Tim, Sabine und ich
Veröffentlicht amEs war eher ein Zufall, dass ich Tim und Sabine begegnete. Eine jener flüchtigen Urlaubsbekanntschaften, die das Leben gelegentlich streut, wie der Wind Samen über Wege trägt – und aus denen dann manchmal mehr wächst, als man zu hoffen gewagt hätte.
Sie waren nett, das war der erste Eindruck. Sabine war fast so groß wie ich, also eine Erscheinung, die im Sonnenlicht des Strandes nicht unterging. Sie hatte eine Figur, die mich auf eine Weise ansprach, die ich mir damals nicht recht erklären konnte. Ich mag Frauen, deren Körper Geschichten erzählt haben. Die Spuren des Gelebten tragen, ohne sich ihrer zu schämen. , die durch einen Kanal aus Fleisch und Schmerz ins Licht getreten sind. Brüste, die bereitstanden, zu nähren, die sich hingegeben haben, nicht nur der Lust, sondern dem Leben selbst. Ihre Nippel zeichneten sich gegen den dünnen Stoff ihrer Bluse ab – unübersehbar, fast trotzig. Ich sah sie sofort. Ich sehe Brüste gerne. Das ist keine feine Aussage, aber eine wahre.
Wir
kamen ins Gespräch am Kiosk am Strand. Worüber genau, ist mir entfallen – die Worte sind wie Muscheln, die das Meer wieder mitnimmt. Aber wir setzten uns an einen Tisch, und das Gespräch begann zu fließen, leicht und salzig wie die Luft. Irgendwann sagte Sabine, ihr sei kalt.Ich war frech. Vielleicht zu frech. Ich deutete auf ihre Brust und sagte: „Man sieht es.“
Einen Augenblick lang traf uns Stille. Tim schaute mich an, als hätte ich das Salz ins Süßwasser gekippt. Auf Sabines Stirn stand geschrieben: So etwas sagt man nicht. Sie war keine Frau, die man so ansprach. Aber dann, kaum merkbar, hellte sich ihr Gesicht auf. Ein Schmunzeln, wie ein Riss im Eis.
„Du schaust mir auf die Brüste?“
„Klar“, sagte ich. „Deine Brüste gefallen mir.“
„Mir auch, sehr!“, beeilte sich Tim zu sagen, so hastig, als wolle er einen verspäteten Zug noch erreichen. Es klang fast entschuldigend, dieser Nachsatz, und zugleich bemüht, nicht der zu sein, der danebenstand, während ein anderer etwas aussprach, das man vielleicht hätte für sich behalten sollen. Sabine warf ihm einen kurzen Blick zu – nicht streng, eher amüsiert über diese plötzliche Loyalitätsbekundung ihres Mannes. Dann sah sie wieder mich an, und in ihren Augen lag etwas, das ich nicht gleich einordnen konnte: nicht Zorn, nicht Verlegenheit. Eher die Neugier einer Frau, die genau weiß, was sie sich zumuten kann.
Sabine stand auf, ein müheloses, fast tänzelndes Aufstehen, als ob der Sand unter ihren Füßen nur darauf gewartet hätte, sie zu tragen. „Ich denke, wir gehen in die Sonne“, sagte sie, und ihre Stimme hatte plötzlich etwas Beschließendes, dem man nicht widersprach.
Ich fühlte mich mit aufgerufen, und so gingen wir zu dritt – Sabine voraus, dann Tim, dann ich. Und ich bewunderte ihr Becken, das bei jedem Schritt schwang, diese mühelose, selbstverständliche Bewegung einer Frau, die wusste, dass sie angesehen wurde, ohne dass es ihr unangenehm gewesen wäre. Es war ein Anblick wie eine Zeile aus einem Gedicht, das man nicht zu Ende lesen will, aus Angst, es könnte aufhören.
Als wir an der Decke von Tim und Sabine angekommen waren – einem Quadrat aus geblümtem Baumwollstoff, das wie ein flaches Zelt auf dem Sand lag –, nahm Sabine Platz. Tim setzte sich neben sie, und ich ließ mich ihr gegenüber nieder. Das war nicht uneigennützig, das gestand ich mir ein. Von hier aus konnte ich ihren Körper betrachten, ohne den Kopf wenden zu müssen. Zwei Knöpfe ihrer Bluse waren offen – hatte sie diese selbst geöffnet, oder war das der Wärme geschuldet? – und als sie sich vorbeugte, um aus der Strandtasche die Sonnenmilch zu holen, fiel der Stoff nach vorne, und ich sah ihre Nippel.
Ein Gedicht von Nippeln. Schön, groß und lang, und es musste Lust machen, an denen zu saugen, sie zwischen den Fingern zu rollen, bis sie sich röteten und die Frau darunter den Atem verlor.
„Hat einer der Herren Lust, mich einzucremen?“, fragte sie kokett, und die Frage hing einen Herzschlag lang in der warmen Luft, ehe sie sich senkte wie eine reife Frucht.
Bevor Tim reagieren konnte, meldete ich mich zu Wort. „Deinen Mann hast du immer“, sagte ich, leiser vielleicht als nötig, und ein Lächeln umspielte meinen Mund. „Was hältst du davon, wenn du mich ausprobierst?“
Sabines Augen verengten sich einen Nu, dann weiteten sie sich wieder. „Gerne“, sagte sie, und in ihrer Stimme schwang etwas mit, das wie Erwartung klang. „Aber verschmiere nicht meine Bluse!“
„Ich ziehe sie am besten aus“, meinte ich, und meine Hände fanden den nächsten Knopf, dann den letzten. Der Stoff gab nach, glitt über ihre Schultern, und Sabine hob die Arme, als sei dies die natürlichste Geste der Welt.
Tim schaute zu. Er sagte nichts. Er sah zu, wie ich seine Frau entkleidete, und ich suchte in seinem Gesicht nach Eifersucht – und fand sie nicht. Da war nur etwas wie Erstaunen, vielleicht sogar Dankbarkeit, über die Freizügigkeit, die seine Frau sich plötzlich nahm. Oder die ich ihr nahm. Oder die wir uns alle drei nahmen, in dieser kleinen, heißen Stille unter der Sonne.
Ich war überrascht, wie jung und fest ihre Brüste noch aussahen. Die Jahre und das Leben hatten Spuren hinterlassen, das war wahr, aber diese Brüste hatten sich gegen die Schwerkraft gestemmt wie zwei widerspenstige Handschmeichler. Und die Nippel standen wie eine Eins. Zwei Einsen, um genau zu sein – aufrecht, dunkel, fordernd.
„Ist dir noch kalt?“, fragte ich, und meine Stimme klang leiser als beabsichtigt, fast zärtlich. Ich war gespannt auf ihre Antwort, auf das Spiel, das wir da trieben, denn Kälte war längst kein Thema mehr zwischen uns.
Sabine lächelte, ein langsames, wissendes Lächeln, das ihre Augen funkeln ließ. Sie lehnte sich zurück, stützte sich auf die Hände, bot sich dar wie eine Landschaft, die darauf wartete, bereist zu werden.
„Nein“, sagte sie, und ihre Brüste hoben sich mit dem Atem. „Ich freue mich, gleich eingecremt zu werden.“
Ich öffnete die Sonnenmilchflasche, und der Duft von Kokos und Sommer breitete sich aus wie ein Versprechen. Etwas davon goss ich in meine Handfläche – nicht zu viel, nicht zu wenig – und wärmte die kühle Flüssigkeit an, rieb die Handflächen aneinander, bis es sich auf der Haut angenehm anfühlte. Dann begann ich.
Erst die Schultern, die sich unter meinen Fingern entspannten, als hätten sie nur auf diese Berührung gewartet. Dann den Hals, die zarte Stelle, wo der Puls schlug, den ich spürte, ohne ihn zu suchen. Dann die Seiten, die sanfte Kurve entlang, die Rippen zählend wie ein Gedicht.
Dann kam ich zum Ziel meiner Betrachtungen. Ihren Brüsten.
Täuschte ich mich, oder wölbte Sabine ihren Brustkorb weiter vor, hob sich mir entgegen, als wolle sie keine Sekunde der Berührung verschenken? Jedenfalls näherte ich mich von außen kommend, langsam, kreisförmig, immer enger werdend wie die Bahnen eines Planeten, der sich seinem Stern hingibt. Erst nach längerer Massage, nachdem ich jeden Millimeter ihrer Haut geehrt hatte, strich ich über die Nippel. Sie waren hart unter meinen Fingerspitzen, kaum zu glauben, dass sie vorhin noch Stoff berührten.
„Das tut gut“, stöhnte Sabine mit geschlossenen Augen, und ihre Stimme war ein Hauch, ein Seufzer, der sich in den Strandwind mischte.
Ich warf einen Blick auf Tim. Er schaute fasziniert zu, während ich seine Frau verwöhnte. Sein Mund war leicht geöffnet, als vergesse er, ihn zu schließen. Etwas irritierte mich, oder besser gesagt: etwas zog meinen Blick an. Seine Brustwarzen waren ebenfalls hart – zwei , stumme Zeugen dessen, was sich in ihm abspielte. Und ein Blick auf seine Badehose zeigte eine Wölbung, nicht groß, aber doch so deutlich, dass man erraten konnte, dass sich dort eine Erektion anbahnte, zaghaft und unübersehbar zugleich.
Sabine schien nichts davon zu bemerken. Oder tat sie nur so? Ich wusste es nicht. Aber meine Hände ruhten nicht, sie setzten ihre Kreise fort, und unter ihnen schien die Zeit einen anderen Takt zu schlagen.
Ich glaube, es war allen klar, in diesen Minuten, in diesem stillen Einverständnis, das sich wie eine zweite Haut über uns legte, dass es nicht mehr um Sonnenschutz ging. Nicht um UV-Strahlen oder Hautkrebsprävention. Es ging um etwas anderes, etwas, das sich nicht in medizinischen Kategorien fassen ließ. Es ging um prickelnde Erotik, um das elektrische Kribbeln, das sich zwischen uns drei aufbaute wie Gewitterschwüle vor dem ersten Blitz.
Ich beschloss, die nächste Stufe zu erklimmen.
Im Ton von Googles Routenfinder sagte ich, trocken, fast sachlich: „Wenn möglich bitte wenden.“
Sabine kicherte – ein helles, überraschtes Geräusch, das den Ernst des Augenblicks aufbrach wie ein Vogel den Horizont. Sie drehte sich auf den Bauch, eine langsame, geschmeidige Bewegung, bei der sich ihr Körper wie eine Welle rollte. Ihr Hintern, noch bedeckt von der knappen Bikinihose, war ebenso ansehnlich wie ihre Brüste. Vielleicht mehr. Diese Rundung, dieses Versprechen von Weichheit und Kraft zugleich.
Ich wollte nichts überstürzen. Das war wichtig. Die erotische Stimmung sollte langsam köcheln, wie eine gute Sauce, die man nicht auf zu großer Flamme stehen lässt. Also begann ich mit ihren Schulterblättern – zwei flache, elegante Knochen unter der Haut, die sich wie Flügel anfühlten, kaum sichtbar. Dann den Rücken, die sanfte Mulde entlang der Wirbelsäule. Dann die Oberarme, die fest und entspannt zugleich unter meinen Händen lagen. Alles wurde eher massiert als eingecremt, die Sonnenmilch war nur noch ein Vorwand, ein dünner Film aus Kokosduft und Notwendigkeit.
„Darf ich dein Höschen abstreifen?“, fragte ich, die Stimme leiser als zuvor. „Ich fürchte, die Sonnenmilch wird sonst Flecken hinterlassen.“
Sabine antwortete nicht mit Worten. Stattdessen hob sie auffordernd ihr Becken an, nur wenige Zentimeter, ein stummes, unmissverständliches Zeichen des Einverständnisses. Wenige Sekunden später war ihr Po nackt. Der Stoff der Bikinihose lag neben ihr wie eine abgestreifte Hülle, nicht länger von Bedeutung.
Ihr Po war nicht blass, wie man es von Stellen erwarten würde, die selten die Sonne sehen. Er war von einer schönen, zarten Bräune überzogen, als hätte das Licht einen Weg gefunden, auch dorthin zu kriechen. Und zwischen ihren Schenkeln, kaum zu erkennen, nur wenn man genau hinsah mit dem wissenden Blick eines Liebhabers, lugten ihre etwas dunkleren Schamlippen hervor – ein Hauch von Geheimnis, ein Flüstern zwischen ihren Beinen.
Ich cremte. Nein, ich massierte ihren Po. Beide Hände, kreisend, fest und sanft zugleich, spürte die Wärme, die von ihr ausging. Dann begann ich mich vorzuarbeiten, über ihre Füße – zierlich mit rot lackierten Zehennägeln – dann die Waden hinauf, die Muskeln unter der glatten Haut spürend, dann die Kniekehlen, diese empfindlichen, vergessenen Stellen, und weiter zu den Oberschenkeln. Langsam. In aller Ruhe. Mit jedem Zentimeter spürte ich, wie sich etwas in ihr löste, wie ihr Atem tiefer wurde, wie ihre Finger sich in das Strandtuch krallten.
Tim sagte nichts. Aber ich wusste, dass er zusah.
Je weiter ich die Oberschenkel aufwärts kam, desto deutlicher war Sabines Stöhnen zu hören. Es waren keine lauten Laute, eher ein leises, kehliges Murmeln, das zwischen ihren Lippen hindurchschlüpfte wie ein gut gehütetes Geheimnis. Spätestens jetzt hätte sie Einhalt gebieten müssen – die Grenze zwischen Massage und etwas Anderem war längst überschritten, die Linie im Sand verwischt. Aber sie öffnete ihre Schenkel weiter, eine Einladung, die keiner Worte bedurfte, und nun konnte ich einen deutlichen Einblick ihrer Scham erhalten.
Ihre äußeren Schamlippen waren üppig, voll und dunkel in der sanften Bräune ihres Körpers. Sie hatten sich bereits etwas verdickt, ein sicheres Zeichen, dass man keine medizinische Ausbildung brauchte, um es zu deuten. Eine gewisse Erregung lag über allem, und wenn mich nicht alles täuschte, war da ein zartes Glänzen zu sehen, ein Schimmer, der sich wie Morgentau auf Blütenblätter legte. Sollte sie vielleicht bereits Nektar produzieren? Der Gedanke traf mich mit einer Mischung aus Überraschung und stiller Dankbarkeit.
Ich zögerte einen Herzschlag lang. Meine Hände ruhten auf ihren Oberschenkeln, ganz nah an dem Ort, der nach mehr verlangte. Aber ich besann mich. Nicht jetzt. Noch nicht.
„Du hast einen tollen Po“, sagte ich, und meine Stimme klang fester, als ich mich fühlte. Ich richtete mich halb auf, suchte Tims Blick. Er saß da wie versteinert, die Hände auf den Knien, die Augen weit. „Tim, du kannst wirklich stolz auf deine Frau sein.“
Über die geschwollenen Schamlippen und den beginnenden Fluss des Liebessaftes verlor ich kein Wort. Manches bleibt ungesagt, gerade dann, wenn es am deutlichsten zu sehen ist. Sabine atmete tief, ihr Rücken hob und senkte sich im Rhythmus ihrer Erregung. Sie sagte nichts. Sie musste nichts sagen.
Der Wind vom Meer strich über uns hinweg, warm und gleichgültig, während die drei Körper unter der Sonne eine eigene Sprache fanden, die keines Wörterbuchs bedurfte.
Ich wäre nicht ich, und ich konnte es nicht lassen: Immer wieder verirrte sich ein Finger – meist mein Daumen – zu ihren Schamlippen und streifte sie, nur leicht, ein Hauch, eine Andeutung. Jedes Mal reagierte Sabine mit einem feinen Zittern, das durch ihren ganzen Körper lief wie ein Schauer über stilles Wasser, wenn ein Stein hineinfällt.
Dann – war es die Vernunft, die sie zurückschrecken ließ, war es die Angst, es zu weit zu treiben, oder steckte etwas anderes dahinter? – sagte sie, die Stimme leiser als zuvor, aber nicht brüchig: „Vorne musst du auch noch eincremen.“
Sie wendete sich auf der Decke, eine langsame, geschmeidige Drehung, und präsentierte wieder ihre Vorderseite. Das Licht fiel auf ihre Brüste, auf den weichen Hügel ihres Bauches. Da die Brüste und der Bauch bis zum Nabel bereits versorgt waren, nahm ich mir die Hüften vor. Nichts übereilen. Langsam. Die Zeit war nicht unser Feind, sondern unser Verbündeter.
Mich lockte natürlich die Scham, die sich mit einem kleinen Dreieck leicht gekräuselter Haare schmückte – ein Garten, in den man sich verlieren könnte, wenn man nicht aufpasste. Aber ich passte auf. Ich hielt den Rhythmus der Berührung, ließ meine Hände über die Hüftknochen gleiten, über die sanften Rundungen, die zum Zentrum hin führten, ohne sie zu erreichen. Die Sehnsucht, dorthin zu gehen, war wie ein leiser Gesang in meinem Blut.
Tim rückte näher. Er war nun in greifbarer Nähe seiner Frau, sein Schatten fiel auf den Rand der Decke, mischte sich mit dem ihren.
„Hat deine Frau nicht eine wunderbar weiche Haut?“, fragte ich. Ich wollte ihn einbeziehen. Eine Eifersuchtsszene war das Letzte, was ich mir wünschte. Was hier wuchs, war zart und zerbrechlich wie Seifenblasen; ein falscher Ton, ein scharfes Wort, und alles würde platzen.
„Ja“, sagte Tim, und seine Stimme klang verträumt, wie aus weiter Ferne. „Ich liebe jeden Zentimeter von ihr.“
Dann schob er nach, zögernd, fast schüchtern: „Ich wünschte, meine Haut wäre auch so weich.“
Sabine sah ihn an, ein versonnener Blick, der länger dauerte als gewöhnlich. Vielleicht lag etwas darin, das wie eine stille Frage aussah – oder eine leise Angst. Hatten die beiden ein Geheimnis? Eine Wunde, die unter der Oberfläche schlummerte? Ich wusste es nicht. Und in diesem Augenblick war es mir auch nicht wichtig.
Denn ich sah, wie Sabines Hand sich hob, wie ihre Finger zögernd über Tims Oberschenkel glitten – und dann seinen Penis anfassten. Still nahm sie ihn in ihre Hand, ohne Eile, ohne Prüderie. Der Penis war nicht groß, aber von Adern durchzogen wie ein feines Netz, definiert und irgendwie schön in seiner Schlichtheit. Ein Körperteil, das sich nicht verstellte, das einfach da war, bereit und verletzlich zugleich.
Ich setzte meine Creme-Streichelungen fort. Meine Hände kehrten zu ihren Hüften zurück, strichen über den weichen Bauch, immer nah an dem Dreieck aus Haar, immer wieder vorbei. Sabine schloss die Augen, ihre Lippen öffneten sich einen Spalt, und ein leises, anhaltendes Stöhnen quittierte jede meiner Berührungen. Es war kein lautes Stöhnen, eher ein Flüstern, das unter der heißen Luft des Nachmittags schwebte wie der Duft von Kokosmilch und Salz.
Drei Menschen auf einem Tuch. Drei Atemzüge, die sich suchten und fanden. Und die Sonne stand hoch am Himmel und sah zu, ohne zu blinzeln.
Sabine ließ uns wissen, dass die Erregung sie im Griff hatte. Sie sprach kein Wort, doch ihr Körper sprach eine Sprache, die älter war als alle Vokabeln dieser Welt. Sie öffnete ihre Schenkel – weit, einladend, unmissverständlich – und lud mich ein, dort mein segensreiches Werk fortzusetzen.
Das musste sie nicht zweimal andeuten.
Ich senkte mich herab, nicht hastig, sondern mit der Andacht eines Gläubigen vor dem Altar. Meine Finger fanden den Weg, zupften liebevoll an den äußeren Schamlippen, spürten ihre Geschmeidigkeit, ihre feuchte Wärme. Dann an den inneren, jenen zarteren Blütenblättern, die sich unter meiner Berührung öffneten wie eine Blume im Morgentau. Ich suchte den Kitzler, jenen kleinen, wachen Punkt, in dem sich die gesamte Lust einer Frau zu sammeln scheint.
Und er versteckte sich nicht.
Er präsentierte sich, deutlich, geschwollen, wie ein kleiner Penis, der aus seiner Hülle getreten war, um die Welt zu begrüßen. Wie eine zarte Feder streichelte ich ihn, hauchzart, mit der Fingerspitze eines einzigen Fingers. Ich war darauf bedacht, dass Sabine nicht schnell, nicht ungestüm zum Höhepunkt getrieben würde, sondern ganz langsam – so langsam, wie es das Verlangen erlaubt – zu jenem Punkt ohne Rückkehr geführt wurde, hinter dem es kein Halten mehr gibt.
Und noch etwas sah ich, aus dem Augenwinkel, ohne den Rhythmus meiner Hand zu unterbrechen.
Sabine streichelte Tims Penis. Liebevoll. Ihre Finger umschlossen ihn, glitten an ihm auf und ab, und zeitweise schob sie ihren Daumen unter die Vorhaut, eine zärtliche, intime Geste, die von langer Vertrautheit zeugte. Es hatte etwas Rührendes, etwas fast Scheues – zwei Menschen, die sich kannten, die wussten, was dem anderen guttat. Ich wagte nicht, das zu beeinflussen. Es wäre nicht mein Platz gewesen.
„Tim“, sagte ich, und meine Stimme klang ruhiger, als mir zumute war, „deine Frau liebt dich. Widme dich liebevoll ihren Brüsten. Ich glaube, das tut ihr gut.“
Tim folgte meiner Aufforderung, fast erleichtert, als hätte er nur auf dieses Stichwort gewartet. Er beugte sich über Sabine, seine Lippen fanden eine ihrer Brustwarzen, und sie lächelte – ein weiches, hingebungsvolles Lächeln, das ihr Gesicht in einem anderen Licht zeigte.
Sie zog die Beine etwas an und ließ die Knie auseinanderfallen. Ein Duft stieg auf, jener schwer-süße, erdige Duft einer erregten Frau, der sich mit der Salzluft des Meeres vermischte, vom Wind erfasst und in kleinen Wellen um uns herumgetragen wurde. Es war ein Duft, der Erinnerungen weckte an Dinge, die man nie erlebt hatte, an Träume aus einer anderen Zeit.
„Sabine“, fragte ich mit rauer Stimme, die nicht mehr die meine zu sein schien, „darf ich dich küssen?“
Sie öffnete die Augen, nur einen Spalt, und sah mich an. Vielleicht suchte sie in meinem Blick nach dem Ort, an den mein Mund sich wünschte. Vielleicht ahnte sie es bereits.
„Ja“, sagte sie, und ihre Stimme war ein Hauch. „Mach es.“
Ob sie den Kuss am Mund erwartet hatte oder an ihrer Scham – wer wird das je erfahren? Die Antwort schlummerte irgendwo zwischen ihren Worten, unausgesprochen, vielleicht selbst ihr nicht ganz bewusst. Aber ich traf eine Entscheidung. Eine Entscheidung, die mir nicht schwerfiel.
Ich presste meinen Mund an ihre saftige Scheide.
Die ersten Sekunden waren ein Innehalten, ein Beschnuppern, ein Kennenlernen. Ihr Geschmack lag auf meiner Zunge – salzig, süß, ein wenig metallisch, so wie das Leben selbst schmecken mag, wenn man es direkt aus der Quelle trinkt. Dann begann ich, sie nach allen Regeln der Kunst zu verwöhnen. Mit der flachen Zunge, mit der Spitze, mit kreisenden Bewegungen und sanftem Saugen. Mal schnell, mal langsam, immer im Takt ihres Atems, der schneller wurde, unregelmäßiger.
Ihre Finger vergruben sich in meinen Haaren, nicht um mich zu führen, sondern um sich festzuhalten. Und irgendwo über mir, in einer anderen Sphäre, hörte ich Tims leises Keuchen, als er sich an ihrer Brust zu schaffen machte, und das sanfte, anhaltende Stöhnen Sabines, das sich mit dem Rauschen des Meeres vermischte, bis beides ununterscheidbar wurde.
Dann kam Tim.
Es geschah leise, fast beiläufig, wie die Dinge geschehen, wenn sie unvermeidlich geworden sind. Sabine kannte seinen Körper – das sah man an jeder ihrer Berührungen, an der Vertrautheit ihrer Finger, die wussten, wo sie drücken, wo sie verweilen, wo sie beschleunigen mussten. Sie führte ihn zum Orgasmus, geduldig und sicher, als geleite sie einen Gast durch ein Haus, dessen jede Tür sie schon tausendmal geöffnet hatte. Und Tim ließ sich führen, dankbar, mit geschlossenen Augen, die Lippen fest aufeinandergepresst, als wolle er jeden Laut verschlucken.
Doch als es kam – die Spannung, die sich in seinen Schenkeln aufbaute, das plötzliche Verkrampfen seiner Hände im Sand –, da entkam ihm ein tiefer, rauer Seufzer. Sein Samen strömte über ihre Finger, perlend und weiß, ein Zeugnis dessen, was zwischen ihnen lebendig war, auch ohne Worte. Sabine hielt ihre Hand still, ließ ihn kommen, ließ ihn leer werden, bis sein Körper sich entspannte und er zurücksank auf die Decke, atemlos und seltsam friedlich.
Meine Hand aber ruhte nicht. Sie war in ihrem Schoß geblieben, die ganze Zeit über, hatte die feuchte Wärme gespürt, die sich dort ausgebreitet hatte wie eine Flut bei Nacht. Die Erkenntnis, dass ihr Mann seinen Höhepunkt gefunden hatte, dass er hier neben ihr lag mit zitternden Knien und offenem Mund, gab Sabine wohl die Freiheit, die sie brauchte. Die letzte Zurückhaltung fiel von ihr ab wie ein Kleidungsstück, das man nicht mehr braucht.
Sie kam mit einem Schrei.
Nicht laut im Sinne von Lärm, aber durchdringend, unüberhörbar, ein Bekenntnis, das keine Zweifel zuließ. Ihr Körper bog sich durch, ein geschmeidiger Bogen von Brust bis Becken, und ihr Stöhnen wurde heftig, fast wild, ein Laut aus einer Tiefe, die nichts mehr zurückhielt. Sie verkündete der Welt – dem Strand, den Möwen, der Sonne – dass sie einen schönen, befriedigenden Orgasmus erlebte. Für ein paar Herzschläge lang war sie nichts als Empfindung, nichts als dieses Ankommen, das alle Worte hinter sich lässt.
Muss ich erwähnen, dass mein Glied zum Bersten mit Blut gefüllt war? Dass es hart und fast schmerzhaft abstand, eine Spannung, die sich in meinem Unterleib aufstaute wie Wasser vor einem Damm? Ich atmete flach, spürte jede Faser meines Seins auf diesen einen Punkt konzentriert, der nach Erlösung schrie – und doch zögerte ich.
Würde auch ich erlöst werden? Oder wäre das zu weit gegangen? Die Grenze zwischen dem, was hier wuchs, und dem, was vielleicht zerbrechen könnte, war hauchdünn wie ein Spinnenfaden. Tim lag neben seiner Frau, noch immer im Nachglanz seiner eigenen Entladung. Sabine öffnete langsam die Augen, sah mich an – und in ihrem Blick lag nichts von Angst oder Reue. Nur eine offene Frage, die sie mir still überließ.
Der Wind vom Meer wehte warm über uns hinweg, und niemand sagte ein Wort.
Wow, eine tolle Geschichte und dazu ganz toll geschrieben. DANKE
WOW… eine MEGA-Story… so einfühlsam geschrieben… Erotik auf höchsten Niveau… ich wünschte ich könnte solche Worte finden… um den SEX so zu beschreiben… man konnte jede Berührung vor dem eigenen Auge sehen und ihn dann auch anderweitig spüren. DANKE… das ist erotische Schreibkunst.
Eine wunderschöne, sehr einfühlsame Geschichte.
Eine sehr schön geschriebene Geschichte. Mir gefällt die Art wie du schreibst 🥰