopf.
Tim zog ihr das Tube-Top nach unten über Taille und Hüfte, bis Lena die Beine anheben musste und der Stoff geräuschlos zu Boden glitt. Noch bevor sie die Beine wieder senken konnte, streifte er ihr die Halbschuhe von den nackten Füßen und küsste diese zärtlich auf die Oberseite.
Max hatte nicht erwartet, dass dieser Inbegriff eines Machos derart vorsichtig zu Werke gehen konnte. Tatsächlich hätte er eine egoistischere Mentalität für wahrscheinlich gehalten, getreu dem Motto »Ich zuerst. Jeder ist für seinen Orgasmus selbst verantwortlich.«
Wieder etwas, das ich lernen muss. Urteile nicht vorschnell.
Tim ließ Lenas Füße sinken und platzierte sie so auf dem Bett, dass ihre Knie angewinkelt waren. Er küsste sie, erst das linke, dann das rechte. Anschließend drückte er sie auseinander, spreizte ihre Beine, kroch über sie und stützte sich ab. Ihre Becken berührten sich und Max meinte, durch den Stoff seiner Hose eine Erektion zu bemerken, die das Textil spannte.
Auch Lena war erregt. Dies zeichnete sich dadurch aus, dass sie seinen Po ergriff und zu sich zog. Ihre Leiber pressten sich aneinander. Sie krallte ihre Finger in sein Fleisch, was ihn lustvoll jammern ließ. Dann senkte er seinen Kopf, öffnete den Mund einen Spalt breit und küsste sie von Neuem.
Dieses Mal sah Max die Zungen deutlich, wie sie miteinander spielten, sich neckten, wild umkreisten und gegenseitig befeuchteten. Tim verlagerte sein Gewicht auf einen Arm und nutzte die freie Hand dazu, mit ihren Brüsten zu spielen. Zunächst vorsichtig, dann besitzergreifend. Der pinke Stoff des BHs verrutschte leicht und gab den Blick auf ihren Warzenhof frei, was einen elektrischen Funken durch Max’ Körper zucken ließ. Sein Puls beschleunigte sich und er erschrak sich beinahe, als er verstand, dass es nicht nur unterdrückte Eifersucht zu sein schien, die in ihm wütete …
Auch Lena wurde offensiver. Ihre Finger wanderten unter Tims Shirt. Nach der Art zu schließen, wie er sich aufbäumte, hatte sie ihre Nägel in die Haut geschlagen. Das war etwas, das sie gerne tat und nach einer heißen Liebesnacht schon so manchen Kratzer auf Max’ Rücken hinterlassen hatte. Ihr Lover löste sich keuchend von ihren Lippen und rang sich zu einem frivolen Lächeln durch. Für einen Moment sah sich dieses seltsame Paar-auf-Zeit in die Augen – dann knutschten sie weiter. Nein – es war viel mehr ein gieriges Lecken und Schmatzen. Wild und ungehemmt. Lena griff den Saum des Shirts und zog es hastig hoch. Tim richtete sich auf und half ihr dabei, das Kleidungsstück zu entfernen. Es landete dicht neben Max, der es grummelnd mit einem Fußtritt zur Seite und aus dem Sichtfeld beförderte.
Zum Vorschein kam ein wohlgeformter Körper, der das lieferte, was sein Besitzer mit seinem selbstbewussten Auftreten versprach: Eine definierte Brust, stark, aber nicht zu aufgepumpt, ein harter Bauch, dessen Muskeln sich bei jeder Bewegung sichtbar spannten, und ein Bizeps, der den Eindruck eines trainierten Mannes abrundete. Tim wirkte gepflegt und war bis auf kurze, dunkle Stoppeln an Brust und Sixpack praktisch haarlos.
Die Liebenden pressten ihre Oberkörper aneinander. Körperhitze wechselte die Seiten, der Kontakt wurde enger. Genau wie der Raum in Max Hose. Er sah an sich hinab und stellte überrascht fest, dass sein bester Freund angeschwollen war. Dass nicht nur Tims, sondern auch sein Penis gegen sein Gefängnis aus Gewebe drückte.
Plötzlich ging alles ganz schnell. Lena hatte es in der Zeit seiner Ablenkung geschafft, Tim die Hose vom Hintern zu ziehen. Sie hing nutzlos auf der Höhe seiner Kniekehlen, während seine Liebhaberin längst ihre Finger unter seine Unterwäsche geschoben hatte. Wieder krallte sie sich in seinen Körper und Max konnte deutlich sehen, wie Tim seine Pobacken anspannte. Ihre Forschheit schien ihn nicht zu stören. Ganz im Gegenteil. Er wirkte wie angestachelt, presste sein Becken fester an das ihre und versetzte seinen Unterleib in Bewegung, was das Bett unter ihnen knarzen ließ.
Max schluckte. Sie waren beim Trockensex angekommen. Seine Prüfung gelangte auf ein neues Level. Er war sich sicher, dass seine Frau den harten Bolzen deutlich spürte, den Tim ihr entgegenbrachte. Ihm wurde heißer. Schweiß trat auf seine Stirn, den er mit einer raschen Bewegung seiner Hand entfernte. Seine Finger vergruben sich in der Lehne des Sessels, während in seinem Inneren der Kampf zwischen Eifersucht und Erregung neue Maßstäbe erreichte. Erst recht, als er sah, wie sich Tim auf die Knie wuchtete und sich an Lenas Hose zu schaffen machte.
Mit fliegenden Fingern hatte er es geschafft, den obersten Knopf der Jeans zu öffnen. Dem ersten folgte ein weiterer. Und noch einer. Dann war es vollbracht. Er packte die Hose und zog – und obwohl diese eng saß und sich kurz an ihren Hüften wehrte, gelang es ihm ohne Probleme. Schon bald fiel sie abseits des Bettes außer Sicht.
Lena lag nur in Unterwäsche da. Ihr Tanga, kaum mehr als ein Hauch von Stoff, war ebenso pink wie der BH, der deutlich verrutscht war und den Blick auf beide Nippel freigab.
Tim zog ihre Beine auseinander und senkte den Kopf zu ihrem Unterleib. Küsste erst den Nabel, dann den empfindlichen Bereich darunter. Lenas Bauch zuckte und sie stöhnte auf vor Lust, als ihr Lover im Anschluss das Höschen mit den Lippen berührte. Er spielte damit, indem er die Zunge darüber gleiten ließ. Er arbeitete sich nach unten vor und als er sich direkt über ihren Schamlippen befand, drückte er ihnen einen kräftigen Kuss auf.
Max’ Herz rumpelte und schlug wie nach einem Marathon. In seiner Brust kribbelte es fies und kühl, aber zugleich pulsierte sein Penis gierig, als wüsste er nichts von dem Konflikt seines Herrn. Ein Moment der Gegensätze – so viel war klar. Und es ging weiter. Die Hitze im Raum war deutlich spürbar. Es prickelte an allen Ecken und Enden. Schon bald würde die Luft zu flimmern beginnen.
Tim drückte seine Zunge gegen den Stoff, der unter dem Druck ein winziges Stück nachgab, sodass die Konturen der Schamlippen erkennbar wurden. Er sog geräuschvoll durch die Nase ein, und Max wusste, dass er den Geruch von Duschgel, Schwimmbad und Liebe vor sich hatte. Kaum hatte er diesen Gedanken gefasst, da verflog er schon wieder, denn Tim hatte es nun auf den Tanga abgesehen. Er packte den schmalen Stoff und zog, bis auch dieses letzte Hindernis vom Bett glitt.
6.
Da lag sie nun vor ihm, fast vollständig entkleidet, vom Licht des Zimmers weich in Szene gesetzt. Tim betrachtete sein Werk voller Genuss und schien sich, obwohl er Lenas Muschi nicht zum ersten Mal sah, jeden Millimeter davon einzuprägen. Max konnte es verstehen. Obgleich er und seine Frau schon seit vielen Jahren miteinander schliefen, faszinierte ihr nackter Anblick ihn noch immer.
Tim beugte sich hinunter und glitt mit dem Mund über zarte Schamlippen. Seine Nase berührte dabei den glatten Venushügel. Max vermutete, dass Lena sich am Morgen rasiert haben musste, was sich als glücklicher Umstand herausstellte. Ihr war Körperpflege wichtig. Erst recht, wenn sie mit einem Mann schlief, der nicht regelmäßig das Bett mit ihr teilte.
Tim erkundete seine Eroberung mit sanften Zungenschlägen und Max wunderte sich abermals über das Feingefühl, das dieser Holzkopf aufbringen konnte. Ein grober Mann wäre leichter zu hassen gewesen. Dieser hier machte es schlimmer. Lena stöhnte leise und vergrub die Finger in seinen Haaren. Als er begann, ihre Klitoris zu umspielen, bebte ihr Becken.
Auch in Max’ unteren Regionen passierte etwas. Wie automatisch flog seine Hand in seinen Schritt und stieß auf einen harten Bolzen. Als er sich dabei ertappte, wie er die Konturen seines Penis massierte, riss er die Hand verunsichert zurück und legte sie auf die Lehne. Sein Gesicht brannte und er wusste nicht, wie er sich in dieser Situation am besten verhalten sollte. Klar – vor ihm würden in wenigen Minuten ganz andere Dinge passieren und ihm als Zuschauer würde man es wohl kaum übel nehmen, wenn er sich selbst berührte. Und doch … Es fühlte sich seltsam an.
Zwischen Lenas Beinen erklang ein leises Schmatzen, das mit jedem Zungenschlag lauter zu werden schien. Bei besonders intensiven Bewegungen presste sie ihre Schenkel zusammen und klemmte den Kopf ihres Liebhabers ein, der sich davon nur noch mehr anstacheln ließ. Plötzlich kippte ihr Gesicht zur Seite. Sie öffnete die Augen und ihr Blick traf Max, der mit dieser Aufmerksamkeit nicht gerechnet hatte. Sein Herz stoppte für einen Schlag und er brachte ein tölpelhaftes Grinsen zustande, das seine Verunsicherung nicht überspielen konnte. Lena, die ihn besser kannte als sonst ein Mensch auf dieser Welt, schenkte ihm ein warmes, entschuldigendes Lächeln. Doch dieses war nicht nötig. Das gab ihr Max mit einem Schulterzucken zu verstehen.
Der Blickkontakt hielt eine Weile an. Wieder lag in den Augen seiner Frau die stumme Frage, ob das, was passierte, weitergehen konnte oder ob sie es abbrechen sollte. Doch Max sendete ihr keine negativen Signale und als Tim urplötzlich an der Klitoris saugte, schloss Lena stöhnend die Augen.
Sie begann damit, sich selbst zu streicheln. Auch das war eine faszinierende Eigenart an ihr. Sie glitt mit flachen Händen über ihren Bauch, die Seiten ihres Pos und über ihre Brüste, deren Nippel kaum spitzer hätten stehen können.
Max beobachtete, wie Tim einen Zeigefinger mit der Zunge befeuchtete und an die Schamlippen führte. Während er den Zungenangriff auf die Klitoris fortsetzte, tauchte der Finger in den glänzenden Spalt ein und versank, was Lena laut Luft ausstoßen ließ. Je tiefer er drang, desto stärker bäumte sie sich auf.
In Max zog sich alles zusammen. Seine Eifersucht wallte in diesem Moment der Penetration intensiv auf und er krallte seine Finger in die Lehnen des Sessels. Es kostete ihn viel Kraft, das, was er sah, zu ertragen, ohne sich abzuwenden.
Er zwang sich dazu, ruhig zu bleiben. Sanft und gleichmäßig zu atmen. Tu einfach so, als wäre das, was vor dir passiert, ein Porno, versuchte er sich einzureden. Nur ein Porno mit der heißesten Darstellerin des Planeten.
Doch Max war nicht einfältig und so fiel es ihm schwer, diesen Gedanken einfach so zuzulassen. Ihm gefiel das Bild zwar, das sich ihm bot, nur wäre es ihm lieber gewesen, wenn er es wäre, der Hand und Zunge an sie legen durfte. Genug damit! Hör auf zu denken!
Er riss sich zusammen. Genau in diesem Moment nahm Tim einen zweiten Finger hinzu. Verwöhnte Lena nun mit Zeige- und Mittelfinger, die mühelos durch ihre Nässe glitten und bis zum Anschlag in ihr versanken. Sie stöhnte enthemmt und verstummte erst, als Tim von ihr abließ und sich unter dem Knarzen des Bettes wieder auf die Knie stemmte.
Er ergriff ihre Hand und zog sie in eine sitzende Position. Kaum hatte sie diese eingenommen, verschwanden seine Hände hinter ihrem Rücken und öffneten gekonnt den BH, der schlaff an ihr hinabglitt. Damit war ein besonderer Meilenstein erreicht: Sie war vollkommen nackt.
Ihre Brüste, üppig und etwas heller als die umliegende gebräunte Haut, wiesen die typischen Spuren eines Büstenhalters auf. Halbmondförmige Sicheln zeigten sich dort, wo sich die Bügel der Cups ins Gewebe gedrückt hatten.
Tim legte gierig und besitzergreifend seine Hände auf ihre Brüste und knetete diese, während Lena sich zu seinem Mund hinaufzog und ihn küsste. Er nahm das Angebot an, gab die Brüste frei und schlang stattdessen seine Arme um sie. Sie tat es ihm gleich. Das Paar schien augenblicklich zu verschmelzen. Kussgeräusche vermischten sich mit dem Rascheln, das ihre Körper auf den Bettdecken erzeugten.
Mit einem Mal war es Lena, die das Heft des Handelns in die Hand nahm. Sie löste sich von seinen Lippen, drückte ihn von sich weg und gab ihm zu verstehen, dass er sich auf den Rücken legen sollte. Pflichtbewusst, wie Tim es war, folgte er der Anweisung. Legte sich nieder, sein Blick voll der frohen Erwartung. Sie beugte sich über ihn, packte seine Shorts und zog diese herunter. Dabei agierte sie so langsam, dass in seinem Gesicht ein ungeduldiger Ausdruck wuchs. Max kannte diese Art Spiel von seiner Frau, die ihn gerne mal mit Entschleunigung quälte. Doch er wusste, dass darauf immer gewisse Highlights folgten, und so beneidete er Tim darum, was sogleich passieren würde.
Die Shorts glitten tiefer. Die Spitze seines Penis kam zum Vorschein. Mehr und mehr von seinem harten, dunkler getönten Schaft wurde sichtbar, der in seiner Gier zu pulsieren schien. Eine dicke Ader schlängelte sich in wirren Wegen über das Sexwerkzeug, an dessen Wurzel sich ein getrimmtes Wäldchen aus kurzem Schamhaar befand.
Als das Glied schließlich frei lag, bäumte es sich mehrfach auf, als würde es persönlich und aus eigener Kraft den Weg zu Lena finden wollen. Der Ausdruck in Tims Gesicht zeugte von einer animalischen Gier, die seinesgleichen suchte. Max schluckte, als ihm auffiel, wie intensiv und triebgesteuert dieser Mann seine Frau begehrte. Den Gedanken, dass es beim Swingen wohl immer so war, musste er erst einmal verdauen.
Tims Unterwäsche und ihr BH flogen zu Boden. Lena beugte sich über ihn und packte den Penis mit einer Hand, was seinen Träger aufstöhnen ließ. Sie stellte das Glied auf und rieb es, während sie dem Mann ein verruchtes Grinsen schenkte. Sie ließ verspielt ihre Zunge über die Lippen gleiten, was Tim nur noch mehr in Ekstase versetzte.
Mit donnerndem Puls beobachtete Max, wie sie erst die Penisspitze küsste. Wie diese daraufhin zuckte und bebte. Wie sie dann die Vorhaut straffte, sodass die glänzende Eichel zum Vorschein kam.
Lena gab ihr einen Kuss. Schob neugierig die Zunge vor und berührte sie sanft. Sie öffnete die Lippen. Senkte den Kopf und nahm den Penis in ihren Mund auf. Tim keuchte und atmete tief, vergrub die Finger in der Bettdecke und schloss vor Genuss die Augen. Dann begann sie sich zu bewegen.
7.
Max’ Fingerknöchel wurden weiß, so fest krallte er sich in die Lehnen des Sessels. Er beobachtete, wie Lena den Schwanz von Tim blies. Erst langsam, dann stetig schneller. Sie nahm eine Hand dazu und umschloss den Schaft dicht über seiner Wurzel. Gemächlich ließ sie diese mit festem Griff auf und ab gleiten, so wie sie es auch bei ihm gerne tat, wenn sie miteinander schliefen.
Max ahnte genau, was Tim gerade fühlte. Lenas Technik war ihm nur zu gut bekannt. So wusste er zum Beispiel, dass sie einen festen Griff hatte. Dass sie mit ihrer Hand ordentlich zupacken konnte. Nur etwas mehr, und es würde weh tun. Doch wenn Lena eines konnte, dann das Tanzen auf der Grenze zwischen gut und böse. Sex mit ihr bedeutete Wucht und Leidenschaft – und, falls es erforderlich war, auch Schmerz.
Tim hingegen befand sich, seinem lustvollen Stöhnen nach zu schließen, in seliger Ekstase. Er genoss ihre Arbeit und legte seiner Gespielin eine Hand auf den Kopf. Womöglich wollte er so den Anschein von Kontrolle erwecken, doch Max wusste, dass diese allein bei Lena lag – beziehungsweise, in ihrem Mund.
Lautes Schmatzen und gelegentliche Sauggeräusche flogen durch das Schlafzimmer, während sie den Schwanz bis zu ihrer eigenen Hand, also fast bis zum Anschlag, in sich aufnahm. Auch das war eines ihrer großen Talente – egal, wie stattlich ein Ding war, sie lutschte dieses mit einer Tiefe, die so manch andere Frau längst hätte würgen lassen.
Während Max sie fasziniert bei ihrer Arbeit beobachtete, stellte er fest, wie professionell ihre äußere Wirkung doch war. Wie gut sie ihr Handwerk verstand. Und ihm wurde schlagartig bewusst, dass er sie zum ersten Mal von der anderen Seite des Bettes beim Sex betrachtete und nicht aus seiner eigenen Perspektive.
Was er dort sah, gefiel ihm von Sekunde zu Sekunde mehr. Allmählich bereute er, dass er sich nicht früher auf diese Art des Voyeurismus eingelassen hatte. Ja – seine Eifersucht pochte noch immer tief in ihm. Aber sie fühlte sich anders an. Schwächer. Harmloser. Weniger kratzend. Hoffnung wallte durch seine Brust – vielleicht hatte das Experiment tatsächlich den erhofften Ausgang.
Als Lena Tims Schwanz aus ihrem Mund gleiten ließ, wurden beide für einen Moment von einem Speichelfaden miteinander verbunden. Als sie jedoch damit begann, sein Ding mit Wonne zu wichsen, riss dieser augenblicklich. Ihr Blick suchte den von Max. Sie grinste ihren Mann an, als hätte sie genau gesehen, was in ihm passierte, und zwinkerte ihm zu. Die stumme Frage nach einer Erlaubnis, die vor Minuten in ihren Augen geschlummert hatte, war verschwunden. So schaffte er es, ihr Zwinkern mit einem flüchtigen Lächeln zu beantworten. Sie wandte sich wieder ihrem Toyboy zu, ließ dessen Penis los, der im Nachhall ihrer Wichsbewegungen zuckte und sich aufbäumte.
Lena kroch über Tim, der erwartungsfroh zu ihr aufsah. Er griff nach ihren schaukelnden Brüsten und spielte mit dem weichen Gewebe. Als sie ihr Becken über dem seinen in Position brachte, grinste er breit.
»Als ich vorhin losgefahren bin, hatte ich nicht wirklich daran gedacht, dass es klappen würde.«
Daraufhin drehte er seinen Kopf zu Max. »Du überraschst mich immer wieder, Mäxchen.«
Max ärgerte sich über diesen Kommentar, doch solche Bemerkungen war er von Tim seit Jahren gewohnt. So war er halt. Nicht, dass er durch seine Art das automatische Recht dazu hatte, sein Umfeld zu beleidigen – Max hatte es einfach akzeptiert. Er ging gegen diese Sprüche schon längst nicht mehr an – denn das wäre verschwendete Kraft gewesen. Ändern konnte man den Börsenprofi ohnehin nicht mehr, dafür war dieser zu gefestigt in seiner Person. Und so schwieg Max, legte seinen Fokus stattdessen auf seine Frau – diese unglaublich heiße, attraktive Frau – und genoss ihre Nacktheit.
Er beobachtete, wie sie ihr Becken senkte, mit einer Hand nach Tims Penis griff, diesen aufstellte und seine Eichel durch ihre Schamlippen zog. Sie befeuchtete diese mit ihrem eigenen Saft, wobei ein hauchzartes Schmatzen entstand. Dann ließ sie sich nieder und erhöhte den Druck, bis der Schwanz seinen Weg von allein in ihre Tiefe fand.
Lena stieß ein langgezogenes Stöhnen aus, je weiter Tim in sie glitt. Max hielt die Luft an, gefangen zwischen purer Ekstase und dem eifersüchtigen Glimmen in seinem Herzen. Regungslos sah er zu, wie das ungleiche Paar vor ihm in seichte Schwingungen verfiel. Wie Lena behutsam in eine Reitbewegung überging und ihr Lover diese mit kurzen Stößen unterstützte.
Als die beiden schneller wurden, gab Tim ihre Brüste frei. Sie begannen augenblicklich zu schwingen, während er seine Hände stattdessen auf ihren Hintern legte. Er griff fordernd zu und zog ihre Backen auseinander. Max konnte einen Blick auf ihren herrlichen Anus werfen und sah den Schwanz, der nur ein Stück darunter im Takt der Geilheit seine Arbeit verrichtete.
Lena ließ ihren Oberkörper nach vorne kippen. Ihre Brüste pressten sich fest gegen Tim, als sie ihn küsste. Ihre Münder verschmolzen miteinander und irgendwie klang das Schnaufen und Schmatzen skurril – doch so war es halt, wenn Lust und Lippen aufeinander trafen.
In diesem Moment, als sie auf seiner Brust lag, war es an Tim, den Hauptteil der Bewegung aufzubringen. Und er kam seiner Pflicht in voller Leidenschaft nach. Fickte Lena so, als würde er den lieben langen Tag nichts anderes machen. So ist es wahrscheinlich auch, lachte Max im Stillen, der sich nicht wirklich vorstellen konnte, dass sein Gegenüber über einen allzu harten Alltag klagen konnte. Online-Börse und Fitnessstudio – mehr Aufwand hatte Tim nicht. Genug Platz für Sex.
Lenas lautes Stöhnen riss ihn aus seinen Gedanken. Sie hatte sich wieder aufgesetzt und genoss mit zurückgeworfenem Kopf den Sex. Auf ihren Pobacken waren gerötete Striemen an der Stelle zu erkennen, wo Tim sie zuvor gepackt hatte. Doch auch er bekam Spuren, denn Lenas Fingernägel krallten sich in seine Brust. Mit jedem seiner Stöße zogen und zerrten sie an seiner Haut und Max wusste, dass dieses Zeugnis tagelang auf ihm zu finden sein würde.
Er grinste. Nur flüchtig, aber diesen Moment ließ er sich nicht nehmen. Dann besann er sich wieder darauf, den Porno zu verfolgen, der vor ihm lief. Er saugte alles in sich auf. Jeden Quadratzentimeter seiner Frau: ihre Titten, ihren Arsch, ihre Muschi. Er hätte niemals gedacht, dass es so geil sein konnte, sie beim Sex zu beobachten. Live und in Farbe. Und doch war es so. Fast ärgerte er sich darüber, dass er diesen Moment so lange aufgeschoben hatte. Jetzt, wo er gelernt hatte, Tim auszublenden und sich auf seine Frau zu konzentrieren, war die Lust Herrin über die Eifersucht.
Er legte seine Hand auf seinen Schritt. Sein Penis war zu voller Größe angeschwollen und er wünschte sich, mit diesem spielen zu können. Ohne dass die beiden es mitbekamen, presste er seine Handfläche gegen den Schwanz, was sich unglaublich gut und intensiv zugleich anfühlte. Warum eigentlich nicht?, dachte er plötzlich. Wenn sie vor mir ficken, darf ich auch dazu wichsen, oder?
Beinahe hätte er es getan. Nur ein kleiner, schamerfüllter Zweifel hinderte ihn daran, sein bestes Stück aus der Hose zu befreien und es zu benutzen. Doch der Wunsch danach wurde mit jedem Stöhnen seiner Frau stärker und er bezweifelte, dass er dem Drang lange widerstehen konnte.
Es war Tim, der mit einer jähen Bewegung dafür sorgte, dass Max aus seinen Gedanken gerissen wurde. Beinahe wirkte es so, als würde er Lena von sich abwerfen wie ein Pferd seine Reiterin. Er packte sie am Gesäß und hob sie hoch. Sein Schwanz glitt aus ihr und glänzte im Licht. Sie hob ein Bein, sodass er unter ihr hervorkommen konnte und kniete sich hinter sie. Legte eine Hand in ihren Nacken und drückte sie herunter. Dann griff er ihren Po und zog diesen zu sich heran.
Lena hatte sich vierbeinig vor ihm aufgebaut und sah voller Gier über die Schulter zu Tim, der sein Glied packte und es an ihre Muschi führte. Er strich mehrfach durch ihre Ritze bis hoch zum Anus, der bei jeder Berührung des Schwanzes verräterisch zuckte. Dann kehrte er an seine alte Wirkungsstätte zurück und drang in sie ein. Doggystyle. Max liebte diese Stellung.
Tim fickte Lena voller Gier und Wucht. Von der anfänglichen Zärtlichkeit war kaum etwas geblieben. Sie stöhnte mit wippenden Brüsten ihre Lust laut heraus. Auch er versuchte nicht erst, seine Lautstärke zu unterdrücken. Jedes Klatschen nackter Haut wirkte wie Beifall, der ihn nur noch mehr anzuspornen schien. Max’ Hand legte sich um die stoffumspannten Konturen seines Gliedes und er schloss für einen Moment vor Genuss die Augen.
Lena wechselte derweil in den Profi-Modus und legte den Oberkörper auf dem Bett ab. Dadurch schob sich, wie Max aus eigener Erfahrung wusste, nicht nur ihr Hintern heraus, sondern es verengte ihren Kanal so gut, dass es einem Mann nur gefallen konnte. Wie zur Bestätigung stöhnte Tim undeutliche Worte der Wollust und wurde schneller. Nahm sich sein Vergnügen und verleibte es sich mit harten Stößen ein, was das Bett wild knarzen und knacken ließ.
Scheiß drauf, dachte Max und fasste seinen Mut zusammen. Führte seine Hand unter den Hosenbund, schob sie tiefer und fand seinen Schwanz, der heiß und prall auf seine Berührung wartete. Als er diesen gepackt und umschlossen hatte, konnte er sein pulsierendes Leben spüren. Die Eifersucht war in diesem Moment nichts mehr als eine graue Erinnerung. Ob sie die Kraft hatte, nach dem Ende der Show mit voller Wucht über ihn hereinzubrechen, wusste er nicht. Was er aber wusste, war, dass diese Sorge erst mal Pause hatte. Und so rieb er sein Glied. Wichste es langsam und mit Druck. Leider konnte er, der Hose sei Dank, nur kurze Strecken zurücklegen, und trotzdem war diese Art der Befriedigung bereits viel wert.
Als er wieder zu Lena sah, stellte er fest, dass sie ihn beobachtete. Auf ihrem lustverzerrten und verschwitzten Gesicht lag ein Hauch von »Ich habe es dir doch gesagt«, was auf Max zunächst unangenehm wirkte, jedoch rasch in »Du hattest recht« umschlug. Beide schenkten sich ein kokettes Lächeln, bevor Lena ihren Blick abwandte und sich auf das Geschehen in ihr konzentrierte.
Max wünschte sich beinahe, dass sie sich wieder auf die Hände stemmen würde. Dann könnte er ihre Brüste beobachten, die unter ihr und der Bettdecke eingeklemmt waren. Doch auch ohne sie war der Anblick, der sich ihm bot, mehr als reizvoll.
Tim ließ es sich nicht nehmen, ihr züchtige Schläge auf den Po zu verpassen. Lena quiekte das eine oder andere Mal und stemmte sich als Reaktion darauf ihrem Lover bei jedem Schwung seines Beckens entgegen, sodass er wuchtiger und tiefer eindrang.
Das Spektakel auf dem Bett steigerte sich ins Unermessliche. Der Sex war hart, das musste Max zugeben. Er selbst fickte zwar auch mit Leidenschaft, doch an Tims Wucht kam er nicht heran. Und diese Vielfalt war es, die Lena am Swingen so liebte. Jeder Sexpartner war anders. Mal hart, mal schnell, mal zärtlich, mal … anders halt. Und seine Frau bediente sich an dem, wonach es sie verlangte. Und nein – sie war nicht unglücklich mit dem Ehesex. Das, was zwischen ihr und Max passierte, war fantastisch. Zudem ereignete es sich oft. Das Paar konnte sich über lange Trockenphasen nicht beklagen. Das Swingen war ein feuriger Zusatz in ihrem Leben. Ein Funke, der es schaffte, selbst Wasser wie Benzin brennen zu lassen.
Tims Beckenarbeit hatte auf Max beinahe eine hypnotische Wirkung. Jeder Stoß zog ihn mehr in seinen Bann. Haut klatschte auf Haut. Hoden schwangen und prallten an ihre Schenkel, Pobacken wackelten. Während er dies beobachtete, bemerkte er nicht, wie er seinen eigenen Schwanz intensiver wichste. Wie sich seine Vorhaut bei jeder Bewegung weiter spannte. Auch als der Gast von Lena abließ, stoppte er das Onanieren nicht.
Tim beugte sich zu ihrem Arsch hinunter. Sein Glied stand hammersteif von ihm ab, nass von ihrem Saft. Er fuhr die Zunge aus und leckte. Erst die Pobacken, dann die Ritze dazwischen. Neckte ihren Anus mit forschen Kreisen. Heißer Atem traf auf verschwitzte Haut. Die Zunge wanderte herunter und drang mühelos zwischen ihre Schamlippen in glühende Tiefe, was Lenas Stimme quietschen ließ.
Tim nahm seine Finger hinzu. Und da die Frau vor ihm so feucht war, musste er diese gar nicht erst schmieren. Führte gleich zwei von ihnen in sie ein und begann, sie mit schnellen Bewegungen zu ficken. Dabei übte er Druck in Richtung Bauchdecke aus, was Lena schreien ließ. Max lief es heiß den Rücken herunter. Solche Geräusche hatte er schon oft von ihr gehört, aus dieser Perspektive jedoch noch nie gesehen. Tim arbeitete so stürmisch, dass das Schmatzen, das dabei entstand, zu einem einzigen Geräuschemeer verschmolz.
Sie bebte, ihr Mund stand in einem stummen Schrei der Lust geöffnet, die Lider fest aneinandergepresst. Seine Zunge widmete sich unterdessen erneut dem Schließmuskel. Umspielte den engen Ring und wagte in unregelmäßigen Abständen einen Vorstoß in dessen Zentrum.
Max’ Hände handelten längst wie von selbst und hörten nicht mehr auf seine Befehle. Sie öffneten seine Hose und zogen sie mit den Shorts zusammen ein Stückchen herunter. Kühle Luft traf auf gieriges, hartes Fleisch. Und dann tat er es. Schloss seine aufgeheizte Hand um seinen nackten Schwanz – und war endlich frei, ihn so zu reiben, wie sein Körper es verlangte.
8.
Max wichste sein Glied, den Blick fest auf das gerichtet, was vor ihm in seinem Ehebett passierte. Als Lena dies bemerkte, schien sie für einen Moment zu vergessen, was Tim mit ihr anstellte. Ihre Augen weiteten sich vor Überraschung und in ihr gerötetes Gesicht schlich sich ein Ausdruck echter Freude. Sie schaffte es sogar, ihm ein herzliches Lächeln zu schenken, bevor eine besonders intensive Bewegung ihres Lovers sie vor Ekstase schreien ließ.
Lena vergrub ihren Kopf in der Bettdecke unter ihr. Doch nur kurz. Tim hatte sie am Hintern gepackt, schob sie zur Seite und gab ihr so zu verstehen, dass sie sich auf den Rücken legen sollte. Sie kam seiner Aufforderung augenblicklich und mit funkelnden Augen nach.
Kaum hatte sie es sich bequem gemacht, packte er sie an den Kniekehlen, drückte ihre Beine hoch und presste die Oberschenkel fest an ihren Körper. In dieser Haltung zogen sich ihre Arschbacken auseinander und offenbarten schonungslos und unverhüllt ihre Eingänge.
Tim gelang es, Lenas Beine mit nur einer Hand an Ort und Stelle zu halten. Mit der anderen führte er seinen Schwanz zu ihrer Spalte, drang widerstandslos in sie ein und setzte seinen Fick fort. Ihre Brüste gerieten in erotische Bewegungen, die Max’ Geilheit auf ein neues Level brachten. Die Eifersucht hatte er in diesem Moment vollständig aus seinem Gedächtnis vertrieben. In ihm regierte die absolute Erregung und der lüsterne Funke, der mit jeder Wichsbewegung zwischen seinen Beinen wuchs und wuchs.
Er biss sich auf die Unterlippe, während Lena in diesem Moment genau dasselbe tat. Schweißperlen standen auf ihrer Stirn und wirkten wie der Schmuck einer Königin. Einer Sexkönigin. Die Hitze im Schlafzimmer schwoll an. Der Geruch von Schwimmbad und Shampoo hing noch immer in der Luft, doch inzwischen mischte sich etwas Schwereres darunter: Schweiß, warme Haut und Sex.
Tim rammte sein Gemächt unnachgiebig in die Swingerin unter ihm. Er verfiel in hemmungsloses Stöhnen und stemmte sich mit beiden Händen auf Lenas Beine, wodurch sie unfähig war, sich zu bewegen. Doch gerade diese Wehrlosigkeit schien sie enorm anzuspornen. Ihr Gesicht war vor Lust und Anstrengung gerötet und als Max das auffiel, rieb er seinen Schwanz noch schneller.
Lenas Lärm schwoll an wie ein Gewitter, das allmählich immer näher kam. Ihr Ehemann verstand, dass ihr Höhepunkt kurz bevorstehen würde – und er fragte sich, ob dies bereits das Ende des Livepornos bedeuten würde. Ob auch er … Abspritzen sollte, oder ob das als Zuschauer – nein, als Cuckold – überhaupt angebracht war.
Er musste beinahe schmunzeln, als ihm dieser Pornobegriff in den Sinn kam. Ja – er war nun ein Cuckold. Zumindest wenn das, was er aus seinen ausgiebigen Studien sämtlicher Erotikfilme dieser Welt gelernt hatte, stimmig war. Und es machte ihm Spaß. Mit einem Rumpler seines Herzens keimte in ihm die Frage, ob er gerade einen neuen Fetisch für sich entdeckt hatte – oder ob ihn der Moment so stark überrollte, dass er bereit war, jeden seiner Gedanken zu glauben.
Lenas Gewitter wurde lauter. Tim, der die Anzeichen verstand, gab ihre Beine frei, die sich unter der zurückgewonnenen Freiheit von ihrer Brust lösten und zur Seite glitten. Noch immer mit ihr verbunden fickte er sie weiter, nur dass er sich jetzt auf den Ellenbogen abstützte. Ihre Köpfe befanden sich nebeneinander. Ihre Wangen berührten sich und er stöhnte seine Lust in die Matratze. Ihr Blick hingegen klebte an Max, was diesem ein freudiges Kitzeln in der Brust bescherte. Er wichste sein Glied schneller, was den Funken in ihm weiter anfachte.
Lena presste ihre angewinkelten Beine fest gegen Tims Becken, was ihn jedoch nicht bremste. All seine Muskeln und die daraus resultierende Kraft hielten ihn auf Kurs, ließen ihn Stoß um Stoß in ihren Körper treiben. Und dann entlud sich das Gewitter. Lena wandte den Kopf zur Zimmerdecke und schrie. Ihr Orgasmus hatte eine so enorme Kraft, dass es selbst Max überraschte, der ihr Aufbäumen fasziniert und geil zugleich verfolgte. Und Tim machte weiter, wurde nicht langsamer, gab es ihr mit Härte und Ausdauer. Erst als ihr Donnern allmählich abebbte und sich das Gewitter aufzulösen schien, nahm er sich zurück, bis er schließlich gänzlich stoppte.
Lenas Atem ging schwer und erschöpft. Ihr Körper glänzte feucht vor Lust und Schweiß. Einzelne Strähnen klebten an ihrer Stirn, ihre Lippen standen offen, ihr Brustkorb hob und senkte sich.
Als Tim sich zur Seite abrollte, blieb sie in ihrer Position liegen, vor Erschöpfung wie versteinert. Max musste zugeben, dass sein Freund ganze Arbeit geleistet hatte. Obwohl er zuletzt vor einem knappen Jahr mit Lena geschlafen hatte, hatte er trotzdem genau die richtigen Punkte getroffen und die Aufgabe mit Bravour gemeistert.
Max stoppte sein Wichsen. Jetzt, wo sie und Tim fertig waren, kam es ihm absurd vor, als einziger an irgendetwas zu reiben. Fast war er enttäuscht, dass er keinen Höhepunkt erlebt hatte, bis ihm klar wurde, dass auch Tim noch keinen gehabt hatte … Oder hatte Max es verpasst und er war heimlich gekommen? Nein, das konnte nicht sein. Auch ohne es sicher zu wissen, glaubte er nicht, dass dieser Macho der Typ Mann war, der leise zum Abschluss kommen würde. Er war wahrscheinlich einer, der brüllte und sich im Anschluss wie ein Gorilla mit den Fäusten auf die Brust trommelte – oder so ähnlich.
Wie um seine Gedanken zu bestätigen, kroch Tim an Lenas Seite und küsste sie. Er hielt sich allerdings nicht lange mit ihrem Mund auf, sondern widmete sich ihren Brüsten, umspielte die Nippel mit der Zunge und kniff sie sanft mit den Lippen. Sie ließ es geschehen und Max wusste nicht, ob sie in ihrer Erschöpfung überhaupt zu einer abwehrenden Regung fähig war.
Tims Küsse wanderten tiefer. Sie bedachten Bauch und Nabel, den Venushügel und eine der geröteten und nassglänzenden Schamlippen. Sein Mund glitt zur Seite, seine Zunge berührte die Konturen ihres Beckenknochens, was Lena kichern ließ.
»Hast du noch nicht genug?«, hauchte sie und vergrub die Finger in seinen Haaren. Er lachte überrascht.
»Nur weil du fertig bist«, schnaufte er, »heißt es noch lange nicht, dass ich es auch bin.«
Jetzt war Max gespannt auf das, was er mit ihr vorhatte. Gebannt beobachtete er, wie sein zum Sex eingeladener Bekannter die Haut an der Seite ihres Pos küsste und mit der Zunge erkundete.
»Dreh dich um«, forderte er leise und gab ihr einen sanften Klaps auf den Oberschenkel. Lena zögerte zunächst mit fragendem Blick, doch dann kam sie seiner Aufforderung nach. Drehte sich in quälend langsamer Geschwindigkeit auf den Bauch, als wollte sie ihren Sexpartner damit provozieren. Aber Tim ließ sich nichts anmerken. Er musterte, genau wie Max, jeden Quadratzentimeter ihres Gesäßes, das Stück für Stück zum Vorschein kam.
Als sie ihre Position gefunden hatte, griff er gierig und ohne jede Scheu zu. Zog ihre Backen auseinander und küsste das Bullseye – ihren gestrafften Anus. Seine Zunge umspielte diesen voller Verlangen und ließ ihn zucken. Max verstand allmählich, wohin die Reise gehen würde. Und obwohl eine Stimme in seinem Hinterkopf forderte, dass er gefälligst selbst an Tims Stelle treten solle, ließ er sich auf die Show ein. Legte die Hand abermals um seinen Schwanz und rieb diesen langsam. Auch Lena schien zu verstehen, worauf der Mann an ihrem Hintern es abgesehen hatte.
»Darauf hätte ich vorher kommen können«, hauchte sie müde und schloss die Augen. »So, wie damals im Zelt.«
»Meine Belohnung«, antwortete Tim, darum bemüht, bescheiden zu klingen. »Für die ganze Arbeit.«
Lena kicherte. Sie klang nicht schockiert oder unwillig. Stattdessen hob sie den Hintern ein wenig an und gab ihm so ihr stummes Einverständnis. Wenn Max Tim etwas anrechnen musste, dann war es Lenas gesteigerte Offenheit gegenüber Analsex. Seit der Nacht am See, in der das Ehepaar zu Swingern aufgestiegen war, war ihre Bereitschaft, ihr Hintertürchen öfter als nur an seinem Geburtstag herzugeben, deutlich gestiegen. Vielleicht sollte ich in Zukunft nicht mehr so streng mit ihm sein. Auch wenn er ein schwieriger Typ ist … Er hat mein Leben besser gemacht.
Tims Zunge leckte weiter, übte wieder und wieder Druck auf den Schließmuskel aus. Als dann ein Finger dazukam und in das Spiel einstieg, loderte eine Hitze zwischen Max’ Beinen, die kaum zu ertragen war.
Der Finger zentrierte sich, bat um Einlass, bekam ihn und drang ein.
9.
Lena stöhnte. Es war nicht die Art Stöhnen, die von purer Lust und Genuss zeugte. Dafür konnte sie Analsex im Grunde zu wenig abgewinnen. Vielmehr war es das Geräusch einer Frau, die ihrem Sexpartner zuliebe Dinge ertrug, die nicht alltäglich waren. So war es immer, wenn sie sich auf diese Art und Weise hergab. Und trotzdem konnte sie ihren Genuss daraus ziehen, allerdings auf einem anderen Wege: Sie geilte sich an dem Mann auf, der ihre Hintertür bekam. An seiner Lust, an seiner abgrundtiefen Dankbarkeit. Denn das waren sie immer, hatte Lena Max erzählt. Dankbar. So wie er.
Und dankbare Kerle legten sich ins Zeug. Wollten das, was sie bekommen hatten, mit Fleiß, harter Arbeit und Orgasmen zurückzahlen. In diesem Fall war Tim zwar in Vorleistung gegangen – aber danach würde später niemand mehr fragen. Mehrere Dinge waren ihr dabei allerdings wichtig – es durfte nicht wehtun. Der Eingang musste gut vorbereitet werden. Die Stimmung und die Umgebung mussten passen. Quasi das Rundum-sorglos-Paket.
Da die letzten Punkte bereits abgehakt waren, war es nun an Tim, das Beste aus seiner Chance zu machen. Würde er es vermasseln, wäre ihr Hintern schneller wieder weg, als er gucken konnte. Doch so, wie er vorging, bestand für Max kein Zweifel daran, dass er den Lohn für ihren Orgasmus ernten durfte.
Sein Finger dehnte das Loch äußerst vorsichtig. Glitt langsam in die Tiefe, wurde zurückgezogen und abermals auf die Reise geschickt. Während er dies tat, küsste er mit einer Zärtlichkeit, die ein Außenstehender von einem Muskelprotz wie ihm kaum erwartet hätte, ihre Pobacken und streichelte mit der freien Hand über ihren Rücken. Lena hatte dabei die Augen geschlossen. Sie atmete und stöhnte leise, derweil sich ihr Becken mit kleinen Bewegungen in den Takt des Fingers einklinkte.
Nach einer Weile nahm Tim einen zweiten Finger dazu, so wie er es auch schon vorher bei ihrer Muschi getan hatte. Max konnte deutlich sehen, dass es ihr in diesem Moment schwerer fiel, mit der neuen Dehnung zurechtzukommen. Ihre Fingerspitzen gruben sich in das Bettlaken und ihre Stirn legte sich in Falten. Aber sie hielt stand, beschwerte sich nicht und so kam es, dass sich ihre Züge nach ein paar Minuten glätteten. Max lobte sie im Stillen, während er das Geschehen nicht aus den Augen ließ.
Sein Glied schmatzte leise bei jeder Bewegung seiner Hand. Auch er ging die Sache langsam an. Wichste nur mit Bedacht. Er wollte die Show, jetzt, wo er seine Gefühle zumindest einigermaßen unter Kontrolle hatte, in vollem Umfang genießen.
Er warf einen Blick an sich hinab und sah seine glänzende Eichel, die bei jedem Hub hinter der Vorhaut verschwand, nur um einen Sekundenbruchteil später wieder aus dieser hervorzukommen. Dank der in diesem Moment eingekehrten Entschleunigung blieb ihm Zeit, sein Glied mit dem von Tim zu vergleichen. Ich bin halt ein Mann. Und wir Männer vergleichen uns ständig. Na und?
Ja – der Liebhaber seiner Frau war solide bestückt. Aber auch nicht so, wie man es seinem aufgeblasenen Gehabe nach erwarten würde. Die Größe? Durchschnitt. Höchstens ein bisschen darüber. Der Umfang? Ebenfalls. Max musste sich in diesen Punkten nicht verstecken. Okay, der Penis von Tim war etwas dunkler. Doch das sagte nichts aus. Und er hatte wahrscheinlich schon mehr Frauen beglückt, als ein gewöhnlicher Mann von sich behaupten konnte – aber auch das versprach im Grunde nichts von seinen Qualitäten. In Max machte sich eine Erkenntnis breit – Tim war nur ein Mann. So wie er. Kein Zauberpenis. Kein Beckensprenger. Einfach nur hartes, geiles und blutheißes Fleisch.
Eine Bewegung im Bett riss Max aus seinem Vergleich. Tim richtete sich auf und zog seine Finger aus Lena heraus. Er packte sie sanft an beiden Seiten ihres Hinterns und zog diesen zu sich. Sie kam auf die Knie und stützte sich mit den Händen im weichen Stoff ab. Ihre Brüste waren gezeichnet von Abdrücken der durchgewühlten Bettdecke, auf der sie in den letzten Minuten gelegen hatte. Max schluckte, als er die sanften Kurven seiner beiden besten Freundinnen betrachtete. Er rieb sein Glied ein wenig schneller, behielt den lodernden Funken in ihm aber unter Kontrolle.
Tim robbte auf den Knien so dicht an Lenas Hintern heran, dass er ihre Wärme spüren musste. Er führte seinen Penis durch ihre Spalte, nahm etwas von ihrer Nässe mit und verrieb diese auf ganzer Länge. Damit schien die Vorbereitung abgeschlossen zu sein. Mit einem Grinsen, das sich kaum von dem eines Jungen unterschied, der zum ersten Mal eine nackte Frau vor sich sah, führte er die Eichel zu ihrem glänzenden Eingang, der sich bei der Berührung zusammenzog. Doch das währte nur kurz.
Lena entspannte sich sichtlich. Atmete ruhig, ließ den Kopf hängen und machte sich bereit. Tim schob seinen Unterleib ein wenig vor. Seine Spitze suchte sich ihren Weg und öffnete den Tunnel, was sich dank der Vorarbeit als unproblematisch entpuppte.
Lena krümmte den Rücken leicht, kehrte aber schnell wieder in ihre gelöste Haltung zurück. Kein Klagen kam über ihre Lippen. Stattdessen rang sie sich sogar zu einem Lächeln durch, das sie mit einem Seitenblick Max widmete. Er grinste verunsichert und wusste nicht so recht, welcher Gesichtsausdruck in dieser Situation angebracht war. Doch ihm wurde schnell bewusst, dass das, was vor ihm geschah, mit Normalität nur wenig gemeinsam hatte – daher konnte er kaum etwas falsch machen.
Für einen Atemzug lang schien nichts weiterzugehen. Lena hielt still, Tim ebenfalls. Dann passierte es: Als wäre ihr engster Punkt überschritten, glitt Tims Schwanz mit einem Mal in sie hinein. Dem folgte erneut ein flüchtiges Aufbäumen Lenas, das aber sogleich wieder abebbte.
»Alles okay?«, erkundigte sich Tim vorsichtig. Sie nickte wortlos. Ihre rechte Hand tastete sich übers Bett und fand eines der großen Kopfkissen. Sie ergriff es und zog es unter ihre Brust. Das versperrte Max zwar abermals die Sicht auf ihre Möpse, ermöglichte ihr aber, sich so bequem abzulegen, wie es die Situation zuließ.
Das war der Moment, in dem Tim mit dem Ficken startete. Erst schob er seinen Unterleib nur in kurzen Hüben vor und zurück. Doch mit der Zeit wurden seine Stöße tiefer. Und als sich ihr Hintern an seinen Schwanz gewöhnt hatte, wurden sie auch schneller.
Lena atmete stoßweise. Schmerzen hatte sie keine, das konnte Max von ihrem Gesicht ablesen. Ihre Augen waren sanft geschlossen, die Stirn glatt, der Mund einen Spalt breit geöffnet. Schweiß stand ihr in winzigen Perlen unterhalb des Haaransatzes und sogar die Rötung der Haut hatte nachgelassen. Ob sie es körperlich genoss? Nicht auf die einfache, unmittelbare Weise. Aber es waren der Moment, das Szenario und Tims sichtbare Lust, die sie weitermachen ließen.
Wie um Max das zu bestätigen, schaffte sie es sogar, sich in kalkulierten Bewegungen seinen Stößen entgegenzustemmen. Sie zeigte ihm die starke Frau, die sich im Bett nicht unterkriegen ließ. Und das schien ihrem Lover zu gefallen. Er hatte den Kopf vor Genuss in den Nacken gelegt und fickte mit geschlossenen Augen. Max speicherte diese Bilder in seinem Hirn.
Er wichste und genoss den Porno. Spürte die Hitze und die vor Lust vibrierende Luft. Sein Körper war so leicht wie schon lange nicht mehr. Beinahe wirkte es so, als wäre mit der Eifersucht eine tonnenschwere Last von ihm abgefallen. Eine Last, die er so sehr hatte loswerden wollen.
Tim stöhnte lauter und zog Max’ Aufmerksamkeit auf sich. Er fickte nun in einem Tempo, das leidenschaftlichem vaginalem Sex in nichts nachstand. Das Bett knackte und die Bettwäsche raschelte gedämpft. Bei jedem seiner Stöße entwich ihr ein leises Stöhnen. Und so, wie es schien, war das erst der Anfang.
10.
Max versuchte, sich in Tim hineinzuversetzen. Besser gesagt, in dessen Penis und in das, was dieser gerade fühlen musste. Um dies einfacher zu gestalten, passte er das Tempo seiner Selbstbefriedigung an die Stoßgeschwindigkeit seines Freundes an. Zudem lockerte er die Finger seiner Hand so, dass nur Zeigefinger und Daumen eng an seinem Schaft rieben. Mit den anderen übte er nur leichten Druck aus. So simulierte er den engen Anus und das, was sich dahinter anschloss.
Er genoss jede Sekunde. Spürte deutlich, wie realistisch der Vergleich zu Lenas Hintertür war, die er in den letzten Monaten mehr und mehr kennengelernt hatte. Sein Herz flatterte vor Aufregung und seine Atmung ging in hastigen, heißen Zügen.
Tim stöhnte so besessen vor Lust, dass seine Geräusche kaum noch menschlich klangen. In jeder seiner Bewegungen lag Kraft und unbändige Gier. Und Lena hielt stand. Peitschte ihm ihre eigene Gier entgegen, die weniger aus körperlichen Empfindungen, sondern vielmehr durch den Trieb ihres Sexpartners befeuert wurde.
Sie stemmte sich hoch und gab ihre bequeme Position auf. Ihr Gesicht war verbissen, aber nicht gequält. Ihre Brüste schwangen, die Nippel streiften bei jeder Bewegung den glatten Kissenbezug unter ihnen. Doch kaum hatte Max das bemerkt, änderte sich die Stellung.
Tim zog seinen Schwanz heraus. Lenas Anus blieb als klaffendes, zuckendes Loch zurück. Ihre Haut rund um den Ringmuskel war gerötet und feucht von Saft und Schweiß. Max wichste schneller und drohte beinahe, sich bei ihrem Anblick zu vergessen. Wie gern wäre er aufgestanden, hätte Tim beiseitegestoßen und dessen Platz übernommen – doch das durfte er nicht. Es ging bei diesem arrangierten Sextreffen nicht um seine Befriedigung, und das würde er akzeptieren, so schwer es auch war.
Tim legte sich auf den Rücken, mit dem Kopf zum Kopfteil des Bettes. Hastig zog er das nächstbeste Kissen – Max’ Kissen – heran und machte es sich gemütlich. Dann wies er Lena an, über ihn zu steigen. Sie tat es umgehend. Krabbelte zu ihm, hob ein Bein und richtete ihr Becken über dem seinen aus, mit dem Rücken zu Max. Es folgte ein kurzer, aber intensiver Kuss. Ob mit oder ohne Zunge – er konnte es nicht sehen. Ohnehin war sein Blick weiterhin von Lenas Öffnungen gefangen, die sirenengleich um seine Aufmerksamkeit warben.
Lena ließ ihr Becken sinken und kurz bevor sie Tim berührte, stellte er seinen Schwanz auf und führte die Eichel routiniert zu ihrem Arschloch. Dank der Dehnung versank diese ohne sichtbaren Widerstand darin. Es folgten ein paar vorsichtige Stöße. Womöglich dienten diese dazu, Lena an die neue Stellung zu gewöhnen. Doch diese Schonphase dauerte nur kurz, dann erhöhte er das Tempo. Ein Schmatzen kam auf, das mit jeder Bewegung lauter wurde.
Max’ Blick klebte wie hypnotisiert auf dem Geschehen. Der Funke – nein – das Feuer zwischen seinen Beinen loderte heiß und gefährlich. Sein Orgasmus würde nicht mehr lange auf sich warten lassen. Selbst, als er den Druck um seinen Schaft verringerte, änderte sich daran nichts. Er biss sich auf die Zunge, wollte sein Finale so lange es ging hinauszögern. Aber er erkannte rasch, dass die beste Waffe gegen den drohenden Cumshot war, die Hände still zu halten. Und das kam nicht in Frage.
Zum Glück schwoll auch Tims Stöhnen an. Er rammelte noch schneller, was Lena allmählich an ihre Grenzen brachte. War ihre Haltung bis zu diesem Moment gerade und stolz, so krümmte sie ihren Rücken durch und zog angestrengt ihre Schultern hoch.
In Max kämpfte die Lust mit seinem Mitgefühl gegenüber Lena. Er wusste nicht, wie er mit dieser Situation umgehen sollte, denn diese war ihm so fremd, wie es nur ging. Ein schlechtes Gewissen schnürte ihm die Luft ab, doch als Tim urplötzlich aufschrie, erloschen all seine Gedanken.
Der Swinger brüllte und stöhnte tiefkehlig. Stieß noch ein paar Mal heftig zu und pumpte die Wucht seines Höhepunktes in Lena. Diese keuchte vor Anstrengung, hielt aber stand, bis die Bewegung unter ihr endlich langsamer wurde. Als sie schließlich vollständig abbrach, hörte man sie vor Erleichterung deutlich aufatmen.
Max wichste sein Glied schneller. In seinem Inneren explodierte ein Feuerwerk. Wild und unsortiert, hell und wahnsinnig laut.
Als Tim seinen Schwanz aus ihr zog, ihren Oberkörper an sich riss und sie küssend umarmte, war es um ihn geschehen: Er spritzte mit einem Urschrei ab, dessen Lautstärke ihn selbst erschreckte. Er sah gerade noch, wie sich Lenas und Tims Köpfe zu ihm wandten, da legte er seinen eigenen voller Genuss in den Nacken. Schloss die Augen und spürte, wie er Schwall um Schwall seines Rausches verschoss. Heißes Sperma spritzte auf sein Shirt und hinterließ dunkle, feuchte Flecken. Weitere sengende Schübe landeten auf seiner Hand, liefen zwischen Fingern und Daumen hindurch und benetzten seine Hose samt Unterleib. Als die Wogen seines Finales abgeebbt waren, schaffte er es endlich, seine Lider zu öffnen.
Er senkte den Kopf wieder. Sofort fiel ihm Lena ins Auge, die ihn, noch immer in seliger Ruhe auf Tims Brust liegend, einen begeisterten Blick zuwarf. Max atmete tief und hektisch, doch es gelang ihm, sich zu einem Grinsen durchzuringen, das sofort von seiner Frau erwidert wurde.
Er musterte die beiden, wie sie erschöpft und abgekämpft im Ehebett lagen. Ihre Körper bebten und schimmerten verschwitzt. Zwischen Lenas Pobacken glänzte ihr überreizter Anus. Er zuckte noch immer, offen genug, dass Max sehen konnte, wie Tims Sperma langsam aus ihr herausquoll. Erst nur ein weißer Film, dann ein dicker Tropfen, der sich am Ring sammelte und träge nach unten lief.
Tim unterdessen wirkte so, als würde er einschlafen, doch seine Augen waren geöffnet und starrten zur Zimmerdecke. Woran er wohl gerade denkt?, fragte sich Max und überlegte, ob der Swinger dem Nachhall des Sex lauschte oder schon an die nächsten One-Night-Stands, Börsengeschäfte und sonstige Belanglosigkeiten dachte.
Als Lena sich von ihm abrollte, sich auf den Hintern setzte und ihrem Liebhaber gönnerhaft einen kräftigen Klaps auf den Oberschenkel versetzte, endete das Experiment. Max erhob sich mit wackeligen Knien von seinem Sitz und torkelte zum Bett. Er wollte nur eines: Lenas Nähe spüren. Er beugte sich vor – sein tropfender Penis hing noch aus der Hose – und sie tat es ihm gleich. Und obwohl er nicht scharf darauf war, Tims Geschmack auf ihren Lippen zu finden, gab er seiner Sehnsucht nach und küsste sie trotzdem.
11.
Das Ehepaar saß dicht an dicht auf dem Sofa im Wohnzimmer. Beide trugen Bademäntel. Lena, um ihren Körper in etwas Bequemes zu hüllen; Max, weil er seine von sich selbst vollgespritzten und spermaverschmierten Klamotten loswerden wollte. Tim hatten sie im Schlafzimmer zurückgelassen. Er war tatsächlich eingeschlafen. Eine Tür weiter lag also der Mann, der gerade Lenas Körper besessen, Max an den Rand des Wahnsinns gebracht und ihr Ehebett in eine Spielwiese verwandelt hatte — und schnarchte selig vor sich hin. Max behagte der Gedanke, dass er das Bett zusätzlich zum Sex nun auch als Schlafstätte nutzte, überhaupt nicht. Aber er war machtlos. Rausschmeißen wollte er ihn nicht.
»Irgendwie habe ich erwartet, dass er sich wie ein Gorilla auf die Brust trommelt«, lachte Max plötzlich und erinnerte sich an seine Überlegung von vor einer Stunde zurück.
»Wie ein Gorilla?«
»Ja. Beim Orgasmus. Laut und stark. Nun, laut ist ja zumindest gewesen.«
Lena stimmte in sein Lachen ein und drückte ihm im Anschluss einen flüchtigen Kuss auf die Wange. »Ich hätte, als ich heute Morgen aufgestanden bin, nie im Leben mit einem solchen Tagesverlauf gerechnet.«
In ihrer Stimme schwang neben der Belustigung ein kleiner, neugieriger Klang mit. »Hat es sich denn gelohnt? Also, für dich?«
Max antwortete nicht direkt, sondern suchte in seinem Kopf nach einer ehrlichen Antwort. Doch diese aufzuspüren war nicht leicht. Während Tim und Lena miteinander geschlafen hatten, war Max nach einer kurzen Eingewöhnungsphase mehr als nur geil auf das gewesen, was zwischen den beiden im Bett passierte. Doch nach seinem Orgasmus und dem jähen Absterben seiner Lust hatte sich das schlagartig geändert. Das bohrende Gefühl der Eifersucht war schneller wieder da, als er es sich jemals hätte erträumen lassen. Und doch … Etwas war anders. Das negative Gefühl hatte spürbar an Kraft verloren. Ja – die Eifersucht quälte ihn noch immer, aber weniger intensiv. Und das war ein Hoffnungsschimmer.
Er berichtete seiner Frau von diesen Gedanken. Ließ nichts aus und gab sich so transparent wie nur irgendmöglich. Das war er Lena, nach allem, was sie für ihn getan hatte, einfach schuldig. Nachdem er geendet hatte, schwieg sie für einen Moment. Sie verlagerte ihr Gewicht und fuhr sich mit einer Hand über ihren Po, als würde sie das geschundene Körperteil mit sanften Berührungen pflegen wollen, und kaute nachdenklich auf ihrer Unterlippe.
»Also«, begann sie zaghaft. Max musterte ihr Gesicht, in dem neben der Erschöpfung auch Optimismus lag. »Ich finde, dass du es super gemacht hast. Und wenn ich dein Resümee höre, bestärkt es mich umso mehr in meiner Bewertung.«
»Ach ja?«
»Ja. Sei doch mal ehrlich. Hast du wirklich geglaubt, deine Probleme würden auf magische Art und Weise einfach nach einer Therapiestunde verschwinden?«
Das Wort Therapiestunde betonte sie mit Gänsefüßchen, die sie mit den Zeige- und Mittelfingern beider Hände bildete. Max musste sich eingestehen, dass der Gedanke daran zwar schön, aber unmöglich zu erreichen war. Er verneinte kopfschüttelnd.
»Na also. Vielleicht wäre es gut, wenn du mir noch das eine oder andere Mal zusehen würdest. Mit anderen Männern, im Club zum Beispiel. Wir können uns Zeit lassen. Müssen nichts übers Knie brechen. Oder?«
»Im Grunde hast du ja recht«, antwortete er grübelnd. Gegen weitere Tests hatte er nichts. Ja, er freute sich sogar auf diese. Und war das nicht ein Zeichen dafür, dass der Tag etwas Gutes mit sich gebracht hatte? Denn einen solchen Gedanken hätte er zuvor niemals gefasst, da war er sich sicher. Und doch gab es da ein kleines, aber wichtiges Detail.
»Kannst du dir denken, warum ich ausgerechnet Tim ausgewählt habe?«
Sie schüttelte interessiert den Kopf. »Weil der notgeile Ficker alles besteigt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist?«
Max lachte. »Nein. Weil ich genau weiß, was du für ihn empfindest. Nämlich nichts außer Freundschaft und eine gewisse körperliche Anziehung. Aber niemals so etwas wie zärtliche Gefühle. Oder Liebe.«
Lena sah ihn mitleidig an und zog eine gerührte Schnute. »Glaubst du denn, das wäre mit den anderen Männern im Club oder bei den Swingertreffen anders?«
Sie sah ihn erwartungsvoll und zugleich herausfordernd an. Doch ihm hatte es die Sprache verschlagen.
»Für all diese Männer empfinde ich sogar noch weniger als für Tim. Es ist nur Lust. Körperliches, anonymes Begehren. Das war es dann auch schon.«
Max nickte langsam. Ihre Worte bahnten sich nur langsam einen Weg in sein Herz.
»Ich liebe dich«, fügte Lena langsam hinzu. »Dich – und nur dich!«
Max wusste, dass sie aufrichtig war. Er erkannte es an dem Klang ihrer Stimme und der Art, wie sie es betonte. Sein Herz wurde wärmer. Er grinste sie verlegen an – und dann machte es Klick. Ob es ihre Worte, ihre Stimme oder die neuen Erfahrungen waren – er wusste es nicht. Doch plötzlich flutete ein schweres, unzerrüttbares Vertrauen seine Adern. Schwappte durch seinen Körper und ließ diesen erblühen. »Ich … Ich würde es gerne noch einmal versuchen. Ich glaube, dass ich die Eifersucht so … mit deiner Hilfe besiegen kann.«
Sie sahen sich lange an. Dann wurden ihre Münder von einer unsichtbaren Kraft zueinander geführt. Es folgte ein Kuss, der den Klick-Moment mit Liebe unterschrieb. Plötzlich fühlte sich alles so anders an. Die Zukunft hatte schlagartig ihren Schrecken verloren. Max wusste, dass das Swingen mit all dem, was es mit sich brachte, gesichert war.
Seine Lust – Lenas Lust – und viele, viele Abenteuer warteten auf sie. Und während Tim nur eine Tür weiter seinen Lustrausch ausschlief, wallte Hitze auf dem Sofa auf. Lena öffnete ihren Bademantel und warf ihrem Mann einen verstohlenen Blick zu, der keinen Zweifel daran aufkommen ließ, dass es nun an ihm lag, aus ihrem Körper seine Spielwiese zu machen.
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