Anja und die enge Lederhose Kapitel 3

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Die Wochen zwischen der Übergabe des Plastikbeutels und der Weihnachtsfeier waren ein verschwommenes Mosaik aus ausweichenden Blicken und elektrisierender Stille. Wir hatten kaum ein Wort gewechselt, das nicht rein beruflicher Natur war. Aber die Anwesenheit des Beutels in meiner Aktentasche – ich nahm ihn jeden Tag mit nach Hause und brachte ihn jeden Morgen wieder mit ins Büro, unfähig, mich von ihm zu trennen – war eine ständige, pochende Verbindung zwischen uns.
Dann kam der Abend der Feier. Sie fand im Ballsaal eines lokalen Hotels statt, ein Raum, der zu warm war und nach Tannennadeln, schwerem Essen und der künstlichen Ausgelassenheit von hundert Leuten roch, die versuchten, ein Jahr voller Deadlines und Büropolitik zu vergessen.
Ich stand am Rand des Geschehens, ein Glas lauwarmen Rotwein in der Hand, und scannte den Raum. Ich sagte mir, dass ich nur schauen wollte, wer alles da war. Aber ich wusste, wen ich suchte.
Und dann sah ich sie.
Anja stand in

einer Gruppe von Kollegen aus der Buchhaltung in der Nähe des großen, überladenen Weihnachtsbaums. Sie lachte gerade über etwas, den Kopf leicht in den Nacken gelegt.
Sie trug kein Leder. Aber das, was sie trug, war fast noch schlimmer. Es war ein Kleid aus schwerer, smaragdgrüner Seide, das bis zum Boden reichte. Es war hochgeschlossen und hatte lange Ärmel – auf den ersten Blick züchtig. Aber der Stoff war wie flüssiges Wasser. Er floss über ihren Körper, schmiegte sich an jede Kurve, betonte die Schwere ihrer Brüste und die ausladende Rundung ihrer Hüften fast noch obszöner als die enge Hose es getan hatte, weil es so viel der Fantasie überließ.
Als hätte sie meinen Blick körperlich gespürt, drehte sie den Kopf. Ihr Lachen erstarb nicht, aber es veränderte sich. Es wurde kühler, wissender. Ihre Augen fanden meine durch das Gedränge der tanzenden und trinkenden Kollegen hindurch.
Sie entschuldigte sich bei ihrer Gruppe und begann, sich einen Weg durch den Raum zu bahnen. Direkt auf mich zu.
Mein Herzschlag beschleunigte sich mit jedem Schritt, den sie näher kam. Der elegante Schwung ihrer Hüften unter der grünen Seide war hypnotisierend.
Sie blieb einen halben Meter vor mir stehen. Nah genug, um die unsichtbare soziale Distanz zu verletzen, aber weit genug weg, um nicht sofort Verdacht zu erregen. Ihr Parfüm – dieser vertraute, schwere Duft – traf mich sofort, diesmal vermischt mit dem Geruch des Raumes.
“Na”, sagte sie. Ihre Stimme war leise, gerade laut genug, um die Musik zu übertönen. “Du siehst angespannt aus. Nicht in Weihnachtsstimmung?”
Ich nahm einen Schluck Wein, um meine trockene Kehle zu befeuchten. “Es war ein langes Jahr.”
Anja lächelte. Es war dieses , triumphierende Lächeln, das ich aus dem Büro kannte, als ich auf dem Boden gekniet hatte.
“Das war es”, stimmte sie zu. Sie trat noch einen winzigen Schritt näher. Ihre Augen glänzten im Licht der Lichterketten. “Aber die letzten Wochen waren doch… besonders produktiv, findest du nicht?”
Die Anspielung war so direkt, dass ich mich unwillkürlich umsah, ob jemand zuhörte. Aber die Kollegen um uns herum waren zu sehr mit ihren eigenen Gesprächen beschäftigt.
“Anja…”, begann ich warnend, aber ich wusste nicht, was ich sagen sollte.
“Ich hoffe übrigens”, fuhr sie fort und senkte ihre Stimme zu einem fast unhörbaren Flüstern, sodass ich mich vorbeugen musste, um sie zu verstehen. Ihr Mund war jetzt gefährlich nah an meinem Ohr. “Ich hoffe, du hast gut auf mein kleines… Care-Paket aufgepasst. Ich würde es ungern sehen, wenn es verloren geht.”
Ihr warmer Atem an meinem Hals sandte einen Schauer über meinen Rücken, der nichts mit der Kälte draußen zu tun hatte.
Bevor ich antworten konnte, zog sie sich ein Stück zurück. Ihr Blick wanderte an mir herab, eine schnelle, bewertende Bestandsaufnahme, genau wie an jenem Abend.
“Weißt du”, sagte sie, jetzt wieder in normaler Lautstärke, aber mit einem Unterton, der nur für mich bestimmt war. “Ich dachte mir, heute Abend trage ich etwas… weniger Kompliziertes. Keine vielen Knöpfe. Nur ein einziger Reißverschluss am Rücken.”
Sie drehte sich leicht, sodass ich ihren Rücken sehen konnte. Der lange, verdeckte Reißverschluss zog sich die gesamte Wirbelsäule hinab, eine Einladung, die deutlicher nicht hätte sein können.
Sie sah mir wieder über die Schulter in die Augen, das smaragdgrüne Kleid schimmerte wie ein Versprechen.
“Vielleicht”, sagte sie leise, “findet sich ja später jemand, der mir dabei hilft. Mein Mann ist heute Abend leider verhindert.”
Mit diesen Worten ließ sie mich stehen. Sie drehte sich um und ging zurück in die Menge, das Rauschen der Seide ersetzte das Knarzen des Leders, aber die Wirkung auf mich war dieselbe. Ich stand da, umgeben von Weihnachtsliedern und lachenden Kollegen, und spürte, wie das Blut in meinen Adern zu kochen begann.
Ich starrte auf die Stelle, an der das smaragdgrüne Kleid in der Menge verschwunden war. Der Lärm der Weihnachtsfeier – das Klirren von Gläsern, das laute Lachen, der dumpfe Bass der unvermeidlichen “Last Christmas”-Dauerschleife – brandete um mich herum auf, aber ich nahm ihn nur gedämpft wahr. Mein gesamter Fokus hatte sich auf eine einzige Sache verengt: diesen Reißverschluss auf ihrem Rücken.
Das Blut rauschte in meinen Ohren. Die subtile Drohung mit dem “Care-Paket” in meiner Schreibtischschublade und die offene Einladung für später hatten ihre Wirkung nicht verfehlt. Anja spielte ein Spiel, dessen Regeln sie nach Belieben änderte, und ich war mehr als bereit, mein Blatt auszuspielen.
Ich stellte mein noch fast volles Weinglas auf einem Stehtisch ab. Der Alkohol war überflüssig; das Adrenalin, das durch meine Adern pumpte, war Rausch genug.
Ich begann, mich durch den Saal zu bewegen. Mein Blick scannte die Gruppen von feiernden Kollegen, suchte nach dem charakteristischen Schimmern der grünen Seide. Sie war nicht mehr bei der Buchhaltungstruppe am Baum. Auch nicht am Buffet.
Eine Unruhe ergriff mich. Hatte sie es sich anders überlegt? War es nur ein weiteres psychologisches Spielchen gewesen, um mich zu quälen?
Dann sah ich sie.
Sie stand am Rande des Saals, dort, wo ein breiter Korridor zu den Toiletten und der Garderobe führte. Das Licht war hier gedämpfter, der Lärm des Festes ein wenig leiser. Sie stand mit dem Rücken zum Saal, scheinbar vertieft in die Betrachtung eines kitschigen Weihnachtsbildes an der Wand.
Sie wusste, dass ich kommen würde. Sie wartete.
Ich näherte mich ihr von hinten. Meine Schritte auf dem Teppichboden waren lautlos, aber ich war sicher, dass sie meine Anwesenheit spürte. Das Parfüm, das mich seit Wochen verfolgte, hing schwer in der Luft um sie herum.
Ich blieb direkt hinter ihr stehen. So nah, dass ich die feinen Härchen in ihrem Nacken sehen konnte, die sich aus ihrer Hochsteckfrisur gelöst hatten. Der Stoff des Kleides spannte sich über ihrem Rücken, und genau in der Mitte, entlang ihrer Wirbelsäule, verlief die feine Naht des verdeckten Reißverschlusses. Das Metallplättchen des Zippers ruhte genau in der Mulde ihres unteren Rückens, knapp oberhalb der ausladenden Wölbung ihres Hinterns.
Sie drehte sich nicht um. Sie sagte kein Wort. Sie stand einfach nur da, eine Statue aus grüner Seide und erwartungsvoller Spannung.
Langsam hob ich meine Hand. Meine Fingerspitzen streiften den kühlen, fließenden Stoff an ihrer Taille. Ich spürte, wie ein Ruck durch ihren Körper ging, ein kurzes, scharfes Einatmen.
Meine Finger fanden den kleinen Metallschieber. Er fühlte sich kalt an.
“Du hast gesagt, du brauchst Hilfe”, flüsterte ich, meine Stimme kaum mehr als ein Hauch direkt an ihrem Ohr.
“Das habe ich”, antwortete sie, ebenso leise. Ihre Stimme war rau, belegt von derselben Erregung, die mich im Griff hatte.
Ich begann, den Reißverschluss nach unten zu ziehen. Das Geräusch – ein leises, metallisches Sssssst – war in der relativen Stille des Korridors unglaublich laut.
Zentimeter für Zentimeter öffnete sich das Kleid. Der grüne Stoff glitt auseinander und enthüllte die blasse, warme Haut ihres Rückens. Sie trug keinen BH. Ich sah die Vertiefung ihrer Wirbelsäule, die sanften Muskelstränge links und rechts davon.
Als der Reißverschluss das Ende erreichte, knapp oberhalb ihres Steißbeins, lockerte sich das gesamte Kleid. Der Stoff rutschte ein Stück über ihre Schultern herab, gab den Blick auf den Ansatz ihrer schweren Brüste frei.
Anja legte den Kopf in den Nacken und stieß ein leises, kehliges Stöhnen aus. Sie stützte sich mit einer Hand an der Wand ab.
Die Gefahr war greifbar. Jederzeit könnte ein Kollege um die Ecke biegen, auf dem Weg zur Toilette oder um seinen Mantel zu holen. Die Musik aus dem Saal dröhnte im Hintergrund, eine ständige Erinnerung daran, wie nah wir am Abgrund standen. Aber genau dieses Risiko, diese absolute Unverfrorenheit, hier im Halbdunkel des Hotelkorridors zu stehen, während sie halb nackt war, machte die Situation nur noch explosiver.
Ich legte meine Hände auf ihre nackten Schultern. Die Haut war heiß. Ich beugte mich vor und küsste ihren Nacken, genau dort, wo der Puls wild unter der Haut hämmerte.
“Und jetzt?”, fragte ich gegen ihre Haut.
Sie drehte den Kopf leicht zur Seite, sodass ich ihr Profil sehen konnte. Ein Lächeln umspielte ihre Lippen – dunkel, fordernd und absolut dominant.
“Jetzt”, flüsterte sie, “solltest du mich da rausholen, bevor jemand kommt.”
Ihre Worte waren wie ein Startschuss. Das Adrenalin, das durch meinen Körper jagte, vermischte sich mit einer panischen Angst, entdeckt zu werden, zu einem explosiven Cocktail.
Ich brauchte keine zweite Aufforderung. Ich packte sie am Oberarm – ihre Haut war glühend heiß – und zog sie von der Wand weg. Das Kleid hing lose an ihr herab, die Ärmel waren über ihre Schultern gerutscht und hielten den Stoff gerade noch so vor ihrer Brust.
“Hier entlang”, zischte ich.
Wir bewegten uns hastig den Korridor hinunter, weg von den Lichtern des Ballsaals, tiefer in den weniger beleuchteten Bereich des Hotels. Jeder Schritt fühlte sich an wie ein Tanz auf dem Vulkan. Das Geräusch der Party im Hintergrund war eine ständige Bedrohung. Jeden Moment konnte eine Tür aufgehen, konnte ein Kollege um die Ecke biegen.
Anja hielt mit einer Hand das rutschende Seidenkleid vor ihrer Brust zusammen, während sie neben mir her eilte. Ihr Atem ging stoßweise. Die Spannung zwischen uns war so greifbar, dass es fast wehtat.
Ich entdeckte eine unscheinbare, schwere Brandschutztür am Ende des Ganges, neben den Toiletten. Ein “Nur für Personal”-Schild klebte darauf. Perfekt.
Ich drückte die Klinke herunter. Die Tür war unverschlossen. Ich stieß sie auf und zog Anja mit mir in die Dunkelheit dahinter.
Die Tür fiel mit einem schweren, dumpfen Wumm ins Schloss und schnitt den Lärm der Weihnachtsfeier abrupt ab.
Wir befanden uns in einem engen, kühlen Treppenhaus aus nacktem Beton. Es roch nach Staub und kaltem Stein. Das einzige Licht kam von einer schwachen Notbeleuchtung ein Stockwerk höher, die den Raum in gespenstische Schatten tauchte.
Wir hatten kaum eine Sekunde Zeit, um durchzuatmen. Noch bevor sich meine Augen an das Halbdunkel gewöhnt hatten, war Anja schon bei mir.
Sie drückte mich mit überraschender Kraft gegen die raue Betonwand. Ich spürte die Kälte des Steins durch mein Hemd an den Schulterblättern.
“Endlich”, keuchte sie.
Sie ließ das grüne Seidenkleid los. Es rutschte mit einem leisen Rauschen an ihrem Körper herab, über ihre Hüften, und landete als schimmernder Haufen auf dem staubigen Betonboden.
Sie stand vor mir, nur noch in einem Hauch von einem Slip und den hohen Schuhen, die sie schon den ganzen Abend getragen hatte. Ihre nackte Haut leuchtete fast im schwachen Licht. Die Kühle des Treppenhauses schien ihr nichts auszumachen; die Hitze, die von ihr ausging, war intensiv.
Ihre Hände waren sofort an meiner Gürtelschnalle, ihre Bewegungen waren hektisch, fordernd, getrieben von der gleichen wilden Dringlichkeit wie damals im Büro. Es gab keine Vorspiel, keine sanften Berührungen. Die Gefahr, hier im Treppenhaus entdeckt zu werden – von einem Sicherheitsdienst oder einem verirrten Gast –, war noch größer als im Büro, und genau dieser Nervenkitzel schien sie anzutreiben.
“Mach schon”, flüsterte sie rau, während sie an meinem Reißverschluss zerrte. “Ich habe den ganzen Abend darauf gewartet.”
Ihre Hände zitterten, genau wie meine. Das metallische Klappern meiner Gürtelschnalle hallte viel zu laut von den nackten Betonwänden wider. Ich stieß mich von der Wand ab, packte ihre Hüften, dort, wo der Slip in ihre weiche Haut einschnitt. Sie war heiß, ein glühender Kontrast zu der eisigen Luft des Treppenhauses, die mir eine Gänsehaut über den Rücken jagte.
Was folgte, war kein eleganter Akt der Leidenschaft. Es war ein verzweifelter, hastiger Zusammenstoß, getrieben von der puren Angst, entdeckt zu werden, und dem angestauten, giftigen Verlangen des ganzen Abends. Wir waren grob zueinander, unsere Bewegungen hektisch und unkoordiniert im Halbdunkel.
Jeder Atemzug war ein rauhes Keuchen, das von den Wänden zurückgeworfen wurde. Das Klatschen von Haut auf Haut durch meine tiefen Stöße , das Schaben unserer Körper an der rauen Betonwand – die Geräusche schienen obszön laut in der Stille des Schachts. Die Gefahr hing über uns wie das schwache, flackernde Notlicht an der Decke. Ein falsches Geräusch, eine sich öffnende Tür ein Stockwerk höher, Schritte auf der Treppe – und unser Leben, wie wir es kannten, wäre vorbei. Dieser Gedanke machte es nur noch intensiver.
Es dauerte nicht lange. Die Intensität der Situation, die beißende Kälte und die rohe Dringlichkeit, mit der Anja es forderte, ließen keinen Raum für Zärtlichkeit. Wir klammerten uns aneinander, Nägel gruben sich in Fleisch, als eine heftige Welle durch uns beide ging, ich tief in ihr kam, ein kurzer, fast schmerzhafter Moment der Entladung, bevor die Realität mit brutaler Härte zurückkehrte.
Wir lösten uns voneinander, beide schwer atmend, die Lungen brennend von der kalten, staubigen Luft. Die Stille, die nun im Treppenhaus einkehrte, war dröhnend und bedrohlich.
Anja zitterte jetzt heftig, die Kälte kroch über ihre nackte, schweißbedeckte Haut. Der Rausch wich der Panik. Ohne ein Wort zu sagen, bückte sie sich und hob das smaragdgrüne Kleid vom schmutzigen Betonboden auf. In der schwachen Beleuchtung sah ich Schmutzstreifen auf dem teuren, schimmernden Stoff.
“Scheiße”, zischte sie. Sie stieg hastig in das Kleid, zog es an ihrem Körper hoch, die Bewegungen fahrig und nervös. Sie drehte mir den Rücken zu, zog die Seide über ihre Schultern.
“Schnell”, flüsterte sie, ihre Stimme rau und brüchig, der dominante Tonfall war verschwunden. “Mach mich zu. Bevor jemand kommt. Mach schon!”
Meine Finger waren taub von der Kälte und dem Adrenalin, das durch meine Adern pumpte. Der Metallschieber des Reißverschlusses war rutschig von meinem eigenen Schweiß. “Schnell, schnell”, zischte Anja erneut, ihr Körper unter meinen Händen war ein einziges vibrierendes Bündel aus Panik.
Ich bekam den Reißverschluss endlich zu fassen und zog ihn hoch. Das Ssssst-Geräusch hallte von den nackten Betonwänden wider, viel zu laut in der plötzlichen Stille nach unserem Sturm. Ich war etwa auf halber Höhe ihres Rückens, als das Geräusch ertönte, das mein Herz für einen Moment aussetzen ließ.
Das metallische Klicken der schweren Brandschutztür.
Wir erstarrten beide augenblicklich. Meine Hand blieb auf Anjas nacktem Rücken liegen, mitten in der Bewegung.
Die schwere Tür schwang auf. Ein Schwall aus Wärme, Licht und dem gedämpften Lärm von “Jingle Bell Rock” flutete in das kalte, dunkle Treppenhaus.
Im Türrahmen stand Miriam.
Miriam aus dem Controlling. Die Frau, die jeden Morgen pünktlich um 8:15 Uhr ihren Tee kochte, die die Geburtstagskarten organisierte und die bekannt dafür war, dass ihr nichts, absolut nichts in dieser Firma entging.
Sie hielt ein Handy in der Hand, vielleicht auf der Suche nach einem ruhigen Ort für ein Telefonat. Aber jetzt starrte sie nur.
Die Zeit schien sich zu dehnen. Es waren vielleicht nur zwei Sekunden, aber sie fühlten sich an wie eine Ewigkeit, in der mein gesamtes Leben vor meinen Augen abrollte und in Flammen aufging.
Das Bild, das wir boten, war vernichtend. Es gab keine Möglichkeit, es wegzuerklären. Keine harmlose Ausrede der Welt konnte das hier rechtfertigen.
Anja stand mit dem Rücken zur Tür, das smaragdgrüne, schmutzige Kleid halb offen, ihre Haare wild zerzaust. Und ich stand direkt hinter ihr, meine Hand immer noch an ihrem halb geschlossenen Reißverschluss, mein eigenes Hemd aus der Hose hängend, mein Gesicht wahrscheinlich eine Maske aus Schuld und purem Entsetzen.
Miriams Augen waren weit aufgerissen. Ihr Mund öffnete sich zu einem kleinen, perfekten ‘O’, aber es kam kein Ton heraus. Ihr Blick wanderte von meinem Gesicht zu meiner Hand auf Anjas Rücken, dann hinab zu Anjas bloßen Beinen und den Schuhen auf dem staubigen Betonboden. Die Erkenntnis sickerte sichtbar in ihr Bewusstsein ein, wie Tinte auf Löschpapier.
Anja drehte langsam den Kopf über die Schulter. Ich spürte, wie sich ihre Wirbelsäule unter meiner Hand versteifte, hart wie Stahl. Sie sah Miriam an. Es gab kein Leugnen in Anjas Blick, nur eine kalte, harte Konfrontation mit der Katastrophe.
Niemand sagte ein Wort. Die Musik aus dem Saal dröhnte im Hintergrund weiter, absurd fröhlich.
Dann, so plötzlich wie sie aufgetaucht war, wich Miriam zurück. Es war ein reflexartiges Zurückschrecken, als hätte sie etwas Ansteckendes gesehen. Sie stolperte einen Schritt rückwärts in den beleuchteten Korridor.
Ihr Blick traf meinen ein letztes Mal – eine Mischung aus Abscheu, Unglauben und einer Spur von triumphierender Befriedigung, die mir das Blut in den Adern gefrieren ließ.
Die schwere Brandschutztür fiel wieder ins Schloss. Das Wumm klang wie das Urteil eines Richters.
Die Dunkelheit und die Kälte kehrten zurück, aber jetzt waren sie tausendmal schlimmer. Wir standen schweigend im Treppenhaus, das Echo von Miriams entsetztem Gesicht noch im Raum. Ich nahm langsam meine Hand von Anjas Rücken. Das Geräusch des nicht ganz geschlossenen Reißverschlusses war das einzige, was zu hören war.
Anja sackte gegen die Betonwand, die Stirn gegen den kalten Stein gepresst.
“Scheiße”, flüsterte sie. Es war kein Ausruf der Wut mehr, sondern der puren Verzweiflung. “Das Wumm der zuschlagenden Brandschutztür hallte in meinem Kopf nach wie ein Kanonenschlag. Die Stille, die danach im kalten Treppenhaus einkehrte, war schlimmer als jeder Lärm. Sie war dröhnend, schwanger mit der Gewissheit der Katastrophe.
Anja lehnte immer noch mit der Stirn gegen den kalten Beton. Ich sah, wie ihre Schultern unter dem smaragdgrünen Stoff bebten. Nicht mehr vor Erregung, sondern vor nackter Panik.
“Miriam”, wiederholte ich ihren Flüsterton, der Name schmeckte wie Asche auf meiner Zunge. “Ausgerechnet Miriam.”
Miriam aus dem Controlling. Die Frau, die jeden Cent in einer Reisekostenabrechnung fand, die Frau, die Gerüchte sammelte wie andere Leute Briefmarken. Und sie hatte nicht nur ein Gerücht gesehen. Sie hatte die volle, schmutzige Wahrheit gesehen, ausgeleuchtet vom grellen Licht des Flurs.
Plötzlich stieß sich Anja von der Wand ab. Ihre Bewegungen waren jetzt fahrig, ruckartig. Die kühle Dominanz, die sie die letzten Wochen und noch vor wenigen Minuten ausgestrahlt hatte, war wie weggeblasen. Sie war ein Tier in der Falle.
“Mach es zu!”, zischte sie und drehte mir den Rücken zu. “Verdammt noch mal, mach den Scheiß-Reißverschluss zu!”
Meine Hände zitterten so stark, dass ich drei Versuche brauchte, um den kleinen Metallschieber wieder zu fassen. Ich zog ihn mit einem Ruck ganz nach oben, bis in ihren Nacken. Das Geräusch war viel zu laut.
Sie wirbelte zu mir herum. Ihre Augen waren weit aufgerissen, das Make-up leicht verschmiert, die Haare eine Katastrophe. Sie begann, hektisch an ihrem Kleid herumzuzupfen, versuchte, die Falten zu glätten.
Dann sah ich es. Und sie sah meinen Blick.
Hinten, auf der linken Seite des Rocks, dort, wo sie auf dem staubigen Betonboden gelegen hatte, zog sich ein breiter, grauer Schmutzstreifen über die schimmernde grüne Seide. Er war nicht zu übersehen.
“Oh Gott”, keuchte sie. Sie begann, wild mit der Hand über den Fleck zu reiben, was es nur noch schlimmer machte. Der Staub rieb sich tief in die feinen Fasern ein. “Sag mir, dass man das nicht sieht. Sag es mir!”
Ich konnte nicht lügen. “Es ist… ziemlich deutlich.”
Sie stieß einen erstickten Laut aus, eine Mischung aus Wut und Verzweiflung. Sie ließ von dem Fleck ab und griff sich an den Kopf, ihre Finger krallten sich in ihre aufwendige Hochsteckfrisur, die jetzt halb aufgelöst herunterhing.
“Okay. Okay, denk nach”, murmelte sie vor sich hin, ihre Stimme überschlug sich fast. “Wir… wir müssen hier raus. Wir können hier nicht bleiben. Wenn wir nicht zurückgehen, ist es ein Schuldeingeständnis.”
“Und wenn wir zurückgehen?”, fragte ich. Meine eigene Stimme klang hohl, fremd. Ich stopfte mein Hemd hastig zurück in die Hose, fummelte an meiner Gürtelschnalle herum. Ich fühlte mich schmutzig, durch und durch.
“Wir leugnen es”, sagte sie. Sie sah mich an, und in ihren Augen flackerte ein Rest ihres alten Kampfgeistes auf, genährt von purer Verzweiflung. “Egal, was sie sagt. Wir leugnen alles. Sie hat sich geirrt. Es war dunkel. Wir haben uns nur unterhalten, weil es drinnen zu laut war. Mein Reißverschluss hat geklemmt und du hast mir geholfen.”
Die Ausrede war erbärmlich. Sie war dünn wie Papier, und wir wussten es beide. Miriam hatte unsere Gesichter gesehen, den Schweiß, die halb ausgezogene Kleidung. Sie hatte den Geruch in diesem Treppenhaus wahrgenommen.
“Anja, das glaubt uns kein Mensch…”, begann ich.
“Hast du eine bessere Idee?”, fauchte sie mich an. “Willst du warten, bis Werner es erfährt? Oder deine Frau? Oder die Geschäftsführung?”
Die Drohung hing in der eisigen Luft zwischen uns. Die Realität dessen, was wir aufs Spiel gesetzt hatten, stürzte mit voller Wucht auf mich ein. Mein Job. Meine Ehe. Mein gesamtes Leben. Alles für zehn Minuten hastigen, unbequemen Sex in einem Treppenhaus.
“Also”, sagte sie und atmete tief, zitternd ein. Sie straffte ihre Schultern, eine groteske Imitation von Haltung. “Wir gehen jetzt da raus. Getrennt. Du zuerst. Ich warte zwei Minuten. Und dann… dann beten wir, dass diese Schlampe ihren Mund hält, bis wir wissen, wie wir damit umgehen.”
Sie wartete nicht auf meine Zustimmung. Sie nickte mir nur kurz zu, ein hartes, freudloses Nicken.
Ich ging zur Tür. Meine Hand lag schwer auf der Klinke. Ich wusste, in dem Moment, in dem ich diese Tür öffnete, gab es kein Zurück mehr. Ich würde aus der schützenden Dunkelheit zurück ins Licht treten, zurück in den Saal, in dem irgendwo Miriam stand und vielleicht gerade jetzt mein Leben zerstörte.
Ich drückte die Klinke herunter.
Die schwere Brandschutztür öffnete sich mit einem leisen Quietschen der Scharniere. Der warme, nach Essen und Parfüm riechende Lärm der Weihnachtsfeier schlug mir entgegen wie eine Wand. Das Licht im Korridor schien greller als zuvor, fast blendend.
Ich trat heraus. Der Korridor war leer. Kein Zeichen von Miriam.
Ich zwang mich, tief durchzuatmen, mein Hemd noch einmal glattzustreichen und meine Krawatte zu richten. Ich versuchte, eine Maske der Normalität aufzusetzen – die Maske eines Mannes, der gerade nur kurz auf der Toilette war oder frische Luft geschnappt hatte. Aber meine Knie zitterten bei jedem Schritt, und ich spürte den Schweiß auf meiner Stirn.
Der Weg zurück zum Ballsaal fühlte sich an wie ein Gang zum Schafott. Jeder Meter brachte mich näher an die Musik, das Gelächter und die möglichen Blicke der Kollegen.
Ich erreichte den Eingang zum Saal. “Jingle Bell Rock” war verklungen, jetzt lief etwas Ruhigeres, Sentimentaleres. Die Tanzfläche war voller Paare, die eng umschlungen tanzten.
Ich scannte den Raum, mein Herzschlag pochte in meinen Schläfen. Ich suchte nicht nach Anja. Ich suchte nach Miriam.
Und ich fand sie.
Sie stand nicht mehr allein im Korridor. Sie war zurück bei ihrer Gruppe, nicht weit vom Buffet entfernt. Drei andere Frauen aus ihrer Abteilung und zwei Männer aus dem Vertrieb standen bei ihr.
Miriam sprach. Sie gestikulierte lebhaft mit den Händen, ihr Gesicht war gerötet. Die anderen hörten ihr gebannt zu. Eine der Frauen schlug sich die Hand vor den Mund. Einer der Männer lachte – ein kurzes, ungläubiges Lachen.
Dann drehte Miriam den Kopf. Ihr Blick traf meinen quer durch den Saal.
Das Lächeln, das sich auf ihrem Gesicht ausbreitete, war kein freundliches Lächeln. Es war das Lächeln einer Frau, die eine Bombe gezündet hat und nun genüsslich zusieht, wie die Druckwelle auf ihr Ziel zurollt. Sie hob ihr Sektglas in meine Richtung – eine , spöttische Geste.
Die Nachricht war angekommen. Sie hatte es erzählt.
Mein Magen zog sich zusammen. Ein Gefühl von Übelkeit und Schwindel überkam mich. Ich wollte mich umdrehen, wegrennen, aus dem Hotel stürmen, weit weg von diesem Ort.
Aber meine Beine gehorchten mir nicht. Ich stand da wie gelähmt, während die Musik um mich herum weiterspielte und die ahnungslosen Kollegen weiterfeierten.
Hinter mir hörte ich Schritte. Das leise Klappern von hohen Absätzen auf dem Parkett.
Anja.
Ich spürte ihre Anwesenheit, bevor ich sie sah. Sie kam neben mir zum Stehen. Ich wagte es nicht, sie anzusehen. Aber ich spürte, wie sie kurz inne, als sie Miriams Gruppe am Buffet sah. Ich hörte ihr scharfes Einatmen.
“Sie hat es getan, oder?”, flüsterte sie, ohne die Lippen zu bewegen.
Ich konnte nur nicken.
Anja schwieg einen Moment. Dann spürte ich, wie sich ihre Haltung neben mir veränderte. Sie straffte ihre Schultern. Sie hob ihr Kinn.
“Gut”, sagte sie, und ihre Stimme hatte wieder diesen harten, kalten Unterton, den ich aus dem Büro kannte. Aber diesmal war keine Panik mehr darin, nur noch eisige Entschlossenheit. “Dann spielen wir das Spiel eben zu Ende.”
Sie griff nach meiner Hand. Nicht versteckt, nicht heimlich. Sie nahm meine Hand ganz offen, verschränkte ihre Finger mit meinen. Ihre Haut war immer noch heiß.
Ich sah sie überrascht an. Ihr Gesicht war eine Maske aus eiserner Kontrolle. Die zerzausten Haare waren notdürftig gerichtet, der Lippenstift nachgezogen. Und der große, graue Schmutzfleck auf ihrem smaragdgrünen Kleid war deutlich sichtbar, ein Banner unserer Schande.
“Komm”, sagte sie laut genug, dass die umstehenden Kollegen es hören konnten. Sie zog mich mit sich, direkt auf die Tanzfläche zu. “Lass uns tanzen.”
Sie führte mich mitten in den Saal, unter die großen Kronleuchter. Die Blicke folgten uns. Ich spürte sie körperlich. Das Getuschel begann, ein leises Rauschen, das die Musik zu übertönen drohte.
Anja legte ihre Arme um meinen Nacken. Ich legte meine Hände auf ihre Taille, spürte den glatten, kühlen Seidenstoff unter meinen Fingern.
Sie zog mich eng an sich, ihre Augen bohrten sich in meine. Sie lächelte – ein Lächeln, das eine Herausforderung an den gesamten Saal war.
“Wenn wir schon untergehen”, flüsterte sie mir ins Ohr, während wir uns zur Musik zu drehen begannen, “dann nehmen wir sie alle mit.”
Wir tanzten. Es war kein eleganter Tanz. Es war ein mechanisches Bewegen zur Musik, eine steife Umarmung unter den brennenden Blicken von hundert Kollegen. Die langsame, sentimentale Melodie fühlte sich an wie Hohn.
Ich spürte jeden Zentimeter von Anjas Körper gegen meinen. Die glatte, kühle Seide ihres Kleides, die darunter liegende Hitze ihrer Haut. Ihre Hand in meinem Nacken war fest, fast schmerzhaft, eine ständige Erinnerung an die katastrophale Lage, in der wir uns befanden.
Über ihre Schulter hinweg sah ich, wie sich der Klatsch wie ein Lauffeuer verbreitete. Köpfe drehten sich zu uns, Hände wurden vor Münder gehalten. Miriam stand immer noch am Buffet, das Zentrum des Sturms, und genoss ihren Triumph mit jedem Schluck aus ihrem Sektglas.
Anja sagte kein Wort. Ihr Gesicht war an meine Schulter gepresst, ich konnte ihren heißen Atem durch den Stoff meines Hemdes spüren. Sie schien weit weg zu sein, versunken in Gedanken, die nichts mit der Musik oder den Leuten um uns herum zu tun hatten.
Dann, ganz plötzlich, veränderte sich etwas.
Ihr Griff in meinem Nacken lockerte sich ein wenig, wurde… anders. Nachdenklicher. Sie hob den Kopf von meiner Schulter. Ich sah ihr in die Augen. Die Panik, die eisige Entschlossenheit – beides war verschwunden. Stattdessen war da jetzt etwas Neues. Ein Funken. Ein kaltes, berechnendes Glitzern.
Sie sah nicht mehr mich an. Ihr Blick ging an mir vorbei, quer durch den Saal, direkt zu Miriam. Ein langsames, grausames Lächeln breitete sich auf ihren Lippen aus. Es war ein Lächeln, das nichts Gutes verhieß – für Miriam.
Sie zog mich ein Stück näher, sodass unsere Körper sich fast lückenlos berührten. Ihre Lippen streiften mein Ohr.
“Weißt du”, flüsterte sie, und ihre Stimme war leise, aber messerscharf, “Miriam hat einen Fehler gemacht.”
Ich verstand nicht. “Was meinst du? Sie hat uns gesehen. Sie hat es allen erzählt. Welchen Fehler?”
Anja kicherte leise. Es war ein dunkles, freudloses Geräusch.
“Sie hat ihren Schuss zu früh abgefeuert. Sie denkt, sie hat uns in der Hand. Aber sie hat vergessen, wer ich bin.”
Sie lehnte sich ein Stück zurück, um mir wieder in die Augen zu sehen. Der Ausdruck auf ihrem Gesicht war triumphierend.
“Ich habe gerade eine… Eingebung gehabt”, sagte sie. “Erinnerst du dich an die interne Revision letztes Jahr? Die Sache mit den Spesenabrechnungen in der Controlling-Abteilung, die so schnell unter den Teppich gekehrt wurde?”
Mir dämmerte etwas. “Du meinst…?”
“Ich habe damals die Vorprüfung gemacht”, flüsterte sie, und ihre Augen leuchteten. “Bevor die externen Prüfer kamen. Ich habe Dinge gesehen. Unstimmigkeiten. , kreative Buchungen, die alle zu einer Person führten.”
Sie machte eine kurze Pause, ließ die Information sacken.
“Ich habe die Originalunterlagen nie vernichtet. Sie liegen in meinem Safe zu Hause. Ich hatte sie fast vergessen, ich dachte, ich brauche sie nie.”
Ihr Lächeln wurde breiter. Es war das Lächeln eines Raubtiers, das gerade erkannt hat, dass die Beute nicht nur entkommen, sondern selbst zur Jägerin werden kann.
“Miriam will Krieg?”, sagte Anja, und ihre Stimme war jetzt voller eisiger Energie. “Sie kann ihn haben. Aber sie hat keine Ahnung, mit welchen Waffen ich kämpfe.”
Sie drückte meine Hand fester. “Wir tanzen dieses Lied zu Ende. Wir lächeln. Wir lassen sie reden. Und dann gehen wir. Zusammen. Mit erhobenem Kopf.”
Sie zog mich wieder eng an sich, legte ihren Kopf zurück auf meine Schulter. Aber diesmal war es keine Geste der Verzweiflung. Es war die Ruhe vor dem Sturm.
“Morgen früh”, flüsterte sie mir ins Ohr, während wir uns weiter im Kreis drehten, “werde ich ein sehr interessantes Gespräch mit Miriam führen. Ich glaube nicht, dass sie danach noch viel Lust haben wird, über uns zu tratschen.”
Wir tanzten weiter, umgeben von den Blicken und dem Getuschel. Aber das Gefühl der Lähmung war verschwunden. An seiner Stelle war jetzt etwas anderes: ein gefährliches, aufregendes Gefühl von Macht. Wir waren nicht mehr die Gejagten. Der Spieß hatte sich gerade umgedreht.

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