Sex-Coaching – Entjungfert an seinem 18. Geburtstag
Veröffentlicht amWorum geht es?
Tim ist gerade 18 geworden – und so verzweifelt entschlossen, endlich Sex zu haben, dass er seine Ersparnisse zusammenkratzt und sich ein teures Coaching bei Silvana leistet. In ihrem luxuriösen Loft erfährt er zum ersten Mal, dass Sex mehr ist als reines Rein und Raus. Aus anfänglicher Nervosität wird Gier, aus Unsicherheit plötzlich Selbstbewusstsein – stets geführt von einer Frau, für die das Wort „Profi“ erfunden wurde.
Vorweg
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1.
Tim wippte nervös mit dem rechten Fuß. Er hatte die Beine überschlagen, um sein Zittern zumindest ein wenig unter Kontrolle zu bringen, während er auf einer kalten Parkbank saß und wartete. Eine Joggerin, die trotz Schnee und Minusgraden ihre Runden drehte, zog gedämpften Schrittes an ihm vorbei. Er sah ihr gedankenverloren hinterher, währenddessen vor ihm, auf dem grauen Wasser der Elbe, ein großes Containerschiff träge gen Westen steuerte.
Er seufzte. Allmählich kroch die Kälte durch Stoff und Haut und ließ seine Oberschenkel brennen. Er verfluchte sich für seine Überpünktlichkeit und sah, wie schon Dutzende Male zuvor, auf seine Armbanduhr. 16:25. Noch fünf Minuten.
Wäre ich doch nur später losgegangen, tadelte er sich in Gedanken. Und das nicht zum ersten Mal. Seine anerzogene Angst, irgendwohin zu spät zu kommen, hatte ihn bereits vor gut einer halben Stunde am Treffpunkt ankommen lassen. Im Sommer wäre das kein Problem gewesen. Er hätte dann einfach das Wetter, den Fluss und die Wiesen genossen, die sich dem Ufer im Hamburger Stadtteil Blankenese anschlossen. Doch in diesem Moment, bei minus sieben Grad Celsius, konnte von Genuss keine Rede sein.
Tim rieb die Hände aneinander, was ihm zumindest für einige Sekunden ein wenig Wärme spendete. Eine einsame Schneeflocke tanzte vor seinen Augen und legte sich auf die Nase, wo sie augenblicklich schmolz und ein seltsames Kribbeln hinterließ. Er sah sich um. Weit links, abseits des Fußweges, schlenderte ein Mann mitsamt Schäferhund. Die Schritte der beiden erzeugten tiefe Abdrücke im Schnee und das Tier färbte das Weiß, das an einem Baumstamm klebte, gelb.
Tim musste unwillkürlich schmunzeln, als ihm ein Moment aus seiner in Erinnerung kam. »Welcher Schnee darf nicht gegessen werden?«, hörte er seine Mutter fragen. Und er hatte damals pflichtbewusst mit »den gelben« geantwortet.
. Ein Wort, das sich heute plötzlich fremd anfühlte. Denn ein war er nicht mehr. Nicht im eigentlichen Sinne. Klar, er war noch immer das seiner Eltern. Das würde er für immer bleiben. Seit heute Morgen war er zumindest vom Gesetz her volljährig.
An diesem Tag war Tims achtzehnter Geburtstag. Ein Tag, der für viele Teenager ein besonderer Meilenstein war. Ein richtiges Erlebnis, eine krasse Veränderung in seinem Leben. Für ihn jedoch war es nur ein Tag wie jeder andere. Na gut, er brachte ein paar mehr oder weniger wichtige Details mit sich. Er durfte nun zum Beispiel alleine Auto fahren. Niemand musste ihn beim Fahren mehr begleiten. Das war tatsächlich ganz gut, da ihn die ständigen Kommentare seiner Eltern nervten. Zudem war es ihm fortan gestattet, offiziell hochprozentigen Alkohol zu kaufen. Wenn
Wieder sah Tim sich um. Der Mann und sein Hund waren verschwunden. Lediglich ihr Wanderpfad im Schnee erinnerte an ihre zurückliegende Anwesenheit. Er rieb abermals die Hände aneinander. Atmete dichten Dampf aus und fragte sich, ob er das Richtige tat. Immerhin könnte er jetzt zuhause sein. Mit seiner Familie seinen Geburtstag feiern. Kuchen essen, Kerzen ausblasen, mit seinem Dad den vor Monaten angekündigten Vater--Cocktail, einer angeblich ganz besonderen Gin-Kreation, genießen. Aber er hatte darauf verzichtet. War unter einem Vorwand – seiner ersten Lüge als Achtzehnjähriger – aus dem Elternhaus geflohen und hatte verkündet, erst sehr, sehr spät, womöglich sogar am Folgetag, wiederzukommen. Auf die Frage, was er denn vorhatte, hatte er geantwortet, dass er bei einem Kumpel die Nacht vor der Konsole verbringen wollte. Und da Tim ein Nerd war, der sich mehr aus Games als aus dem realen Leben machte, hatte dies niemand hinterfragt. Es passte halt einfach zu ihm. Also hatte man ihn gehen lassen.
Mittlerweile war die Uhr auf 16:30 gesprungen. Die verabredete Zeit. Doch noch immer war er allein. Das Containerschiff hatte bereits eine beachtliche Strecke zurückgelegt und bald würde es aus seinem Sichtfeld verschwinden. Er versuchte, den Namen des Pottes zu lesen, was aufgrund der Entfernung sehr schwer war. In dem Moment, als er seine Augen bemüht zusammenkniff, erklang neben ihm eine Stimme.
»Tim Dahmen?«
Er schnellte übereilt herum und musste im Anschluss daran einen ziemlich belämmerten Eindruck machen, denn die Frau im eleganten, weißen Wintermantel grinste amüsiert. »Ja«, keuchte er und erhob sich, wobei er tölpelhaft auf dem verdichteten Schnee ausrutschte und ins Wanken geriet.
»Hey«, kicherte die Frau, streckte hastig ihre behandschuhte Hand aus und half ihm, sich zu abzufangen. »Es ist glatt.«
Heiße Scham färbte sein Gesicht rot und er wünschte sich sofort, die Zeit um eine Minute zurückdrehen zu können, um dem Kontakt mit dieser ganz besonderen Frau eine zweite Chance zu geben.
»Sorry«, murmelte er verlegen. Er betrachtete sie, beginnend an ihren Füßen, die in dicke, braune Stiefel gehüllt waren. Diese gingen ihr bis zum Knie und beherbergten schlanke, von schwarzem Stoff eingefasste Beine, die unter dem Mantel verschwanden. Auch ihre Handschuhe waren braun und bestanden aus Leder oder etwas, das Leder ähnlich sah. Um ihren Hals lag ein heller Schal, der sich deutlich von ihrem spanischen Teint abhob, der das Gesicht der Frau zierte. Tim schluckte, als er das kräftige Rot bemerkte, das ihre Lippen betonte. Darüber saßen eine leicht markante, gerade Nase und grünbraune Augen, die im Winterlicht fast dunkel wirkten, und akkurat in Form gebrachte Augenbrauen. Ihr Haar, lang und pechschwarz, fiel glatt auf ihre Schultern.
Er stellte fest, dass er sie ein wenig zu intensiv angestarrt hatte. Die Hitze in seinem Gesicht verstärkte sich. Jetzt waren es schon zwei Minuten, die er am liebsten ungeschehen machen würde.
»Bist du aufgeregt?«, fragte sie mit einem Ton, der ausdrückte, dass sie die Antwort bereits kannte. Er nickte und biss sich auf die Unterlippe. Wäre ich doch nur nicht so tollpatschig, schimpfte er mit sich in Gedanken.
»Das macht nichts und ist vollkommen normal.« Sie wies in Richtung des Uferwegs. »Wollen wir ein Stück gehen?«
Wieder nickte er und schon setzte sich das ungleiche Paar in Bewegung. Tim, der sich in seinen weiten, ausgeblichenen Jeans und einer ausgebeulten Winterjacke neben dieser Frau in ihren hochwertigen Klamotten wie ein billiger Daherkömmling wähnte, fühlte sich deplatziert. Er richtete seinen Blick verkrampft geradeaus. Konzentrierte sich darauf, nicht zu stolpern oder auszurutschen. Seltsam, wie schwer ihm das Gehen – etwas, das er seit siebzehn Jahren beherrschte – in ihrer Gegenwart plötzlich fiel.
»Du hattest mir versichert, dass du heute volljährig wirst, aber ich brauche trotzdem deinen Ausweis. Ich muss mich absichern, verstehst du?«
Er wandte sich ihr zu. Ihre Augen musterten ihn kritisch und er fühlte sich sogleich viel kleiner, und das, obwohl er sie um einen halben Kopf überragte.
»Na klar«, antwortete er und zog sein Handy hervor, in dessen Schutzhülle sein Perso steckte. Er überreichte ihr ihn und beobachtete, wie sie diesen gezielt prüfte. Schließlich nickte sie und lächelte. »Alles Gute zum Geburtstag, Tim.«
Er erwiderte ihr Lächeln mit einem sanften Herzflattern. Irgendwie, und da sprach wahrscheinlich seine Libido aus ihm, war dieser Geburtstagsgruß der bisher schönste des Tages gewesen.
»Hast du den Befund dabei?«
Tim nickte und zog ein zusammengefaltetes Stück Papier aus der Jackentasche. Er überreichte es der Frau, die es entfaltete und sogleich zu lesen begann.
»Super«, sagte sie nach kurzer Zeit. »Kerngesund. So, wie ich es von einem jungen Mann wie dir erwarte.«
»Junger Mann wie mir?«, wiederholte Tim. »Wie meinen Sie das?«
Die Frau lachte. »Dass Sie lassen wir weg, okay? So bin ich dann doch nicht. Ich heiße Silvana.«
»Entschuldigung«, antwortete er beschämt, obwohl er es nicht besser hatte wissen können.
»Dafür brauchst du dich doch nicht entschuldigen. Alles gut. Ich meinte damit nur, dass Jungfrauen in der Regel keine Geschlechtskrankheiten haben.«
Tim schluckte aufgrund ihrer Direktheit. Dass er ihr einen Gesundheitsnachweis erbringen musste, war das eine. Doch dass sie dies und seine Jungfräulichkeit so geradlinig und ohne Umschweife ansprach, war etwas anderes. Aber im Grunde hatte man ihn vorgewarnt. Diese Frau hatte den Ruf, sehr selbstbewusst, dominant und direkt zu sein. Beschweren durfte er sich also nicht.
»Okay. Ich merke es mir.«
»Nochmal zur Erklärung, warum ich dich mit unserem Kennenlernen auf den heutigen Tag vertrösten musste: Das, was ich tue, darf und will ich mit Minderjährigen nicht machen. Es könnte mich in Teufelsküche bringen. Daher muss ich mich absichern. Aus diesem Grund der Ausweischeck und das Testergebnis.«
Er nickte verständnisvoll. »Ich würde es genau so tun.«
Sie lächelte. »Also, lass uns Tacheles sprechen.«
Wieder riss er seinen Blick vom gefrorenen Boden los und sah sie an. Unter ihm knirschten Eis und Schnee. »Ich soll dich entjungfern.«
Es war mehr Feststellung als Frage. Kein Wunder, hatte Tim sein Vorhaben schon vor Wochen per Mail Silvana zugestellt. Es aber nun aus ihrem Mund zu hören, unzensiert und trocken, war, als würde ihn jemand in kaltes Wasser tauchen. Seine Organe zogen sich unwillkürlich zusammen und er verkrampfte. Hitze schoss nun nicht mehr nur in sein Gesicht, sondern auch durch seinen Rumpf bis hinab in seinen Unterleib.
»Ja, genau.«
»Das kann ich übernehmen. Du hast meine Mail aber gründlich gelesen und verstanden, dass ich dafür eine stattliche Summe berechne, die sich deutlich von dem unterscheidet, was im Normalfall und bei anderen Frauen für Sex bezahlt wird, oder?«
Wieder nickte er. Er kannte ihren Preis genau. »1500€. Die ich, wie verabredet, in Bar dabei habe.«
Silvana lächelte zufrieden. »Mir ist wichtig, dass du verstehst, dass ich keine Prostituierte bin. Ich bin ein Sex-Coach. Eine Sexlehrerin, wenn du es so nennen willst. Das ist ein himmelweiter Unterschied.«
»Das verstehe ich«, bestätigte er. Und genau dieser Unterschied war der Grund, warum er sie gebucht hatte. Warum er auf eine normale Dame aus dem Rotlichtgewerbe verzichtet hatte, die nur einen Bruchteil Silvanas Preise gekostet hätte. Er hatte bewusst nach einer Frau, wie sie eine war, gesucht. Er wollte nicht nur Sex, nicht endlich zum ersten Mal ficken. Er wollte lernen.
»Mich würde interessieren, warum genau du damit zu mir gekommen bist«, schien sie seine Gedanken zu lesen. Also erklärte er, mit einem leichten Zittern in der Stimme, seine Situation.
»Es geht mir nicht nur darum, endlich mit … einer Frau zu schlafen. Du musst wissen, dass ich riesige Angst davor habe, bei meinem ersten Mal mit einer normalen Frau zu versagen.«
»Aber was wäre so schlimm daran? Ein erstes Mal ist immer etwas Spezielles und dass es nicht direkt auf Anhieb ein Bombenerlebnis wird, ist vollkommen normal.«
»Das weiß ich. Aber du musst meine Situation verstehen. Ich bin jetzt achtzehn. Ich habe noch nie geküsst, gefummelt oder sonst etwas mit einer Frau gemacht. Ich habe es ein paar Male versucht, bin aber immer aus anderen Gründen gescheitert. Meistens war es die Aufregung. Und mangelnde Erfahrung. Ich habe noch nie eine Frau in die Situation bekommen, sie ausziehen oder anfassen zu können. Und wenn ich es dann in Zukunft endlich einmal schaffe, ein Mädchen von mir zu überzeugen, will ich alles richtig machen, um sie nicht direkt wieder zu verjagen.«
»Ich verstehe. Du willst sicher wirken und niemanden vergraulen?«
Tim nickte hastig. »Genau. Wenn, und allein das wird nicht allzu oft vorkommen, ich eine Frau bei mir habe, soll sie auch bleiben. Und nicht beim ersten Fehler wieder Reißaus nehmen.«
Silvana schmunzelte, was ihm einen Stich im Herzen bescherte. »Das ist süß«, sagte sie und schenkte ihm ein wärmendes Lächeln. »Aber ich glaube, dass du in diesem Punkt etwas zu ängstlich bist. Keine Frau dieser Welt wird dich direkt ghosten, nur weil nicht auf Anhieb alle Handgriffe sitzen. Und sollte eine Auserwählte dann doch so reagieren, ist sie ohnehin nichts für einen netten, jungen Mann wie du einer bist.«
Die Worte der Sexlehrerin klangen aufrichtig und sofort schwoll Tims Herz ein wenig an, während es seine Schläge beschleunigte. »Danke …«
»Ich helfe dir trotzdem gerne dabei, dich auf deinen ersten, intimen Moment vorzubereiten. Aber eine Frage habe ich da noch …«
»Die wäre?«
»Willst du dir diesen besonderen Moment wirklich nicht aufsparen? Man verliert seine Jungfräulichkeit nur ein einziges Mal.«
Tim nickte selbstbewusst. Er hatte sein Ziel fest vor Augen. Und von diesem wollte er sich nicht abbringen lassen. Er wollte es lernen. Wollte Frauen in Zukunft so anpacken können, wie es ihren Bedürfnissen entsprach. Und er wollte endlich Sex. Also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Sein Nicken intensivierte sich.
»Ich bin kein Romantiker. Zumindest nicht in solchen Dingen. Mein erstes Mal ist kein heiliger Gral. Es ist ein Schritt. Mehr nicht.«
Silvana blickte ihn lange prüfend in die Augen. Er hielt ihrem Blick stand, was aufgrund der Kraft, die funkenschlagend aus ihr sprühte, alles andere als einfach war. Schließlich lächelte sie. »Also nur ein Sexcoaching? Oder soll ich dich vorher noch aufpeppen? Etwas Shopping, ein kleiner Friseurbesuch?«
Ihm fiel ein, dass die Lehrerin nicht nur reinen Sex im Repertoire hatte, sondern auch eine ganze Reihe anderer Dienstleistungen. Date- und Stylecoachings zum Beispiel. Sein eigenes Bild flammte vor seinem inneren Auge auf. Er sah sich in seiner abgetragenen Jeans, der konturlosen Winterjacke und seinen wilden, äußerst lockigen, kurzen Haaren. Seine Akne verbannte er direkt aus den Gedanken.
»Nein. Mein Style ist egal.«
Silvana schmunzelte. Er meinte, ihre Auffassung diesbezüglich lesen zu können. Seinem Style bleibt er treu, aber seine Fähigkeiten als Liebhaber will er von mir formen lassen? Aber sie schwieg und behielt ihre Meinung für sich.
»Okay. Also nur ein Sexcoaching. Dann bleibt es bei 1500€. Ich möchte dich jetzt um das Geld bitten.«
Sie streckte die Hand aus. Er griff in die Innentasche seiner Jacke und zog das Bündel aus bunten Scheinen heraus. Er zögerte keine Sekunde. Und das, obwohl er als Schüler, der er noch war, eine Ewigkeit gebraucht hatte, um diesen stolzen Betrag anzuhäufen. Er sah es nicht als unangenehme Ausgabe, sondern als Vorbereitung für etwas Größeres. Etwas, das ihn in seinem Leben mehr nützen würde, als bloße Zahlen auf dem Konto. Er überreichte ihr das Geld.
»Danke sehr«, flötete sie und schon waren die Scheine in ihrem Mantel verschwunden. Und kaum hatte er sich versehen, ergriff sie seine Hand, was ihn aus dem Konzept brachte. Doch zog sie nicht an dieser. Versuchte nicht, so wie er im ersten Augenblick vermutete, ihn zu lenken. Nein. Sie hielt einfach seine Hand, als wären sie ein Paar. Nicht, dass Tim genau wüsste, wie sich ein normales Paar verhielt, aber so stellte er es sich vor.
Er betrachtete ihre Verbindung. Fühlte das glatte Leder der Handschuhe und die schlanken Finger, die in ihnen steckten. Etwas in seiner Brust flatterte aufgeregt, sein Magen verkrampfte. Doch waren es keine unangenehmen Gefühle. Sie zeugten vielmehr von einer Neugier, die er so noch nie gespürt hatte. Ist das bereits eine Art Vorspiel? Die erste Lektion meiner Lehrerin? Er begriff schnell, dass der Kontakt ein Teil ihres Konzeptes war, und strengte sich an, diesen nicht zu zerdenken, sondern zu genießen.
»Ein Datecoaching gehört zwar nicht zu deinen angefragten Leistungen, aber ich würde trotzdem gerne zuerst etwas mit dir essen gehen. Ich habe Hunger und kenne einen guten Italiener hier um die Ecke. Keine Sorgen, das sind keine Spesen, die ich dir in Rechnung stelle.«
Tim grinste. Etwas im Bauch konnte er gut gebrauchen und bei seinem ersten Mal, auf das er achtzehn Jahre hatte warten müssen, kam es auf eine weitere Stunde Verzögerung nicht an. Er musterte sie erneut und konnte nur spekulieren, was sich unter dem Mantel verbarg – was er bald berühren würde. Allein der Gedanke ließ seinen Unterleib heiß werden.
2.
»Du bist noch Schüler, oder?«, fragte Silvana und sah Tim von der anderen Seite des winzigen Zweiertisches an. Sie hielt ein Glas Weißwein in der Hand und musterte ihn mit aufrichtigem Interesse.
»Zwölfte Klasse«, antwortete er und war verkrampft darauf bedacht, beim Kauen einen nicht allzu sehr jungenhaften Eindruck zu machen. »Warum fragst du?«
»Nur aus Neugier«, gab die hübsche Frau, die definitiv etwas Spanisches an sich hatte, zurück. Während sie neben ihrem Wein eine Bolognese-Variation genoss, versuchte sich Tim an einer Margherita. Eigentlich war seine Leibspeise, wenn Pizza auf der Karte stand, alles, worin Thunfisch, Zwiebeln und am besten Knoblauchöl enthalten war. Seiner Lehrerin zuliebe hatte er auf all das verzichtet. Dazu trank er eine Limonade.
»Darf ich dir eine persönliche Frage stellen?«
Tim, der ohnehin nicht mehr viel zu verbergen hatte, stimmte zu.
»Wie kann sich ein Schüler leisten, so viel Geld für ein Sexcoaching auszugeben? Hast du einen Nebenjob?«
Da Silvana nicht gerade leise sprach, schoss ihm bei dem Wort Sexcoaching direkt die Röte ins Gesicht und er sah sich verstohlen um. Doch zum Glück hatte sie keiner der anderen Gäste gehört, und wenn doch, ließ es sich niemand anmerken.
»Ähm«, begann er schließlich mit gedämpfter Stimme zu erklären. »Nein, ich habe keinen Job. Das ist mein Erspartes und besteht aus Geburtstagsgeldern und dem, was mir die Konfirmation eingebracht hat.«
Silvana legte den Kopf quer und Tim bildete sich ein, den Anflug eines schlechten Gewissens in ihren Gesichtszügen zu lesen.
»Aber das ist okay«, wiegelte er rasch ab und hob beschwichtigend die Hände. »Ich weiß, wofür ich es ausgebe. Und ich habe im Anschluss auch noch etwas übrig.«
»Werden sich deine Eltern denn nicht wundern, wohin dein Geld gewandert ist?«
»Sie kontrollieren mich nicht. Ich glaube, dass sie mir vertrauen. Keine Ahnung, ob sie überhaupt wissen, wie viel Geld ich besitze.«
»Hm«, machte die Spanierin und trank einen großzügigen Schluck. »Dann werde ich mir mit dir wohl besonders viel Mühe geben müssen.«
Sie zwinkerte ihm verrucht zu, was seine Lenden abermals in feuriges Kribbeln versetzte. »Wie hast du von mir erfahren?«
Tim schnitt seine Pizza in gleichgroße Stücke. Währenddessen erklärte er Silvana, wie er durch einen Kumpel auf sie aufmerksam geworden war.
»Und da man dich nur über Mundpropaganda finden kann, war ich für den Tipp sehr dankbar.«
Sie lächelte. »Also man hat mir schon ein paar Mal gesagt, dass ich für meine Coachings eine Website aufbauen soll. Aber das will ich nicht. Ich will den Spaß an der Sache behalten und wenn ich zu viele Anfragen bekomme, verdirbt es mir schnell die Lust. Außerdem sind die Coachings nur mein zweites Standbein. Gar mein Drittes. Hauptberuflich betreibe ich einen Onlineshop für Modeschmuck. Und ich drehe Pornos.«
Tim tat so, als würde ihn Letzteres schockieren und inszenierte einen trockenen, verlegenen Hustenanfall. In Wirklichkeit wusste er jedoch davon, dass sie sich gelegentlich beim Sex filmen ließ – auch das hatte besagter Kumpel ihm erzählt. Einen ihrer Streifen hatte er aber nie gesehen. Irgendwie war der Gedanke, sie erst beim direkten Kontakt nackt zu sehen, zu verlockend gewesen und sein Freund hatte sich bei ihm für ihr gutes Aussehen verbürgt.
Anscheinend war sein künstlicher Hustenanfall nur wenig überzeugend, denn Silvana lachte lauthals auf. »Du wusstest es!«
Tim stimmte in das Gelächter ein und nickte. Gleichzeitig bewunderte er diese Frau dafür, dass sie dieses mehr als intime Detail verkündet hatte, ohne nur die Spur von Verlegenheit auszustrahlen. Ihr Gesicht blieb gebräunt wie eh und je. Keine Schamesröte, keine Scheu. Nur reine Überzeugung und Selbstsicherheit.
»Wie stellst du dir Sex eigentlich vor?«, fragte sie, als sie sich beruhigt hatten. Sie sah ihn über den Rand ihres Glases verstohlen an. Tim, der sofort wieder in den Verlegenheitsmodus wechselte, wusste zunächst nicht, wie er ihre Frage beantworten sollte.
»Nun«, überlegte er laut. »Na ja. Irgendwie … geil.«
»Geil?«, hakte Silvana nach und hob eine Augenbraue. »Mehr nicht?«
»Was soll ich sagen?« Sein Kopf ratterte fieberhaft. Ihr forschender Blick zwang ihn dazu, sich der Frage zu stellen und sich mit der Antwort auseinanderzusetzen.
»Also, ich glaube, dass Sex … warm ist. Heftig vertraut. Feucht. Angenehm. Richtig … lebendig.«
»Jetzt wirst du poetisch.«
Die Lehrerin wirkte dennoch einigermaßen zufrieden. »Machst du es dir selbst? Also befriedigst du dich selbst?«
Nun war Tim sich sicher, dass eine Frau am Nachbartisch Silvana gehört hatte. In seiner Kehle bildete sich ein Kloß und er hätte das Gespräch am liebsten abgebrochen. Verunsichert sah er sich um, doch irgendwie wusste er, dass er um eine Antwort nicht herumkommen würde. Also gab er sich einen Ruck. Redete sich ein, dass ihn hier ohnehin keiner kennen würde, und nickte dann kaum merklich und setzte flüsternd »natürlich« hinzu.
Silvana nahm die Antwort zufrieden auf. »Also weißt du, was ein Orgasmus ist.«
Wieder handelte es sich bei ihrer Frage um eine Feststellung. Ohne Rücksicht auf Diskretion setzte sie fort. »Richtiger Sex, mit einem echten Partner, kann durch keine Hand und keinen Porno dieser Welt ersetzt werden. Sex ist intensiv, leidenschaftlich, voller sensorischer Empfindungen.«
Tim folgte ihren Erklärungen mit stummer Bewunderung. Plötzlich hielt sie inne und lächelte. »Eigentlich hast du doch recht. Sex ist geil. Klingt zwar salopp, kann aber so auf den Punkt gebracht werden.«
Tim errötete und als von der Frau am Nachbartisch ein zustimmendes »Amen« erklang, wäre er am liebsten unter dem Tisch versunken. Ein Moment der Stille entstand, die Tim die Gelegenheit gab, sich Silvana, die ihren Mantel abgelegt hatte, genauer zu betrachten.
Sie trug eine Camisole, ein Top aus schwarzer Seide, das die umgebende Beleuchtung reflektierte und wie Wasser hinabzufließen schien. Darüber einen weißen Blazer. Um den Hals trug sie zwei feingliedrige, goldene Ketten, an deren Enden mandelförmige, glänzende Steine hingen. Tim fragte sich beeindruckt, ob es sich bei den Schmuckstücken um echte Edelsteine handelte, was aber auch irgendwie zu der Frau passen würde. An den Ohren glänzten Creolen und an den Handgelenken trug sie noble Armbänder. Wenn man Silvana und ihn miteinander verglich, konnte der Klassenunterschied kaum deutlicher ausfallen. Er – jung, ungeschliffen, mit Akne und einfacher Kleidung und sie – nobel, gereift, stylisch.
Und doch saß sie hier. Mit ihm. Und gab ihm in keiner Sekunde zu verstehen, dass ihr sein Auftreten missfiel. Trotz ihrer Bestimmtheit und Stilsicherheit vermittelte sie den Eindruck von absoluter Akzeptanz.
»Wie oft befriedigst du dich selbst?«
Diese Frau ist der Hammer, fluchte Tim still. Die Dame am Nebentisch versuchte nicht einmal mehr, dem Gespräch heimlich zu lauschen. Stattdessen hatte sie den Kopf quergelegt und sah ihn interessiert an.
»Das ist ein Privatgespräch«, gab er der Nachbarin zu verstehen, doch diese kicherte nur. Er wandte sich wieder seiner Begleiterin zu und versuchte, sich allein auf sie zu konzentrieren. »Oft.«
»Wie oft?«
»Ist das wichtig?«
»Nicht für das, was wir vorhaben. Es interessiert mich einfach.«
Etwas in ihrer Stimme ließ ihn vermuten, dass es nicht nur reines Interesse war, sondern vielmehr ein Spiel, das sie mit ihm spielte. Ob er es nun wollte oder nicht. Und obwohl er nicht wusste, warum, ging er auf dieses Spiel ein. Wie eine Fliege, die vom Licht angezogen wird und am Ende im Insekten-Brutzler landet.
Tim atmete tief durch, nahm seinen Mut zusammen und öffnete eine besonders gesicherte Schublade mit der Aufschrift Intimität, die gut versteckt in seinem Kopf verborgen war. »Jeden Tag. Manchmal auch mehrmals.«
»Uih«, kam es vom Nachbartisch. Tim vermied es, die dreiste Mithörerin anzusehen. Stattdessen versuchte er, Silvanas Reaktion zu deuten, die ihn zufrieden anlächelte.
»Das zeugt von einer gesunden Libido«, bewertete sie das Gesagte. »Für einen Teenie mehr als normal.«
»Hm«, antwortete er und fühlte sich plötzlich um Jahre zurückgesetzt.
»Als ich in deinem Alter war, konnte ich die Hände kaum über der Decke lassen. Wenn du verstehst, was ich meine.«
Jetzt war es Tim, der aufgrund des Geständnisses seiner Lehrerin zufrieden grinste.
»Ich war damals süchtig nach Selbstbefriedigung. Und nach Sex. Ach, die Jugend.«
Eine Frage kam in Tim auf, die er sich zuvor schon das eine oder andere Mal gestellt hatte. »Wie bist du eigentlich?«
»Sowas fragt man eine Dame nicht«, kam es vom Nebentisch. Tim funkelte die Frau zornig an, während Silvana gelassen mit den Schultern zuckte.
»Ende dreißig. Worauf hättest du getippt?«
»Ist das nicht die Art Frage, bei der Mann sich nur verbrennen kann?«
»Klischee«, wiegelte die Lehrerin ab. »Also?«
Tim überlegte. Er hätte sie tatsächlich ähnlich eingeschätzt. »Ich hätte Anfang oder Mitte dreißig gesagt.«
»Du Charmeur.«
Er grinste verlegen. Ihr Alter war für ihn vollkommen okay. Als Partnerin wäre sie ihm natürlich zu gewesen, doch um Partnerschaft ging es bei diesem Treffen nicht.
Das Gespräch plätscherte dahin. Irgendwann verließ die Tischnachbarin das Restaurant, jedoch nicht ohne den beiden »einen schönen Abend« zu wünschen. Kurz darauf kam der Kellner zu ihnen und präsentierte die Rechnung. Einem jähen Impuls folgend bestand Tim darauf, diese zu begleichen. Trotz Silvanas Proteste war er es, der zuerst seine Karte hervorgezogen und der Servicekraft gereicht hatte. Drei Minuten später standen sie draußen vor dem Lokal.
Die Dämmerung hatte bereits weite Teile des Wintertages verschlungen und Dunkelheit breitete sich aus. Tim machte Anstalten, zu gehen, doch da ergriff Silvana seine Hand und hielt ihn fest.
»Danke, dass du mich eingeladen hast«, flüsterte sie und zog ihn dichter an sich heran. Er, der nicht verstand, was passierte, ließ es geschehen. Plötzlich war die Spanierin so dicht, dass sich Mantel und Jacke berührten. Sie sah ihm tief in die Augen und er bildete sich ein, in ihren Pupillen die Sterne tanzen zu sehen.
»Großzügigkeit ist eine Eigenschaft der Menschen, die wertvoller kaum sein könnte«, hauchte sie. Er roch ihr Parfüm, irgendein süßliches Zeug, das wahrscheinlich hochwertiger war als alles, was sich Tim jemals auf den Körper gesprüht hatte. »Du solltest dir auf jeden Fall merken, dass viele Frauen auf diese Eigenschaft abfahren.«
Sie kam dichter. Immer dichter. Ihre Lippen waren nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. Will sie mich testen? Provozieren? Aus der Reserve locken? Was soll ich jetzt tun? Zurückweichen? Erwartet sie meine Initiative? Wie küsst man eigentlich? Tims Herz raste vor Aufregung. Seine Brust wurde eng und er spürte deutlich, wie in seiner Hose jemand erwachte.
»Lektion eins«, wisperte sie einfühlsam. »Hör auf zu denken.«
Und dann trafen sich ihre Lippen. Sofort schossen Blitze durch seinen Körper. Sie war so fantastisch weich. Er bildete sich ein, den Geschmack ihres Lippenstiftes zu schmecken. Irgendetwas Fruchtiges, mit Wachs und so … Oder waren es Reste des Weines, der ihr anhaftete? Auf jeden Fall war er froh, seinerseits auf Thunfisch, Zwiebeln und Co verzichtet zu haben.
»Nicht … Denken«, wiederholte sie streng. Und Tim ließ sich darauf ein. Schloss die Augen. Gab dem Geschehen freien Lauf. Spürte, wie sich zwischen den Mündern eine zarte Feuchtigkeit einstellte. Wie Silvana mit ihrer Zunge anklopfte. Er ließ sie hinein. Sie begann, ihn vorsichtig zu erkunden. Glitt über den Kamm seiner Zähne. Traf dann auf ihr Gegenstück.
Sie starteten einen Tanz. Umspielten sich, während die Feuchtigkeit zunahm. Tim bemerkte, wie Silvanas Hände sich leidenschaftlich zwischen seine Arme und seinen Oberkörper schoben. Wie sie seinen Rücken erforschten und streichelten. Sein Penis wuchs zu voller Größe und stemmte sich gegen sein Gefängnis aus Stoff. Würde die Lehrerin ihr Becken an das seine pressen, würde sie seine Erektion bemerken – da war er sich sicher.
Der Kuss dauerte an. Sie schmatzten leise. Und obwohl mehrere Passanten an ihnen vorbeigingen und das ungleiche Paar teils interessiert, teils missbilligend musterten, hielt Tim stand. Ließ sich nicht verunsichern. Genoss einfach den Moment, sog jede Sekunde und jedes Atom ihres Geschmacks in sich auf.
Da war es also um seine erste Unschuld geschehen. Sein erster Kuss hatte stattgefunden. Und ohne, dass er es hätte belegen können, wusste er, dass es der Beste war, den ein Mensch jemals von einem anderen erhalten hatte. War er naiv? Wahrscheinlich. War es ihm egal? Hundertpro.
Als Silvana eine Hand auf seinen Po legte und forsch zudrückte, stöhnte er kindlich auf. Dann gab sie ihm einen Klaps und löste sich von seinen Lippen. Sie sahen sich für einen Moment an. Er – zwischen Genuss und Verwirrung –, und sie – ein Raubtier auf Beutezug. Die Luft um sie herum kochte. Mit einem koketten Zwinkern wandte sie sich von ihm ab, ging zur Straße und hob die Hand. Tim nutzte die Chance, um mit schnellen Handgriffen seinen Penis zurechtzurücken, der noch immer nichts davon hielt, sich wieder zu beruhigen.
Ein Taxi stoppte neben ihnen und während es zu schneien begann, stiegen sie ein.
3.
»Die Fahrt dauert nicht lange«, sagte Silvana, nachdem das Taxi sich in Bewegung gesetzt hatte. Sie teilte dem Fahrer die Adresse mit und lehnte sich zurück. »Höchstens fünf Minuten.«
Tim sah, wie die winterweiße Landschaft an ihm vorbeizog. Das Auto kämpfte sich eine Steigung hoch, was den Fahrer bei dieser Glätte vor echte Probleme stellte. Mehrfach zog der Wagen nach links, dann wieder nach rechts, um schmutzig-dunklen Schneeklumpen auszuweichen, die ein SUV vor ihnen verloren hatte. Plötzlich spürte Tim, wie sich eine Hand auf sein Knie legte. Sein Blick flog herum. Natürlich war es Silvana, die ihn verführerisch anflirtete.
Da er nicht wusste, wie er auf ihre Berührung reagieren sollte, besann er sich darauf, sie verlegen und etwas dümmlich anzugrinsen, was ihr ein erhabenes Lächeln auf die Lippen zauberte. Zielstrebig schob sie ihre Hand weiter und ließ sie über seinen Oberschenkel gleiten. Tim warf einen unsicheren Blick in den Rückspiegel und prüfte, ob der Fahrer etwas mitbekam – doch dieser hatte dem Kampf mit der Witterung seine ganze Aufmerksamkeit gewidmet.
Ihre Hand glitt weiter und erreichte sein Becken. Doch da stoppte sie nicht. Stattdessen änderte sie ihre Richtung und setzte ihre Reise quälend langsam zu seiner Körpermitte fort. Seine Hände verkrampften und er ballte sie zu Fäusten. Nicht, weil es ihm nicht gefiel, sondern weil er die Rückbank eines Autos als unpassenden Ort für sein allererstes Penis-Touching empfand. Wobei, das stimmte nicht. Eigentlich war es ihm egal, wo auf dieser Welt sein bestes Stück befummelt wurde. Die Gegenwart des Fahrers war es, die ihn störte und Tim wünschte sich sehnlichst eine intimere Atmosphäre herbei.
»Soll ich aufhören?«, flüsterte Silvana und er war heilfroh, dass sie ausnahmsweise nicht die umliegende Öffentlichkeit in ihre Verführung mit einbezog. Er fragte sich, ob diese Situation zum Sexcoaching dazugehörte oder ob sie wieder mit ihm spielte, und kam zu dem Schluss, dass es wahrscheinlich ein Mix aus beidem war. Einerseits war sie ein Raubtier und befriedigte auf diese Art ihren Spieltrieb, andererseits hatte sie den Auftrag, ihn nicht nur auf Sex vorzubereiten, sondern auch zu entjungfern. Und in diesem Paket war das Aufheizen enthalten. Punkt.
Endlich rang er sich dazu durch, den Kopf zu schütteln. »Nicht aufhören«, wisperte er kaum hörbar und schloss die Augen. Wenn der Fahrer sich umdrehen sollte, würde Tim es wenigstens nicht sehen. Und mit diesem Gedanken im Hinterkopf ließ er es geschehen.
Silvanas Finger stießen auf die knüppelharte Kontur seines Penis. In dem Moment der ersten Berührung keuchte er kaum merkbar und sein bestes Stück zuckte so intensiv, wie es das noch nie zuvor getan hatte.
Tim schwebte im siebten Himmel. Endlich, nach all den Sehnsüchten und Fehlschlägen widmete sich jemand seinem Gemächt. Schenkte ihm die Aufmerksamkeit, die es herbeigesehnt hatte. Wie oft im Leben erwachte er aus feuchten Träumen. Wie oft hatte ihn sein Unterbewusstsein dazu gezwungen, Nacht für Nacht seine Sehnsucht nach Sex in wilden Fantasien zu frönen.
»So …«, flüsterte die Lehrerin und verstärkte den Druck ihrer Hand, die nun vollflächig auf seinem Penis auflag – nur wenige Lagen Stoff dazwischen.
»Das war ein kleiner Vorgeschmack.«
Bevor er verstand, was geschah, stoppte das Taxi und das Touching endete.
Innerlich fluchte Tim laut und beschimpfte den Fahrer mit allem, was er aufzubieten hatte. Hätte dieser Mistkerl nicht einen ausschweifenden Umweg nehmen können? Nur fünf Minuten mehr …
Stattdessen riss ihn ein Piepen aus seinen Gedanken. Silvana hatte ihre EC-Karte auf das Lesegerät gelegt und die Fahrt bezahlt. Also stiegen sie aus.
Erst jetzt nahm Tim die neue Umgebung wahr. Das Elbufer war einer Straße gewichen, in der sich hohe Wohngebäude aneinanderreihten. Zwischen modernen Bauten aus Metall und Glas befanden sich alte Fabrikgebäude mit rot geklinkerten Wänden und raumhohen Fenstern im Industrialstil. Und vor genau so einem Gebäude waren sie ausgestiegen.
»Hier wohnst du?«, schwärmte Tim und sah ehrfürchtig an dem alten Bauwerk empor.
»Jupp. Heute Loft – früher Textilfabrik. Ich lebe ganz oben.«
»Nicht schlecht«, staunte er und folgte ihr zu einer schweren Doppeltür aus graulackiertem Stahl. Auf einem der vielen Namensschilder – passend in Gold mit tief geprägten Buchstaben – entdeckte er ihren Namen: Silvana Martens. Sie schloss die Tür auf und bat ihren Schützling hinein.
Auf einen eleganten Eingangsbereich folgte ein nagelneuer Fahrstuhl, der aussah, als wäre er erst vor wenigen Monaten integriert worden. Er transportierte sie beinahe geräuschlos und ungewöhnlich schnell ins oberste Stockwerk. Die Tür glitt zur Seite und gab den Weg auf einen Gang frei, auf dem ein breiter grauer Läufer lag – durchzogen von goldenen Fäden im Art-Déco-Muster. Das ungleiche Paar auf Zeit erreichte eine Tür, die ähnlich wie der Haupteingang aus schweren, metallischen Doppeltüren bestand. Wieder las Tim ein Namensschild, das seine Lehrerin als Bewohnerin auswies.
»Bist du bereit?«, fragte sie und führte den Schlüssel ein, bevor er antworten konnte.
»Und wie«, keuchte er, was jedoch in einem gedehnten Quietschen unterging.
»Nach dir.«
Tim bedankte sich und betrat das Loft. Ihm stockte augenblicklich der Atem. Mit großen Augen sah er sich um und konnte die Ausmaße des Raumes, in dem sie sich befanden, kaum begreifen.
Das Loft war riesig und reichte von einem Ende des Gebäudes zum anderen. Eine der beiden langen Wandseiten bestand dabei durchgängig aus deckenhohem Glas, wie man es aus alten Fabrikgebäuden der Dreißigerjahre kannte. Die Fläche reichte aus, um die Wohnung seiner Eltern vier, vielleicht fünf Mal in sich aufzunehmen.
Ein dezenter Duft nach Meer und warmem Luxus lag in der Luft. Dieser erinnerte Tim an einen Urlaub in Barcelona zusammen mit seiner Tante und erzeugte direkt ein heimeliges Gefühl.
In der Mitte stand eine offene Küche mit ausladenden Arbeitsflächen, einem ungewöhnlich großen Herd sowie einem Kühlschrank, der in Breite und Oberflächengüte seinesgleichen suchte. Neben dem Kochbereich befand sich eine U-förmige Couchgarnitur, deren Schick von einem überdimensionierten Fernsehgerät abgerundet wurde. Überall im Raum standen geschmackvolle Büsten in erotischen Posen. Tim fragte sich, ob Silvana diese selbst gestaltet oder irgendwo gekauft hatte. Die Wände waren behangen mit unzähligen Bildern. Die meisten von ihnen zeigten laszive Inhalte.
Er hatte eine solche Wohnung noch nie gesehen. Alles in diesem Loft schrie nach Stil, Geschmack und Exklusivität.
»Bist du reich?«, platzte es Tim unbeabsichtigt heraus. Silvana lachte und zum ersten Mal wirkte sie verlegen.
»Es geht mir gut. Mehr musst du nicht wissen.«
Sie nahm ihm die Jacke ab. Während sie sich Mantel und Blazer auszog, machte er die ersten, neugierigen Schritte hinein in ihren Lebensraum. Sah sich satt an dem, was das Loft zu bieten hatte. Der Handel mit Schmuck, das Verkaufen von Sexcoachings und das Drehen von Pornos musste sich lohnen, spekulierte er. In diesem Moment fiel ihm auf, dass sich an der dem Eingangsbereich gegenüberliegenden Wand drei weitere Türen befanden.
»Wohin geht es da hinten?«, fragte er und schaffte es nicht, die plumpe Begeisterung aus seiner Stimme zu entfernen.
»Bad, Schlafzimmer und Büro«, erklärte sie und ging in den Küchenbereich. Dort angekommen öffnete sie einen Weinschrank.
»Magst du Wein? Etwas zur Auflockerung?«
»Ähm«, antwortete er überfordert. »Ich kenne mich mit Wein nicht aus. Trinkst du etwas?«
»Der Rosé lächelt mich gerade an«, überlegte sie. »Der ist auch nicht zu trocken. Also, wenn du magst?«
»Das, was du trinkst.«
Also zog sie besagten Rosé heraus, entkorkte diesen kurzerhand und füllte zwei Weingläser.
»Willst du die ganze Zeit da stehenbleiben?«, amüsierte sie sich und winkte ihn herbei. Sie deutete auf die Couch, nahm seine Hand und zog ihn mit sich. Sie ließen sich nieder. Aus den Polstern drang ein frischer Duft – sauber, angenehm, wie neu bezogene Hotelbettwäsche. Silvana reichte ihm ein Glas.
»Auf deinen Geburtstag«, skandierte sie. Tim nickte schweigend. Sie stießen an. Er probierte den Wein. Der schmeckte tatsächlich gut. Also nahm er einen größeren Schluck. Etwas flüssiges Selbstvertrauen konnte nicht schaden.
»Nun«, begann sie und rückte ein Stück dichter an ihn heran. »Was siehst du bei mir als Erstes, wenn du mich ansiehst?«
Ohne dass er es verhindern konnte, sprang sein Blick für einen winzigen Moment auf ihre Brüste, bevor er sich selbst dabei ertappte und sich bemühte, ihr fortan ins Gesicht zu sehen. »In deine Augen«, schwindelte er und wusste sofort, dass sie ihn durchschaute. Sie grinste wissend und zwinkerte ihm aufmunternd zu. »Meine Augen sind aber nicht da unten.«
Tim nickte verlegen. Silvana ließ nicht locker. »Was würdest du in einer solchen Situation wie dieser machen?«
Er zögerte kurz. Der Sprung von »Krass, wie toll dein Loft ist« bis hin zum Sexcoaching war ihm zu abrupt gekommen. Er stammelte etwas Unverständliches, räusperte sich und versuchte es erneut. »Was genau meinst du?«
»Du hast erzählt, dass du lernen möchtest, alles richtig zu machen. Romantische Begegnungen gehen gerne in Restaurants los. Wie bei uns beiden. Du hast dich gut verhalten. Warst nett, wenn auch etwas ungeschickt. Aber du hast mich sogar eingeladen. Das wird heute zwar nicht mehr zwingend vom Mann erwartet, und dennoch ist es ein großer Pluspunkt. Jetzt sind wir einen Schritt weiter. Du bist in meinem privaten Reich. Was das bedeutet, ist uns allen klar. Wenn du ein Date hast und es zu ihr in die Wohnung schaffst, sind ebenfalls die Weichen gestellt. Du musst sie nur befahren. Also: Wir sitzen nebeneinander. Was würdest du machen?«
Tim schluckte. Ja – sie hatte recht. Er wusste genau, wozu er hier war. Sex. Geiler Sex. Das Ende seiner Laufbahn als Jungfrau. Dabei ahnte er, dass noch einiges getan werden musste, bevor es zur Sache gehen konnte. Für den Bruchteil einer Sekunde überlegte er, auf den ganzen Lernblödsinn zu verzichten und sie stattdessen direkt aufzufordern, es mit ihm zu treiben. Die Gier nach Sex wurde mit jeder Minute schwerer. Und doch wusste er, dass er 1500€ dafür gelöhnt hatte, dass er mit mehr als nur leeren Eiern nach Hause ging. Also riss er sich zusammen. Besann sich auf sein Vorhaben und atmete tief durch.
»Ich würde … einen Versuch wagen, mich dir zu nähern.«
Sie schwieg. Korrigierte ihn nicht. Stattdessen lag in ihren Augen die stumme Aufforderung, es einfach zu machen. Also nahm er all seinen Mut zusammen und rückte so weit zu ihr auf, dass zwischen ihren Hüften nur wenige Zentimeter Luft blieben.
Wieder konnte er deutlich den süßlichen Duft vernehmen, der von ihr ausging. Mehr noch. Er konnte hören, wie sie sanft ein und aus atmete. Sah, wie an ihrem Hals fast unsichtbar ihr Pulsschlag ging. Bemerkte die unendlich feinen Härchen, die wie durchsichtiger Flaum ihre Wangen bedeckten.
Er suchte in ihrem Gesicht nach einer Aufforderung. Nach einer Anleitung, was als Nächstes zu tun war. Doch sie blieb stumm. Verzog keine Miene. Sah ihn aufrichtig und abwarten an, ohne dass sie zwischen ihnen eine Mauer errichtete. Sie war offen für seine Aktionen. »Atme«, sagte sie leise, als sein Zögern sich spürbar auf das Geschehen legte.
Wieder schluckte er und kämpfte gegen den Kloß in seinem Hals. Er rückte auf und schloss den letzten Spalt. Ihre Seiten berührten sich, beim Erstkontakt entstand eine greifbare Spannung, die sich in unsichtbaren Blitzen entlud.
Tims Herz rannte einen Marathon. Seine Atmung ging schnell, seine Hände begannen zu zittern. Sie bemerkte dies und legte vorsichtig eine Hand auf seinen Oberschenkel. Augenblicklich schenkte ihre Berührung ihm Sicherheit und Kontrolle. Er lächelte flüchtig, sie erwiderte es fürsorglich. Er wendete sich ihr zu. Folgte einem Impuls und näherte sich ihrem Gesicht. Wie ferngesteuert legte sich eine Hand an ihren Hinterkopf. Sie ist so zart!, hallte es zwischen seinen Ohren, als er die glatten Haare und den zierlichen Nacken dahinter spürte. Dann zog er sie zu sich. Nicht grob oder gierig, sondern voller Gefühl. Richtig langsam und romantisch. Ihre Lippen trafen sich ein zweites Mal an diesem Tag.
4.
Sein Herz raste, untermalt vom leisen, feuchten Schmatzen entfesselter Lippen. Er genoss jede Sekunde seines Kontakts mit der Frau, die fast doppelt so war wie er. Für einen Moment kam es ihm vor, als hätte er mit seiner Hand in ihrem Nacken die Kontrolle über sie, eine Rolle, die ihm neu war. Und während er darüber nachdachte, wie er sich in dieser Situation verhalten sollte, nahm sie ihm das Zepter bereits wieder aus der Hand. Er ließ es geschehen.
Silvana schickte ihre Zunge ins Rennen. Wie schon im Eingangsbereich des italienischen Restaurants startete sie einen feuchten Tanz, nur dass sie dieses Mal etwas forscher zur Sache ging. Tim zuckte, als sie zusätzlich eine Hand auf seinen Oberschenkel legte und diese rasch in Richtung seiner Hüfte schob. Bei dieser angekommen, fuhr sie zärtlich seinen Kapuzenpulli entlang, der locker an seiner Taille lag. Ihre Berührungen verzauberten ihn und er konnte sich nicht daran erinnern, jemals etwas Ähnliches empfunden zu haben.
Noch nie hatte ein Mensch ihn gestreichelt. Abgesehen von seiner Mutter, wenn sie, als er ein war, wieder einen ihrer kuschelbedürftigen Momente hatte. Doch mütterliche Berührungen waren nicht einmal ansatzweise mit dem zu vergleichen, was Silvana mit ihm anstellte. Die Lehrerin verstand es, Tim eine angenehme Gänsehaut zu verpassen. Als sie mit den Fingern über seinen Bauch und dicht an seinem Gemächt vorbeiglitt, öffnete er leicht die geschlossenen Beine, in der Hoffnung, dass sie ihn an der allerheiligsten Stelle berührte.
Leider tat sie ihm den Gefallen nicht. Die Hand zog weiter, kehrte zur Taille zurück. Für den Bruchteil einer Sekunde war er enttäuscht, aber er besann sich darauf, dass seine Zeit kommen würde. Plötzlich löste sie ihren Mund von dem seinen.
»Du sollst nicht so viel denken.«
Ihre Stimme war leise, und doch schwang in ihr unverkennbar eine gewisse Strenge mit. Tim räusperte sich verlegen und bemerkte erst in diesem Moment, dass er gedanklich mal wieder abgedriftet und in Überlegungen versunken war.
»Sorry«, murmelte er und erwiderte ihren Blick, der ihn heiß fixierte. Sie schüttelte langsam den Kopf.
»Du sollst dich nicht entschuldigen«, belehrte sie ihn und legte ihren Zeigefinger auf seine Lippen. »Sondern genießen. Die Zweifel ausschalten. Die Situation und mich voll auskosten.«
Er nickte, ohne genau zu wissen, wie er dies anstellen sollte. »Ich weiß nicht, wie ich die Gedanken abschalten kann. Das liegt bestimmt an der Aufregung.«
Silvana sah ihn warmherzig an. »Ich verstehe das. Nun … Vielleicht muss ich mir etwas mehr Mühe geben …«
Bevor er sich versah, legte sie eine Hand auf seine Brust. Nicht, um ihn zu streicheln. Nein. Sie drückte ihn nach hinten und lenkte ihn so, dass er auf dem Rücken zum Liegen kam. Tims Puls beschleunigte sich voller Vorfreude auf das, was nun kommen mochte. Und trotzdem war er verkrampft. Presste die Schenkel aneinander, was sich aber schnell änderte, als Silvana ihn an den Knien packte und diese fordernd auseinanderzog.
Sich vor einer Frau, die er erst seit knapp zwei, höchstens drei Stunden kannte, so zu öffnen, war ein seltsames Gefühl. Einerseits war es ein unglaublicher Moment der Lust, als er mit gespreizten Beinen vor ihr lag. Andererseits war da das Empfinden von jungenhafter Scham, die er noch nicht so recht unter Kontrolle bekam.
Wie eine Raubkatze kroch sie über ihn und stützte sich so ab, dass ihre Gesichter übereinander waren. Ihr Antlitz war pure Erotik. Der Mund ein kokettes Grinsen, die Augen wie unendlich tiefe Gewässer, in denen Mann sich nur verlieren konnte. »Schalte deinen Kopf aus …«
Ihr Gesicht näherte sich dem seinen. Abermals trafen sich die Lippen, um den Kuss fortzusetzen. Doch nicht nur das. Auch der Rest ihres Körpers kam auf ihm zum Liegen. Becken auf Becken, Brust auf Brust.
Silvana war nicht schwer – einerseits hatte sie eine sehr schlanke und grazile Figur. Andererseits stützte sie sich mit den Händen ab. Und trotzdem war es der intensivste, körperliche Kontakt seines Lebens. Hunderte Emotionen fluteten ihn und vermischten sich mit der Geilheit. Besonders gut gefiel ihm dabei das Gefühl, das sie seinen Penis zwischen ihrem und seinem Unterleib einklemmte. Doch damit nicht genug. Sie verfiel mit dem Becken in langsame Bewegungen, die sein bestes Stück massierten.
Ob sie meine Latte spürt?, dachte er und erwischte sich dabei, wie er wieder abzudriften drohte. Er gab sich vor seinem inneren Auge eine schallende Ohrfeige und schwor sich ein, endlich die Gedanken in Ketten zu legen. Allerdings war das schwerer als gedacht. Zum Glück beherrschte Silvana ihr Handwerk. Verstärkte ihre Beckenarbeit, presste sich fester an ihn, was wahre Freudenstöße in ihm auslöste.
Sie löste sich von seinen Lippen. Sah ihn ein letztes Mal verführerisch an, bevor sie langsam nach unten glitt. Sie deckte seine Brust mit sanften Küssen ein. Zwischen ihrem Mund und seiner Haut war nur der dünne Stoff des Pullis. Sie wanderte tiefer, erreichte seinen Bauch, der bei ihrer Berührung zuckte, und griff den Saum seines Kleidungsstücks.
Als sie es langsam nach oben schob, kam es ihm vor, als würde die Raumluft ein irres Prickeln auf seiner Haut erzeugen. Doch das war nichts im Vergleich zu dem, was ihre Lippen bei ihm auslösten. Er zuckte unter den Berührungen und sanften Küssen. Verhielt sich wie ein , der von einem Erwachsenen gekitzelt wurde. Sofort setzte seine Scham wieder ein und er verkrampfte sich bei dem Versuch, den Reizen zu widerstehen.
Tim hob seinen Kopf, sodass sich sein Kinn an die Brust presste. Er beobachtete, wie Silvana seinen Bauch provozierte, unter dessen Haut sich ein feines Sixpack abzeichnete. Nicht, weil er sportlich war. Er war einfach schlank, fast schon zu dünn, und mit einem Stoffwechsel ausgestattet, der ihm jede Pizza, jede Tüte Chips und jedes andere ungesunde Essen verzieh.
Sie schob den Pulli höher. Er ließ es geschehen. Ihr Mund folgte dem weichenden Stoff. Als sie seine Brust erreichte, stöhnte er leise. Erst recht, als sie die Lippen um eine seiner Brustwarzen schloss und diese mit der Zunge umspielte, bevor sie an ihr saugte.
Unter seinen Rippen zuckten elektrische Ladungen. Sein Stöhnen verwandelte sich in ein spitzbübisches Kichern, das er nicht unterdrücken konnte. Gott, sie muss mich für ein absolutes Weichei halten, rügte er sich und bohrte die Fingerspitzen ins Polster. Dann wurde es dunkel und für einen Moment verschwand sein Gesicht unter dem Pulli. Als das Licht zurückkehrte, war er von dem Kleidungsstück befreit. Sofort erzeugte die Raumluft ein erregendes Prickeln auf der Haut seines ganzen Oberkörpers. Gänsehaut war überall, was auch daran lag, dass Silvana mit den Fingernägeln seine Arme entlangfuhr.
So etwas hatte Tim noch nie gefühlt und beinahe war er traurig über das, was er all die Jahre verpasst hatte. Für einen Moment empfand er brennenden Neid seiner Altersgenossen gegenüber, die zum Teil schon mit dreizehn Jahren ihren ersten Sex und somit intensiven Körperkontakt erlebt hatten. Er dagegen hatte nur seine Spiele gehabt. Seinen Computer und die Menschen, die am anderen Ende der Leitung mit ihm interagierten, was Tim zwar immer gefallen hatte, ihn aber dennoch berührungslos zurückgelassen hatte.
»Du denkst schon wieder«, mahnte ihn Silvana, diesmal strenger als zuvor. »Kopf. Aus.«
Sie presste ihr Becken fester an das seine. Sein Penis jubilierte unter dem erhöhten Druck und pochte wild. Und dann geschah es. Einem jähen Impuls folgend legte er beide Hände auf ihren Po. Woher er den Mut dazu nahm – er wusste es nicht. Aber was er da fühlte, hätte ihn, wenn er gestanden hätte, direkt umgeworfen.
Ihr Hintern war so unglaublich weich. Und doch irgendwie fest. So formschön und … er konnte seine Empfindungen kaum ordnen. Noch nie hatte er so etwas Tolles und Erregendes in den Händen gehabt. Niemals hatte er zuvor diese Art Kurven gespürt. So elegant, so heiß, so … geil! Seine Handflächen passten erschreckend perfekt auf diese runden Formen, als wären sie dafür gemacht.
Er drückte zu. Knetete die Backen. Ganz vorsichtig, denn er wusste nicht, ob Silvana das mochte und wie weit er jetzt schon gehen durfte. Aber da sie sich auch nach ein paar Sekunden noch immer nicht beschwerte, schien es sie nicht zu stören. Ich darf sie wirklich anfassen!, dachte er begeistert. Mut flammte auf. Er griff kräftiger zu. Spielte mit ihrem Hintern, zog ihn an sich heran und verstärkte den Druck ihres Beckens auf seinem. Schlagartig wurde ihm bewusst, dass nicht nur sein Penis sie berührte. Nein! Im Grunde berührte ihre Muschi ihn. Zwar getrennt durch Kleidung, aber hey! Das war Petting. Oder?
Tims Inneres begann zu kochen. Seine Geilheit erreichte ein Level, das er zuvor noch nie betreten hatte. Kein Porno, kein Magazin dieser Welt hatte ihn in seinem Leben derart tief in die Gier nach mehr eintauchen lassen. Schlagartig kapierte er, dass alles, was er über sein Sexualleben zu wissen geglaubt hatte, augenblicklich an Bedeutung verlor und just in diesem Moment neu geschrieben wurde. Und dann geschah es. Sie schob eine Hand zwischen ihre Körper und legte sie auf seinen Schritt. Es war das zweite Mal, nach der Situation im Taxi, dass sie seinen Penis berührte. Und wieder war es fantastisch. Einfach großartig. Doch damit nicht genug. Bevor er sich versah, zog sie ihre Hand höher, sodass ihre Fingerspitzen den Knopf seiner Jeans fanden. Mit einem geübten Griff drückte sie ihn durch das ausgeleierte Knopfloch und öffnete den Reißverschluss darunter. Da Tim keinen Gürtel trug, ließ die Spannung um seine Hüfte sofort nach. Er schluckte vor Euphorie, als sie mit der Hand in seine Hose glitt, unter die Shorts wanderte und endlich, endlich auf seinen nackten Penis stieß.
Dieses Mal stöhnte er laut und scheute sich nicht, das Geräusch zu dehnen, bis er keine Luft mehr bekam.
Ihre Finger streiften seine Vorhaut ein Stück zurück. Nicht weit, aber es reichte, um es zu elektrisieren und zucken zu lassen. Schließlich schloss sie die Hand komplett um den Schaft und er spürte die Wärme, nein, die Hitze, die von ihr ausging. Als sie dann auch noch in eine langsame Reibbewegung verfiel, raubte es ihm die Sinne.
5.
Es war unbeschreiblich. Eine Frau, die ihn berührte. Seinen Penis rieb und diesen in Ekstase versetzte. Verdammt, wie hatte Tim diesen Moment herbeigesehnt. Wie oft hatte er sich, wenn er Intimität bei anderen beobachtete, gewünscht, er selbst könnte ein Teil davon sein. Und jetzt passierte es einfach. Eine unendlich schöne Frau, intelligent, aufgeschlossen und erfahren, besorgte es ihm. Er konnte förmlich spüren, wie sein Unterleib brodelte.
Silvana ließ sein Glied los. Für den Bruchteil einer Sekunde war er enttäuscht und wollte protestieren, als sie sich auf die Knie hockte und mit beiden Händen seine Jeans packte. Bevor er sich versah, zog die Lehrerin das ausgewaschene Kleidungsstück herab. Kühle Luft drang an seine Beine und in diesem Moment bemerkte Tim, dass seine Haut vor Aufregung schweißnass war.
Sie warf die Hose achtlos zur Seite und beugte sich sogleich vor. Küsste seinen Unterbauch und knabberte an seiner schwarzen Boxershorts, die er extra für diesen Tag neu gekauft hatte. War ihm sein Kleidungsstil ansonsten egal, so wollte er Silvana wenigstens in puncto Unterwäsche imponieren, denn seine alten Stücke waren durchlöchert und nur wenig vorzeigbar.
Tim keuchte laut, als die Spanierin seinen Schaft küsste, der sich hart unter dem Stoff abzeichnete. Sie fuhr mit der Lippe an ihm entlang, bis sie an der Wurzel ankam. Kurzerhand begann sie, mit der Hand an seinen Eiern zu spielen. Er war perplex, wie intensiv und geil es sich anfühlte, wenn jemand anderes als er selbst seine Hoden mit vorsichtigen Knetbewegungen verwöhnte. Als er jedoch spürte, wie sich ihre Finger zwischen die Shorts und seine Haut drängten, verkrampfte er.
Von seinen Eltern abgesehen, hatte nie jemand seinen Penis gesehen. Und selbst diese hatten sein bestes Stück schon seit Jahren nicht mehr zu Gesicht bekommen. Okay, einmal hatte ein Arzt draufgeschaut. Ein uralter Urologe. Aber das zählte nicht. Doch in diesem Moment bahnte sich das erste Mal vor einer Frau an. Vor einer Frau, die noch viel mehr mit ihm anstellen würde als nur die Eier zu kneten.
Seine Shorts wurden heruntergezogen. Nur langsam. Quälend langsam. Aber ohne Unterlass. Dabei war sie mit ihrem Kopf so dicht am Geschehen, dass Tim sich einbildete, ihren heißen Atem auf seiner Haut zu spüren. Als schließlich seine Penisspitze zum Vorschein kam, schoss ihm die Scham in die Wangen. Er ballte die Hände zu Fäusten, was Silvana zum Glück nicht bemerkte. Sie zog weiter und dann war er plötzlich nackt.
Tim starrte in ihr Gesicht. Versuchte irgendetwas darin zu lesen. Abneigung. Enttäuschung. Belustigung. Doch davon keine Spur. Stattdessen sah er, wie ihre Augen funkelten. Nichts in ihrer Mimik zeugte von etwas Negativem.
Seelenruhig betrachtete sie das, was sich vor ihr befand. Zum Beispiel den kleinen Leberfleck direkt oberhalb der Peniswurzel. Und stoppelige Haut. Erst vor Kurzem rasiert. Tim erinnerte sich flüchtig an den E-Mail-Verkehr mit Silvana. Daran, dass eine ihrer Forderungen war, dass er sich körperlich gepflegt zu präsentieren hatte. Und so hatte er sich vor zwei Tagen unter einem Vorwand im Bad eingeschlossen, den Nassrasierer seines Vaters hervorgeholt und den Kahlschlag vollzogen. Er konnte sich nicht daran erinnern, wann er das letzte Mal so haarlos gewesen war. Und er musste zugeben, dass ihm diese Art der Nacktheit zusagte. Dass er sich selbst ästhetischer fand und dass sein Penis dadurch sogar größer wirkte.
»Du grübelst schon wieder«, kicherte Silvana und warf ihm einen tadelnden Blick zu. »Wie um alles in der Welt kannst du in einem solchen Moment nur nachdenken?«
»Entschul-«, begann er, stoppte jedoch. Das hatte er gelernt. Er musste sich nicht entschuldigen. Stattdessen sagte er, dass die Situation so ungewohnt für ihn war, dass sich dieses Kreisen im Kopf von allein einstellte. Sie nickte und schenkte ihm ein Lächeln. Setzte ihre Arbeit fort. Küsste sein entblößtes Glied, das bei jeder Berührung einen Satz machte. Und dann, als sie den Mund öffnete, hielt er die Luft an.
Ihre Zunge spielte mit seiner Vorhaut und der Eichelspitze, die daraus hervorlugte. Tim hätte vor Geilheit schreien können. Es kostete ihm viel Kraft, sich zu kontrollieren. Erst recht, als er sah, wie sich ihre Hand um den Penis legte und ihn aufstellte. Wie ihr Mund über den Schaft glitt. Wie ihre Lippen sich um das Ding schlossen und wie Hitze und Feuchtigkeit gleichermaßen explosiv auf ihn wirkten.
»Oh Gott …«, stöhnte er und presste den Hinterkopf aufs Polster. Das Gefühl, das er empfand, war so unfassbar schön und es wurde noch besser, als sie ihren Kopf langsam hinabsenkte, kurz innehielt und dann wieder hob.
Nie im Leben hätte Tim gedacht, dass Oralverkehr so eine Power entwickeln konnte. Doch das sah er nun anders. Und so stöhnte er ausgelassen, während Silvana seinen Penis blies und dabei stetig schneller wurde. Sie schmatzte und machte sein Ding zu einem Lolli, der so eifrig heruntergelutscht wurde, als würde in seiner Mitte ein Kern aus Kaugummi auf sie warten. Er spürte, wie irgendwo zwischen den Eiern und der Penisspitze ein Funke wuchs, der bald explodieren würde.
Prompt sorgte er sich darum, dass er zu früh kommen könnte. Dass ein verfrühter Orgasmus den schönsten Abend seines Lebens vorschnell zu einem jähen Ende verurteilen würde. Doch irgendwie schien Silvana sein Level zu spüren. Sie ließ von ihm ab und gab sein Glied frei, das noch einige Sekunden im eben vorgegebenen Takt pulsierte.
Er spürte, dass es jetzt an der Zeit war, in Aktion zu treten. Und obwohl er nicht wusste, was in diesem Moment angebracht war, bewegte er sich. Wurde von etwas ferngesteuert, das nur sein Instinkt sein konnte. Setzte sich auf, griff zielstrebig den Saum ihres seidenen Oberteils und zog es hoch.
Herrlich gebräunte Haut wurde sichtbar, dazu ein tiefer Bauchnabel und ein goldfarbenes Piercing, das ihn zierte. Als ihr BH zum Vorschein kam, ein Traum aus weißer Spitze, flatterte sein Herz und ihm stockte der Atem.
Eilig zog er den Stoff über ihren Kopf – sie hob die Arme weit nach oben – und ließ ihn vorsichtig zu Boden gleiten. Voller Gier betrachtete er den freigelegten Oberkörper vor ihm, musterte beflissentlich den edlen BH, hinter dem sich apfelgroße Brüste verbargen. Er schluckte, hielt die Luft an, nahm all seinen Mut zusammen und legte die Hände auf ihre Vorbauten. Sie ließ es geschehen und gab ihm mit einem feurigen Zwinkern zu verstehen, dass er weitermachen durfte.
Tim spürte den festen Spitzenstoff und die feinen Nähte des Büstenhalters. Aber das war nicht das, worauf er sich fokussierte. Das, was er wollte, lag darunter. Weich und warm. Verführerisch und anziehend. Noch immer ferngesteuert küsste er ihr Dekolleté, wanderte tiefer, leckte flüchtig über glatte Haut, die eine unerwartet fruchtige Note hatte.
Er führte die Hände hinter ihren Rücken. Streichelte ihn, während er die Brüste küsste. Stieß unvermittelt auf den Verschluss des BHs, hakte einen Finger darunter und zog fordernd. Schamerfüllt stellte er fest, dass er nicht wusste, wie genau er diesen öffnen sollte und fürchtete bereits, dass Silvana ihn auslachen würde. Aber sie blieb still. Ließ ihn experimentieren. Und schließlich, nach ein paar Fehlversuchen, hatte er den Dreh raus. Befreite winzige Häkchen aus ihren Ösen, woraufhin ein leises, fast unhörbares Klick zu hören war. Der Stoff erschlaffte und die Cups gaben nach. Jetzt war es ein Leichtes, der Spanierin den Halter vom Körper zu ziehen.
Tim hielt kurz inne, um ihr die Chance zu geben, ihr Veto einzulegen. Doch wieder gab sie ihm zu verstehen, dass das, was er tat, vollkommen okay war. Mit verstärktem Mut zog er ihr den BH aus, der zu ihrem Top auf den Boden fiel.
Da waren sie. Zwei wunderschöne Brüste. Fest, weder klein noch groß. Genau richtig. Mit einem schmalen Warzenhof, kaum dunkler als die umgebende Haut und Brustwarzen, die zarter schwerlich sein konnten.
Tim war wie verhext. Sein Blick klebte an den Brüsten, an denen noch feine Abdrücke des BHs zu erkennen waren und speicherte jedes Detail ihres Aussehens ab. Silvana, die sich ihrem Grinsen nach über seinen Anblick amüsierte, presste ihre Oberarme an den Körper, was ihre Brüste noch ein kleines bisschen hervorhob. Dann wackelte sie langsam mit dem Oberkörper, was ihre Dinger in vorsichtige Schwingungen versetzte.
Als wäre dies das Zeichen, legte er Hand an. Umschloss die Brüste, was um ein Vielfaches geiler war als Minuten zuvor mit BH. Nie im Leben hätte er gedacht, dass ein Körperteil so hauchzart und gleichzeitig heiß sein konnte. Das Brustgewebe in seinen Händen glühte förmlich und es kam ihm so vor, als verhärteten sich Silvanas Nippel und drückten spürbar wie , harte Knöpfe gegen seine Haut.
Er knetete die Brüste erst vorsichtig, dann selbstbewusst. Spielte mit den Dingern, die in der Evolution des Menschen schon so manchen Mann um den Verstand gebracht hatten. Dabei wurde er immer gieriger. Beugte sich vor und küsste die nackte Haut. Umspielte die Nippel mit der Zunge und nun war er sich sicher, dass er bei diesen eine zunehmende Härte bemerkte. Wie zur Bestätigung drang Silvanas Stöhnen an seine Ohren – seicht wie ein langsam fließendes Gewässer. Es schien ihr zu gefallen. Plötzlich wollte er mehr. Viel mehr.
Er drückte seine Lehrerin sanft nach hinten, bis sie auf dem Rücken lag. Machte sich mit fliegenden Fingern sofort an ihrer Hose zu schaffen. Sein Glied war dabei so hart, dass man es als Knüppel hätte benutzen können. Schon hatte er ihre Knöpfe geöffnet. Das Beinkleid bis zu den Oberschenkeln hinuntergezogen. Über die Knie, die schlanken Waden, die Füße. Wie die Hose zu Boden glitt, bemerkte er nicht mehr. Stattdessen sah er sich an ihrem Hipster-Höschen satt, ebenso weiß wie der verschwundene BH und verziert mit prächtiger Spitze und einer mittig platzierten Schleife.
Alles in ihm war wuschig. Ein einziges Verlangen. Er war gefüllt mit triebhafter Geilheit. Und Silvana? Sie sah ihn an. Hatte die Arme lasziv nach hinten geworfen, sodass die Hände unter einem Kissen verschwanden. Sie vermittelte ihm auf diese Art den Eindruck, dass er frei war zu tun, was auch immer er wollte. Also tat er es. Entkleidete sie weiter. Zog den Hipster weg von dem, was er so elegant zu verbergen versucht hatte. Sah, wie sich zu einem feinen Strich getrimmtes Schamhaar präsentierte. Entdeckte ein goldenes Funkeln, das zu einem Schamlippenpiercing gehörte.
Sie zog die Beine zu sich, damit er es leichter hatte, ihr das Höschen zu entfernen. Dabei zeigte sie ihm automatisch ihren Hintern, was Tim abermals vor Lust keuchen ließ. Als der Stoff endlich verschwunden war, verlangsamte sich die Zeit und er sah das, was kam, in Zeitlupe.
Silvana öffnete ihre Beine. Spreizte die Schenkel auseinander und gab den Ausblick auf ihr Lustzentrum preis. Ihr Schüler war kurz davor, das Bewusstsein zu verlieren, als er einen ungehinderten Blick auf ihre Spalte warf, deren Lippen sich aufgrund der Position der Beine leicht auftaten. Sein Herz schlug so schnell, dass es unheimlich war. Er schwitzte vor Aufregung und schwor sich, das Bild, das sich ihm bot, niemals wieder zu vergessen.
»Endlich«, hauchte sie und in ihrem Gesicht stand Freude geschrieben. »Dein Kopf ist aus.«
Sie hatte recht. Er hatte aufgehört zu denken. Stattdessen ergab er sich seiner Lust. Seinen Trieben. Seiner Gier. Handelte, ohne die Konsequenzen zu fürchten.
Er beugte sich hinunter. Über ihre Muschi. Küsste selbstbewusst eine der Schamlippen. Leckte am Piercing. Schmeckte Metall und Salz. Und dann tat er es. Führte die Zunge in die Spalte und begann einen heißen Tanz.
6.
Tim konnte es nicht fassen, dass er tatsächlich die Muschi einer echten Frau leckte. Doch das nasse Schmatzen, das er dabei erzeugte, bestätigte ihm: Es passierte. Er träumte nicht. Gierig ließ er die Zunge zwischen den Schamlippen hin und her toben, ohne dass er genau wusste, welche Technik am besten war.
Silvana legte ihre Hände an seinen Kopf und vergrub die Finger in seinen lockigen Haaren. Er spürte, wie ihre Nägel sich in der Kopfhaut versenkten, als wäre er die Beute eines katzenhaften Raubtiers.
Sie übte Druck aus und lenkte ihn höher. Zunächst verstand er nicht, warum sie dies tat, begriff dann aber, dass sie ihn dorthin führte, wo ihr Feuer brannte. Er entdeckte dabei etwas Festes, Rundes – ein kleiner Punkt oberhalb der Schamlippen, der unter seiner Zunge regelrecht zu pulsieren schien. Tim, der nicht als erfahrener Kenner der weiblichen Anatomie galt, konnte nur vermuten, dass es sich um die Klitoris handelte. Im Grunde war es ihm aber egal, wie welcher Teil ihres Lustzentrums hieß. Stattdessen fokussierte er sich auf seine Zungenarbeit und schenkte dem runden Ding ein nasses Feuerwerk.
Silvana begann zu stöhnen und Tim feierte innerlich, dass er ihren Hinweis richtig gedeutet hatte. Noch besser: Er, Tim Dahmen, schaffte es, einer gestandenen Frau Geräusche der Lust zu entlocken.
Je mehr er leckte, desto feuchter wurde es um seine Zunge. Er fragte sich, ob das an dem Speichel lag, den er mitbrachte, oder ob Silvana ihren Anteil daran hatte. Als jedoch sein Kinn nass wurde, dämmerte es ihm: Sie ist geil. Und zwar so richtig.
Er konnte nicht anders. Ließ für einen Moment von seiner Lehrerin ab. Hob den Kopf und betrachtete das, was vor ihm lag. Und tatsächlich glänzte sie auch dort, wo er mit der Zunge nicht war. Ihre Schamlippen, die Klitoris, die Haut drumherum und ganz besonders das Stück zwischen Muschi und Anus waren patschnass. Er grinste siegessicher, prägte sich das Bild des zuckenden Unterleibes vor ihm ein und setzte seine Arbeit fort. Leckte, als würde es kein Morgen geben.
In den Pornos hatte er gelernt, dass es der Darstellerin anscheinend gefiel, wenn der Mann noch einen Finger als Unterstützung dazunahm. Zwar wusste er nicht, inwiefern ein Porno mit echtem Sex vergleichbar war, aber er schickte sich an, es den Darstellern nachzutun. Schon legte er seinen Zeigefinger auf ihren Damm. Glitschte ein paar Millimeter hoch und fand den Spalt, der sich ihm heiß und nass präsentierte.
Zunächst spielte er vorsichtig an den Lippen, bevor er sich traute, den Finger zwischen ihnen eintauchen zu lassen. Dabei agierte er ganz besonnen und langsam. Wartete auf ein Zeichen von Silvana, das ihn zum Aufhören gezwungen hätte. Aber dieses blieb aus. Die Lehrerin stöhnte weiter. Ihr Becken verfiel in eine Bewegung, die ihn beim Lecken unterstützte.
Er tat es. Führte den Finger in die Tiefe. Erst verschwand die Fingerspitze, dann das erste und kurz darauf das zweite Gelenk. Alles war unglaublich heiß. Ihr Innerstes fühlte sich so ungewohnt an. Mal war es glatt, mal samtig, je nachdem, wie er den Finger anwinkelte. Als er ihn so drehte, dass die Innenseite zu ihrer Bauchdecke zeigte, stieß er auf eine geriffelte Struktur, die er in keinem Körper dieser Welt erwartet hätte. Und als er diese dann mit leichtem Druck reizte, bäumte sich die Spanierin auf.
»Fuck!«, rief sie aus – überrascht, nicht negativ. Tim, der das als gutes Zeichen deutete, begann, mit dem unbekannten Etwas zu spielen. Wechselte zwischen Druck und kleinen Kreisbewegungen, die in ihrer Enge alles andere als leicht zu bewältigen waren. Aber sein Mix aus Zungenspiel und Handarbeit zahlte sich aus. Silvanas Stöhnen wurde lauter, die Bewegungen ihres Beckens schneller. »Genau da. Nicht aufhören.«
Tim fühlte sich in diesem Moment wie der König der Welt. Plötzlich spürte er einen kräftigen Griff an seinem Kinn. Sein Kopf wurde hochgezogen. Fürs Erste war er verwirrt, doch als er ihren Gesichtsausdruck bemerkte, der irgendwo zwischen Ekstase und Überraschung hing, klärten sich seine Gedanken.
»Du bist ja ein Naturtalent«, keuchte sie und lächelte ihn an. »Wenn du so weiter machst …«
Doch er erfuhr nicht, was dann geschehen würde. Stattdessen zog sie ihn dichter zu sich, sodass sein Finger aus ihr herausglitt. Er krabbelte zwischen ihre gespreizten Beine, bis sein Gesicht über dem ihren ankam. Sie sahen sich zwei, drei Sekunden lang an. Dann küssten sie sich.
Ihr Mund war kälter als seiner. Wahrscheinlich lag es daran, dass seine Zunge von ihrer Muschi und der Arbeit an der Klitoris aufgeheizt war. Das Gefühl, das entstand, als sich unterschiedlich temperierte Lippen trafen, war merkwürdig und erinnerte ihn an einen Kampf zwischen Feuer und Eis. Mit einem Schmunzeln stellte er fest, dass das, was sie küsste, etwas von ihr selbst war, denn immerhin hatte er ihren Liebessaft überall an seinem Mund. Und darin. Doch es schien sie nicht zu stören. Sie ekelte sich nicht vor den eigenen Säften. Auch nicht vor ihrem Geschmack. Und das erregte ihn nur noch mehr.
Während sie sich küssten, legte er in einer unbewussten Bewegung seinen Unterleib zwischen ihren Beinen ab. Sein Penis berührte ihre Muschi. Plötzlich war er seiner Entjungferung ganz nah. Nur wenige Millimeter und etwas Druck trennten ihn davon, dem veralteten Ritus nach zu einem Mann zu werden. Er schluckte vor Euphorie, was das Küssen ziemlich erschwerte. Aber er fasste einen Entschluss: Es würde in diesem Moment passieren. Er würde sie ficken. Also stützte er sich auf eine Hand und führte die andere zu seinem Schaft. Griff zu. Steuerte die Eichel zu Silvanas Spalte. Für einen Augenblick schoss die Frage, ob er ein Kondom benutzen sollte, durch seinen Kopf. Aber er erinnerte sich daran, dass sie ihre Kunden, wie in der E-Mail angekündigt, stets ohne Gummi bediente. Dass er aufgrund dieser Tatsache einen Test auf Geschlechtskrankheiten machen und ihr den Befund zu diesem Coaching mitbringen musste.
Sehr gut. Das war geklärt. Also stieß er zu. Ganz vorsichtig. Seine Penisspitze drang ein winziges Stück in sie ein. Doch dann passierte etwas Seltsames. Sie versenkte ihre Fingernägel in seinen Pobacken. Es tat weh, aber war gerade so erträglich, dass es ihn eher anturnte, als erschreckte. Silvana hingegen hatte Tim urplötzlich fest im Griff und verhinderte, dass er seinen Plan in die Tat umsetzen konnte. Er runzelte die Stirn und sah sie an. Sie grinste und biss sich verführerisch auf die Unterlippe. Ganz das Raubtier, das sie war, spielte sie mit ihm. Bestimmte, wann es an der Zeit war, die Entjungferung zu vollziehen. Sein Herz raste vor Gier und er wusste nicht, was er tun sollte. Einfach mit all der Kraft, die er hatte, gegen ihren Griff ankämpfen? Nein, das wäre nicht richtig. Gar respektlos. Aber er wollte es so sehr …
Sie knetete seine Arschbacken. Drückte diese zusammen, zog sie auseinander, sodass kalte Luft und Spannung an seinen Anus drangen. Auch dieses Gefühl war so neu für ihn, dass er seine Triebe nur mit Mühe beherrschen konnte.
»Hältst du es noch etwas aus?«, hauchte sie böse. In ihren Augen lag absolute Verspieltheit. Tim seufzte und überlegte, ob er den Kampf gegen sie aufnehmen sollte, doch sie kam ihm zuvor. Drückte ihn hoch. Er kam auf die Knie. Auch sie setzte sich auf. Für einen Moment hielten sie inne, dann schubste sie ihn nach hinten um. Er sank in das weiche Polster, das sofort einen intensiven Duft von neuen Möbeln oder irgendeinem Textilparfüm absonderte.
Silvana kroch über ihn und kam auf die Knie. Drehte sich um hundertachtzig Grad, sodass er nun ihren Rücken vor sich hatte. Ihr Hintern, bei dessen Anblick er gierig schluckte, berührte fast seine Brust. Ihre Muschi glänzte. Für einen Moment fragte sich Tim, was sie vorhatte. Doch dann beugte sie sich hinab, brachte sich in Position und verschluckte seinen Penis, bevor er überhaupt verstand, was abging.
Er stöhnte wie ein Bär. Schloss die Augen. Dieses Mal gab es keine Schonzeit und die Spanierin gab direkt Vollgas. Blies sein Ding in einem Tempo, das aller Ehren wert war. Und er genoss es. Entspannte sich. Freute sich über den besten Geburtstag, den er sich hatte vorstellen können.
Als er die Augen wieder öffnete, befand sich Silvanas Hinterteil so dicht an seinem Gesicht, dass es unverkennbar einer Einladung glich. Er griff zu. Knetete ihre Backen, zog sie auseinander, warf einen Blick auf ihr Arschloch, den Damm und die triefenden Schamlippen. Dann setzte er etwas um, das er in seinen Lehrfilmen gesehen hatte. Zog den Po so dicht an sein Gesicht heran, dass er endlich wieder lecken konnte und vergrub seine Zunge in ihrer Spalte.
Es war grandios. Tims Welt bestand aus Geilheit. Sein Unterleib bebte, sein Penis war nichts mehr als ihr Spielzeug. Er legte die Arme um Silvanas Hintern und zog diesen so fest auf sein Gesicht, dass er nur schwer Luft bekam. Wenn er jetzt ersticken würde, so starb er zumindest im Akt mit der schönsten Frau der Welt. Das wäre doch mal ein Abgang mit Stil, Trompeten und Fanfaren.
Aber es kam anders. Nach einer unendlich intensiven Zeit – Tim wusste nicht, ob es Minuten oder Stunden gewesen waren – ließ die Lehrerin von ihm ab. Sein Glied platschte aufgrund der Spannung geräuschvoll auf seinen Bauch. Noch ein letzter Zungenschlag, dann erhob sich Silvana und packte eine seiner Hände.
»Komm mit«, stöhnte sie und zog ihn hoch. Er folgte ihr durch das riesige Loft, vorbei an erotischen Statuen in eindeutigen Posen und verzückten Gesichtsausdrücken. Ihre nackten Füße erzeugten patschende Geräusche auf dem kühlen Boden. Tims Glied hüpfte bei jedem seiner Schritte, ebenso wie der Hintern der Spanierin, der auf ihren Schüler eine beinahe hypnotische Wirkung hatte. Ihre Haut glänzte leicht vor Schweiß und er war sich sicher, dass es bei ihm kaum anders sein konnte. Erst jetzt bemerkte er, wie sich unter seinem Haaransatz beachtliche Tropfen gebildet hatten, die er mit dem Rücken der freien Hand abwischte.
Die beiden passierten die lange Fensterreihe, hinter deren Scheiben die schlafende Hansestadt lag, nur sichtbar durch ein paar vereinzelte Lichter, die sich vom nächtlichen Schwarz der Gebäude abhoben.
Als sie an der Rückwand des Lofts angekommen waren, kamen sie vor einer der drei Türen zum Stehen. Silvana ließ Tims Hand los, was er für den Bruchteil einer Sekunde bedauerte, und öffnete die Tür einen Spalt breit.
»Bereit für deinen großen Moment?«, hauchte sie zart. Ihr Gesicht war reiner Sex. Pure Verführung. Absolute Macht. Tim nickte hastig. Schluckte hörbar und zwang sich dazu, die Gier aus seinen Zügen zu verbannen und stattdessen aufgeschlossen und erwartungsvoll zu wirken. Er war sich sicher, dass sie das Pochen seines Herzens hören konnte.
Sie betrat den Raum. Er folgte brav und war bereit, es durchzuziehen.
7.
Silvanas Schlafzimmer war ein Traum in Weiß und erinnerte mit seiner hellen Ausstattung an eine Wolke. Der Boden bestand aus einem weichen, hochflorigen Teppich. Das Bett, aufgestellt an der Rückwand, hatte Überbreite und war mit Dutzenden Kissen und Decken ausgestattet. Hätte man all dies in einer Schneelandschaft platziert, könnte kein Außenstehender diese getarnte Schlafinsel finden. Nachttische, Lampensockel, Kommoden – alles war weiß.
Der Raum, der so groß war wie so manche Durchschnittswohnung insgesamt, verfügte auf der rechten Seite über dieselbe lange Fensterfront wie der Hauptraum des Lofts. Auffällig breite Plissees – natürlich in Weiß – reichten vom Boden bis zur Decke und Tim fragte sich, ob die elektrisch liefen oder ob Silvana nach dem Aufstehen stets mit Hilfe einer Leiter das Licht hineinlassen musste.
In diesem Moment waren die Plissees zum Glück geschlossen. Sperrten die Stadt und jedes neugierige Auge aus. Und das war gut so. Tim, der gerade erst lernte, zu seiner Nacktheit zu stehen, hätte den Gedanken, von einem Voyeur bei seinem ersten Mal beobachtet zu werden, als äußerst unangenehm empfunden.
»Fühlst du dich wohl?«, riss Silvana ihn aus seinem Denken. Ihm fiel auf, dass sie das Schlafzimmer – nein, die Schlafwohnung – bereits durchquert hatte und vor dem Bett auf ihn wartete. Er nickte beeindruckt und fragte sich in Anbetracht der Ausstattung erneut, wie viel Geld diese Frau besaß.
»Willst du nicht zu mir kommen?«
Ihre Stimme war eine zarte Verführung, kaum mehr als ein Hauch. Wie von einer Sirene angezogen setzte er sich in Bewegung. Lenkte sich und sein hammersteifes Glied in Richtung Bett, auf dem in wenigen Minuten etwas Besonderes passieren würde. Er schluckte bei dem Gedanken an seine Entjungferung und plötzlich fühlte es sich an, als würde er fliegen.
Tim kam vor seiner Lehrerin zum Stehen. Diese griff nach seinen Händen, trat zurück und ließ sich langsam auf das Bett sinken. Er wurde mitgezogen und versank mit den Knien in den dicken Decken, unter denen sich eine feste Matratze befand. Silvana rutschte auf dem Gesäß in Richtung Kopfteil. Er folgte ihr krabbelnd. Als er bei den Kissen ankam, gab sie ihm mit sanftem Händedruck zu verstehen, dass er sich auf den Rücken legen sollte.
Er befolgte die Anweisung. Ließ sich nieder und machte es sich bequem. Die Lehrerin half ihm dabei und polsterte seinen Hinterkopf mit einem ihrer Kissen aus, das nicht nur auffallend angenehm und blumig roch, sondern auch etwas von ihrem Körperduft abgab.
Er seufzte, denn er fühlte sich gut aufgehoben. Alles um ihn herum war hochwertig, gemütlich und rundum wunderbar. Eine wohlige Wärme erfüllte ihn, die in Kombination mit seiner Lust ein Hochgefühl darstellte, das er sich fortan regelmäßig in seinem Leben wünschte.
Bevor Tim sich versah, hatte sie eine Hand um seinen Penis geschlossen. Sie wichste ihn erst langsam, dann immer schneller. Ihr Griff war fest. Und das mochte er. Er spannte die Oberschenkel an und streckte unwillkürlich die Knie durch. Das Lustgefühl, das die Spanierin ihm schenkte, war mit nichts in der Welt zu vergleichen. Nach etwa ein oder zwei Minuten hob sie ein Bein und stieg über ihn. Voller Vorfreude saugte er ihren Anblick auf. Genoss die Aussicht auf ihre Spalte, ihre feinen Brüste, die bei jeder Bewegung schaukelten wie auf einer sanften Welle.
Ihr Becken befand sich genau über dem seinen. Sie warf ihm einen letzten, verruchten Blick zu, dann tat sie es. Senkte ihren Unterleib. Griff mit einer Hand nach seinem Penis, stellte diesen auf und strich seine Eichel mehrfach zwischen ihre Schamlippen, um diese zu befeuchten. Danach führte sie seinen Speer dorthin, wo er so sehnlichst hin wollte. Setzte sich auf ihn, verstärkte den Druck, sodass sein Schwanz endlich den Weg in sie fand.
Er glitt tiefer. Tim stöhnte gedehnt, als ihn Enge und Wärme gleichermaßen in Empfang nahmen. Es war einfach unbeschreiblich. Nass und wunderschön. Schließlich war sein Ding vollständig in ihr verschwunden.
Silvana begann, ihn zu reiten. Sehr, sehr langsam. Aber das war gut so, denn er wollte alle Gefühle in sich aufsaugen. Für immer in seinem Kopfarchiv abspeichern. Sie hob und senkte ihr Becken. Es schmatzte leise und mit jedem Hub wurde die Bewegung einfacher. Tim stieß Luft aus und spürte, dass er schweißnass wurde. Triebgesteuert griff er nach ihren Brüsten. Spielte mit dem weichen Gewicht in seiner Hand, reizte mit dem Daumen die Nippel. Während er eine der Zwillinge umfasste, wanderte die andere Hand an ihrer Taille abwärts zur Hüfte bis zu ihrem Po.
Silvana fickte ihn schneller. Stöhnte ebenfalls. Ihr Gesicht bekam einen dezenten Rotstich und auch ihre Haut glänzte mittlerweile. Der Funke zwischen seinen Beinen, der vom Penis zur Wurzel und noch viel tiefer strahlte, wuchs mit rasender Geschwindigkeit.
»Ich … komme … bald«, japste er stoßweise. Er wollte nicht, dass sein erstes Mal – und in diesem Moment verstand er urplötzlich, dass er keine Jungfrau mehr war – vorschnell endete. Doch bevor er die Worte richtig ausgesprochen hatte, wurde Silvana von sich aus langsamer. Sah ihn tief in die Augen und sorgte dafür, dass der Funke nicht explodierte. Küsste ihn. Lenkte seine Aufmerksamkeit auf seine Lippen und Zunge, was der Länge des Sex mehr als dienlich war.
Sie presste ihren Oberkörper auf seinen. Er spürte deutlich das weiche Gewebe ihrer Brüste, während der Kuss andauerte. Seine Hände lagen beide auf ihrem Hintern, sodass er den Rhythmus mitbestimmen konnte. Und er wählte eine sehr langsame, absolut zärtliche Geschwindigkeit. Silvana ließ ihn gewähren. Stöhnte das eine oder andere Mal in seinen Mund, wie auch er es bei ihr tat. Die Augen hatte er geschlossen. Genoss jedes Sekündchen dessen, was auf der Schlafzimmerinsel passierte.
Sie vergrub ihre Finger in seinen Haaren. Das Gefühl ihrer Nägel auf seiner Kopfhaut stachelte ihn an. Reizte ihn mit aushaltbaren Schmerzimpulsen. Und die Entschleunigung zeigte Wirkung. Der Funke war unter Kontrolle, der vorzeitige Orgasmus vom Tisch. Mut stieg in ihm auf und er wollte etwas ausprobieren. Hob ihr Becken von seinem Penis. Silvana verstand, rollte von ihm ab und blieb auf der Seite liegen. In ihrem Gesicht stand Neugier geschrieben, ganz so, als fragte sie sich, was er als Nächstes tun würde.
Tim kam auf die Knie. Beugte sich zu seiner Lehrerin, packte sie an der Hüfte und zog sie zu sich. Sekunden später kniete sie auf allen vieren vor ihm, den Hintern lasziv in die Höhe gereckt. Die Arschbacken hatten sich dabei ein wenig auseinandergezogen und gaben schonungslos sämtliche Details preis.
Tim beugte sich vor und leckte sie. Versenkte die Zunge in ihrer Spalte, spielte mit ihrer Nässe. Seine Nase drückte sich in die Poritze und er war erstaunt darüber, wie anders als erwartet der Besuch an diesem Ort doch war. Sein Spieltrieb erwachte und er wechselte den Ort des Geschehens. Wanderte mit der Zunge hinauf zu ihrer Hinterpforte und tastete sich vorsichtig an diese heran.
Er hatte noch nie in seinem Leben daran gedacht, einem anderen Menschen das Arschloch zu lecken. Aus diesem Grund überraschte es ihn, dass er es ohne Umstände einfach tat, sobald er die Gelegenheit dazu bekommen hatte. Und es gefiel ihm, wie seine Zungenspitze erst vorsichtig, dann fordernd über die ruppige Struktur des Anus glitt, der bei seinen Berührungen zuckte und sich zusammenzog.
Auch Silvana schien es zu gefallen. Sie unterstützte sein Lecken mit gezielten Bewegungen ihres Beckens. Presste ihr Gesäß seiner Zunge entgegen und stöhnte dabei leise. Tim stellte fest, dass der Schließmuskel mit jedem Zungenschlag weicher und vor allem wärmer wurde. Seine Lust erreichte ein neues Hoch und der Drang, seinen besten Freund in etwas zu versenken, machte ihn beinahe blind. Also hob er den Kopf und spürte, wie die Raumluft eine leichte Kühle auf seinem nassen Mund, dem Kinn und der Nasenspitze erzeugte.
Er baute sich hinter Silvana auf. Unter ihm knarrte das Bett. Er packte sein Glied und führte es zur Muschi. Drückte – und versank tief in ihr. Und dann nahm er sie doggy. War die Reiterstellung vorher schon geil gewesen, so war es diese neue Position erst recht. Er keuchte und stöhnte, während sein Hoden geräuschvoll gegen sie klatschte. Dabei beobachtete er fasziniert, wie er sie penetrierte und wie ihr Anus – leicht gerötet – über dem Geschehen sichtbar blieb.
Tim schloss die Augen und warf den Kopf zurück. Stieß zu – wild wie ein Stier. Ob er zu schnell war oder nicht, konnte er nicht sagen. Er wollte nicht egoistisch sein, aber Himmel – es fühlte sich einfach fantastisch an. Und irgendwie empfand er ein Gefühl der Macht. War Herr über Stoßtiefe und Wucht. Gleichzeitig hoffte er, dass es auch ihr gefiel. Beide hatten ein Anrecht auf einen tollen Moment. Also besann er sich und trat auf die Bremse. Versuchte zu deuten, ob sie es lieber langsam oder doch schneller mochte. Fast hätte er sie danach gefragt, aber eine leise Stimme in seinem Kopf riet davon ab und legte ihm nahe, es selbst herauszufinden.
Er experimentierte genussvoll. Und dann, als er etwas weniger tief, dafür aber wieder schneller, zustieß, wurde Silvana lauter. Irgendetwas machte er richtig. Auch sein Funken brannte lichterloh. Ein explosives Gefühl kam auf und wurde immer stärker. Sein Orgasmus stand kurz bevor. Nun konnte er nicht anders. Wurde unendlich gierig und fickte schneller. Und schneller. Wurde lauter. Und dann kam der Knall. Er schrie tiefkehlig auf. Pumpte sie voll. Ergoss sich Schwall um Schwall und füllte zum ersten Mal in seinem Leben kein Taschentuch, sondern einen Körper mit heißem Sperma. Seine Stöße ebbten ab, das Pumpen erstarb.
Als er innehielt, zog Silvana ihren Unterleib nach vorn. Sein Ding glitt heraus. Ein langer Spermafaden, der Speer und Kathedrale verband, riss und fiel aufs Laken. Voller Ekstase betrachtete Tim sein Werk. Seine schmierige Penisspitze und das Weiß, das zwischen Silvanas Lippen klebte.
Sie ließ sich erst auf die Seite kippen und legte sich dann auf den Rücken. Sie griff seine Hand, zog an dieser und so folgte er ihrem Beispiel. Sie lagen Schulter an Schulter nebeneinander. Seine Atmung raste, ihre Brust hob und senkte sich rasch. Sie sahen sich an. Verschwitzt und selig. Sie grinste und kuschelte sich an ihn, legte den Kopf auf seine Brust.
Wow, dachte er und versuchte, seine Gedanken zu ordnen. Ich hatte Sex! Und es war so, so geil!
»Bist du glücklich?«, fragte sie ihn mit sanfter Stimme und zeichnete Kreise auf seiner Brust. Er nickte langsam. Aus seinem Penis, der allmählich erschlaffte, sickerte noch immer Sperma.
»Sehr glücklich sogar. Schade nur, dass es nicht länger ging.«
Sie lachte leise. »So ist das halt. Die schönsten Dinge enden oft viel schneller, als es uns lieb ist.«
»Leider …«
»Aber hat es sich denn gelohnt? Hast du es dir so vorgestellt?«
»Sowas von«, sagte er direkt und freiheraus. »Das war das Beste, was mir jemals passiert ist. Und nein, so intensiv habe ich es mir nicht ausgemalt.«
Silvana kicherte. Er dagegen wurde ernst.
»Es tut mir nur leid, dass du … na ja, nicht gekommen bist.«
Sie zuckte mit den Schultern und zog eine Schnute. »Hättest dich ja mal etwas anstrengen können.«
Sein Herz sackte ihm in die Hose. Doch Silvanas Lachen entlarvte schnell, dass sie ihn nur auf den Arm genommen hatte.
»Es war dein erstes Mal«, versuchte sie, ihn zu beruhigen. »Mich zu einem Orgasmus zu kriegen, fällt selbst den Profis schwer. Da ist jede Frau anders, weißt du?«
Er nickte nachdenklich.
»Es ist wirklich nicht schlimm. Ruiniere deinen Moment nicht durch unnötige Sorgen und Schuldgefühle.«
Sie hatte recht. Tim gab sich einen Ruck. Gestattete sich ein Lächeln, das zuvor von seinem schlechten Gewissen begraben gewesen war. Die Zeit verging, in der er ihre Körperwärme genoss. Trotzdem begann er irgendwann zu frieren. Silvana schien dies zu bemerken und zog eine Decke heran, schwer und dick, die schnelle Wärme versprach. Gemeinsam wuchteten sie diese über ihre Körper und verharrten. Kuschelten miteinander. Schade nur, dass es bald an der Zeit war, das Coaching zu beenden. Doch er wurde überrascht. Er bemerkte, dass Silvana ihn gutgelaunt musterte und dann zu einer Frage ausholte. »Wollen wir zusammen duschen?«
8.
»Gehört das noch zum Coaching?«, wollte Tim wissen, während er mit Silvana Hand in Hand das Schlafzimmer verließ. Sie schüttelte den Kopf.
»Nö. Das ist eine freiwillige Zusatzleistung.« Sie lachte auf. »Weil du heute Geburtstag hast.«
»Na dann«, murmelte er zufrieden und etwas überrumpelt. »Bedanke ich mich herzlich.«
Sie betraten das Bad, das sich an derselben Wandseite wie das Schlafzimmer befand. Zur Abwechslung handelte es sich um einen Raum in vergleichsweise normalen Dimensionen. Und trotzdem war er so groß, dass an Platzprobleme nicht zu denken war.
Das Bad war in heller Natursteinoptik gehalten, die sich in großen Fliesen am Boden und teilweise an den Wänden wiederfand. In der Mitte stand eine ovale Badewanne, die aussah, als wäre sie direkt aus einem weißen Marmorblock gehauen worden, garniert mit gebürsteten Armaturen. Gegenüber der Tür zog sich eine raumhohe Fensterreihe – ganz ohne Sichtschutz und dergleichen. Auf Tims fragenden Blick sagte Silvana: »Die sind verspiegelt« und zog ihn mit sich. Er zweifelte – und folgte ihr trotzdem. Versuchte dabei, seine nackte Vorderseite von Hamburgs Augen fernzuhalten.
Sie näherten sich einer Walk-in-Dusche, deren Grund mit kleinen Steinen gefliest war. Eine gut drei Meter breite Spritzschutzscheibe, die vom Boden bis zur Decke reichte, glänzte in voller Pracht und war frei von Kalkflecken, wie er sie von zu Hause kannte. Nur ein paar wenige Wasserspritzer und eine Pfütze am Boden vor dem Ablauf zeugten davon, dass sie Stunden zuvor benutzt worden war.
Sie betraten die Dusche. Tim sah hoch und entdeckte die beeindruckendste Regendusche, die er jemals gesehen hatte. Allein der Duschkopf, randlos eingelassen in der Decke, maß locker einen Meter mal einen Meter – eher mehr. Er wollte sich schon darunter stellen, als Silvana ihn mit ihrer Hand auf seiner Brust zu verstehen gab, dass er einen Moment warten sollte.
Sie betätigte die Armaturen und sogleich begann es zu regnen. Doch dieser Regen war warm – und er kam nicht von der Seite, wie im windigen Hamburg üblich, sondern von oben.
Sie stellten sich unter das Wasser. Tim genoss sofort das einnehmende Gefühl der schweren Tropfen und spürte, dass Silvana hinter ihn trat und ihre Arme um seinen Oberkörper schlang. Er schloss genussvoll die Augen, während sein Herz munter pochte. Die Sekunden, vielleicht sogar Minuten, verstrichen, ohne dass jemand ein Wort sagte. Es herrschte entspannte Zweisamkeit und Tim bedauerte schon, dass dieser Moment sowie das ganze Treffen mit seiner Lehrerin bald enden würde.
Plötzlich wurde sein Herz schwer und er dachte sogar daran, sie direkt wieder zu buchen, sobald er das Geld dafür zusammengekratzt hatte. Doch dann schüttelte er den Kopf und riss sich am Riemen. Verbot sich, romantische Gefühle gegenüber der Frau zu entwickeln, die ihm seinen ersten Sex geschenkt hatte. Dagegen schwor er sich, sich in Zukunft mehr Mühe zu geben, endlich eine feste Partnerin zu finden. Eine, die länger als nur ein paar Stunden bei ihm bleiben würde. Eine, mit der er seine und natürlich ihre Sexualität von Anfang an erkunden konnte.
»Weißt du eigentlich, dass du heute große Schritte gemacht hast?«
Silvanas Stimme war ein Flüstern im Regen. Er öffnete die Augen und beobachtete, wie das Wasser fiel. »Du sprichst vom Ende meiner Jungfräulichkeit?«
»Das auch, klar. Aber ich meine etwas anderes.«
Tim legte die Stirn in Falten. »Was denn?«
»Nun, zu Beginn meintest du, dass du Angst davor hast, eine Frau durch mangelnde Erfahrung zu vergraulen, noch bevor du die Chance bekommst, mit ihr zu schlafen.«
»Das stimmt.«
»Ich habe dich den ganzen Abend über ziemlich genau beobachtet, wie du dir denken kannst.«
Er lachte kurz und grinste. »Beobachtet also, ja?«
»Genau. Und ich habe nichts von dem gesehen, was du befürchtet hast.«
Tim wurde mit einem Mal ernst. Dachte über ihre Worte nach.
»Du hast dich ohne große Scheu auf mich eingelassen. Hast oft die Initiative ergriffen. Eigene Dinge gefordert und ausprobiert. Ist dir das aufgefallen?«
»Hm …«
»Weißt du was? Ganz ehrlich? Du kannst Sex. Sehr gut sogar.«
Er wurde rot. Und das nicht, weil das Wasser so warm war. Ihre Worte trafen ihn genau dort, wo sie seinen Puls angenehm beschleunigten.
»Wären wir hier in der Schule, hättest du ein gutes Zeugnis von mir bekommen. Mach weiter so und ich verspreche dir, dass dich jede Frau, mit der du zusammenkommst, sehr genießen wird.«
Ihm fiel es schwer, ihre lobenden Worte anzunehmen. Noch war er nicht überzeugt.
»Vorher muss ich es aber schaffen, ihr einen Orgasmus zu schenken.«
Sie kniff ihm in eine Brustwarze. Er zeterte.
»Das kommt von ganz allein«, rügte sie ihn. »Mit der Zeit. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Das Potenzial dazu hast du aber, glaube mir.«
Diese Worte von einer sexerfahrenen Frau wie Silvana zu hören, war dann doch etwas Besonderes und er beschloss, ihr zu vertrauen. »Du könntest … recht haben.«
»Na klar habe ich recht. Wer will das bezweifeln?«
Silvana löste ihren Griff, beugte sich zur Seite und holte ein Shampoo. Sie drückte eine großzügige Menge davon in ihre offene Hand und verrieb es anschließend auf Tims Kopf. Dieser war überrascht und hatte zunächst angenommen, dass sie es für sich selbst geholt hatte – dachte aber nicht im Traum daran, sich zu beschweren. Stattdessen feierte er das Gefühl ihrer Finger, die das duftende Zeugs gründlich in seine Locken einmassierten. Das Feeling war unbeschreiblich und kam Sex relativ nah. Aber auch nur fast.
Nachdem sie das Shampoo ausgewaschen hatte, griff sie nach einem Duschgel. Zweifellos war es eins für Frauen. Es roch intensiv süß und blumig, doch das war ihm egal. Und eine Geschichte für seine Eltern, die erklärte, warum er so anders duftete als üblich, würde er sich später ausdenken.
Sie verrieb das Gel auf seinen Schultern, dem Rücken, der Hüfte und dem Po. Glitt mit der Hand dabei flüchtig durch seine Ritze, beugte sich hinab und nahm auch die Beine samt Fußoberseiten mit. Als sie sich wieder erhob, wechselten ihre Hände von der Hinter- an seine Vorderseite. Sie reinigten erst die Brust, dann seinen Bauch. Tim ahnte etwas und hoffte, dass sie ein bestimmtes Körperteil nicht vergessen würde. Und er wurde nicht enttäuscht.
Als sie seinen Penis berührte und das Duschgel auf diesem verrieb, sogar die Vorhaut zurückzog und die Eichel bedachte, begann der schlaffe Lümmel sofort damit, seine alte Härte wiederherzustellen. Und während sie eine Hand fest auf seine Brust legte, rubbelte die andere pflichtbewusst sein Glied, sodass der Schaum in alle Richtungen spritzte. Tim legte seinen Kopf zurück. Ihre Wangen berührten sich. Mit geschlossenen Augen genoss er, wie sie sein Ding wichste und so sauber machte, wie es wahrscheinlich noch nie gewesen war.
»Happy Birthday«, flüsterte sie ihm ins Ohr, zog ihn herum und ließ sich auf die Knie sinken. Schon war sein Schwanz in ihrem Mund verschwunden.
Das Wasser rann in Strömen ihr schwarzes Haar hinab. Es klebte in dicken Strähnen an ihrem Kopf, den Schultern und sogar an ihren Brüsten, die bei jeder Kopfbewegung heftig wippten. Das Gefühl, das sie an seinem Penis erzeugte, unterschied sich deutlich von dem, was er zuvor erlebt hatte. Es war ungleich intensiver, eindeutig dem Orgasmus von vorhin geschuldet. Und doch war es so geil, dass es nicht lange dauern würde, bis ein weiterer dazukam.
Er legte die Hände an ihren Kopf. Vergrub die Finger im nassen Schwarz und folgte dem Takt ihrer Bewegungen. Es schmatzte laut. Er stöhnte. Wasser prasselte. Und dann kam er zum zweiten Mal an diesem Abend. Ejakulierte brüllend in ihren Mund, verwundert darüber, wie viel Sperma er in dieser neuen Runde aufbringen konnte. Als er schließlich zur Ruhe kam, zog sie den Kopf zurück und gab das Glied frei.
Sie sah zu ihm hoch. Öffnete den Mund und zeigte ihm frech die Ladung. Spielte mit der Zunge, ließ etwas von dem Saft über die Unterlippe tropfen, sodass es sich mit dem Wasser am Boden vermischte. Schloss dann die Lippen und schluckte den Rest.
Tim beobachtete all das mit großem, erregten Interesse. Zugleich spürte er eine seltsame Schwere, die ihm überkam. Und als Silvana das Wasser abstellte, die Dusche verließ und zwei Handtücher von einem Stapel nahm, wusste er, dass sein Geburtstag endete. Sie hüllte sich in den Stoff, weiß und unverkennbar flauschig, und verbarg das, was er in den letzten Stunden zu lieben gelernt hatte. Doch sein Herz war nicht schwer. War frei von Wehmut und Trauer darüber, ihre Möpse, die Muschi und alles andere von ihr nie wieder zu sehen. Stattdessen war er glücklich. Unglaublich glücklich sogar. Silvana hatte gesagt, dass er Sex konnte. Und er glaubte ihr. Bald schon würde er es schaffen. Ein Mädchen in seinem Alter finden, sie verwöhnen, verführen und vernaschen. Da war er sich sicher. Sie hatte ihm geholfen, dieses Selbstvertrauen zu erkennen und anzunehmen. All die Zweifel zu vergessen und mutig an die Sache heranzugehen.
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