Unter ihrer Kontrolle
Veröffentlicht amEs war ein gewöhnlicher Freitagabend.
Ich kam gerade vom Sport, machte mir mein Abendessen warm und setzte mich auf die Couch. Die Wohnung war still, nur das leise Rauschen der Heizung im Hintergrund. Und doch war da etwas in mir, das nicht zur Ruhe kam.
Der Gedanke an sie durchdrang mich. Kein Erinnern, sondern viel mehr etwas Körperliches. Etwas, das nach Nähe verlangte. Nach ihr.
Wir hatten uns 2024 kennengelernt. Sie war Ägypterin, neu in Deutschland, hergekommen über ihren Job in einem internationalen Unternehmen. Schon damals hatte sie etwas an sich gehabt, das mich aus dem Gleichgewicht brachte. Diese direkte Art, dieses selbstverständliche Auftreten, das keinen Platz für Unsicherheit ließ.
Ich hatte mir eingeredet, es läge an meinem Englisch. An der Distanz und der Situation.
Aber das war es nicht.
Es war der Unterschied zwischen uns.
Sie war Mitte dreißig, und ich gerade erst am Anfang meiner Zwanziger. Sie wusste, wie man spricht,
Nun, zwei Jahre später, kam sie mir wieder in den Kopf.
Nicht plötzlich, eher wie etwas, das die ganze Zeit irgendwo gewartet hatte. Ihre ruhige Stimme und die bestimmte Art.
Ich schrieb ihr, ohne lange nachzudenken.
„Hey, lange her… Hab mich gefragt, wie es dir geht.“
Wir waren nie im Streit auseinandergegangen. Trotzdem fühlte es sich riskant an. Als würde ich eine Tür öffnen, von der ich nicht wusste, was dahinter war.
Doch ihre Antwort kam schnell. Und sie war warm. Offen. Fast schon zu selbstverständlich.
Zu selbstverständlich für jemanden, den man zwei Jahre nicht gesehen hatte.
Wir schrieben hin und her. Über die Zeit. Über Veränderungen. Über das Leben.
Ich erwähnte, dass ich durch meinen neuen Job inzwischen mehr Englisch sprach und wir uns vermutlich besser verstehen würden.
Sie antwortete frech:
Dass ich ihr meine neu erlernten Skills ja gerne mal zeigen könne.
Ich starrte einen Moment auf den Bildschirm.
Ich wusste nicht, ob das ein Spiel war oder nur ihre Art, Worte zu benutzen. Ob sie es ernst meinte oder ob ich es ernst nehmen wollte.
Ich spielte es herunter. Ich schrieb, sie solle sich nicht zu viel erhoffen.
Und genau in diesem Moment spürte ich, wie sie das Gespräch lenkte, ohne dass es wie ein Befehl klang.
Die Spannung glitt kurz weg, wie eine Welle, die sich zurückzieht. Wir redeten über Belangloses, bis sie plötzlich fragte, was ich an diesem Abend noch vorhatte.
Ich schrieb, dass ich gerade aus dem Gym gekommen war und mir etwas zu essen gemacht hatte.
Sie meinte, sie trainiere inzwischen auch regelmäßig, aber Cardio sei nicht so ihr Ding.
Ich antwortete, dass ich es genauso hasse. Dass wir das ja mal zusammen machen könnten.
Ihre Antwort kam mit einem Smiley, der eindeutig zu viel wusste.
Und in dem Moment war mir klar, dass wir längst keinen Smalltalk mehr hatten.
Ich schrieb:
„Soll ich vorbeikommen?“
Sie antwortete nur:
„Ja. Bitte.“
Mehr nicht. Keine Erklärung. Keine Ausrede.
Nur diese zwei Worte, die sich anfühlten wie eine Einladung und wie eine Prüfung. Als würde sie mich nicht einfach sehen wollen, sondern sehen wollen, ob ich wirklich komme.
Ich sprang auf, machte mich in Rekordzeit fertig und zog mir etwas Ordentliches an, obwohl mir klar war, dass es heute Abend nicht darum gehen würde, ordentlich zu wirken.
Keine zehn Minuten später schrieb ich:
„Bin unterwegs.“
Auf dem Weg zu ihr fühlte es sich unwirklich an. Als würde ich etwas tun, das längst entschieden und doch gefährlich war.
Sie war eigentlich schon wieder fremd geworden. Zwei Jahre waren genug, um Menschen zu verlieren. Oder um sie neu zu entdecken.
Vor ihrer Tür blieb ich kurz stehen.
Ich stellte mir Dinge vor, die ich nicht hätte denken sollen. Szenen, die mein Kopf viel zu lebendig malte. Dass sie mir im Bademantel öffnen würde. Dass sie mich kaum reinlassen würde, bevor all die Lust aus mir heraus brach.
Aber es kam anders.
Die Tür öffnete sich.
Und sie stand da. In heller Jeans, einer weißen Bluse, offenen Haaren. Kein übertriebenes Outfit. Kein billiger Versuch, Wirkung zu machen. Nur sie. Und ein Lächeln, das sich anfühlte wie Kontrolle.
Obwohl ich sie kannte, traf es mich wie ein Schlag.
Wow, dachte ich mir.
Sie bat mich herein. Und wir taten beide so, als wäre nichts gewesen. Als hätten wir nicht gerade etwas geschrieben, das zwischen den Zeilen längst zu viel gesagt hatte.
Und während ich mir einredete, es wäre harmlos, spürte ich, dass sie mich längst musterte, nicht offensichtlich, nicht gierig, sondern ruhig. Wie jemand, der sich etwas nimmt, ohne greifen zu müssen.
In ihrer Küche öffneten wir einen Wein. Wir lachten. Redeten über früher. Über alte Geschichten, die plötzlich wieder nah wirkten.
Und obwohl in meinem Kopf noch immer diese Bilder tobten, war es gleichzeitig unbeschwert. Fast normal.
So normal, dass es gefährlich war. Denn je normaler es wirkte, desto leichter vergaß ich, wie dünn die Grenze war.
Irgendwann saßen wir auf der Couch.
Sie rechts von mir, mir zugewandt. Ich saß eher nach vorne, tat lässig, aber mein Blick verriet mich ständig.
Denn jedes Mal, wenn ich sie ansah, wanderte mein Blick nach unten.
Weiße Socken. Und darunter das leise Schimmern von rot lackierten Zehennägeln, als würde ihr Körper mir absichtlich Hinweise geben.
Ich hielt den Blick vielleicht eine Sekunde zu lange.
Sie bemerkte es.
Sie sagte nichts.
Legte einfach ihre Füße auf meinen Schoß, als wäre es das Natürlichste der Welt. Als hätte sie die Entscheidung schon längst getroffen, und ich müsste bloß noch folgen.
In mir zog sich alles zusammen. Mein Körper reagierte schneller, als ich denken konnte.
Erst legte ich meine Hände auf ihre Füße. Dann begann ich, sie sanft zu massieren.
Ich spürte Wärme durch den Stoff. Die Form. Die Spannung. Und etwas in mir wollte es nicht mehr bei „sanft“ belassen.
Sie wurde stiller. Ruhiger.
Sie nahm ihr Handy, machte Musik an, irgendetwas Langsames, Tieferes. Und lehnte sich zurück, als hätte sie beschlossen, sich einfach fallen zu lassen. Oder als würde sie mir zeigen, wie leicht sie es konnte.
Ich massierte ihren linken Fuß, spürte, wie sie den rechten langsam tiefer in meinen Schoß drückte. Als würde sie testen, wie weit sie gehen konnte, ohne ein Wort zu sagen.
Und als würde sie mich dabei beobachten, wie ich reagiere.
Mein Finger glitt in den Sockenbund.
Ich hielt den Stoff fest und zog ihn langsam aus.
Dann den anderen.
Sie reagierte nicht. Kein Zucken. Kein Einwand.
Nur dieses ruhige Atmen, das mir sagte, dass sie alles bemerkte und es wollte. Und dass sie mir erlaubte, weiterzumachen.
Als ich zu ihr blickte, waren ihre Augen geschlossen. Ihr Kopf hing leicht nach hinten.
Und erst beim zweiten Hinschauen sah ich es:
Wie sie die Knöpfe ihrer Jeans öffnete. Stück für Stück.
Ich massierte weiter, als wäre es nichts.
Doch in mir war längst alles zu viel.
Ihre Hand verschwand in ihrer Hose.
Mein Atem wurde flacher. Mein Körper spannte sich an, als würde er gleich platzen.
Aber ich wollte diesen Moment nicht zerstören. Nicht die Art, wie sie sich langsam verlor und dabei doch die Kontrolle behielt. Als würde sie sich fallen lassen, aber nur so weit, wie sie es selbst bestimmte.
Ich massierte fester.
Und jedes Mal, wenn ich meine Finger zwischen ihre Zehen schob, hörte ich dieses leise, erstickte Geräusch, das sie nicht mehr ganz unterdrücken konnte.
Es muss etwas passieren, dachte ich.
Jetzt. Gleich.
Doch bevor ich mich entscheiden konnte, hob sie den Kopf. Sah mich an.
Und grinste, als hätte sie meine Gedanken gelesen.
„Du bist ein guter Masseur.“
Frech. Ruhig.
Wie ein Urteil. Und wie eine Belohnung, die sie nicht jedem gab.
Sie drehte sich auf den Bauch und streckte mir ihre nackten Fußsohlen entgegen, als würde sie mir zeigen, dass sie genau wusste, was sie tat.
Als würde sie mir zeigen, dass ich gerade nur das war, was sie wollte. Nicht mehr. Nicht weniger.
Ihre Hände landeten auf meinem Schoß.
Und ich spürte, wie sie mich berührte, langsam, prüfend. Als würde sie herausfinden wollen, wie viel ich noch aushielt. Wie weit sie gehen musste, bevor ich aufhörte zu denken.
Ich schloss die Augen.
Sie öffnete meine Hose, zog sie ein Stück herunter.
Und für einen Moment dachte ich: Jetzt… jetzt macht sie es.
Doch sie ließ sich Zeit.
Und genau das machte mich wahnsinnig.
Dann spürte ich ihre Zunge. Ein langsames, sanftes Gleiten.
Und als sie ankam, wurde der Druck stärker, präziser. Absichtlich.
Sie nahm mich in den Mund, als hätte sie das schon hundertmal getan. Ruhig. Sicher.
Und jedes Mal, wenn sie sich bewegte, bewegte sich auch ihre Hüfte mit, als wäre ihr ganzer Körper ein Teil davon. Als wäre es nicht nur Lust, sondern etwas, das sie beherrschte.
In meinem Kopf flackerte nur noch ein Gedanke:
Wie sie sich anfühlen würde. Wie warm sie wäre. Wie nass.
Ich konnte mein Stöhnen kaum zurückhalten.
Sie wurde langsamer.
Hörte auf.
Ich öffnete die Augen.
Sie stand auf, öffnete den letzten Knopf ihrer Jeans und zog sie aus.
Ihr Höschen war bereits völlig durchnässt.
Sie ließ sich zurück auf die Couch fallen und setzte sich hin, aufrecht, die Beine angewinkelt und gespreizt.
Nicht schüchtern. Nicht bittend.
Eher wie jemand, der mir zeigt, was mir gehört. Für diesen Moment.
Und gleichzeitig wie jemand, der genau wusste, dass ich es mir erst verdienen musste.
„Now it’s your turn“, sagte sie.
Und zog mit einem Finger ihr Höschen zur Seite.
Ich richtete mich auf, beugte mich zu ihr rüber, küsste neben ihr, ließ meine Zunge über ihre Haut gleiten.
Doch sie hatte keine Geduld mehr für sanfte Spiele.
Sie packte meinen Kopf. Führte mich direkt dorthin.
Nicht grob, aber eindeutig. Als wäre es nie eine Frage gewesen.
Und in dem Moment, als ich sie schmeckte, war alles andere egal.
Ich konnte an nichts mehr denken.
Nur noch daran, sie endlich zu nehmen.
Sehr gut und detailliert geschrieben. Auch bringst du durch deine Schreibweise deine Figuren gut zur Geltung. Eine Fortsetzung wäre auf jedenfall interessant.